©www.shutterstock.com

©www.shutterstock.com

Peter Jäderberg antwortet auf Interviewfragen zum Artikel

Im Vorfeld zu unserem BeteiligungsReport 04-2015 schickten wir einen Fragekatalog an verschiedene Anbieter von KAGB-Alternativprodukten. Folgende Antworte von Peter Jäderberg, Jäderberg & Cie, kamen leider nach Redaktionsschluss. Deshalb wollen wir die Antworten, die anfragegemäß eher in einer Ansammlung von Stichpunkten gegeben werden sollten, aber nicht vorenthalten:

1) Warum sollte ein Anleger derzeit auf eine Direktanlage in Sachwerten setzen?

Der Anleger sollte grundsätzlich achten auf die Qualität des Assets und des Finanzproduktes, auf den Anlegerbedarf – also inwieweit das Produkt zu ihm passt und zu seinem Portfolio (Ergänzung/Diversifizierung).  Der Begriff „Direktanlage“ ist zu ambivalent und diskussionswürdig, um es hier auszuführen. Unter diesen Aspekten spielt auch die Differenzierung zwischen „Geldwerten“ und Sachwerten eine Rolle. So spricht vieles für die These, dass Nachhaltigkeit ausschließlich bei Sachwerten möglich ist (der Börsenhandel eines Unternehmens, das Solarbauteile vertreibt oder Windräder baut, hat selbst nichts mit Nachhaltigkeit zu tun). „Derzeit“ ist offenkundiger denn je, dass Geldwerte (Anleihen, Lebensversicherungen, gar Sparbücher) auch risikobehaftet und geld- bzw. währungsabhängig sind. Allerdings besteht der Bedarf nach einer „gesunden“, ausgewogenen Mischung zwischen Liquidität und inflations- sowie währungsunabhängige Vermögenswerten zeitlos.

2) Welche Investoren trauen sich abseits von Festgeld und Sparbuch zu investieren?

… Ernsthaft sehen wir bei unseren Investoren keinen besonderen Typus, sondern einen repräsentativen Spiegel unserer Gesellschaft – insoweit genügend Kapital vorhanden ist, um sich für unser Investmentangebot zu qualifizieren.

3) Wie reagieren die Finanzanlagenvermittler auf das Angebot außerhalb des KAGBs?

Vermittler (wie zum Teil auch die Anleger) achten – unabhängig vom KAGB – auf Asset-Qualität, also ein nachvollziehbares, gutes „Geschäftsmodell“, eine saubere und transparente Investment-Struktur, vernünftige Weichkosten, solider Initiator/Anbieter. Wichtig ist, dass das (Ergänzung der Redaktion) Produkt zum „Zulassungskatalog“ des Vermittlers passt. Die Vermögenshaftpflichtversicherung deckt die Vermittlung des Produkttyps. Sprich: Soweit der Vermittler das Produkt vertreiben darf/kann, begrüßen Vermittler (wie Anleger) gute Angebote, unabhängig von der KAGB-Klassifizierung. Geschätzt werden positive Eigenschaften eines nicht-KAGB-Produkts (siehe auch nächste Frage/Antwort).

4) Was ist das Besondere an Alternativprodukten wie Nachrangdarlehen etc.  und wie unterscheidet sich Ihr Investment von einer KAGB regulierten Anlage?

Allgemein entfällt die Belastung der KAGB-notwendigen Zusatzkosten (KVG, Verwahrung, Bewertung, Wirtschaftsprüfung) – oft passen die dahinter liegenden „Services“ nicht auf die Produkte bzw. zu den Assets. Unser angebotenes Beteiligungsdarlehen ist/hat flexibel in der Kündigung (monatlich, nach 24 Monaten), Vorrang der jährlichen Zahlung vor Eigenkapital, trotzdem positive Eigenkapital-Elemente (Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg), markant weniger Kosten, sowohl im Vorfeld als auch laufend und dafür weniger Mitwirkungsmöglichkeiten des Anlegers/Darlehensgebers

5) Warum haben Sie diese Investmentklasse gewählt und nicht ein KAGB reguliertes Produkt?

Wir haben ein Spezial-AIF zu diesem Thema am Markt; für den Publikumsbereich (nicht-professionelle Anleger) haben wir jedenfalls zunächst diesen nicht-KAGB-Weg gewählt, weil Genehmigungsprozess bei der BAFin zu zeit- und ressourcenraubend  und exorbitant zusätzliche Kosten im Vorfeld sowie in der laufenden Verwaltung bei KAGB-Produkten – vor allem bei kleinen Nischenthemen wie bei uns; wenn sauber strukturiert (unser Prospekt hat KAGB/BAFin-Qualität), kein Mehrwert für den Anleger.

6) Was ändert sich für Sie ab dem 01.01.2016?

Im Prinzip nichts, außer dass das Vermögensanlagegesetz für unser Beteiligungsdarlehen Anwendung findet. Was wir bereits berücksichtigt haben, ist eine Verzögerung durch den BaFin-Prozess. Dieser „Wechsel“ des Produkttyps mag Auswirkung auf die Vermittler haben.

Die stichpunktartigen Antworten gab uns Peter Jäderberg.

Kontakt unter

——————————————————

Jäderberg & Cie.

Otto-Ernst-Straße 6 ∙ 22605 Hamburg

T +49 40 329 6969-0

F +49 40 329 6969-69

info@jaederberg.de