Berlin, 29.05.2019 (Marktnews): Laut Statistischem Bundesamt wurden in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt 285.900 Wohnungen fertiggestellt. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 0,4 Prozent beziehungsweise 1.100 Wohnungen. „Diese Zahlen drücken eines aus: Es fehlt an allen Ecken und Enden“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Keine klare politische Linie beim Wohnungsbau, zu langwierige Planungsprozesse und zu wenig Kapazitäten bei den Unternehmen. Auch die ausufernden Baukosten und die überbordende Regulierung der vergangenen Jahre sind ein erheblicher Grund dafür, dass wir hier zu langsam vorankommen. Energetische Anforderungen, kommunale Auflagen und die Grundstückspreise sind starke Kostentreiber im Wohnungsbau. Die Grundstücksverknappung ist der Flaschenhals beim bezahlbaren Bauen. Dafür benötigen wir schneller und günstiger Bauland. Von den jährlich notwendigen Fertigstellungszahlen sind wir weit entfernt. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssten jedes Jahr mindestens 375.000 Wohnungen nicht nur genehmigt, sondern auch fertiggestellt werden. Wir sind knapp 100.000 Wohnungen unter dem Niveau, das wir brauchen“, so Mattner. „Durch eine Senkung der Baukosten steigt die Investitionstätigkeit in den Bau und die Sanierung von Wohnungen und Wirtschaftsimmobilien.“

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Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.