Frankfurt am Main, 4. Januar 2019 (Marktnews): 2018 wurden bundesweit gut 61,5 Mrd. € in Gewerbeimmobilien investiert. Damit wurde nicht nur das Vorjahresergebnis noch einmal um knapp 6 % gesteigert, sondern auch ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Rechnet man noch die Investitionen in Wohnimmobilien (ab 30 Einheiten) hinzu, die sich auf knapp 16,3 Mrd. € belaufen, ergibt sich ein Gesamtumsatz von gut 77,8 Mrd. €. Dies ergibt der Investmentmarkt-Report von BNP Paribas Real Estate, der Ende Januar veröffentlicht wird. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

• Neues Rekordergebnis mit gut 61,5 Mrd. € (+6 %)

• Vor allem Einzeldeals treiben Umsatz: neuer Bestwert mit gut 46 Mrd. € • Paketverkäufe mit 15,5 Mrd. € rückläufig (-20 %)

• Büro-Investments mit 48 % (29,7 Mrd. €) erneut beliebteste Assetklasse

• A-Standorte mit neuem Rekordumsatz (38,65 Mrd. €); Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart erzielen Allzeithoch

• Netto-Spitzenrenditen noch einmal gesunken • Über 1.700 erfasste Transaktionen (nur Gewerbe)

• Anteil ausländischer Käufer bei knapp 41 %

„Nach drei sehr guten Jahren mit jeweils deutlich über 50 Mrd. € Transaktionsvolumen wurde 2018 erwartungsgemäß erstmals die 60-Mrd.-€-Schwelle durchbrochen und ein neues Allzeithoch aufgestellt“, sagt Piotr Bienkowski, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland. “Das außergewöhnliche Vorjahresergebnis wurde damit noch einmal um knapp 6 % übertroffen. Der Grund hierfür sind in erster Linie Investitionen in Einzelobjekte, die mit gut 46 Mrd. € die im letzten Jahr aufgestellte Bestmarke von knapp 39 Mrd. € nahezu pulverisiert haben. Trotz gesenkter BIP-Prognosen für die nächsten zwei Jahre und sich eintrübender Stimmungsindikatoren bleibt das Interesse der Investoren an deutschen Immobilien also ungebrochen hoch. Verantwortlich hierfür sind die harten Faktoren, die weiterhin für gute und stabile

Rahmenbedingungen sprechen. Obwohl die Steigerungsraten leicht rückläufig sind, weist die Konjunktur auch mittelfristig gute Perspektiven und ein solides Wachstumspotenzial auf. Auch die Arbeitslosigkeit wird laut vorliegender Prognosen weiter sinken. Allein 2018 hat die Zahl der Erwerbstätigen um über 560.000 (+1,3 %) zugenommen und einen neuen Rekordwert erreicht. Davon profitieren auch die Nutzermärkte. Dies unterstreicht der aktuelle Büroflächenumsatz eindrucksvoll, der mit rund 4 Mio. m² das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten erreicht. Das Szenario einer hohen und stabilen Nachfrage bei gleichzeitig spürbar steigenden Mieten ist damit weiterhin intakt und bietet in den nächsten Jahren Wertsteigerungspotenziale. Berücksichtigt man gleichzeitig noch die im internationalen Vergleich große Stabilität Deutschlands, dann ist das hohe Investitionsvolumen nachvollziehbar und rational“, erläutert Piotr Bienkowski weiter.

Dominiert wurde das Marktgeschehen eindeutig von Büro-Investments, die fast 29,7 Mrd. € und damit 48 % zum Gesamtergebnis beigetragen haben. Vor allem einzelne Bürohäuser, auf die über 27,1 Mrd. € entfallen, standen im Fokus der Käufer. Insgesamt konnten 65 Einzelverkäufe im dreistelligen Millionenbereich erfasst werden. Absoluter Spitzenreiter ist Frankfurt, wo alleine 19 Großabschlüsse registriert wurden. Prominente Beispiele sind die Verkäufe des Omniturms, des Gallileos oder des Bürohauses an der Alten Oper. Sowohl deutsche als auch ausländische Anleger setzen auf eine mittelfristig sehr positive Entwicklung der Bankenmetropole. Aber auch in München (15), Berlin (12) und Hamburg (7) wurde eine ganze Reihe großvolumiger Bürotransaktionen getätigt. Auf Platz zwei folgen Einzelhandelsimmobilien, die 11,2 Mrd. € (18 %) zum Umsatz beisteuern. Damit liegen sie zwar leicht über dem zehnjährigen Durchschnitt, gleichzeitig aber 19 % unter dem Vorjahresergebnis. Fach- und Supermärkte stehen bei den Investoren grundsätzlich nach wie vor sehr hoch im Kurs, genauso wie Highstreet-Objekte in den absoluten Top-Lagen, weil sie für das Brand Building großer Retailer auch zukünftig unverzichtbar sein werden. Dagegen herrscht auf Investorenseite Verunsicherung bezüglich der Entwicklung bei Shoppingcentern. Weiterhin auf Erfolgskurs sind hingegen Logistik-Investments, die auf 7,2 Mrd. € (12 %) kommen und damit das zweitbeste Resultat aller Zeiten erzielen. Lediglich im Vorjahr haben einige sehr große Portfolioverkäufe zu einem noch besseren Umsatz beigetragen. Auch Hotels haben ihren vor etwa vier Jahren begonnen Höhenflug fortgesetzt, auch wenn sie mit gut 4 Mrd. € (6,5 %) rund 4 % unter ihrem Vorjahreswert liegen. Das deutlich höhere Niveau im Vergleich zu früheren Jahren wurde aber erneut eindrucksvoll bestätigt.

Denn vollständigen Artikel können Sie unter https://www.realestate.bnpparibas.de/bnppre/de/presse/pressemitteilungen/schallmauer-durchbrochen-neuer-investmentrekord-gut-61-5-mrd-2019-01-04-p_1710384.html

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Quelle: BNP Paribas Real Estate