©Stiftung Finanzbildung

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Der jährliche Wettbewerb „Jugend wirtschaftet!“ fördert die Auseinandersetzung mit Wirtschafts- und Finanzthemen.

Ende Juni 2015 war es wieder soweit: Die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbes „Jugend wirtschaftet!“, der seit 2012 mit kommunikativer Unterstützung des bayerischen Kultusministeriums durchgeführt wird, erhielten an ihren Abiturfeiern aus den Händen ihrer Lehrer und den Direktoren der jeweiligen Schulen ihre Auszeichnungen.

Die beiden Abiturienten Lea Alsheimer und Christoph Hellmann der Jahrgangsstufe Q12 des Theresien-Gymnasiums Ansbach hatten ihre Seminararbeiten, also ihre Zulassungsarbeiten des wissenschaftspropädeutischen Seminars im Fachbereich Wirtschaft und Recht für den Wettbewerb „Jugend wirtschaftet 2015“ eingereicht, bei dem insbesondere Seminararbeiten am Gymnasium oder einer Beruflichen  Oberschule aus dem Themenfeld „Finanzielle Bildung“ berücksichtigt werden.

Lea Alsheimer hat mit ihrer W-Seminararbeit über die Thematik „Behavioral Finance“ aus dem W-Seminar von Herrn OStR Nicolas Gäbel mit dem Rahmenthemenkreis „Das Geld der Zukunft – Money makes the world go round“ den ersten Preis gewonnen und konnte sich über einen Geldpreis in Höhe von 300 EUR freuen.

Christoph Hellmann konnte die Jury mit seiner W-Seminararbeit zum Thema „Der Bitcoin“ überzeugen. Er wurde mit einem Sonderpreis für ein sehr „Innovatives Thema“ ausgezeichnet.

Als dritter Preisträger wurde Stefanie Kobler von der BOS Landshut für ihre Seminararbeit zum Thema „Der EU-Emissionshandel – Eine kritische Würdigung für Deutschland“ mit einem Sonderpreis Nachhaltigkeit, der von dem Forum Nachhaltige Geldanlage gestiftet wurde, ausgezeichnet.

Die Oberstufenschüler sind von der fünfköpfigen Jury, der der Landshuter Ökonomie- Professor, Diplom Kaufmann und ehemalige Präsident der Fachhochschule Landshut Dr. Erwin Blum,  Herr Dr. Thomas Goppel, Mitglied des bayerischen Landtags und bayerischer Wissenschaftsminister a.D., die Diplom-Kauffrau und Mediatorin Frau Karin Hildebrand, der Vorstandsvorsitzende  des Forums Nachhaltige Geldanlagen Volker Weber sowie der Wirtschaftspublizist Edmund Pelikan angehören, mit dem Klaus-Hildebrand-Preis ausgezeichnet worden.

Die feierliche Preisverleihung wurde Ende Juni im Rahmen der Abiturfeier vom jeweils betreuenden Seminar- und Wirtschaftslehrer vorgenommen. Damit war es Schülerinnen und Schülern aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Zweig des Theresien-Gymnasiums Ansbach bereits zum zweiten Mal in Folge gelungen, sich im bayernweiten Wettbewerb durch ihre harte Arbeit und ihr ausdauerndes Engagement  für eine exzellente Seminararbeit bis ganz an die Spitze Bayerns durchzusetzen. Der Slogan des Wettbewerbs „Hard work pays off“ hat sich also wieder einmal bewahrheitet.

„Mit diesen positiven Beispielen widerlegen wir, dass sich Oberstufenschüler in Bayern nicht mit Wirtschaft und Finanzen auseinandersetzen“, stellt Edmund Pelikan, Wirtschaftspublizist und Finanzsachverständiger, der die Stiftung Finanzbildung ins Leben rief, heraus, „der wichtige Impuls hierfür kommt aber meist durch engagierte Lehrer.“

Nach erfolgreicher Etablierung des Wettbewerbs „Jugend wirtschaftet!“ plant die Stiftung Finanzbildung eine Erweiterung ihrer Tätigkeit. Die Stiftung hat das Konzept eines Finanzbildungsmagazins „economissimus“ in Auftrag gegeben. Darin soll eine offene Debatte rund um Wirtschafts- und Finanzthemen angestoßen werden. Ein Twitter-Account unter @economissimus besteht bereits. Neben Journalisten und Publizisten sollen auch feste Schüler- und Studentenredakteure zur Themenfindung und -umsetzung eingebunden werden. Zur nachhaltigen Finanzierung des Projektes soll noch in diesem Jahr eine Crowdfunding-Aktion gestartet werden. Denn eines zeigt auch wieder die Griechenlandkrise: Finanzbildung ist systemrelevant.

 

Quelle: Stiftung Finanzbildung