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Kommentar von Edmund Pelikan

Landshut, 09.04.2015 – In den letzten Wochen berichteten wir über das Angebot der Lloyd Fonds AG an elf ihrer Schiffsfonds, deren Kommanditkapital in Aktienkapital der Lloyd Fonds AG umzuwandeln und damit aus einer Emissionshaus AG eine echte Schifffahrts AG zu machen.

Nach einer Pressemeldung der Lloyd Fonds AG konnte der Vorschlag in den Gesellschafterversammlungen zwar eine Mehrheit der Kommanditisten bei einer hohen Wahlbeteiligung überzeugen, die notwendige Dreiviertelmehrheit konnte jedoch bei nur einer einzigen KG erreicht werden. Nach Bekanntwerden der Abstimmungsniederlage fiel der Börsenkurs zeitweise auf deutlich unter zwei Euro, stabilisierte sich aber wieder bei dieser Marke. Man kann dies so interpretieren, dass die Umtauschpläne mehr der Aktiengesellschaft nützen als den Kommanditgesellschaften.

Die Lloyd Fonds AG hält wahrscheinlich deshalb an ihren Plänen fest und will gemäß Unternehmensangaben das „Geschäftsmodell weiterentwickeln“. Sie will es dann in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Juli vorstellen, um dann den bisherigen sowie weiteren KGs ein neues Angebot zu unterbreiten.

Neben zahlreicher medialer Zustimmung musste die Lloyd Fonds AG auch die eine oder andere berechtigte Kritik seitens Anwälten und Fachmedien einstecken. Man darf gespannt sein, wie sich Torsten Teichert als Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG nun dieser Kritik stellt. Vielleicht wird nun endlich ein Kommunikationskonzept präsentiert, das ausgewogen sowohl auf die Chancen eines Neuaktionärs als auch auf die Ängste eines Kommanditisten eingeht. Als Vorbereitung für die im April stattfindenden Gesellschafterversammlungen wurden die Kommanditisten eher verprellt. So gewinnt man keine 75 Prozent der Stimmen.

Wir bleiben dran!