Frankfurt, 16. Mai 2018 (Marktnews): Catella Research hat die Top-100 Asset Manager in Deutschland nach ihrer Aktion/Reaktion auf eine mögliche Zinsänderung befragt. Im Mittelpunkt standen dabei eine potenzielle Anpassung der Allokationsstrategie am Immobilienmarkt, sowie auch die strategische Grundausrichtung unter der Prämisse der Zinswende.

Seit 2013 gab es eine messbare Erhöhung der Multi Asset Allokationsquote in „Alternative  Asset“ bzw. Immobilien bei den meisten der Top 100 Asset Management Gesellschaften in  Deutschland (Rücklaufquote 31%). Aktuell liegt dort die Quote bei rund 9,5% im  Gesamtportfolio. Im internationalen Vergleich mit 16,6%, liegt Deutschland dabei auf einem  Durchschnittsplatz.     Grundsätzlich wird auf dem Immobilienmarkt, zumindest bei den Top 100 Asset Managern mit  geringen strukturellen Auswirkungen einer sich anbahnenden Zinskursänderung gerechnet.  Betrachtet man die Zeitpunkte der Anpassung nach einer Zinsänderung, wird deutlich, dass ein  Großteil der Befragten (33 %) zunächst keine Anpassung in ihrer Portfolioallokation vornehmen  werden, sowie auch 22 % der Befragten, die in frühestens zwei Jahren eine Anpassung in  Erwägung ziehen.    

Logistik‐ und Hotelimmobilien erhielten von Investoren in den vergangenen Jahren  immer mehr Aufmerksamkeit, auch bei Eintreten der Zinswende wird dieser steigende  Trend nicht durchbrochen.   Residential und Office verzeichnen in zwei bzw. fünf Jahren eine relativ starke Abnahme  der Gewichtung. Bei Office ist in 5 Jahren wieder ein steigender Trend zu erkennen.   Der Großteil der Befragten Asset Manager, 86 %, gab an, im Falle einer Zinswende die  Immobilienquote in ihrer Asset Allocation mittels einer Steigerung des Direktkaufs von  Immobilien zu erhöhen.    “Klar ist, dass ab dem Zeitpunkt einer Ankündigung bzw. messbarer Veränderungen der  Zinslandschaft sich an den Aktien‐, Anleihen‐ und Immobilienmärkten eine Anpassungsdynamik  entfaltet – jeweils unterschiedlich, keinesfalls synchron und vor allem geprägt durch ein  systematisches Risikoverhalten“, erläutert Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei  Catella. Dies zeigt, „dass weiterhin ein deutliches Festhalten von Investoren mit Nischenklassen  entfernt von Core‐Klassen vorhanden ist, jedoch unter der Prämisse die Zinsänderung nicht so  gravierend ausfällt wie ein Blick ins Lehrbuch der Marktreaktionen vermuten läßt“, so Beyerle  weiter.

Quelle: Catella Research