© shutterstock

Frankfurt, 08.01.2020 – Scope Analysis bescheinigt der LHI Leasing GmbH („LHI“) insgesamt eine sehr hohe Asset Management Qualität und Kompetenz. Der Teilbereich Aviation wird dabei mit A+ (AMR) und die Teilbereiche Immobilien und Erneuerbare Energien mit AA (AMR) bestätigt.

Die LHI verwaltet zum Ratingstichtag 31.12.2018 Vermögenswerte im Wert von ca. 16,4 Mrd. Euro (31.12.2017: 18 Mrd. Euro) und zeichnet sich durch ein diversifiziertes Geschäftsmodell aus. Standbeine sind die Bereiche Leasinggestaltungen und strukturierte Finanzierungen, Bestandsverwaltung von Immobilienportfolios sowie sachwertgedeckte Kapitalanlagen.

Die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft übernimmt die zentralen Aufgaben im Risiko-, Portfolio- und Asset Management. Das breite und innovative Produktangebot richtet sich momentan ausschließlich an institutionelle Kunden.

Auf das Gebiet sachwertgedeckte Kapitalanlagen, auf den sich dieses Asset Management Rating bezieht, entfallen 88 aktive Investmentvehikel mit zusammen 4,0 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen. Dieses verteilt sich auf die Assetklassen Immobilien (53 %), Erneuerbare Energien (29 %) und Aviation (18 %).

Das Rating wird wesentlich gestützt durch (1) die sehr große Branchenerfahrung und lange Betriebszugehörigkeit der derzeitigen und künftigen Geschäftsführung sowie zweiten Führungsebene, (2) die hervorragende Kompetenz in der Strukturierung von individuellen Produktlösungen für institutionelle Anleger, (3) die gute bis sehr gute Investmentperformance in den drei betrachteten Assetklassen, (4) die Transparenz der Investitions- und operativen Prozesse, (5) die effektiven Mechanismen der Risikokontrolle und Compliance und (6) die moderne, maßgeschneiderte und kontinuierlich fortentwickelte SAP-basierte Systemlandschaft, die der LHI Effizienz- und Qualitätsvorsprünge verschafft.

In der Assetklasse Immobilien verteilt sich das Investmentvermögen von 2,1 Mrd. Euro zu jeweils rund einem Drittel auf die Nutzungsarten Büro und Handel. Hotel-Investments machen rund 17 % aus, während Logistik, Wohnen sowie weitere Nutzungsarten das Spektrum vervollständigen. Die verwaltete Mietfläche von rund 1,4 Mio. m² ist mit 99 % faktisch vollvermietet und die durchschnittliche Auszahlung der Investmentvehikel lag im Jahr 2018 mit rund 8 % auf einem sehr attraktiven Niveau.

Das Investmentvermögen in der Assetklasse Erneuerbare Energien fokussiert sich auf Onshore-Windparks sowie PV-Anlagen. Insgesamt werden zum Stichtag 1,1 Mrd. Euro mit einer Nennleistung von rund 575 MW/MWp aktiv gemanagt, die sich nahezu hälftig auf die beiden Segmente verteilen. 2018 lag die durchschnittliche Auszahlung der Investments bei rund 5,5 %, was einem wettbewerbsfähigen Renditeniveau entspricht.

Im Bereich Aviation verwaltet die LHI aktuell zwölf aktive Investments aus den Bereichen Flugzeuge, Helikopter sowie Flugzeugturbinen. In ihrer Historie hat die Gruppe bisher insgesamt ein Investmentvermögen von insgesamt rund 1 Mrd. Euro aufgelegt und zeigt sich – auch international – gut vernetzt. Ein weiteres Beispiel hierfür sind im Jahr 2019 erfolgte Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, bei denen zwei Airbus A220 mit dem Leasingnehmer Air Baltic in Spezialfonds eingebracht werden konnten.

Die LHI kann aufgrund gut planbarer Verwaltungsvergütungen eine stabile Einnahmebasis mit hoher Fixkostendeckung von rund 80 % vorweisen. Laut Scope stellt dies einen Wettbewerbsvorteil dar, da somit ein selektives Vorgehen in hochpreisigen Assetmärkten möglich ist. Positiv und die Marktposition der LHI als institutioneller Asset Manager stärkend, beurteilt Scope den Zugang zu neuen Assets, durch die Investoren selbst beigesteuert, welche die hohe Strukturierungskompetenz der LHI verstärkt nachfragen. Eine über viele Jahre stabile Vorsteuerrendite zwischen 10 % und 20 % bildet eine solide Grundlage für eine auf Langfristigkeit und Reputationssicherung angelegte mittelstandstypische Ausrichtung des Unternehmens.

Im Betrachtungszeitraum war eine erhöhte Personalfluktuation im Bereich Immobilien erkennbar, die sich in der erforderlichen Neubesetzung von insgesamt drei Positionen in den Bereichen Asset Management und Portfolio Management zeigte. Diese ist aus Sicht von Scope zwar vor allem dem haussierenden Marktumfeld geschuldet, stellt das Unternehmen dennoch vor zunehmend größere Herausforderungen, in einem angespannten Rekrutierungsmarkt adäquate Neubesetzungen vorzunehmen. Alle drei Positionen konnten dennoch im Betrachtungszeitraum erfolgreich nachbesetzt werden.

Per 01.10.2019 wurde bei der LHI Leasing der in den letzten Jahren vorausschauend geplante Generationenwechsel in der Geschäftsführung eingeleitet. Dabei findet eine sukzessive Überleitung der Verantwortung auf Frau Dr. Nicole Handschuher (zuvor Vorstand Gesamtbanksteuerung, Finanzen, Recht & Compliance bei der Sparkasse KölnBonn) sowie die beiden internen Kandidaten Florian Heumann und Markus Niedermeier statt. Nachdem Frau Dr. Handschuher direkt in die Geschäftsführung berufen wurde, wurden die Herren Heumann und Niedermeier zu Generalbevollmächtigten der LHI bestellt, mit der Zielsetzung diese zum 01.07.2020 als Geschäftsführer der LHI zu benennen. Zum 31.12.2020 ist der komplette Rückzug der bisherigen Geschäftsführung vorgesehen, die dem Unternehmen aber weiter als Gesellschafter erhalten bleiben. Darüber hinaus stellt die zukünftige aktive Ausübung der Beiratsfunktion durch die Herren Porr und Soethe Kontinuität und einen fortdauernden Wissenstransfer sicher. Aus Sicht von Scope sind Unwägbarkeiten, die sich aus dem Generationenwechsel an der Unternehmensspitze ergeben, überzeugend durch die sorgfältige Auswahl der neuen Geschäftsführer, die großzügig bemessene Übergangszeit, die sinnvolle Ressortverteilung innerhalb der verkleinerten Geschäftsführung sowie die Gesellschafterkontinuität und überzeugende Besetzung des Beirates mitigiert.

Quelle: Scope Analysis