© Pixabay

Hamburg, 04. Dezember 2018 – Zum Ende des Jahres 2018 bietet die Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) immer mehr Sachwertbeteiligungen am Zweitmarkt zum Handel an, die bereits nach AIF-Regularien zugelassen wurden. Als Vermittler am größten öffentlichen Marktplatz im Zweitmarkt verzeichnet die DZAG zunehmend erfolgreiche Vermittlungen in diesem Segment. AIF (Alternative Investmentfonds) sind geschlossene Fonds, die nach dem 22. Juli 2013 initiiert wurden und strikteren regulatorischen Rahmenbedingungen unterliegen. 

„Nach bis zu vier Jahren Laufzeit tauchen nun viele der neuen Alternativen Investmentfonds im Handel auf“, berichtet Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. 30 AIF-Beteiligungen an insgesamt sieben verschiedenen Fonds konnten bereits vermittelt werden. Sie erzielten dabei ein Handelsvolumen von mehr als 1,2 Millionen Euro. Die meisten der bereits im Zweitmarkt vermittelten AIF-Beteiligungen gehören zur Assetklasse der Immobilienfonds, die einen durchschnittlichen Handelskurs von 91,5% notiert. Er legt damit auf dem selben Niveau wie der durchschnittliche Handelskurs aller vermittelten Immobilienfondsbeteiligungen im dritten Quartal 2018. „Die neuen Anlageprodukte werden im Zweitmarkt gut angenommen; die Angebotspalette wird insgesamt größer. Das sind durchweg positive Entwicklungen, die wir als Vermittler im Zweitmarkt sehr begrüßen“, so Schmidt. Die deutlich strikteren Regeln bezüglich der Dokumentation und Anlegerinformation für die neuen AIF haben das Anlageprodukt Investmentfonds für Anleger generell transparenter und sicherer gemacht – eine Entwicklung, von der nun auch die Käufer am Zweitmarkt profitieren.

Neue Investmentfonds im Zweitmarkt

Auf der Handelsplattform der Deutschen Zweitmarkt AG sind aktuell 28 Alternative Investmentfonds von 15 verschiedenen Initiatoren zum Handel verfügbar. Insgesamt verfügen die gelisteten AIF über ein Investitionsvolumen von rund 2,25 Milliarden Euro bei einem Eigenkapitalvolumen von etwa 1,7 Milliarden Euro. Mehr als drei Viertel (78,6%) der zum Handel verfügbaren AIF-Beteiligungen im Zweitmarkt gehören der Assetklasse der Immobilienfonds an; die restlichen handelbaren Beteiligungen verteilen sich auf die Assetklassen Private Equity-, Flugzeug-, Misch- und Solarfonds. Rund zwei Drittel der auf der Handelsplattform handelbaren AIF-Beteiligungen im Zweitmarkt haben 2017 Erträge an die Anleger ausgeschüttet. „Insgesamt scheint der Erstmarkt seine spürbare Zurückhaltung nach der einschneidenden Kapitalmarktregulierung nach und nach abzulegen. Zweifel, dass dem Zweitmarkt die Produkte ausgehen würden, bestätigten sich nicht. Der Zweitmarkt erweist sich auch im Hinblick auf die neuen Anlageprodukte als relevant“, bestätigt Torsten Filenius, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG.

Regulierung als Antwort auf die Finanzkrise

Seit dem 22. Juli 2013 sind mit dem Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB) neue rechtliche Regeln für Investmentfonds in Kraft getreten. Mit dem neuen regulatorischen Rahmen werden besonders die für Administration und Verwaltung der Investmentfonds verantwortlichen Manager in die Pflicht genommen, regelmäßige Reportings und detaillierte Dokumentationen für ihre Anlageprodukte zur Verfügung zu stellen. Unabhängige Verwahrstellen zur Kontrolle des Investmentfonds müssen nun als externe Kontrollinstanzen herangezogen werden. „Umfassende Neuerungen in den Produktregeln, Anbieteraufsicht und Risikomanagement bieten größere Transparenz und und bessere Kontrolle der Anlageprodukte. Die positiven regulatorischen Entwicklungen im Erstmarkt sind mit dem Eintreffen der ersten AIF-Beteiligungen im Zweitmarkt ebenso spürbar. Für Anleger ist dies ein großer Gewinn“, urteilt Vorstand Schmidt.

Quelle: Deutsche Zweitmarkt AG (Pressemitteilung vom 04.12.2018)