Editorial aus dem aktuellen Fondsbrief von Markus Gotzi

Meiner Meinung nach…

Wohnen wird zum Luxus. Zumindest in den gefragten (Uni)-Städten des Landes. Hat die Politik das Problem erkannt? Offenbar schon. Immerhin hat sie einen Wohnungs-Gipfel anberaumt. Horst Seehofer wertete die Veranstaltung im Anschluss als „ganz starkes Signal“. Kann das verwundern? Immerhin sollte der CSU-Mann als Innen- und Bauminister verantwortlich dafür sein, dass es genügend bezahlbare Wohnungen gibt. Wie ernst es ihm tatsächlich damit ist, zeigt sich an der Person Hans-Georg Maaßen. Im Zuge des Posten-Geschachers um den in die Kritik geratenen Präsidenten des Amtes für Verfassungsschutz sollte der anerkannt kompetente und erfahrene Staatssekretär und Experte für Wohnungsbau Gunther Adler in den Vorruhestand abgeschoben werden.
Auch wenn die Groko die Notbremse gezogen und ihre Entscheidung rückgängig gemacht hat, offenbart sich darin doch die tatsächliche Bedeutung der Wohnsituation für die Politik. Ähnlich wenig Interesse zeigen die Verantwortlichen dieses Landes auch bei den Themen Rente und Bildung. Wer wundert sich darüber, dass die Menschen keine Lust mehr haben auf dieses unwürdige Politik-Theater?
Welches Ende der P&R-Skandal nimmt, ist weiterhin offen. Wahrscheinlich kein gutes, wenn es hunderttausende der verkauften Container überhaupt nicht gibt. Warum vertrauen private Sparer den Anbietern auf dem grauen Kapitalmarkt? Wieso gehen sie so sorglos mit ihrem Geld um? Die Gründe für Investitionen in ungeregelte Kapitalanlagen haben die Marktwächter der Verbraucherzentrale Hessen in einer Umfrage ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass gravierende Veränderungen der Lebensumstände der Anlageentscheidung vorausgegangen sind, und ein vertrauensvolles Verhältnis zum Finanzvermittler eine wichtige Rolle gespielt hat. Offenbar sind Menschen besonders empfänglich für riskante Entscheidungen, wenn es Brüche in ihrem Leben gibt.
Auch regulierte Angebote sind häufig so kompliziert verschachtelt, dass der durchschnittliche Anleger keine Chance hat, sie zu verstehen. Wie offene Investmentfonds, Aktien und geschlossene AIF funktionieren, erklärt das Informations-Portal transparenzradar.ch des Instituts für Integrale Transparenz in der Schweiz anhand der Beantwortung von sechs Fragen. Die Regel lautet: Kaufe nichts, was Du nicht verstehst. Kaufe erst, wenn Du es verstehst.
In eigener Sache: Wegen der Immobilienbrief-Spezialausgabe zur Expo Real erscheint die nächste Nummer des Fondsbriefs am 26. Oktober.

Viel Spaß beim Lesen!

Markus Gotzi

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