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Category Archives: Anlegerfokus

Sozialimmobilien europaweit interessant

Investition in ein Reha-Zentrum in Österreich, © IMMAC Holding AG

Investition in ein Reha-Zentrum in Österreich, © IMMAC Holding AG

Fondsbesprechung IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Renditefonds

10.11.2015 – Die IMMAC Gruppe war 2013 der erste Anbieter, der in Deutschland eine Lizenz für seine Kapitalverwaltungsgesellschaft namens HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG erhielt. 2015 legt nun der Hamburger Anbieter nach einigen erfolgreichen Platzierungen mehrerer deutscher und einer österreichischen Pflegeeinrichtungen das erste Produkt nach neuem Recht zur Finanzierung eines Reha-Zentrums in Österreich auf. Grund für die Redaktion, das erste dieser neuen Produkte anzusehen. Ein Blick in das Angebot lohnt sich, ohne die folgende Fondsbesprechung vorweg nehmen zu wollen.

Der Anbieter
Die Wurzeln der IMMAC Gruppe in Hamburg liegen im Jahr 1996. Das Haus ist seit diesem Zeitpunkt spezialisiert auf Investitionen im Healthcare Sektor. Der erste Fonds wurde 1998 emittiert. Die in der Leistungsbilanz zum Ende 2012 dokumentierten knapp 70 Fonds sind aus Sicht der Anleger quasi makellos. Das liegt auch daran, dass eine konsequente Objekt-ankaufsprüfung kombiniert wird mit einer stetigen segmentorientierten Marktanalyse. Das Gesamtinvestitionsvolumen der IMMAC Gruppe und dem Schwesterunternehmen DFV summiert sich insgesamt auf mehr als eine Milliarde Euro.
Die HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG hat seit Mitte 2013 die Dienstleistungen der IMMAC Verwaltungsgesellschaft für Immobilienfonds mbH mit über 100 Pflegeeinrichtungen übernommen. Damit war sie eine der ersten registrierten KVG in Deutschland. Inzwischen sind bereits sechs Produkte unter dem KAGB emittiert und vollständig platziert worden.

Das Konzept
Der IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Renditefonds investiert in ein Reha-Zentrum in Österreich, genauer in Tirol. Das Klinikum für Rehabilitation ist auf die Bereiche Herz-Kreislauf, Pulmologie, Neurologie und Onkologie ausgerichtet. Das Investitionsobjekt in Münster, Österreich, ist eine in Betrieb befindliche Bestandsimmobilie.

Der Initiator kann bereits Erfahrung in Österreich mit rund 20 konzipierten Pflegeheimen vorweisen. Auch der Markt der Reha-Zentren ist dem Emissionshaus bestens bekannt. In Deutschland ist man in drei Reha-Kliniken investiert. Das konkrete Objekt ist vier Jahre alt, hat also noch Gewährleistung. Der Betrieb hat die Anlaufphase erfolgreich hinter sich gebracht und ist sehr gut ausgelastet.

Die Zahlenwelt
Die Fondsgesellschaft hat dafür das Grundstück im österreichischen Münster samt Reha-Einrichtung für 42 Millionen Euro gekauft. Das entspricht bei einer Jahrespacht von drei Millionen Euro einem Kaufpreisfaktor von rund 14. Das im Jahr 2011 errichtete Reha-Zentrum Münster besteht aus mehreren Gebäudeteilen und hat in 164 Einzel- sowie 48 Doppelzimmern Kapazitäten für 260 Betten. Jedes Zimmer ist mit TV, Bad, Radio ausgestattet. Mit einer Quote von 93 Prozent ist das Reha-Zentrum bereits jetzt nahezu komplett ausgelastet. In den kommenden Jahren sollen auf dem über 23.000 Quadratmeter großen Grundstück daher Kapazitäten für 50 weitere Betten geschaffen werden. Diese Ausbau-Option des Reha-Zentrums bringt zusätzlich Perspektive.

Die prognostizierte Ausschüttung verspricht 204,77 Prozent vor Steuern nach 15 Jahren. Basis ist ein langfristiger Pachtvertrag mit einem erfahrenen Betreiber über 25 Jahre. Die Art der Ausschüttung von beginnend 6 Prozent steigend auf 6,5 Prozent an die Anleger soll monatlich erfolgen. Die Mindestbeteiligung beträgt 20.000 Euro. Die Initialkosten sind prospektgemäß im Jahr 2015 mit bis zu 19 Prozent der Kapitaleinlage angegeben. Die laufenden Kosten betragen maximal 1,5 Prozent bzw. prognosegemäß 1,12 Prozent des Nettoinventarwertes.

Prognosen zum Reha-Markt in Österreich
Daten von Statistik Austria zufolge wird die Bevölkerung Österreichs bis 2030 von 8,58 Millionen auf 9,18 Millionen anwachsen. Das entspricht einem Anstieg von knapp sieben Prozent. Die Reha-Quote ist bei Personen ab 60 Jahren besonders hoch. Das sind auch die Altersgruppen, die in den kommenden Jahren weiter wachsen werden. Die Forschungs- und Planungsgesellschaft Gesundheit Österreich geht davon aus, dass allein bis 2020 etwa 1.600 Betten fehlen werden.

Das gefällt uns
+ Gut eingeführtes Reha-Zentrum in Münster/Tirol
+ Langfristiger Pachtvertrag über 25 Jahre
+ erfahrener Betreiber
+ Nutzung des DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) D/A mit Freibetrag möglich
+ Ausgezeichnete Managementkompetenz im Healthcare Sektor
+ Professionelles Asset Management
+ Makelloser Track Record
+ Euroinvestment

Was der Anleger bedenken sollte
# Betreiberimmobilien
# Demographie-Abhängigkeit
# Single-Tenant Objekt
# Eingeschränkte Handelbarkeit
# Fokus auf einen Asset Manager
# Unternehmerische Beteiligung

Unser Resümee
Das bisherige Fondskonzept mit sehr gutem Track Record bestätigt auch der IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Renditefonds. Hier kauft man quasi die ausgezeichnete Managementkompetenz der Hamburger. Dabei profitieren Anleger von dem Spezialwissen im Healthcare Sektor. Bei möglichen – aber nicht zu erwartenden – Störungen ist das Management auch in der Lage, zum Wohle des Investors das Interimmanagement einer Sozialimmobilie zu übernehmen. Dass dieser Vorteil auch im Vertrieb aktuell angekommen ist, zeigen bisherigen Platzierungserfolge unter der neuen Rechtslage.

beR+ Einschätzung
Der IMMAC Austria Sozialimmobilie XIV Rendite Fonds fügt sich nahtlos in die erfolgreiche und anlegerfreundliche Konzeption der Vorgängerfonds. Die Erfahrung und Kompetenz des Sozialimmobilienspezialisten sowie die überdurchschnittliche Leistungsbilanz rechtfertigen die Kosten.

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Abakus-Solarportfolio im Plan

©www.shutterstock.com

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Grünwald, 16.09.2015 – Ausweislich des gerade veröffentlichten Performance-Berichtes des Emissionshauses Abakus Sachwerte GmbH aus München liegt das Durchschnittsergebnis seiner Assetklasse Erneuerbare Energien per 31.12.2014 im Plan.

Die 21 Solarparks produzierten demnach zusammen mit einem Windpark und einer Biogasanlage knapp 175.000 Megawattstunden Strom seit ihrer Inbetriebnahme und erreichten damit ihr Ziel zu 99 Prozent. Für die Anleger erwirtschaftete das Anlagenmanagement durch Direktvermarktungsüberschüsse 101 Prozent der ursprünglich geplanten Erträge. Die Gesamtleistung der Anlagen liegt bei rund 87 Megawatt, das gesamte Investitionsvolumen beträgt 154 Millionen Euro. Neben vermögenden Privatkunden sind vor allem institutionelle Anleger sowie eine größere Anzahl von Stiftungen in den Abakus-Solaranlagen investiert.

Quelle: abakus SachWerte GmbH

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Mark my words: POC

mark-my-wordsRedaktionsfragen zu aktuellen Themen, Produkten und Emissionshäusern

Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebt, weiß, dass er Tacheles reden kann. Es kommt darauf an, die richtigen Fragen zu stellen. Diese Erkenntnis ist in der Redaktion gereift, und damit kann das Magazin BeteiligungsReport durchaus die Sachwertebranche positiv begleiten. Die Fragen werden im BeteiligungsReport abgedruckt und sind in der kostenfreien Onlineversion für jedermann verfügbar. Damit können Finanzanlagevermittler oder Sachwerteanleger diese direkt verwenden. Die Antworten der Anbieter werden dann auf dem neugestalteten Newsportal www.beteiligungsreport.de beziehungsweise im BeteiligungsReport PLUS, dem kostenpflichtigen Printabo, nach Eintreffen in der Redaktion veröffentlicht. Natürlich werden wir auch berichten, wenn ein Anbieter die Beantwortung verweigert. Aber schließlich gibt es ja dann auch noch die Finanzaufsichtsbehörde.

Fragen zur Situation rund um die POC GmbH (Proven Oil Canada):

Welche aktuellen Probleme liegen vor, dass nach diversen Presseberichten geleistete Auszahlungen zurückgefordert werden?

Welche Beteiligungen der POC sind von diesem Problem betroffen?

Wie sind derzeit die Öl- und Gasfelder bewertet und wie schlagen die Bewertungenauf die emittierten Fonds durch?

Wie viel Anlegergelder stehen im Feuer und wie sicher sind diese?

Wie wirkt sich der aktuelle Preisverfall des Öls auf die Wirtschaftlichkeit der Investition aus?

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Unser letzter Flug

‎In eigener Sache

© www.shutterstock.com

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Landshut, 20.05.2015 – Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Auf meinem Rückflug von der Sparkassenakademie NRW aus Münster hat der Kapitän am Abend, zu Beginn des Fluges, die Fluggäste mit folgenden Worten willkommen geheißen: „Wir begrüßen Sie heute zu unserem letzten Flug“. Einen Raunen ging durch die Maschine.
Nach einer kleinen Pause ergänzte er: „des Tages“! Auf Englisch hat er dann die Wendung „evening-flight“ verwendet. Auf jeden Fall sind wir alle gut nach Hause gekommen.

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Mark my words: Aquila Capital

mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

Fragen an Aquila Capital zu dem Bestandsfonds (Platzierung 2012/2013)

HydropowerInvest III und IV

• Welche Folgen hat die derzeitige Schieflage der oben genannten Fonds für die Anleger?

Aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit in der Türkei im Jahr 2014 konnte die Wasserkraftgesellschaft die im Dezember 2014 anstehende Tilgungszahlung nicht aus den eingenommenen Erträgen zahlen. Um die Verpflichtung gegenüber den Banken einzuhalten, hat die Geschäftsführung der Wasserkraftgesellschaft in Abstimmung mit der Fondsgeschäftsführung eine Zwischenfinanzierung aufgenommen. Es ist das Ziel der Fondsgeschäftsführung mit den finanzierenden Banken eine Umfinanzierung zu verhandeln oder im Bedarfsfall eine neue Finanzierung mit einem alternativen Kreditinstitut einzugehen. Im Anschluss soll die aufgenommene Zwischenfinanzierung wieder zurückgeführt werden. Selbstverständlich wurden die Investoren über die Sachlage, die geplante Vorgehensweise und den aktuellen Stand zu verschiedenen Zeitpunkten informiert. Darüber hinaus stand die Fondsgeschäftsführung den Anlegern auch im Rahmen einer Webkonferenz für Fragen zur Verfügung. Mögliche Folgen für die Anleger ergeben sich somit aus nicht erzielten Gewinnen aus dem operativen Betrieb der Wasserkraftgesellschaft im Jahr 2014 und den dadurch bedingten Kosten für die Zwischenfinanzierung. Eine exakte und belastbare Einschätzung der Folgen für die Anleger kann erst erfolgen, wenn eine Einigung hinsichtlich einer Umfinanzierung erreicht wurde und entsprechende Term Sheets vorliegen. Auf Grundlage dieser Term Sheets wird die Fondsgeschäftsführung eine aktualisierte Prognoserechnung erstellen. Die Anleger werden  anschließend unmittelbar über das Ergebnis informiert.

• Wann darf der Anleger des Fonds erste prospektgemäße Ausschüttungen erwarten?

Die witterungsbedingt geringeren Einnahmen führten dazu, dass keine Rückflüsse auf Ebene der Fondsgesellschaft erfolgt sind. Auszahlungen an die Anleger konnten insofern nicht getätigt werden.
Die Fondsgeschäftsführung erwartet bei entsprechender Stromproduktion erstmals im Jahr 2016 Auszahlungen an die Anleger. Voraussetzung hierfür ist, dass im Jahr 2015 entsprechende Gewinne auf Ebene der Wasserkraftgesellschaft erwirtschaftet und diese nach der Gewinnfeststellung im Jahr 2016 anteilig an die Fondsgesellschaft ausgezahlt werden.

• Wer bezahlt die in den Medien berichteten „Maßnahmen zur Betriebsoptimierung“?

Leider können wir nicht nachvollziehen auf welche Medien Sie sich beziehen, gern gehen wir auf die im Rahmen unseres Reportings berichteten Maßnahmen ein. Hinsichtlich der im Rahmen unseres Reportings berichteten Maßnahmen müssen drei verschiedene Kategorien unterschieden werden: Zur ersten Kategorie gehören Maßnahmen, die der Behebung von Errichtungs- und Anwendungsfehlern dienen. Diese werden dem Verkäufer/Errichter des Wasserkraftwerks in Rechnung gestellt. Stellungnahme 2015 Abdruck honorarfrei gestattet. Wir freuen uns über ein Belegexemplar. Zur zweiten Kategorie gehören Maßnahmen, die bereits im Rahmen der Ankaufsphase zur Optimierung des Wasserkraftwerks eingeplant wurden. Diese Maßnahmen wurden entsprechend in der Kalkulation des Verkaufsprospekts berücksichtigt. Durch die operationelle Umsetzung der geplanten Maßnahmen entstehen daher auf Fondsebene keine zusätzlichen Kosten.
Zur dritten Kategorie gehören Optimierungsarbeiten, deren Notwendigkeit sich erst im laufenden Betrieb gezeigt hat. Die Fondsgeschäftsführung führt vor Durchführung eine Kosten-Nutzen-Analyse durch. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Maßnahme umgesetzt.

• Konnten die Konzeptionäre eine derartige Abhängigkeit durch Frost nicht erkennen und einpreisen? War damit der Kaufpreis der Wasserkraftwerke nicht zu hoch?

Wir können keine unmittelbare Abhängigkeit von Frost erkennen. Die Ursache für die Unterschreitung der prognostizierten Stromproduktion resultiert vielmehr aus der Kombination von Frost mit einer
außergewöhnlich geringen Niederschlagsmenge. Für die Kalkulation der Erträge der Kraftwerke im Fonds wurde auf drei unabhängige hydrologische Gutachten von Wasserkraft-Spezialisten zurückgegriffen, die speziell für die Standorte der Investitionsobjekte des HydropowerINVEST III und HydropowerINVEST IV erstellt worden sind. Diese Gutachten dienten sowohl zur Ermittlung eines
adäquaten Kaufpreises als auch zur Erstellung der Prognoserechnung über die Laufzeit des Fonds hinweg. Die Möglichkeit einer Wasserknappheit wurde grundsätzlich in den Prospektprognosen der Fonds berücksichtigt, die Trockenheit im Jahr 2014 war jedoch außergewöhnlich hinsichtlich des Länge und auch die Folge aus Frost, wenig Schneefall und anschließender Trockenheit. Ein solches Szenario kann grundsätzlich nicht in einem Prospekt als Basisannahme unterstellt werden, da solche Ereignisse ausgesprochen selten auftreten.

• Wie sieht das Asset Management den Einfluss der Politik des nahezu autokratischen Präsidenten der Türkei für die Investitionsobjekte?

Selbstverständlich berücksichtigen wir bei der Beurteilung einer Investition die gegebenen Rahmenbedingungen. Hierzu gehört natürlich auch die Stabilität des politischen und wirtschaftlichen Systems. Allerdings beschränken wir uns bei unserer Einschätzung auf Faktoren, die wir zum einen auf Basis unserer Fachexpertise beurteilen können und die zum anderen Einfluss auf die Rentabilität und Sicherheit unseres Investments haben. Die Fondsgesellschaften haben zudem zur Absicherung der Investitionen entsprechende Investitionsgarantien des Bundes beantragt und erhalten. Damit sind die Investitionen der Anleger abgesichert.

 

 

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Finanziert der deutsche Steuerzahler indirekt den Vatikan mit?

 

Pseudologie-Finanzpolitik_cover_webStreitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ legt Finger in die Wunde

Landshut, 12.03.2015 – Die Causa Tebartz-van Elst wirft weiterhin lange Schatten, wenn man diese erkennen will. Die Streitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ des Wirtschaftspublizisten Edmund Pelikan greift in einem der Kapital die Frage nach der fehlenden Trennung von Staat und Kirche auf.

Der Fokus des Büchleins liegt dabei auf den finanziellen Dogmen und ihre Folgen. Fest steht, dass die öffentlichen Haushalte neben der Abwicklung der Kirchensteuer auch hohe Haushaltsposten an die zwei großen christlichen Kirchen überweisen. Einerseits sind Konkordate dafür die Basis, andererseits werden aber auch zahlreiche freiwilligen Leistungen erbracht.

An einem Punkt kommt wieder aktuell der Skandalbischof Tebartz-van Elst ins Spiel. Dieser ist nun „freiwillig“ im Ruhestand und bezieht etwa 6.000 Euro Pension im Monat. Nicht von der Kirche, sondern vom Staat, abgewickelt über sein ehemaliges Bistum. Mag sein, dass das dem deutschen Recht entspricht. Nun war aber in der Presse zur Jahreswende 2014/2015 zu lesen, dass der Bischof einen neuen Job in der römischen Kurie gefunden hat. Eine Rückfrage im Bistum Limburg ergab, dass Tebartz-van Elst aber weiterhin, scheinbar ohne Einschränkung, sein Ruhestandgeld bekommt. Das wirft natürlich auch die Frage bei anderen nach Rom gewechselten Bischöfen wie Gerhard Müller oder selbst Josef Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI auf. Zahlt hier auch der deutsche Steuerzahler weiter beziehungsweise wie lange zahlt der deutsche Staat? Finanziert damit der deutsche Steuerzahler Teile des Vatikans?

Fragen, die dringend einer Klärung bedürfen. Auch hierbei sollte die steuerliche Dimension nicht zu kurz kommen. Dieses Ärgernis wie auch andere Märchen über gesetzestreue Politiker, wahre Statistiken oder Anlegerschutz lesen Sie in der Streitschrift „Pseudologie der Finanzpolitik“ (ISBN 978-3-937853-25-3) von Edmund Pelikan, die ab sofort als E-Book z.B. bei Amazon für 4.99 Euro und als Printausgabe für 6,90 Euro ab Mitte März 2015 im Buchhandel erhältlich sein wird.

Pressemitteilung als PDF

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Mark my words: Lloyd Fonds AG

mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

Frage zum Aktientauschangebot von Lloyd Fonds AG
• Welche 11 KG-Schiffe bzw. KG-Fonds erhalten eine Offerte zum Umtausch?
• Sind auch Problemfonds oder von der Insolvenz bedrohte Fonds unter den ausgewählten?
• Ihre Argumente für die Umsetzung Ihrer Pläne im Cash-Interview sind Flottenverbund, Handelbarkeit der Aktie und Kostenreduzierung.
 

Zum Flottenverbund:
• Kann durch einen Charterpool nicht das gleiche erreicht werden?

Zur Handelbarkeit:
• Die Börse hat die Lloyd Fonds Aktie nun lange Zeit im Korridor zwischen 1 und 2 Euro gesehen. Ihr vermeintlicher innerer Wert liegt bei 3,54 Euro. Woher kommt die Differenz?
• Sie sprechen von keinem funktionierenden Zweitmarkt und hatten selbst seit 2007 eine Zweitmarktfirma namens TradeOn. Was ist falsch gelaufen?

Zum Kostenargument:
• Sind derzeitige Management- und Treuhandgebühren Teil des Ertragswert, die die WP Gesellschaft RBS zum Ergebnis von 3,54 Euro gebracht hat?
• Würde bei einem geplanten Wegfall dieser Einnahmen nicht die Lloyd Fonds AG niedriger bewertet werden müssen?
• 18.000 Ihrer Anleger erhalten nach Ihren Worten im Cash-Interview vom 09.02.2015 eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment. Und die restlichen 35.000 Anleger haben keine Zukunft?
• Sie sagen im Cash-Interview: „Anders als bei der bisherigen KG-Beteiligung sitzen dann alle – also Aktionäre, Mitarbeiter und Vorstand – gemeinsam in einem Boot und haben vollkommen gleiche Interessen.“
• Gab es demnach in der Lloyd Fonds eigenen Treunhandgesellschaft für die Treuhandkommanditisten keine Interessensgleichheit mit dem Unternehmen?
• Und in der Lloyd Fonds AG sind die Aktionäre vor den KG-Anleger bevorzugt worden?

 

Antwort der LLoyd Fonds AG
„Die Lloyd Fonds AG wird das erste deutsche börsennotierte Schifffahrtsunternehmen mit eigenen Schiffen und 20 Jahren Investmenterfahrung.

Die Schifffahrt AG bietet Anlegern eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment.

Die Lloyd Fonds AG reagiert auf die Marktentwicklungen und stellt sich als börsennotiertes Schifffahrtsunternehmen neu auf: In einem ersten Schritt wird 11 von Lloyd Fonds initiierten Schifffahrtsgesellschaften das Angebot gemacht, ihre Schiffsbetriebe einschließlich der Schiffe in die Lloyd Fonds AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung einzubringen. Im Gegenzug erhalten die KG-Gesellschaften Aktien der Lloyd Fonds AG, die dann an die Kommanditisten ausgegeben werden. Wenn alle Gesellschaften das Angebot der Lloyd Fonds AG annehmen, hat die Sachkapitalerhöhung ein Volumen von 162 Mio. EUR. Innerhalb der kommenden zwei Jahre  sollen weitere KG-Schifffahrtsbetriebe einschließlich ihrer Schiffe in die AG übernommen werden. Mittelfristiges Ziel ist es, den Lloyd Fonds Konzern als international agierendes Schifffahrtsunternehmen zu etablieren. Die Lloyd Fonds AG will eine moderne Flotte mit einem kontinuierlichen Cash-Flow aufbauen und sich als Dividendentitel etablieren. Die „neue“ Lloyd Fonds AG wird hierfür ihre Börsennotierung nutzen, um zukünftig auch neue Schiffe zu erwerben.

Mit der Zusammenführung der KG-Schiffe in der bestehenden börsennotierten Aktiengesellschaft hat die Lloyd Fonds AG ein Konzept entwickelt, das den Anlegern eine zukunftsfähige Perspektive für ihr Investment bietet: Aus sechs Containerschiffen und fünf Tankern in unterschiedlichen Größenklassen soll ein gut aufgestellter, diversifizierter Flottenverbund entstehen. Die Neustrukturierung der Finanzierung dient dem Ziel, das Ausfallrisiko und ein damit verbundenes Risiko eines von der jeweils finanzierenden Bank erzwungenen kurzfristigen „Notverkaufs“ von Schiffen zu vermindern. Die geplanten Flottenfinanzierungen bieten den Vorteil, dass die Schiffe im Flottenverbund nach dem Solidaritätsprinzip füreinander einstehen können.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Handelbarkeit und beständige Bewertung der Lloyd Fonds Aktie im Vergleich zu einem weitgehend illiquiden Zweitmarkt für Geschlossene Fonds. Darüber hinaus werden Kosten reduziert, da Management- und Treuhandvergütungen sowie ein Teil der Fondsverwaltungskosten nach Umsetzung der Transaktion entfallen.

Die Reaktionen auf das neue Konzept sind positiv. Alle Geschäftsführungen der Schifffahrtsgesellschaften, mit einer einzigen Ausnahme, empfehlen den  Anlegern die Zustimmung zum Angebot der Lloyd Fonds AG.  Und auch alle Beiräte, mit einer einzigen Ausnahme, befürworten das Angebot der Lloyd Fonds AG. Dies ist ein eindrucksvolles Votum für das neue Geschäftsmodell. Und auch die Börse hat positiv auf die geplante Transaktion reagiert: Nachdem das Kursziel der Lloyd Fonds Aktie von den Analysten auf 4 Euro angehoben wurde, stiegt der Börsenkurs über 100 % auf 2,85 Euro.“

 

 

 

 

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Mark my words: Canada Gold Trust

mark-my-wordsDie Redaktion des BeteiligungsReport galt bisher nicht unbedingt als sehr kritisch. Wer den Herausgeber und Sachverständigen Edmund Pelikan bei seinen Prospektprüfungsseminaren oder bei seinen Vorträgen erlebte, weiß, dass er Tacheles reden kann. Inzwischen ist die Erkenntnis in der Redaktion gereift, dass man einen Markt wie die Sachwertbranche durchaus positiv begleiten kann, auch wenn man diesen öffentlich hinterfragt.

 

Fragen an XOLARIS, Treuhänder des Canada Gold Trust zu dem Bestandsfonds (Platzierung 2012/2013) Canada Gold Trust I bis III (ursprünglich Nachrangdarlehen)

• Warum fordert der Treuhänder eine außerordentliche Gesellschafterversammlung?
• Warum wurde eine Sonderprüfung der Fonds durch die Wirtschaftsprüfergesellschaft Röver Brönner Susat vom Treuhänder beauftragt?
• Gibt es einen Verdacht für Missstände bei der Mittelverwendung?

Antwort von Stefan Klaile, Geschäftsführer der XOLARIS Service GmbH

„Wir bemühen uns als Treuhandgesellschaft der Anleger des Canada Gold Trust-Fonds bereits seit geraumer Zeit um mehr Transparenz auf Ebene der Fondsgesellschaften und insbesondere der nachgelagerten Projektgesellschaften.

Im Zuge der geplanten und Ende Juli 2014 beschlossenen Umwandlung der Fondsanteile in Aktien der Henning Gold Mines Inc. (HGM) haben wir daher ein verbessertes Berichtswesen mit höherer Informationstiefe eingefordert. Diese Forderung haben wir noch verstärkt, nachdem bekannt wurde, dass Aktien der HGM bereits seit dem Frühjahr in Kanada einem Handelsstop unterliegen.

Da uns als Treuhandgesellschaft trotz vieler Anfragen, Gespräche und Verhandlungen nur ein unvollständiger Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaften in Kanada gewährt wurde und unseren Forderungen bis heute nicht in zufriedenstellender Weise entsprochen wurde, ergab sich der Verdacht, dass die Mittelverwendung auf Ebene der kanadischen Gesellschaften möglicherweise nicht ordnungsgemäß erfolgte.

Eine vollständig zweckkonforme Verwendung der Gelder konnte uns bis heute nicht belegt werden. Aus unserer Sicht besteht eine Deckungslücke von rund CAD 7 Mio.

Eine von uns als Treuhandgesellschaft beauftragte Sonderprüfung der CGT-Fonds durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RöverBrönnerSusat konnte bis heute nicht umfassend durchgeführt werden, da die Unterlagen der HGM nicht zur Verfügung gestellt wurden.

Wir haben daher am 20. Januar 2015 über eine Rechtsanwaltkanzlei Antrag auf dinglichen Arrest beim Landgericht Frankfurt gestellt, um die Ansprüche der Anleger gegenüber der als schuldbeitretenden Gläubigerin der Fonds auftretenden Henning Gold Mines Inc. für die Anleger zu sichern. Dem Antrag wurde zwischenzeitlich stattgegeben.

Da der unabhängige Geologe Dr Rüdiger Schwarz (Geotech) noch einmal ausreichende Goldvorkommen in den Claims gegenüber der Treuhandgesellschaft bestätigt hat, haben wir keinen Zweifel an der grundsätzlichen Tragfähigkeit des Fondskonzeptes.
Als den Anlegern verpflichtete Treuhandgesellschaft drängen wir jedoch auf den Austausch oder die Ergänzung der Fondsgeschäftsführung, damit die hier bestehenden Interessenkonflikte aufgehoben und eine direkte Durchgriffsmöglichkeit der Fondsgesellschaft auf die Projektgesellschaften geschaffen wird:

Derzeit ist Herr Prasch Fondsgeschäftsführer und zugleich Board-Mitglied sowie Vertreter eines Gesellschafters bei HGM. Zwangsläufig unterliegt Herr Prasch damit einem Interessenkonflikt im Rahmen einer möglichen Auseinandersetzung zwischen den Fonds und der HGM. Dies wird evident, wenn die HGM ihre Verpflichtungen gegenüber den Fonds nicht erfüllt und die Fondsgeschäftsführung dies toleriert, ohne geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Des Weiteren wurde die Geschäftsführung der Komplementärgesellschaft nicht durch die Fonds besetzt, sondern durch die Gesellschafter der Komplementärin. Dies ist aber ebenfalls HGM, sodass der Interessenkonflikt auch insoweit besteht. Alternativ könnte die Komplementärin durch eine neue Gesellschaft, die nicht mit der HGM verbunden ist, ersetzt werden.

Diese Lösungsvorschläge bedürfen der Zustimmung und Beschlussfassung der Anleger, so dass aus unserer Sicht eine außerordentliche Gesellschafterversammlung dringend notwendig ist.

Wir haben daher die Fondsgeschäftsführung aufgefordert, in kürzest möglicher Frist eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einzuberufen. Nachdem sie dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, haben wir unser Recht als Treuhandgesellschaft in Anspruch genommen und die Anleger zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2015 in Stuttgart eingeladen.“

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Sparkasse darf Ihren Sparern nicht kündigen

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Landshut, 29.01.2015 – Verträge sind einzuhalten. Das hat das Landgericht Ulm entschieden. Auch wenn es sich dabei um hochverzinsliche Sparvertäge handelt, die der Profiterwartung der Bank im Wege stehen.

In einem Rechtsstreit um solche Sparverträge hat das Landgericht Ulm (Az. 4 O 273/13) den Sparern den Rücken gestärkt. Hintergrund der Auseinandersetzung sind so genannte Scala-Verträge, die die Sparkasse Ulm zwischen 1993 und 2005 mit Ihren Anlegern abgeschlossen hat.

In diesen Sparverträgen, die bis zu 25 Jahre laufen, gewährt die Sparkasse Ihren Sparern einen Bonus von bis zu 3,5 % jährlich. Bei dem aktuellen Niedrigzinsniveau, ein Verlustgeschäft für die Sparkasse – ein attraktives Geschäft für die Kunden. Zumal diese auch das Recht haben, die monatliche Sparrate von 25,- € bis 2.500,- € zu erhöhen.

2013 erklärte die Sparkasse, sie könne das Angebot in dieser Form nicht mehr verantworten. Den Sparern wurden Anlagealternativen angeboten. Rund 14.000 Kunden gingen auf das Angebot ein – wohl auch aus Angst, weil Ihnen sonst die Kündigung drohen würde. Etwa 8000 Anleger haben dieses Angebot abgelehnt. Rund die Hälfte davon, sind der Bank wegen der hohen Guthaben, ein Dorn im Auge.

Bisher hat die Sparkasse Ulm zwar noch keine Verträge gekündigt, Sie ist jedoch der Meinung, dass Sie dazu berechtigt wäre. Ein Kunde strengte daraufhin die Feststellungsklage vor dem Landgericht Ulm an – welcher stattgegeben wurde.

Ein Sprecher der Sparkasse Ulm erklärte, Sie wolle das Urteil prüfen und dann über weitere Schritte entscheiden.

Quelle: manager-magazin.de, FOCUS online

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Griechenland hat gewählt – 1:0 gegen die europäische Finanzpolitik

Akropolis © shutterstock.com

Landshut, 26.01.2015 – Eine kleine Presseschau zur Griechenlandwahl am Morgen danach:

Spiegel online titelt (26.01.2015 um 03.15 Uhr): „Die Griechen haben Angela Merkel abgewählt“ und berichtet aus Brüssel: „Als erste Reaktion haben die Sozialdemokraten im Europaparlament Tsipras aufgefordert, eine proeuropäische Koalition zu bilden. Die Neuverhandlung der hohen griechischen Staatsschulden sollte kein Tabu mehr sein, erklärte der Fraktionsvorsitzende Gianni Pittella in Brüssel. „Die Griechen haben sich deutlich dafür entschieden, mit dem harten Sparkurs zu brechen“, so der italienische Sozialdemokrat.“

Stern Online schreibt (26.01.2015 um 06.00 Uhr): „Mit seinem populären Mix aus Schuldzuweisungen und Heilsbotschaften hat es der 40-Jährige (Alexis Tsipras) geschafft, ein Drittel des griechischen Wahlvolks hinter sich zu versammeln. … Den Rentnern versprach er eine dreizehnte Monatsauszahlung, den Eigenheimbesitzern die Abschaffung der Immobiliensteuer – eines jener von der Troika erzwungenen Instrumente, mit denen das Staatsdefizit verringert werden soll. Unerheblich für Syriza, dass in fast allen europäischen Ländern so etwas wie die Grundsteuer Alltag ist“. Als Fazit zieht Stern online: „Letztlich muss auch ein Tsipras die Luft aus seinen Phrasen lassen. Am Ende hilft nur Pragmatismus. „Die Hoffnung kommt“, lautet der Syriza-Slogan. Willkommen im wahren Leben, Herr Tsipras.“

Die Süddeutsche kommentiert (26.01.2015 um 07.37 Uhr): „Die Griechen sind wütend. Sie wählen Syriza, sie wählen Alexis Tsipras. Der hat sein Rebellenimage kultiviert. Jetzt rechnen viele damit, dass er einen Purzelbaum schlägt, wie die Griechen das nennen. Seine Kehrtwende hat schon begonnen.“

Die Kommentatorin Christiane Schlötzer ist überzeugt:
„In Berlin und Brüssel aber wird man zugeben müssen, dass die Griechenland-Rettung noch kein Erfolg war, auch wenn sich das Kanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister gewünscht hatten. Schönreden hilft eben nicht, so wenig wie die vielen guten Ratschläge von außen, wenn die verlangten Reformen in den Händen derer liegen, die für das alte Schlamassel maßgeblich mitverantwortlich sind.“

Die WELT dreht die Richtung der Berichterstattung (26.01.2015 um 09:41 Uhr): „Griechenland hat gewählt: Syriza ist stärkste Partei und ihr Chef Alexis Tsipras muss sich nun beweisen. Es spricht einiges dafür, dass er am Ende liefern könnte, was niemand von ihm erwartet.“ Und prophezeit „Das Linksbündnis muss nun beweisen, ob es sich traut mit der alten Klientelpolitik zu brechen. Wenn Syriza die absolute Mehrheit verfehlt, wird die Partei zudem einen Koalitionspartner brauchen. Der wird entweder die linke Kompromissbereitschaft fördern – oder wenigstens als Sündenbock herhalten, wenn Tsipras den Ewiggestrigen in seiner Partei den proeuropäischen Kursschwenk verkaufen muss.“

Das Handelsblatt titelt (26.01.2015 um 07:49 Uhr / 09:32 Uhr): „Euro hält den Atem an“ und erläutert: Die Reaktion war heftig, aber kurz: Für wenige Sekunden fiel der Kurs des Euro nach dem Syriza-Wahlsieg unter die Marke von 1,11 Dollar. Die Furcht vor einem Wiederaufflammen der Euro-Krise wächst.“ Die Redaktion zitiert Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer: „Der Wahlsieg der Linken bedeutet, dass der Euro-Raum bei der Lösung der Staatschuldenkrise auf halber Strecke stehen bleibt.“ Der Druck auf die EZB wachse, die ungelösten Probleme durch eine massive Abwertung des Euro zu übertünchen, so Krämer. Dreh- und Angelpunkt ist derzeit der charismatische Frontmann das Linksbündnisses. Aber Tsipras signalisierte den EU-Partnern noch in der Wahlnacht Gesprächsbereitschaft für eine „gerechte und praktikable Lösung“ beim Umgang mit den Schulden und dem Sparkurs.

Quelle: BeteiligungsReport Presseschau

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