Stephanie von Keudell und Alexander Heintze

Laudatio durch Stephanie von Keudell am 26.11.2015 in Landshut

Lieber Alex,

ich freue mich sehr, dass ich die Laudatio auf Dich halten darf, weil Du ein Kollege bist, zu dem ich nicht nur im Wortsinne aufsehe und den ich sowohl fachlich als auch insbesondere menschlich sehr schätze. Insofern ist der Beteiligungspreis ein erfreulicher Anlass, das hier zu begründen:

Ich schätze Dich fachlich – als einen Journalisten, der seinen Beruf von der Pike auf gelernt hat, angefangen als verantwortlicher Redakteur der Schülerzeitung am Gymnasium in Landsberg am Lech, über Mitarbeit in der örtlichen Lokalredaktion, ein Praktikum beim Münchner Lokalradio Xanadu, und schließlich das Volontariat beim Huss-Verlag mit begleitenden Volontärslehrgängen an der Akademie der Bayerischen Presse. Die erste Redakteursstelle bei der „Logistik heute“, anschließend Stationen beim „IT-Business-Magazin, dort Aufstieg zum CvD. Dann der Wechsel in die Wirtschaftspresse zu „Finanzen“ – ein Themenbereich, der Dir nicht nur wegen Deines Studiums der VWL besonders liegt und der Dich seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Seit 2004 bist Du als freier Journalist tätig – mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Immobilien (seit letztem Jahr auch als freier Mitarbeiter der Immobilienzeitung), Finanzen, Sachwertinvestments, aber auch weiterhin mit Themen aus dem Bereich Logistik und zur Abrundung aus dem Bereich Gesundheit. Breit aufgestellt also, und nicht nur wegen Deiner Körpergröße mit einem guten Überblick ausgestattet. Das wird gewürdigt: 2008 hast Du zusammen mit Kollegen den Deutschen Journalistenpreis Immobilienwirtschaft in der Kategorie „Recherche“ erhalten, und profunde Recherche steht bei Deiner journalistischen Tätigkeit immer ganz oben auf der Agenda. Deine zweigleisige Ausbildung mit den Polen Volkswirtschaftsstudium und journalistische Praxis ermöglicht es Dir, hinter die Kulissen zu blicken und Märkte, Menschen und Meinungen unvoreingenommen zu beobachten und zu analysieren und Dir so ein eigenes Urteil zu bilden. Kein Wunder, dass Jonas Haberkorn von Gewerbe-Quadrat Dich im Herbst 2015 auf Rang 1 der 15 Experten der gewerblichen Immobilienbranche auf Twitter sieht – noch vor Kollegen wie Andreas Schulten von Bulwien Gesa und Christoph Rottwilm vom Manager Magazin.

Diese Urteilsfähigkeit und -freude, die in Deiner Reichweite und Deinem Einfluss auch in Social Media deutlich wird, entspringt dem Charakterzug, den ich an Dir besonders schätze – und jetzt sind wir bei der menschlichen Seite:

Dein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, das Deinen journalistischen Ethos antreibt und Dir das Ziel setzt, gründlich zu recherchieren, objektiv und unbestechlich zu berichten, Ungerechtigkeiten aufzudecken und anzuprangern. Dieser Sinn für Gerechtigkeit ist für mich im besten Wortsinne kindlich – nicht relativierend, nicht berechnend, sondern schlicht und einfach: Ursprünglich und ehrlich. Dieses bei Dir noch sehr lebendige Kind im Manne ist es auch, das Dich zu einem so wertvollen Freund und Kollegen macht: Du suchst Dir Menschen nicht nach ihrer Nützlichkeit aus und Du verfolgst keine Ziele mit Beziehungen zu Freunden und Kollegen, sondern Du begegnest Menschen unvoreingenommen. Alten Weggefährten hältst Du die Treue, so etwa als einziger 60er Fan in einer Familie von Bayern-Fans – Deine Loyalität ist wind- und wetterfest. Auch gegenüber Kollegen: Du hilfst, wo Not am Mann ist, und bist ein wertvoller Gesprächspartner, egal ob es um Erfahrungsaustausch über Honorarverhandlungen und Gesprächsführung geht oder um die ausbaufähige Auftragslage, um Fragen zur Interviewtechnik oder Probleme der Haushaltsführung mit Pubertisten.

Lieber Alex, ich bin mir ganz sicher, dass ich Dir nicht nur im Namen Deiner Kollegen, sondern auch im Namen der Beteiligungsbranche, die Du durch alle Höhen und Tiefen kritisch, aber nicht negativ begleitest, für Deine Arbeit und für die Haltung und Einstellung, mit der Du sie tust, danken darf.