immobilienbrief_beteiligungsreport_deEditorial aus dem aktuellen Immobilienbrief von Werner Rohmert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundeskanzlerin hat die Hälfte des G20-Gipfels verpasst. Die Ersatzmaschine der kaputten Kanzler-Museumsmaschine konnte nicht nach Argentinien fliegen, weil die zulässige Flugzeit des Personals damit überschritten worden wäre. Nach diesem Vorbild deutschen Arbeitsgeistes hat sich die Mannschaft des „Der Immobilienbrief“, vor allem ich, spontan – wie auch in den letzten Jahren – entschieden, auf Grund der von uns organisierten Tagung des immpresseclub e. V. (S. 2), des „Verbandes“ der deutschen Immobilienjournalisten, diesen Brief erst mit Verspätung erscheinen zu lassen. Entschuldigung.

Im Fazit der Veranstaltung wird immer klarer, dass uns mit KI, Künstlicher Intelligenz, nach dem „www“ vom 30. April 1993 jetzt wieder eine neue Welt geöffnet wird, die unser Gesellschaftssystem an neue Grenzen bringen wird – auch wenn der aktuelle Digitalisierungshypes der Immobilienwirtschaft eher dem umgesetzten Innovationsgeist der späten 90er entspricht. Deutschland bleibt bei Digitalisierung aber insgesamt eher locker. Als erste Maßnahme schließen wir die CEBIT, die ehemals weltgrößte Computermesse ab. Die Elektronik-Musik spielt heute in Singapur, Hongkong oder Las Vegas und nicht in Hannover. Aus der Schweiz hören wir: „Die Deutschen werfen die Ikone einer ganzen Branche einfach so weg!“ Ja, tun wir.

Letzte Woche wurde in München der „Elite Report 2019“, der in Kooperation mit dem Handelsblatt im Rahmen des größten Bankentests im deutschsprachigen Raum den völlig vernachlässigten Bereich wohlhabender Senioren in der Vermögensverwaltung genauer untersucht, vorgestellt (S. 10). Stellen Sie sich mal vor: Es soll Menschen geben, die in ihrem Leben gerade einmal 5, 3 oder sogar nur 2 Millionen netto nach Steuern gespart haben. Das macht im Alter natürlich Probleme. Früher konnten Sie von einer Million jährlich 80.000 entnehmen und statistisch Ihren Erben noch eine Freude bereiten. Heute müssen Sie nach 12,5 Jahren über eine medizinische Lösung nachdenken, um ihren Erben das Leben nicht mit Pflegekosten zu vergällen.

Dabei muss man selbst für lächerliche 2 Millionen schon eine Menge „riestern“. Um 2 Mio. Euro beiseite zu legen, müssen Sie bei heutigen Steuern und Zinsen vom 40en bis zum 60en Lebensjahr jedes Jahr die ersten 200.000 Euro Ihres Bruttoeinkommens vermögensbildend anlegen. Manchen Menschen außerhalb der Immobilienwirtschaft, die weiterhin auf „normale Zinsen“ setzt, fällt es schwer, vom Rest ihre Familien zu ernähren. Und selbst die ärmlichen Mio.-Senioren wollen oft noch „Sicherheit“ UND „Zinsen“. Bloß, weil man 40 Jahre in eine Versicherung monatlich spürbar eingezahlt hat, berechtigt das doch nicht den Sicherheitsanspruch, das Geld auch selber ausgeben zu können. Das machen die Anlageprofis der Banken mit ihren 27 Jahren Lebensalter, nicht Erfahrung, dem bescheuerten Senior schnell klar. „Wer Zinsen haben will, muss Risiken eingehen. Nach 20 Jahren hat sich das für Sie gerechnet, auch wenn Sie kurzfristig mal dicke Verluste hinnehmen müssen.“ Was die Banken- und Beraterszene zu bieten hat, sind meist Provisionsprodukte oder gute Ratschläge. Wenigstens hat sich der Elite Report der Mühe unterzogen, die Besten zu ermitteln.

Übrigens, es ist Weihnachten. Statt Flaschenpost zu versenden, werden wir eine Weihnachtsfeier der „Young Strokers“ sponsern. Das sind Kinder und Jugendliche, die zum Teil bereits im Mutterleib einen Schlaganfall erlitten haben. Wenn Sie noch etwas Budget übrig haben, finden Sie die technischen Daten für eine Beteiligung einer Feier irgendwo in Deutschland für dieses oder nächstes Jahr unten auf Seite 2. Vielleicht können wir es ja nächstes Jahr gemeinsam organisieren, direkt und erlebbar oder anonym Freude zu schenken. Rufen Sie mich einfach an. Oder vielleicht sehen wir uns ja auch am 21. Januar 2019 zur „BIIS Jahrestagung Immobilienfonds 2019“ dem ersten großen Branchen-Event des neuen Jahres (S. 20). Dr. Reinhard Kutscher und ich lassen zusammen 60 Jahre Offene Immobilienfonds Revue passieren und blicken auf die Branche, die vielleicht die besten Jahre noch vor sich hat.

Werner Rohmert, Herausgeber

Den aktuellen Immobilienbrief der Research Medien AG finden Sie hier:

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