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Frankfurt, 13. April 2018 – Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt war im ersten Quartal 2018 durch 17 kleinere und mittlere Einzeltransaktionen zwischen 10 und 20 Mio. Euro geprägt. Größere Einzeltransaktionen ab 50 Mio. Euro und Portfolios waren eher die Ausnahme, im dreistelligen Millionenbereich muss sogar ein Komplettausfall registriert werden. Das Transaktionsvolumen bilanzierte dementsprechend bei insgesamt 640 Mio. Euro, 41 % durch institutionelle Anleger und insgesamt 60 % durch deutsche Anleger.

Dieses Quartalsergebnis entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von rund 40%. Damit zeigt die Momentaufnahme dreier Monate nur noch ein Plus von 2% gegenüber dem 5-Jahresschnitt (632 Mio. Euro). Der Blick auf die vergangenen 10 Jahre macht deutlich, dass der Hotelmarkt erst ab 2014 so richtig ins Laufen kam und als Assetklasse in die Portfolien der Investoren Eingang gefunden hat mit Jahresvolumina ab 3 Mrd. Euro aufwärts.

„Die nackten Zahlen sind natürlich enttäuschend, entsprechen aber nicht den Aktivitäten, die im Hintergrund laufen“, gibt Stefan Giesemann, Senior Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group zu bedenken. Giesemann weiter: „Noch dramatischer als in anderen Assetklassen erweist sich nämlich der Produktmangel. Während der Anlagedruck ungebrochen hoch ist, ist es noch schwieriger geworden, adäquate und qualitativ hochwertige Hotelimmobilien zu finden. Viele Eigentümer sind (noch) nicht bereit, sich von Bestandsimmobilien zu trennen, obwohl das Marktumfeld und die darin erzielbaren Erlöse für die Eigentümer ideal wären. Aber wohin mit dem dabei erzielten Erlös?“ Das Defizit an Bestandsimmobilien habe zur Folge, dass verstärkt Hotels im Projektstadium im Fokus von Investoren stehen, ein Trend, der bereits seit Anfang 2016 zu beobachten ist. Zudem verschärfe sich die Wettbewerbssituation durch das Interesse immer mehr internationaler Investoren. „Weniger Produkt und ein größerer Kreis an potentiellen Investoren macht das Handling nicht einfacher“, so Giesemann.

In den ersten drei Monaten wurden insgesamt 21 Einzeltransaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 458 Mio. Euro (Q1 2017: 27 mit 850 Mio. Euro) verzeichnet, darunter drei Hotels im Projektstadium mit 103 Mio. Euro verzeichnet. Die durchschnittliche Transaktionsgröße lag insgesamt bei 22 Mio. Euro, entsprechend 10 Mio. Euro unter dem Jahresdurchschnitt von 2017.

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Quelle: JLL (Pressemitteilung vom 13.04.2018)