mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

Frage zum Aktientauschangebot von Lloyd Fonds AG
• Welche 11 KG-Schiffe bzw. KG-Fonds erhalten eine Offerte zum Umtausch?
• Sind auch Problemfonds oder von der Insolvenz bedrohte Fonds unter den ausgewählten?
• Ihre Argumente für die Umsetzung Ihrer Pläne im Cash-Interview sind Flottenverbund, Handelbarkeit der Aktie und Kostenreduzierung.
 

Zum Flottenverbund:
• Kann durch einen Charterpool nicht das gleiche erreicht werden?

Zur Handelbarkeit:
• Die Börse hat die Lloyd Fonds Aktie nun lange Zeit im Korridor zwischen 1 und 2 Euro gesehen. Ihr vermeintlicher innerer Wert liegt bei 3,54 Euro. Woher kommt die Differenz?
• Sie sprechen von keinem funktionierenden Zweitmarkt und hatten selbst seit 2007 eine Zweitmarktfirma namens TradeOn. Was ist falsch gelaufen?

Zum Kostenargument:
• Sind derzeitige Management- und Treuhandgebühren Teil des Ertragswert, die die WP Gesellschaft RBS zum Ergebnis von 3,54 Euro gebracht hat?
• Würde bei einem geplanten Wegfall dieser Einnahmen nicht die Lloyd Fonds AG niedriger bewertet werden müssen?
• 18.000 Ihrer Anleger erhalten nach Ihren Worten im Cash-Interview vom 09.02.2015 eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment. Und die restlichen 35.000 Anleger haben keine Zukunft?
• Sie sagen im Cash-Interview: „Anders als bei der bisherigen KG-Beteiligung sitzen dann alle – also Aktionäre, Mitarbeiter und Vorstand – gemeinsam in einem Boot und haben vollkommen gleiche Interessen.“
• Gab es demnach in der Lloyd Fonds eigenen Treunhandgesellschaft für die Treuhandkommanditisten keine Interessensgleichheit mit dem Unternehmen?
• Und in der Lloyd Fonds AG sind die Aktionäre vor den KG-Anleger bevorzugt worden?

 

Antwort der LLoyd Fonds AG
„Die Lloyd Fonds AG wird das erste deutsche börsennotierte Schifffahrtsunternehmen mit eigenen Schiffen und 20 Jahren Investmenterfahrung.

Die Schifffahrt AG bietet Anlegern eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment.

Die Lloyd Fonds AG reagiert auf die Marktentwicklungen und stellt sich als börsennotiertes Schifffahrtsunternehmen neu auf: In einem ersten Schritt wird 11 von Lloyd Fonds initiierten Schifffahrtsgesellschaften das Angebot gemacht, ihre Schiffsbetriebe einschließlich der Schiffe in die Lloyd Fonds AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung einzubringen. Im Gegenzug erhalten die KG-Gesellschaften Aktien der Lloyd Fonds AG, die dann an die Kommanditisten ausgegeben werden. Wenn alle Gesellschaften das Angebot der Lloyd Fonds AG annehmen, hat die Sachkapitalerhöhung ein Volumen von 162 Mio. EUR. Innerhalb der kommenden zwei Jahre  sollen weitere KG-Schifffahrtsbetriebe einschließlich ihrer Schiffe in die AG übernommen werden. Mittelfristiges Ziel ist es, den Lloyd Fonds Konzern als international agierendes Schifffahrtsunternehmen zu etablieren. Die Lloyd Fonds AG will eine moderne Flotte mit einem kontinuierlichen Cash-Flow aufbauen und sich als Dividendentitel etablieren. Die „neue“ Lloyd Fonds AG wird hierfür ihre Börsennotierung nutzen, um zukünftig auch neue Schiffe zu erwerben.

Mit der Zusammenführung der KG-Schiffe in der bestehenden börsennotierten Aktiengesellschaft hat die Lloyd Fonds AG ein Konzept entwickelt, das den Anlegern eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment bietet: Aus sechs Containerschiffen und fünf Tankern in unterschiedlichen Größenklassen soll ein gut aufgestellter, diversifizierter Flottenverbund entstehen. Die Neustrukturierung der Finanzierung dient dem Ziel, das Ausfallrisiko und ein damit verbundenes Risiko eines von der jeweils finanzierenden Bank erzwungenen kurzfristigen „Notverkaufs“ von Schiffen zu vermindern. Die geplanten Flottenfinanzierungen bieten den Vorteil, dass die Schiffe im Flottenverbund nach dem Solidaritätsprinzip füreinander einstehen können.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Handelbarkeit und beständige Bewertung der Lloyd Fonds Aktie im Vergleich zu einem weitgehend illiquiden Zweitmarkt für Geschlossene Fonds. Darüber hinaus werden Kosten reduziert, da Management- und Treuhandvergütungen sowie ein Teil der Fondsverwaltungskosten nach Umsetzung der Transaktion entfallen.

Die Reaktionen auf das neue Konzept sind positiv. Alle Geschäftsführungen der Schifffahrtsgesellschaften, mit einer einzigen Ausnahme, empfehlen den  Anlegern die Zustimmung zum Angebot der Lloyd Fonds AG.  Und auch alle Beiräte, mit einer einzigen Ausnahme, befürworten das Angebot der Lloyd Fonds AG. Dies ist ein eindrucksvolles Votum für das neue Geschäftsmodell. Und auch die Börse hat positiv auf die geplante Transaktion reagiert: Nachdem das Kursziel der Lloyd Fonds Aktie von den Analysten auf 4 Euro angehoben wurde, stiegt der Börsenkurs über 100 % auf 2,85 Euro.“