© epk media GmbH & Co. KG. Fotograf: Christine Vincon

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Landshut, 16.12.2015 – Laudatio auf Jochen Schenk, Real I. S.

Sehr geehrter Herr Schenk, lieber Jochen,

ich freue mich sehr, dass ich heute der Laudator für diesen Preis sein darf.

Du, als Vertreter und Vorstand der Real I.S. hast es sehr verdient, heute gelobt und gefeiert zu werden.

Der Begriff „Institutionelles Investmentvermögen Banken“ kann hier in einem doppelten Sinn verstanden werden. Einmal hat die Real I.S. einen guten Bankenhintergrund mit dem Gesellschafter Bayerische Landesbank/BayernLB. Gemeint ist bei dieser Preisvergabe aber wohl etwas anderes: Es geht darum, dass die Real I.S. für institutionelle Kunden aus dem Bereich der Banken seit vielen Jahren die richtigen Produkte kreiert hat.

Alles fing im Jahre 2000 mit dem BGV I Fonds an. Immerhin konnten für dieses erste Produkt der BGV-Reihe gleich 300 Millionen Euro Eigenkapital eingesammelt werden. 75 Sparkassen beteiligten sich an diesem Fonds, der in der Rechtsform einer AG aufgesetzt wurde. Das aktive Assetmanagement erlaubte es, dass bereits im Jahr 2007 große Teile erfolgreich verkauft wurden. Dies alles hat zusammen mit den bis dahin aufgelaufenen Ausschüttungen dazu geführt, dass nur ein Jahr später die Kapitalbindung der Investoren bei „0“ lag.

Die nächsten Fonds aus der Reihe haben dieses Konzept zeitgemäß fortgeführt. Erstmals wurde neben der Form einer GmbH & Co. KG auch eine SICAV-Struktur für die BGV-Serie genutzt. Über die nächsten Jahre konnten über 900 Millionen Euro für eure Investoren investiert werden. Interessant auch hier die breite Streuung der Investitionen von Deutschland über Großbritannien, Kanada, Frankreich, Spanien, den Niederlanden bis hin zu Objekten in Australien.

Neben den Sparkassen waren nun Unternehmen der Versicherungswirtschaft, aus dem genossenschaftlichen Sektor und Pensionskassen beteiligt. Die breite Diversifizierung mit vielen Auslandsimmobilien führt zu hohen, laufenden und steuerlich optimierten Ausschüttungen und so könnt ihr beispielsweise bei der BGV III über eine stolze Nach-Steuer-Ausschüttung von knapp 5 % nach Kosten und Steuern berichten. Dies entspricht immerhin über 6 % in einem Vor-Steuer-Vergleich.

Das klingt nach mühelosem Erfolg, aber zur zeitlichen Orientierung: In dieser Phase ging es bei den Immobilienmärkten nicht immer nur bergauf. Wir alle erinnern uns noch an das 4. Quartals 2008, wo plötzlich Immobilien zum Ladenhüter wurden und gerade die institutionellen Investoren Neuengagements sehr kritisch gegenüberstanden. Euer guter Track-Record hat euch geholfen, auch dort 27 Versicherungen, Versorgungswerke, Sparkassen und Stiftungen für das Produkt zu begeistern. Und damals habt ihr es geschafft, mit mehr als300 Millionen Euro Eigenkapital die BGV III erfolgreich zu platzieren

Ein Meilenstein war die Genehmigung der BaFin für eine eigene KAG. Mit dem Produkt BGV IV war ein erneuter Wandel in der Konstruktion möglich. Zum ersten Mal habt ihr einen Immobilien-Spezialfonds nach deutschem Recht aufgelegt. 378 Millionen Euro platziertes Eigenkapital sind eine stolze Summe, die bisher für Investments von über 600 Millionen Euro gereicht haben. Interessant hierbei die Mischung mit einem überwiegenden Büroanteil, angereichert mit Einzelhandels- und Logistikobjekten. Regional dagegen habt ihr euch beschränkt, denn die Immobilien liegen in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich.

Mit dem Schritt in die regulierte KAG-Welt habt ihr bereits 2010 das vorbereitet, was heute Standard ist: das vollregulierte Produkt. Damit wart ihr als Assetmanager gut auf die Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches vorbereitet. Mit den Fonds BGV V und VI seid ihr dieser KAG-Struktur treu geblieben.

Zählt man nun alle platzierten Eigenkapitalvolumina in diesem Bereich der institutionellen Kunden zusammen, und richtet den Blick insbesondere auf die über euch investierenden Sparkassen und Genossenschaftsbanken und deren Eigenanlage-Geschäft, so könnt ihr stolz darauf sein, zu den wirklich großen Playern im Land zu gehören.

Nur am Rande sei erwähnt, dass ihr natürlich auch für ein anderes Kundenklientel als Sparkassen und Banken gut ausgerichtet und   aufgestellt seid. So könnt ihr beispielsweise die Sicherungsvermögensfähigkeit darstellen und damit Versicherungen für euch begeistern. Mit eurer regulierten Kapitalanlagegesellschaft, der heutigen Kapitalverwaltungsgesellschaft, konntet ihr euer Produktangebot stetig optimieren. So sind Spezialfonds oder Einzelmandate und seit diesem Jahr auch Clubdeals bei euch umsetzbar. Im Bereich Büro und Einzelhandel kennt ihr euch aus. Ihr habt nicht nur 2,5 Milliarden Euro investiert, nein, ihr habt es auch geschafft, ein aktives Portfoliomanagement zu etablieren. Mit 96 % Vermietungsquote über das Gesamtportfolio seid ihr sicher in der Spitzengruppe der Assetmanager zu finden. Dies erklärt natürlich, dass ihr es stetig neu schafft, andere Kunden für euch zu gewinnen, die euch bislang nur von der Seite aus beobachtet haben.

Wenn du nun heute, lieber Jochen, den Preis für das Haus Real I.S. entgegennehmen darfst, so dürfen wir doch eines nicht vergessen: Du stehst hier, aber wir alle wissen, ein solcher Erfolg ist nicht der Erfolg eines Einzelnen. Es ist eine tolle Teamleistung. Und so möchte ich diesen Beteiligungspreis dir auch nicht nur für die herausragende Platzierungs- und Umsetzungsfähigkeit übergeben, sondern auch für das offensichtlich gelungene Schaffen einer Struktur, in dem sich Menschen, nämlich deine Mitarbeiter, wohlfühlen, um gemeinsam Erfolg zu machen. Als Wettbewerber im Markt Institutionelle Kunden wünsche ich euch natürlich weiterhin viel Erfolg, aber natürlich nicht zu viel – lass auch ein bisschen was für die anderen guten, am Markt agierenden Assetmanagement-Unternehmen übrig.