München, 12.12.2018 – Windparks, Solarstromanlagen oder Wasserkraftwerke sind für rund 26 Prozent der Bundesbürger eine attraktive Geldanlage. Das geht aus einer bevölkerungsrepräsentativen Studie im Auftrag der Green City AG hervor. Bundesweit ist das Interesse an solchen Investments in Hamburg am höchsten. Skepsis herrscht hingegen in Mecklenburg-Vorpommern.

Für drei von fünf Bundesbürgern ist die Förderung der Erneuerbaren Energien ein zentraler Baustein des Klimaschutzes. Immer mehr Menschen würden sich dafür auch persönlich engagieren und ihr Geld entsprechend anlegen: 29 Prozent der Männer und rund 22 Prozent der Frauen wären bereit, in Erneuerbare Energien zu investieren. Noch größer ist die Bereitschaft bei Befragten im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, von denen etwa 30 Prozent interessiert sind. Das belegt die Studie „Erneuerbare Energien aus Sicht von Finanzentscheidern in Privathaushalten“, für die im Auftrag der Green City AG und in Kooperation mit dem NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen 1.678 Personen befragt wurden.

Je höher der Bildungsstand, desto höher ist die Bereitschaft, in grünen Strom zu investieren. Während nur rund 14 Prozent der Bundesbürger mit Hauptschulabschluss Erneuerbare Energien als Geldanlage attraktiv finden, trifft das auf etwa 43 Prozent der Deutschen mit Abitur zu. Bundesweit haben rund sechs Prozent der Bürger heute schon in diesem Bereich Geld angelegt. „Das Interesse ist weit größer als es die bisherigen Investments von Privatanlegern vermuten lassen“, sagt Frank Wolf, Finanzvorstand der Green City AG.

„Das Potenzial für die Finanzierung der Energiewende ist also noch längst nicht ausgeschöpft. Um noch mehr privates Kapital für den Klimaschutz zu mobilisieren, ist verstärkt Aufklärungsarbeit über diese Anlageprodukte erforderlich.“

Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschland

Mit knapp sieben Prozent liegt der Anteil der Befragten, die bereits in Kapitalanlagen zur Förderung Erneuerbarer Energien investiert haben, in den alten Bundesländern deutlich höher als in den neuen Ländern. Dort sind es nur rund zwei Prozent. Auch regional fällt das Interesse an diesen Kapitalanlagen unterschiedlich aus. Am größten ist es in Hamburg. Dort können sich rund 43 Prozent der Befragten eine Geldanlage in diesem Bereich vorstellen. Auch die Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberger sind überdurchschnittlich interessiert. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern: Nur 6,3 Prozent der Einwohner finden Öko-Energie als Anlage attraktiv.

„Mit dem gewachsenen Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Bevölkerung ist auch die Nachfrage nach grünen Anlagemöglichkeiten gestiegen“, sagt Rolf Häßler, Geschäftsführer des NKI. „Dennoch sind die Vorbehalte gegenüber Aktien, Anleihen und dergleichen bei Privatanlegern nach wie vor weit verbreitet.“

Über die Studie: Für die Studie „Erneuerbare Energien aus Sicht von Finanzentscheidern in Privathaushalten“ im Auftrag der Green City Energy AG in Kooperation mit dem Institut für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI) wurden in einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung bundesweit 1.678 Personen befragt, die in ihrem Haushalt über Finanz- und Geldangelegenheiten entscheiden oder mitentscheiden. Die Befragung wurde im Februar 2018 durch die GfK Nürnberg durchgeführt.

Quelle: Green City AG (Pressemitteilung vom 12.12.218)