immobilienbrief_beteiligungsreport_deEditorial aus dem aktuellen Immobilienbrief von Werner Rohmert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

es weihnachtet. Lt. Terminplan sitze ich genau jetzt in einem Flieger von „Niki“. Wissenschaftlich interessant war es, im Internet den Preisen der Alternativ-Flieger im Steigflug zuzuschauen. Ich habe jetzt zwar 2 Tage weniger Urlaub, aber einen Ersatzflieger. Kein Problem, gibt’s kein Geschenk für meine Frau. Gute Entschuldigung diesmal. Letztes Jahr mit Großfamilie bei 6 Tickets hätte ich geschluckt. Außerdem wäre das sowieso alles meine Schuld gewesen. Vielen Familien dürfte es dieses Jahr so gehen. Gerade für Langfristbucher und -sparer wird es schmerzhaft. Nicht jedes Budget wird von Amex gesponsert. Für viele Niki-Mitarbeiter dürfte es kein Weihnachten geben. Ich frag mich nur, ob das (Informations-) Desaster nötig war. Lufthansa spart viel Geld. Buhmann sind Europa und die Politiker, die mal wieder meinen Steuergeldern beim Brennen zusehen. 1.000 Mitarbeiter und Mittelstand interessieren im GroKo-K(r)ampf sowieso nicht.

Es weihnachtet. Zeit der Versöhnung – auch mit uns selber. Überlegen Sie doch einmal, ob es ein Land oder eine Zeit gegeben hätte, in denen Sie in den letzten Jahrzehnten lieber gelebt hätten. Vergessen Sie einmal ihre spezifisch persönlichen Ungerechtigkeiten. Schauen Sie statt dessen auf die Freiheit, zu tun und zu lassen, was sie wollen, auf die Freiheit der Meinungsäußerung, auf die Infrastruktur, so wie sie ist und nicht wie sie im Optimalfall sein könnte, auf eine Sicherheitslage, in der die Fahrt zum Golfplatz statistisch gefährlicher ist als Terrorismus und Kriminalität, auf sozialen Frieden, auf ein Land, in dem niemand hungert, auf medizinische Versorgung, die weltweit ihresgleichen sucht, auf eine Lebenserwartung, die jeden Tag um 6 Std. zunimmt und auf vieles mehr, das Ihnen auffällt, wenn Sie Ihren Tag Revue passieren lassen. Und wenn Sie woanders mehr verdienen können, dürfen Sie dahin. Seien Sie versichert, Deutschland kann dann auch ohne Sie. Und Sie dürfen sogar zurückkommen, wenn Ihnen Kultur, gesellschaftlicher Konsens, Vollbeschäftigung oder auch nur das medizinische und soziale Netz hier doch besser gefallen. Wenn Sie jetzt immer noch depressiv auf Deutschland schauen, lesen Sie doch weiter, was JLL zu unseren Immobilienmärkten sagt (S. 2) und was ich dazu meine oder probieren Sie es doch einmal mit medizinischer Hilfe.

Natürlich dürfen so seltene Einsichten, in welch schönem Land wir leben, uns nicht von der auch hier gepflegten Kultur des konstruktiven „gesunden Menschenverstandes“ abhalten. Die Politik ruft uns im Ämter-Geschacher zu, ein „weiter so“ dürfe es nicht geben. Warum eigentlich nicht? Natürlich ist die Migrationsfrage vor 2 Jahren unvorstellbar blöd angegangen worden. Sicherlich verstehe ich Menschen sehr gut, die der Meinung sind, der Euro gehe so nicht und er sei der Gründungsfehler eines vereinten Europas. Selbstverständlich verstehe ich Menschen, die die Definition eines Staates auch in der Schutzbereitschaft seiner Grenzen sehen. Andererseits habe ich in der Schule gelernt, dass im Tausendjährigen Reich Zehntausende von Juden an anderen Grenzen abgewiesen wurden. Mir machte es fast genauso Gänsehaut wie die Aufarbeitung der Judenverfolgung selber. Insofern sehe ich nach wie vor eine besondere Verantwortung bei uns Erben. Ich kann Angela menschlich gut verstehen. Ein „Alternativ“-Deutschland wäre auch nicht mehr „mein Deutschland“. Über Humanität und Grundgesetz hinaus meine ich aber, dass man sich seine Gäste im Rahmen einer klaren Einwanderungsregelung durchaus aussuchen darf. Dazu gehört auch die Erwartung der Bereitschaft von Gästen, sich dem Gastland anpassen.

Es weihnachtet in Deutschland für uns alle, für alle Menschen jeden Glaubens und jeder Herkunft. Jeder in Deutschland hat ausnahmslos die Menschenrechte des Grundgesetzes, die aber auch von jedem zu achten sind. Kulturelle Vielfalt ist unsere Zukunft und unsere Gegenwart. Das bereichert. Integration ist elementarer Bestandteil unserer Kultur. Wenn ich etwas in meinem Leben gelernt habe, sind es Toleranz und vor allem die Achtung vor dem, was anderen wichtig ist. Aber, sehr geehrte Damen und Herren, Es „WEIHNACHTET“ in DEUTSCHLAND. Ich wünsche Ihnen nach wie vor ein gesegnetes Weihnachtsfest in gegenseitiger Achtung aller persönlichen Überzeugungen. Ich wünsche uns allen erholsame Tage und ein erfolgreiches Jahr 2018, einem Jahr, in dem bei Bitcoins und Immobilien nichts schiefgehen kann. Oder?

Werner Rohmert, Herausgeber

Den aktuellen Immobilienbrief der Research Medien AG finden Sie hier:

Der Immobilienbrief Nr. 414 vom 15.12.2017

2017 erschienene Magazine der Research Medien AG finden Sie hier:

Der Immobilienbrief Nr. 413 vom 04.12.2017

Der Immobilienbrief Nr. 412 vom 17.11.2017

Der Immobilienbrief Nr. 411 vom 03.11.2017

Der Immobilienbrief Nr. 410 vom 20.10.2017

Der Immobilienbrief Expo-Real-Spezial Nr. 409

Der Immobilienbrief Nr. 408 vom 22.09.2017

Der Immobilienbrief Nr. 407 vom 08.09.2017

Der Immobilienbrief Nr. 406 vom 25.08.2017

Der Immobilienbrief Nr. 405 vom 11.08.2017

DerImmobilienbrief Nr. 404 vom 28.07.2017

Der-Immobilienbrief Nr. 403 vom 14.07.2017

Der Immobilienbrief Nr. 402 vom 05.07.2017

Der Immobilienbrief Nr. 401 vom 14.06.2017

Der Immobilienbrief Nr. 400 vom 02.06.2017

Der Immobilienbrief Nr. 399 vom 19.05.2017

Der Immobilienbrief Nr. 398 vom 05.05.2017

Der Immobilienbrief Nr. 397 vom 21.04.2017

Der Immobilienbrief Nr. 396 vom 07.04.2017

Der Immobilienbrief Nr. 395 vom 24.03.2017

Der Immobilienbrief Nr. 394 vom 10.03.2017

Der Immobilienbrief Nr. 393 vom 10.02.2017

Der Immobilienbrief Nr. 391 vom 27.01.2017

Der Immobilienbrief Nr. 390 vom 13.01.2017