München, 12.03.2018 (Marktnews):

 

  • Risikoneigung nimmt zu – 40 % können sich Value AddImmobilien, ein Viertel gar Projekte vorstellen
  • Büroimmobilien sechsmal in Folge attraktivste Nutzungsart
  • Qualität des Standorts wichtiger als Qualität des Objekts
  • Zielfondslösungen für breite Investorengruppe interessant Infrastruktur,
  • Private Equity und Immobilien bei Zielfonds vorn

Wenig überraschend bleibt die Anlageklasse Immobilien Deutschland am beliebtesten. Über 90 % der Studienteilnehmer gaben an, in diesem Segment aktiv zu sein. Bei der Auswahl eines konkreten Angebots liegen weiter die Qualitätskriterien klar vorn. Die Qualität des Standorts wurde als deutlich wichtiger eingestuft als die Qualität der Immobilie selbst – lässt sich ja letzteres mit einem professionellen, vorausschauenden Asset Management zielgerichtet verbessern. Erneut wenig ausschlaggebend bei der Auswahl die Höhe der Ausschüttungen, die weniger als 4 % der Befragten als am wichtigsten einwerteten. Über alle sechs Untersuchungsjahre bleibt dabei die Nutzungsart Büro am beliebtesten.
„Keiner der Befragten stufte die Qualität des Standorts am unwichtigsten ein, für deutlich über die Hälfte ist die Lage sogar das Allerwichtigste. Dies bestätigt unsere intensive Auseinandersetzung mit den Perspektiven und Erfolgsfaktoren der nachhaltigen Zukunftsstandorte. Die Kunst bei steigenden Preisen noch attraktive Renditeperspektiven zu schaffen, erfordert es auf Lagen und Regionen der Zukunft zu setzen. Nur Wachstumsstädte, die von den großen Zukunftstrends profitieren, stehen bei uns im Fokus“, erklärt Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealthcap.
Über 90 % glauben, dass die Bedeutung von Immobilieninvestitionen auch im aktuellen Marktumfeld gleich bleiben oder sogar zunehmen wird. Dabei werden die sinkenden Renditen durchaus beachtet. Risikodiversifizierung wird immer bedeutsamer. Ist diese gegeben, können sich immer mehr Studienteilnehmer auch Investments in Value Add-Immobilien oder sogar Projektfinanzierungen vorstellen.

Zielfondslösungen erstmalig untersucht
Indirekte Investments über institutionelle Zielfonds sind für die Studienteilnehmer durchaus eine sinnvolle Strategie. Besonders attraktiv wird der Zugang zu Infrastrukturinvestitionen eingestuft, zwei Drittel halten Private Equity-Lösungen für besonders interessant. Auffällig ist: Über 90 % können sich auch indirekte Immobilieninvestments vorstellen, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Aus Sicht der Befragten kommen Zielfondsinvestments für eine breite Zielgruppe in Frage. 40 % halten Privatkunden für prädestiniert, fast die Hälfte der Studienteilnehmer hält auch Semi-Professionelle und Institutionelle Investoren, die höhere Anlagebeträge investieren, für geeignet.
Zentrale Argumente für ein Investment sind Diversifikation und der Zugang zu institutionellen Zielfonds. Renditeerwartung sowie die Partizipation an Wertsteigerungsstrategien spielen zudem eine wichtige Rolle. Dabei bleibt die Renditeerwartung vergleichsweise moderat. Mehr als die Hälfte der Befragten schätzt die Renditeerwartung der Anleger auf 5 % oder weniger. 80 % sind mit einer Mindestrendite von 6 % oder weniger zufrieden.
„Starke Renditen, ausgewogene Zielfondsauswahl, sinnvolle Diversifikation, bewusst gewählte und gestreute Investitionszeitpunkte – dies entspricht unseren Vorgaben bei der Strukturierung flexibler Konzepte für vielfältige Investitionsstrategien“, erklärt Dr. Rainer Krütten, Geschäftsführer bei Wealthcap.
Zum sechsten Mal führte Wealthcap seine Studie zu Anforderungen von Vertrieben und Produkteinkäufern an Immobilienfonds durch. Teilgenommen haben mehr als 70 Vertriebspartner mit einem jährlichen Absatzvolumen von 600 Mio. Euro.

Zentrale Ergebnisse des Untersuchungsjahres 2017
Es bleibt dabei: Die deutsche Immobilie ist hoch attraktiv – sie ist die mit Abstand beliebteste Anlageklasse

  • Büroimmobilien sind nun in sechs Untersuchungsjahren in Folge auf Platz 1.
  • Quality first: Standortqualität schlägt Objektqualität. Die Höhe der prognostizierten Ausschüttungen ist für weniger als 4 % der Studienteilnehmer das wichtigste Kriterium.
  • Diversifikation soll über eine Streuung von mehreren Objekten und Mietern erzielt werden.
  • Als Hindernisse werden nach wie vor die eingeschränkte Fungibilität und die Länge der Laufzeiten betrachtet. Auch Komplexität und die Höhe der Kosten spielen eine Rolle.
  • Negative Erfahrungen mit einzelnen Beteiligungen sind weiter prägend für eine relevante Anzahl der Befragten
  • Aktuelle Anforderungen wie MIFID II werden zwar von vielen Produkteinkäufern und Vertriebspartnern wichtig, sie gehen allerdings davon aus, dass gute Lösungen mit den Sachwerteanbietern gefunden werden.
  • Private Equity über Zielfondsinvestments als besonders attraktive Investitionsstrategie eingewertet – nur Infrastruktur-Angebote sind noch beliebter
  • 90 % der Befragten halten Investitionen in Immobilien über Zielfondskonzepte für besonders interessant
  • Zielfondslösungen sind nach Ansicht der Studienteilnehmer auch eine spannende Strategie für Private Banking Kunden (für rund 60 %) und Privatkunden (für rund 40%).
  • Risikodiversifizierung über Portfoliolösungen sowie der Zugang zu institutionellen Zielfonds sind die zentralen Argumente für Zielfondsinvestments
  • Keine überzogenen Renditeerwartungen – über 50 % der Befragten sind bei Zielfondslösungen mit Renditen von 5 % oder weniger zufrieden

 Hier geht es zur gesamten Studie: https://www.wealthcap.com/download/WMC_Trendstudie_Immobilien_2017.pdf

Quelle: Wealthcap