©Edmund Pelikan

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Kommentar von Edmund Pelikan

Eine Woche mit zwei bedeutenden Marksteinen für die Wirtschafts- und Politikgeschichte am 10. und 13. März wird Deutschland verändern. Und alle beide haben enorme Auswirkungen auf die Finanzwelt – darauf können Sie sich verlassen.

Auf einen Zentralbank-Nenner gebracht: die EZB bereitet die totale Kontrolle der Anleger vor – egal ob institutionelle oder private. Ist das was Neues? Eindeutig nein, denn eine Studie der Bundesbank zeigt, dass die Realzinsen auf Spareinlagen seit 1972 in 299 von 504 Monaten – also mehr als die Hälfte der Zeit – unter null gelegen haben, die Sparer entsprechend real Geld verloren haben. Und die Zentralbank hat recht damit aus dem ureigenen Interesse der Staaten und der Banken heraus. Nur inzwischen merkt auch der noch nicht komplett verblödete Anleger, dass er der Verlierer sein wird. Die meisten ducken sich weg und meinen wohl immer noch, dass die Renten sicher sind (wie einst Blüm sagte) oder dass die Einlagen der deutschen Sparerinnen und Sparer sicher sind (laut Angela Merkel und Peer Steinbrück). Die Folge wird aber sein, dass nichts mehr sicher ist und in ersten kleinen Schritten die Alternativwege zugemacht werden, wie beispielsweise das viel diskutierte Bargeldverbot mehr als deutlich andeutet. Nach der nächsten Bundestagswahl werden weitere massive Steuererhöhungen kommen und nach weiteren fünf bis zehn Jahren eine direkte Enteignung wie 1953 das Lastenausgleichsgesetz für Immobilien!

Soweit sind wir aber noch nicht. Die gebotene Alternative ist jetzt und heute der Sachwert. Dabei ist es alle Bekundungen des bsi-Verbandes zum Trotz fast egal, ob man Aktien, regulierte AIF, unregulierte strukturierte Sachwertanlagen oder direkte Sachwertanlagen wählt. Maßstab ist nur die Qualität und Seriosität des Emissionshauses bzw. des Produktes und weniger die Verpackung! Und der Strauß solcher geeigneter Angebote ist größer und bunter als man meint. Er reicht von den Klassikern Immobilien über Infrastruktur und Energie bis hin zu Gold, Agroinvestments und Containern. Das Einzige was die Kämpfer gegen den Geldwertirrsinn schaffen müssen: Überzeugt die verunsicherten Anleger – lasst sie endlich an euch glauben!

Und was haben die Landtagswahl mit Finanzen zu tun?

Die „Volks“parteien bei der Wahl am 13. März konnten nur sehr rudimentär ihre Wähler mobilisieren. Eine dramatische Verschiebung zur rechtspopulistischen bis rechtsradikalen AfD war zu sehen. Dies wird nun der Startschuss für eine Umverteilung ungeahnten Ausmaßes der noch Herrschenden sein. Der Vizekanzler und glücklose SPD-Parteichef hat dazu schon im Vorfeld den Auftakt verkündet. Es wird ein Sozialleistungsregen erwartet werden, der sich gut mit einem Helikoptergeld vergleichen lässt, das EZB-Chef Draghi auf der Pressekonferenz am 10. März nicht mehr ausschloss. Aber wenn eine Wirtschaft nicht mehr auf Gegenseitigkeit – egal ob Ware gegen Geld oder Arbeit gegen Geld – basiert, werden ökonomische Prinzipien durchzusetzen immer schwerer.

Auch das führt wieder konsequent zu der einen Schlussfolgerung:

Denkt über Finanzen nach und stellt euch einer proaktiven Finanzbildung! Schichtet die Geldwerte in Sachwerte um. Gold, Aktien, Immobilien, Landbesitz, Direktinvestments sind die Werte der nahen Zukunft. Und in einer gesunden Mischung überleben diese zumindest größtenteils die derzeitige Irrfahrt der politisch Verantwortlichen.

In diesem Sinne

Ihr und Euer Edmund Pelikan

 

Hier der Artikel als Ausschnitts-PDF aus dem aktuellen BR Update März 2016