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Category Archives: Hall of Fame

Eric Romba

Eric Romba

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2019 in der Kategorie Lebenswerk.

Laudator: Oliver Porr, LHI Leasing

Sehr geehrter Herr Romba, lieber Eric, sehr geehrter Herr Pelikan, 
sehr geehrte Damen und Herren,


es ist mir eine große Freude, den heutigen Ehrenpreis für das Lebenswerk an Dich, lieber Eric, und damit an einen langjährigen Mitstreiter in der Branche der Sachwertinvestments übergeben und die Laudatio halten zu dürfen.

Als erstes möchte ich hervorheben, dass Du natürlich für einen Ehrenpreis Lebenswerk eigentlich viel zu jung bist. Du bekommst den Preis aber gleichwohl und das aus gutem Grund. Denn mehr als zehn Jahre lang hast Du unsere Branche der Sachwertinvestments aktiv mitgeprägt. Zehn Jahre sind wiederum ein ganzer Lebensabschnitt und hierfür verdienst Du Anerkennung. Verstehe deshalb diesen vielleicht zu früh verliehenen Ehrenpreis als Ansporn zu weiteren beruflichen Taten und als Dankeschön für Geleistetes.

Aufgewachsen bist Du im Ruhrgebiet, genauer gesagt in der Stadt Schwerte. Vermutlich erklärt das Dein bis heute bestehendes Interesse an einem Fußballverein aus Dortmund, den Du immer wieder gerne aufsuchst. Ich habe das immer als ein Stück Heimatverbundenheit von Dir interpretiert. Dem Rheinland bist Du im Studium noch verbunden geblieben und hast in Bonn Rechtswissenschaften studiert. Offenbar hat Dich das Studium aber nicht völlig beansprucht und so warst Du studienbegleitend wissenschaftlicher Mitarbeiter in der CDU/CSU Bundestagsfraktion, genauer in der Arbeitsgruppe „Inneres“. Dein Interesse an der Politik zielte dabei nicht nur auf die politische Aktivität als solche, sondern insbesondere die Fragen der politischen Meinungsbildung haben es Dir angetan. Ein Thema, das Du aus dem Effeff beherrschst.

Manchmal im Leben muss man bekanntlich Glück haben. Dein Glücksmoment bestand darin, dass Du das Studium in Bonn genau dann mit dem 1. Staatsexamen beendet hast, als der Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin anstand. Für die jüngeren unter uns: Das war 1999. Und nicht nur die Regierung zog um; auch Eric Romba folgte dem Ruf der Hauptstadt. So startete das Rechtsreferendariat in Berlin.

Offenbar füllte Dich auch das Rechtsreferendariat nicht zeitlich genügend aus. So warst Du nebenbei noch Referent und Pressesprecher der damaligen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU, Frau Professor Maria Böhmer. Damit warst Du Teil des Berliner Politikbetriebes geworden. Es wäre sicher eine Fehlinterpretation, wenn man Deinen Wechsel zur Kanzlei GSK Gassner Stockmann & Kollegen als Ausdruck einer persönlichen Politikverdrossenheit verstehen will. Denn dort hast Du sehr zielstrebig Mandate im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren – insbesondere zum Kreditwesengesetz – übernommen und Dich ganz nebenbei auch um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kanzlei gekümmert. Das 2. Staatsexamen im Jahre 2003 wurde quasi nebenbei erledigt.

Zu dieser Zeit mögen viele Branchen in Berlin lobbyiert haben. Die Sachwertebranche war aber nicht dabei. Vielmehr fristete der Verband Geschlossene Immobilienfonds (VGI) ein Mauerblümchendasein. Einige damals erfolgreiche Initiatoren aus dem Hamburger Bereich wollten sich damit nicht zufriedengeben und unter der Anleitung eines Journalisten und PR Beraters sollte der VGI in den Verband Geschlossene Fonds (VGF) konvertiert werden. Als politikaffiner Jungdynamiker bist Du so in den Fokus der interessierten Kreise geraten und wurdest im Alter von 33 Jahren Hauptgeschäftsführer des Verbands. Hört sich gut an, war aber zunächst ein Titel ohne Substanz:

Mitglieder? Wenige.
Verbandsstrukturen? Keine.
Bedeutung im politischen Berlin? Null.

Das ließe sich nun so fortsetzen. Es war eben die Herausforderung für jemanden, der es schaffen wollte. Und Du hast es geschafft. Bereits 2006 lernten wir uns kennen, denn Du hast uns wie viele andere auf Deiner Akquisitionsliste gehabt. Du hast nicht nur uns überzeugt, sondern auch viele andere Initiatoren. So bekam der VGF als Branchenverband eine Bedeutung. Liefen die ersten Jahre Deiner Tätigkeit noch wie geschmiert und freuten sich alle Beteiligten über stetig bessere Umsätze der Branche, so zeigten sich doch dunkle Wolken am Horizont. Nicht nur die Jahressteuergesetze enthielten regelmäßigen Diskussionsstoff, sondern auch regelmäßige Skandale im Initiatorenbereich störten eine erfolgreiche Lobbyarbeit zunehmend. Als Vordenker im Verband hast Du es übernommen eine Strategie unter dem Motto „Wir sind die Guten“ zu entwickeln. Branchenstandards entstehen nicht über Nacht. Sie wollen vorgedacht und intern diskutiert werden. Dies erfordert Kompromissfähigkeit und taktische Finesse. Beides hat Dich schon immer ausgezeichnet, aber Du hast es über die Jahre hinweg perfektioniert. Der Umgang mit dem Verbandsvorstand und den Mitgliedern ist zudem anders als die Führung eines Unternehmens: Man hat es nur mit Alpha-Typen zu tun, zumeist-Alpha Männchen. Dies erfordert eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit und noch mehr diplomatisches Geschick. Eine gewisse Form von Elastizität ist ebenfalls im Verband hilfreich. Einerseits soll man sich von Verbandsmitgliedern nicht instrumentalisieren lassen und muss daher unnachgiebig sein, andererseits sind alle an Bord zu holen. Die zweite Führungsaufgabe ist dagegen sehr vergleichbar mit der Führung eines Unternehmens: es sind die richtigen Mitarbeiter zu rekrutieren. Verbände ganz allgemein und auch der VGF sind chronisch unterfinanziert, denn wer mag schon gerne die Verbandsarbeit sich etwas kosten lassen? Also kann die Mannschaft nicht mit Geld geködert werden. Es ist die menschliche Nähe und die Qualität der Aufgabe, die Mitarbeiter hält. Dies ist Dir immer gut gelungen und viele der seinerzeit jungen Mitarbeiter sind noch heute über den VGF und bsi im ZIA verwurzelt. Von der fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter ist es wiederum nur ein kleiner Schritt zu den Aufgaben:

FRUG und MiFID I und II sind in Deine Tätigkeitszeit gefallen. Das KAGB und die AIFM-Direktive prägten jahrelang die Verbandsarbeit. Das Vermögensanlagegesetz garnierte den politischen Approach, dass nichts mehr unreguliert bleiben soll. Wenn wir heute ein Umfeld haben, dass uns noch Produkte im Sachwertebereich gestalten lässt, so ist es auch Deiner unermüdlichen Arbeit zu verdanken. Zu leicht war es möglich schlicht alle publikumstauglichen Produkte zu verbieten. Es waren die Gespräche hinter den Kulissen mit Politikern, Spitzenbeamten und auch vielen Journalisten, die den Weg zum heutigen KAGB ebneten. Nein, es ist kein großartiges Gesetz geworden. Aber wenn man bedenkt, was mit dem ersten Entwurf im Raum stand, ist es besser gekommen als zu erwarten war. Jeder Initiator kann damit arbeiten, die Branche lebt. Und das ist mehr als das Ergebnis so manch anderer Bemühung im politischen Berlin.

Zusammenfassend möchte ich also sagen, dass wir Dir – und wie Du immer betonst Deiner Mannschaft – einiges zu verdanken haben. Dies rechtfertigt schon den Ehrenpreis.

Aber es geht hier nicht nur um den Leistungserfolg. Es geht auch um die Komponente der Persönlichkeit. Mit dem Begriff des geschlossenen Fonds wurde auch der ursprüngliche Verbandsname VGF beerdigt. So wurde aus dem Verband geschlossener Fonds der Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen, der bsi. Der Wahrnehmung als Interessenvertretung und der Reputation tat dies keinen Abbruch. Doch der Markt und die Zahl der Marktteilnehmer schrumpfte. Für mich ist es Ausdruck Deiner persönlichen Stärke dies realisiert und die Konsequenzen gezogen zu haben. So hast Du den Weg für eine Überführung des bsi in den ZIA aktiv und positiv mitbegleitet. Dies ist wichtig, denn das politische Lobbying ist nicht leichter geworden und die stets wiederkehrenden Gesetzesänderungen erfordern nach wie vor eine hohe Aufmerksamkeit. Ich würde sagen: Du hast die Aufgabe jahrelang erfolgreich gemacht, nun ist der Stabswechsel erfolgt. Im ZIA sitzen etliche ehemalige Mitarbeiter von Dir, die diesen Auftrag bestens ausführen.

Als Anwalt bist Du nun bei der Kanzlei lindenpartners in Berlin tätig. Das Kapitalanlagerecht hat Dich immer noch im Griff, nur bearbeitest Du es nun aus einem anderen Blick heraus. dazu kommen viele interessante Themen aus den Bereichen des Assetmanagements, des Crowdinvestings und der Digitalisierung. ICO´s blockchain und Crypto sind nun Deine Welt.

Hierzu wünsche ich viel Erfolg, bedanke mich für den Einsatz für die Sachwertebranche und gratuliere sehr herzlich zum Ehrenpreis für das Lebenswerk.


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Dr. Klaus Jung †

Dr. Klaus Jung †

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2019 in der Kategorie Lebenswerk postum.

Laudator: Stefan Helm, Dr. Jung & Partner Generalrepräsentanz

„Pionier der Investmentbranche“, „Gründer der Maklerpoolidee“, „Verkaufsguru“, „charismatische Unternehmerpersönlichkeit“ – sämtliche Attribute reichen nicht ansatzweise aus, einen der erstaunlichsten und besten Männer zu beschreiben, der die deutsche Investmentlandschaft entscheidend mitgeprägt hat.

Herr Dr. Klaus Jung war ein herausragender Charakter, ein Ausnahmekönner, der es wie kein anderer in Deutschland vor ihm geschafft hat, eine Vielzahl von Menschen von einer Idee zu begeistern, die im Laufe der letzten 61 Jahre weder an Richtigkeit noch an Wichtigkeit verloren hat: der Investmentidee. Er hat diese Idee zehntausenden Vermittlern und hunderttausenden von Anlegern nahegebracht. Dr. Jung wurde zum „Mr. Investmentfonds“.

Kennen Sie McDonald´s?
Kennen Sie BMW?
Kennen Sie die Deutsche Bank?
Spätestens nach diesen drei Fragen konnte sich niemand mehr dem Bann Dr. Jungs während eines Infoabends entziehen.
Die Vermögensstrategie Punkt für Punkt war und ist bis heute ein rhetorisches Meisterwerk mit Erfolgsgarantie! Die Vortragsweise des Dr. Klaus Jung war absolut einzigartig, authentisch und charmant zugleich. Es war jedes Mal ein Erlebnis der besonderen Art, wenn er zu seinem Publikum sprach.
Der Vergleich der Inflation mit dem morgendlichen Blick in den Spiegel blieb bei jedem Zuhörer für immer hängen und danach war klar, was Inflation bedeutet.

Bereits 1958 hatte Dr. Klaus Jung, Architektensohn aus Essen, promovierter Volkswirt und Marketingfachmann begonnen, die damals in Europa sehr neue Investmentfondsidee zur Vermögensanlage und Vermögensbildung publik zu machen und eine Vertriebsmannschaft zur Verbreitung in Deutschland aufzubauen.
Schon aus den frühen 60er Jahren stammen seine ersten Beiträge in der FAZ zum Thema „Investmentfonds“.

Nach dem Leitsatz „Multiplizieren statt Addieren“ erreichte die Firmengruppe von Dr. Jung bereits Anfang der 1970er Jahre einen Jahresumsatz von über einer Milliarde D-Mark, eine damals äußerst hohe Summe für eine deutsche Vertriebsgesellschaft.

Nach schwierigen Jahren Mitte der 1980er Jahre ist Dr. Klaus Jung ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ein Mann auch größte Krisen bewältigen kann und wie ein engagierter Unternehmer, ausgestattet mit einer guten Idee, eiserner Disziplin, Führungsstärke und Begeisterung auch unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen den Aufstieg zum Marktführer erreichen kann.

Aber bei allem geschäftlichen Ehrgeiz hat er immer auch seine menschliche Seite gezeigt, mindestens einmal pro Jahr. Das Geburtstagsständchen kam so sicher wie das Amen in der Kirche verbunden mit den besten Wünschen. Und die kamen von Herzen!

Herr Dr. Klaus Jung hat in seinem Alterswohnsitz in der Vila Joya in Portugal, wohlbehütet von seiner Tochter Joy und dem liebevollen Personal des Hauses noch ein paar Jahre genossen, bevor er am 03. Juli 2019 im Alter von 88 Jahren einschlief.

Wir verneigen uns vor der Lebensleistung unseres Ur-Unternehmensgründers und Namensgebers Dr. Klaus Jung.

Er war ein wahrlich Großer der Investmentbranche, der stets den Kundenvorteil in den Mittelpunkt gestellt hat und den wir nie vergessen werden.

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Friedrich Wanschka

Friedrich Wanschka

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2018 in der Kategorie Ehrenpreis Medien.

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Lieber Herr Wanschka,

wir kennen uns nun bereits seit über einem Jahrzehnt. Kennenlernen durfte ich Sie als Gründer und Spiritus Rector des wmd-brokerchannel.de, einer hochetablierten B-to-B-Marke. Das, was Sie vor allem auszeichnet – und da haben Sie den Druckerschwärze-Medien seit Langem eines voraus – ist, der Video– und Digitalpionier in der Branche seit etwa 1999 zu sein! Mit dem wmd-brokerchannel.de haben Sie im Februar 2001 eine einzigartige Informationsplattform für Finanz- und Versicherungsvermittler gegründet. Noch heute wird der wöchentliche Newsletter an Vertriebe, Makler sowie Vermittler verschickt. Messungen von Marktforschungsinstituten zufolge erreicht der wmd-brokerchannel.de wöchentlich mindestens jeden vierten Vermittler in der Branche. Das ist in Zeiten der Digitalisierung eine Hausnummer.

Aber Sie blieben nicht nur im World Wide Web. Sie erkannten früh, dass Digitalisierung wichtig, aber das persönliche Gespräch oft wichtiger ist. So entwickelten Sie ein einzigartiges Branchentreffen auf Mallorca, das nahezu eine Dekade lang die Sachwertbranche zusammenführte. Legendär ist der Schlagabtausch in den Diskussionsrunden über den Sinn von Medienfonds, den Einsatz von Kühlschiffen als Bananenfrachter und ähnlichem. Sie zähmten mit Ihrem Charme und Ihrer sanften Autorität die Branchen-Alphatiere. Aber auch Tagungsausfälle z. B. wegen Vulkanausbrüche bleiben in Erinnerung.

Für den Vertrieb schuf Friedrich Wanschka ein hoch angesehenes Diskussionsforum: den alljährlichen Vertriebsgipfel Tegernsee.

Er hatte den Mut, nach dem Nirwana der Sachwertbranche vor vier Jahren, wieder gemeinsam mit den Kollegen Stefan Loipfinger und Markus Gotzi das Sachwert-Kolloquium aus der Taufe zu heben und damit wieder die kritische Gesprächskultur innerhalb der Experten zu fördern. Das muss Ihnen hoch angerechnet werden.

Heute wird die Plattform wmd-brokerchannel.de ergänzt durch die Plattformen finanzbusinessportal.info, verbraucherfinanzen-deutschland.de und einige mehr.

Kurz gesagt: Lieber Herr Wanschka, Sie bringen Menschen zusammen, damit sie reden, sich austauschen und sich auch manchmal auskotzen. Und dies seit Jahrzehnten auf Ihre ganz besondere und individuelle Art. Ich bewundere Sie dafür und vor allem auch Ihr Durchhaltevermögen und diese Standhaftigkeit.

Ich freue mich sehr, unserem Kollegen Friedrich Wanschka den Ehrenpreis Medien im Rahmen des Deutschen BeteiligungsPreises 2018 überreichen zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Helmut Schulz-Jodexnis

Stefan Helm, Helmut Schulz-Jodexnis

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2018 in der Kategorie Ehrenpreis Analysekompetenz.

Laudator: Stefan Helm, Dr. Jung & Partner Generalrepräsentanz

Lieber Herr Schulz-Jodexnis,

wenn man in den Fachmedien eine Diskussionsrunde sieht, eine Einschätzung des Marktes auf einem Kongress hört, eine Diskussion über Sachwerte auf einem Podium verfolgt oder eine Ehrung für einen Marktteilnehmer benötigt, wie auch heute hier, ist einer meist mit von der Partie: Helmut Schulz-Jodexnis, Leiter des Fachbereichs Sachwerte bei der Jung, DMS und Cie.

Deshalb ist allerspätestens heute die Zeit gekommen, ihn selbst für die Verdienste um seine Markttransparenz und die Analysekompetenz zu ehren und Helmut Schulz-Jodexnis damit in der Hall of Fame der Sachwertbranche aufzunehmen.

In vielen Positionen hat er seine Marktkompetenz unter Beweis gestellt, sei es als Vorstand der BIT Treuhand, als Mitglied der Geschäftsleitung bei den Maklerpools DMS Deutsche Maklerservice AG oder der Gamax Brokerpool AG. Die Wurzel aller Tätigkeiten ist aber seine Stellung als Leiter des Fachbereichs Sachwerte bei der Jung, DMS und Cie. bzw. der Aragon-Gruppe.

Dabei reicht die Prüfung weit über die klassische Produktprüfung hinaus. Oft werden die produktbegebenden Emittenten und Anbieter über Monate begleitet und mit den Sicherheitsansprüchen des Maklerpools in zahlreichen Gesprächen vertraut gemacht. Erst wenn man diese auf Herz und Nieren geprüft hatte und sie den rechtlichen, steuerlichen bzw. betriebswirtschaftlichen Ansprüche von HSJ standhalten, wir das Angebot auf die Empfehlungsliste von JDC gesetzt. Diese akribische Arbeit führt Schulz-Jodexnis in die Tiefe der Branche und verschafft ihm einen einzigartigen Überblick.

Aber wenn es aufgrund von Marktverwerfungen in seltenen Fällen Problemen des angeschlossenen Finanzanlagenvermittlers geben sollte, lässt sie Helmut Schulz-Jodexnis auch nicht allein. Durch seine absolute Marktkenntnis kann er hier wertvolle Hilfe leisten.

Zusammenfassend kann man sagen: Es gibt wohl kaum jemand im Markt, der einen vergleichbaren tiefen Marktüberblick hat wie Helmut Schulz-Jodexnis. Ich freue mich sehr, unserem Kollegen den Ehrenpreis Analysekompetenz im Rahmen des Deutschen BeteiligungsPreises 2018 überreichen zu dürfen, der die Aufnahme in die Hall of Fame der Beteiligungsbranche inkludiert.

 

 

 

 

 

 

 

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Antoinette Hiebeler-Hasner

Antoinette Hiebeler-Hasner

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2018 in der Kategorie Ehrenpreis Lebenswerk.

Laudator: Oliver Porr, Geschäftsführer LHI Leasing GmbH

Sehr geehrte Frau Hiebeler-Hasner,

es ist mir eine große Freude den heutigen Ehrenpreis für das Lebenswerk an Sie, liebe Frau Hiebler-Hasner übergeben und die Laudatio halten zu dürfen.

In der nun schon guten Tradition der Vergabe des Ehrenpreises für das Lebenswerk beschreiten wir heute Neuland: zum ersten Mal wird der Ehrenpreis nicht an einen Eigentümer eines Emissionshauses oder einen Politiker, sondern an eine Beraterin vergeben. Das Spektrum der Preisträger erweitert sich also. Und das ist auch gut so, denn die Sachwertinvestments werden eben nicht nur durch politische Rahmenbedingungen, die Emissionshäuser, die Vertriebe und die berichtenden Journalisten geprägt. So waren sich Herr Pelikan und ich in einem Gespräch vor gut zwei Jahren schnell einig, dass es an der Zeit ist, die die Sachwertinvestments begleitenden Berater in den Kreis der potentiellen Preisträger aufzunehmen. Und im selben Gespräch sind wir unisono zur Überzeugung gekommen, dass Frau Hiebeler-Hasner die würdige Preisträgerin ist.

Maßgeblich für uns waren zwei Punkte: Frau Hiebeler-Hasner prägte nicht nur einzelne Produkte bekannter Emissionshäuser, sondern brachte sich als Querdenkerin immer wieder zum Wohle der Sachwertbranche in Diskussionen ein und half so der Gesamtbranche, sich anzupassen und fortzuentwickeln. Der zweite Punkt ist ebenfalls alles andere als selbstverständlich: Frau Hiebeler-Hasner ist mehr als eine Beraterin – sie ist Unternehmerin.

Zu ersterem verbietet es sich einzelne Mandate zu nennen. Doch zum Einbringen in Diskussionen kann ich aus eigener Erfahrung berichten und loben: gerade als es im damaligen Branchenverband bsi auf dem Höhepunkt der Diskussion um die anstehende Regulierung um Positionen ging, waren Sie, Frau Hiebeler-Hasner, unermüdlich dabei. Sie sind keine einfache Gesprächspartnerin. Nein, Sie vertreten Standpunkte konsequent und scheuen den Konflikt nicht. Ihre Meinungen sind durchdacht. Sie wollen nicht everybody’s darling sein, sondern sind bereit, auch vehement für Standpunkte einzutreten. Genau das ist es, was Sie von vielen konsenzorientierten Beratern unterscheidet. Um es aber deutlich zu sagen: bei der Ihnen eigenen Hartnäckigkeit ging es immer um die Sache, nie um Rechthaberei. Hierzu wären Sie auch viel zu klug, denn in Ihrem Herzen sind Sie erfolgsorientierte Unternehmerin.

Nach Ihrem Studium an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München war Ihr erster Arbeitgeber Peak Marwick Mitchell & Co. – die heutige KPMG. In den 1980er Jahren war dieses Haus führend in der steuerlichen Konzeptionierung von Kapitalanlagen. Viele auch heute noch bekannte Rechtsanwälte und Steuerberater waren dort tätig. Sicher konnte man dort viel lernen. Frau Hiebeler-Hasner zog es aber nach der Steuerberaterprüfung in die Selbstständigkeit. Bereits 1988 gründete sie ihre erste Steuerberatungsgesellschaft. Diverse Einzelfirmen folgten. Ein wichtiger Schritt war 2009 erreicht: die optegra wurde von Frau Hiebeler-Hasner mitgegründet. Diese Gesellschaft mit den Tätigkeitsfeldern Recht und Steuerrecht sowie Wirtschaftsprüfung expandierte an verschiedenen Standorten stark und hatte zuletzt 140 Mitarbeiter. I2017 wurde dann die optegra an die international tätige VISTRA Gruppe verkauft. Heute ist Frau Hiebeler-Hasner dort Partnerin. Wieder einmal zeigt sich die herausragende Fähigkeit von Frau Hiebeler-Hasner, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich stets neu zu positionieren. Eben ganz im Sinne und im Stil einer erfolgreichen Unternehmerin. Apropos neu positionieren: die Sachwertebranche kann dankbar sein, dass Frau Hiebeler-Hasner sehr früh die Bedürfnisse der Emissionshäuser erkannte und die Beratungsschwerpunkte um Fragen der Portfolioverwaltung und des Risikomanagements ergänzte. Heute werden daher ganze Softwarelösungen angeboten, die auch ihre Handschrift tragen.

Die breiten unternehmerischen Interessen von Ihnen, Frau Hiebeler-Hasner, zeigen sich auch in Ihren übernommenen Aufsichtsratsmandaten bei Ventuz Technology, Medigene und Grob Aircraft. Letztere Gesellschaft haben Sie bereits über viele Jahre zusammen mit Familienangehörigen eng begleitet und zu einer eigenen Erfolgsgeschichte werden lassen. Vermutlich hat Ihnen Ihre unternehmertypische Hartnäckigkeit und Ihr unbedingter Erfolgswille neben den hervorragenden Steuer-, Rechts- und Bilanzkenntnissen dabei geholfen.

Bleibt noch eine letzte Frage in dieser Laudatio offen: darf man einer noch so aktiven Person bereits einen Preis für das Lebenswerk verleihen? Ja, natürlich. Denn die Verdienste für die Sachwertebranche sind unbestritten da. Und zudem steht eine Neuorientierung an. Die Verantwortung für die Alternativen Investments wird in der VISTRA Gruppe ein Kollege übernehmen. Frau Hiebeler-Hasner übernimmt die Gesamtverantwortung für alle deutschen Aktivitäten der VISTRA. So darf man feststellen: die spürbare Liebe zur Arbeit ermöglicht und bedingt einen weiteren unternehmerischen Schritt.

Hierzu wünsche ich viel Erfolg, bedanke mich für den jahrzehntelangen Einsatz für die Sachwertebranche und gratuliere sehr herzlich zum Ehrenpreis für das Lebenswerk.

 

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Beatrix Boutonnet

Beatrix Boutonnet und Stephanie von Keudell

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2017 in der Kategorie Ehrenpreis der Medien.

Laudator: Alexander Heintze (vorgetragen durch Stephanie von Keudell)

Liebe Beatrix,

heute habe ich die Ehre, Dir den BeteiligungsPreis „Ehrenpreis der Medien“ zu überreichen, und damit das nicht so ausgeht wie beim Ehrenoscar (jeder freut sich, aber niemand weiß, warum ihn der Empfänger bekommt), will ich das gern begründen:

Wir Fondsjournalisten (bzw. die Unentwegten, die noch übrig geblieben sind) sind ohnehin schon ein buntes Trüppchen, aber Du stichst heraus: Durch Deine vielfältigen Interessen (Sprachen, Reisen, Kochen und Essen, Kunst und Kabarett), durch Deine Fremdsprachenkenntnisse (Englisch und Französisch fließend, Italienisch gut, Grundkenntnisse in Spanisch, Niederländisch und Dänisch, nicht zu vergessen Deine Muttersprache Bairisch!), durch Deine Auslandserfahrungen (für einige von uns sollen dem Vernehmen nach ja bereits die neuen Bundesländer Terra Incognita sein, Du hingegen bereist außer sämtlichen europäischen Ländern gern auch Japan, China und einiges mehr).

Woher kommt diese Deine polyglotte Art? In die Wiege gelegt wurde sie Dir jedenfalls nicht: Du bist in Gars am Inn aufgewachsen, hast das neusprachliche Gymnasium besucht und wolltest nach Deinem Abitur mit den Leistungskursen Latein und Biologie eigentlich Biologie studieren (mit Deinem Lateinlehrer trifft Du Dich über 30 Jahre nach dem Abi immer noch in regelmäßigen Abständen zum Abendessen).

In der Studienberatung bekamst Du jedoch zu hören: „In der Forschung brauchen sie keine Frauen.“ Fügsam, wie wir jungen Frauen damals waren, schwenktest Du um und bewarbst dich für Modedesign und machtest in Vorbereitung auf dieses Fach ein sechsmonatiges Praktikum in einer Ledernäherei. Die Aufnahmeprüfung in Trier erforderte ein paspeliertes Knopfloch – das war der Auslöser für Deinen Auf- bzw. Umstieg von der Modedesignerin zur Fondsjournalistin. Doch der dauerte noch etwas:

Zunächst entschiedest Du dich für eine Hotellehre, da Du bereits während Deiner Schulzeit die Affinität zu Fremdsprachen und Deine charakteristische Neugier auf fremde Länder entwickelt hattest. Am Rande bemerkt: Du bist wahrscheinlich die einzige von uns, die (fast) aller Herren Länder per Eisenbahn bereist.

Im Anschluss an die Ausbildung im Hotel nahmst Du Dein BWL-Studium an der FH-München auf, und schon damals wurde Frankreich Dir zur zweiten Heimat: 1988 legtest Du parallel zum Studium das Diplom des franz. Ministeriums für Touristik als staatlich geprüfte Fremdenführerin ab, mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte der Renaissance, Gothik und Romanik. Bereits während Deines Praxissemesters in der Touristikzentrale von Albi in Toulouse hattest Du Dir damit Geld verdient. Polyglott ging es weiter: Deine Diplomarbeit entstand während eines Austauschstudiums am College Clacton-on-Sea.

Nach dem Studium startetest Du in der Accor-Gruppe zunächst im Außendienst, wechseltest jedoch neigungsbedingt rasch in den Innendienst und stiegst zur stv. Marketing-Leiterin der Ibis-Gruppe Deutschland auf. Ein Quasi-Startup – Du bautest die Pressestelle völlig neu auf.

Danach zog es Dich in die Stadt der Liebe, und zwar nicht zuletzt der Liebe wegen: Deinen Mann Philippe Boutonnet hattest Du zwar schon während seines Schüleraustauschjahres in Gars kennengelernt, gefunkt hatte es jedoch erst Jahre später zwischen Euch beiden. In Paris warst Du als Assistentin in der PR-Agentur CMC in der Betreuung der Überseehotels von Accor beschäftigt, bis 1996 Euer Sohn David geboren wurde. Untätig warst Du in der Familienpause nicht: Du begannst ein Fernstudium der Kunstgeschichte in Kombination mit Niederländisch und Italienisch.1998 zog die Familie nach Deutschland zurück, in Dein Elternhaus nach Gars am Inn.

Ende 1999 dann fiel Dir ein Stellenangebot von Stefan Loipfinger ins Auge, er suchte eine Journalistin für sein Büro in Rosenheim. Das klang spannend, Du wünschtest Dir Themen wie Kochen, Reisen oder etwas in dieser Richtung, aber Stefan brachte Dir Geschlossene Fonds näher. Trotz Deiner spontanen Absage ließ er nicht locker – so hast Du an Deinem Geburtstag, dem 2.1.2000, angefangen, Dich mit Sachwertbeteiligungen zu beschäftigen. Zugute kamen Dir dabei die Kenntnisse aus Deinem BWL-Studium und die Dir eigene Gründlichkeit, mit der Du Dich schnell in die komplizierte Thematik einarbeitetest. Seitdem schreibst Du nicht nur über Deine Steckenpferde Hotellerie und Touristik, sondern auch über Immobilien, Schiffs- und Flugzeugbeteiligungen, Erneuerbare Energien, Private Equity etc.

Insbesondere die jährlich erstellte „Fondstelegramm Marktanalyse der Beteiligungsmodelle“ wäre ohne Deinen Einsatz kaum denkbar gewesen. In der Kommunikation mit den Initiatoren, im charmanten, aber unerbittlichen Drängen auf Daten und Zahlen, warst Du in Deinem Element. Diese Freude an der Kommunikation mit Menschen, diese Offenheit ist (in meinen Augen) einer von Deinen charakteristischsten Wesenszügen – Du bist neugierig auf Menschen, gehst völlig vorurteilsfrei auf sie zu und hast deshalb immer etwas zu erzählen: Originelle Zusammentreffen, überraschende Gespräche, unerwartete Einsichten. Nicht nur deshalb wirst Du als Moderatorin auf den verschiedensten Podien so gern gebucht: Du bist nicht nur vielseitig ausgebildet und interessiert, sondern kannst sehr gut zuhören und bringst damit Menschen zum Sprechen, die andernfalls vielleicht geschwiegen hätten.

In der Finanzszene fällst Du nicht nur mit Deiner unerschütterlichen guten Laune auf, sondern gerade auch mit Deinem Denken abseits jeder Schublade, und das ist gut so. Für Dich besteht kein Widerspruch zwischen ökonomischem Denken und Deinem intensiven ehrenamtlichen Engagement bspw. in der Behindertenbetreuung, der Aidshilfe und im Deutschen Journalistinnenbund, dessen Regionalgruppe München/Bayern Du ab Januar 2018 leiten wirst. Soziales Engagement (bei Dir immer mit viel Einsatz, aber ohne Schaum vor dem Mund) gehört für Dich einfach dazu und ökonomisches Denken steht dem nicht im Wege, sondern beide bedingen und ergänzen einander. Das spiegelt sich in Deiner Philosophie wider: „Business at bottom is fundamentally human.“

Liebe Bea, bitte bleib so, wie Du bist, vermittle ökonomische Inhalte weiterhin mit einem Lächeln, bewahre Dir Deine Offenheit, Dein Interesse für Details abseits der ausgetretenen Pfade und erhalte Dir und uns Deine menschenfreundliche Haltung und Deinen wohltuenden Optimismus!

 

 

 

 

 

 

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Carsten Brückner †

Carsten Brückner †

Carsten Brückner († 2017) erhielt 2017 postum den Deutschen BeteiligungsPreis “Lebenswerk” damit verbunden ist die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche.

Laudator: Rüdiger Janzen am 26.10.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir ein persönliches Bedürfnis und eine große Ehre, stellvertretend auch für meine Kollegen vom Bundesverband Finanzdienstleistung AfW, im Rahmen dieser Veranstaltung für meinen langjährigen Freund und Kollegen, Carsten Brückner, die Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises in der Kategorie TOP Ehrenpreis Lebenswerk – postum – entgegennehmen zu dürfen.

Mit Carsten Brückner verbinden mich viele persönliche Erlebnisse in der Finanzbranche und vor allem in der Verbandsarbeit im AfW.

Wir lernten uns Mitte der 90-iger auf der Suche nach Anbietern von Kapitalanlageprodukten für unsere Kunden kennen. Wir tauschten unsere Erfahrungen mit Anbietern und mit Finanzvertrieben aus. Carsten erwies sich dabei als Organisationstalent beim Suchen und Finden von Produktanbietern und bei der Gewinnung von Vertriebspartnern und Gleichgesinnten. Er organisierte ungezählte Treffen, Präsentationen und Stammtische, wo angesichts der zunehmenden Umbrüche am Finanzmarkt und der sich abzeichnenden Regulierungen die beruflichen Perspektiven und Fragen der Existenz­sicherung der freien Vermittler und Maklerkollegen immer stärker im Mittelpunkt standen und diskutiert wurden.

Die Einsicht, dass in dem sich verändernden Marktumfeld die freien konzernunabhängigen Vermittler ihre Chancen nur wahrnehmen können, wenn sie sich organisieren, sich Verbündete suchen und sich eine starke politische Interessenvertretung aufbauen, führte Carsten zum AfW.

Carsten Brückner identifizierte sich wie kaum ein anderer mit dem AfW. Anfangs initiierte er den AfW-Regionalstammtisch Berlin Brandenburg. Vom aktiven Mitglied in Berlin über seine Wahlämter – erst als Beirat und seit 2006 als Vorstand –, hat er in arbeitsteiligem Wirken mit seinen Vorstandskollegen Normen Wirth und Frank Rottenbacher den AfW maßgeblich mit aufgebaut und geprägt.

Für die Mitglieder da zu sein und Projekte anzuschieben und nach vorn zu bringen, das war sein Part, das erfüllte ihn und darin sah er seine Berufung. Dies galt auch für die vielen Fördermitglieder, die er für den Verband gewann.

Das Knüpfen und die Pflege von Kontakten in der Finanzbranche war für Carsten Lebens­elixier. Er nutzte jede sich bietende Möglichkeit.

Als ein überzeugter Verfechter des Sachwertgedankens galt sein besonderes Augenmerk vielen Unternehmen und Unternehmern aus der Sachwertbranche.

Ihm ging es darum, die Ziele des AfW zu verdeutlichen und gemeinsame Interessensfelder im immer anspruchsvoller werdenden Umfeld von Marktveränderungen und Regulierungsmaßnahmen abzustecken und Partner für eine Unterstützung der politischen Arbeit des AfW, für seine Mitglieder und für die Finanzdienstleistungsbranche insgesamt zu gewinnen.

Bei der Umsetzung seiner Ideen und in seinen Aktivitäten – auch bei der Überwindung von Widerständen ging er oft bis an seine Leistungsgrenze.

Bereits Anfang des Jahres musste Carsten Brückner aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten und seine Vorstandstätigkeit aufgeben. Er war dennoch froh, einen langjährigen Verbündeten, Matthias Wiegel, für eine Mitarbeit im Vorstand des AfW gewinnen zu können. Eine notwendige Operation stand kurz bevor, von der wir alle hofften, dass Carsten durch sie in die Lage kommen würde, uns wieder aktiv zu begleiten.

Umso tragischer war für uns alle die Nachricht, dass Carsten unmittelbar nach einer gemeinsamen Sitzung in der Geschäftsstelle des AfW, nachdem Vorstand und Beirat ihm noch für seine geleistete Arbeit dankten, für den Berichtszeitraum 2016 die Entlastung erteilten und eine baldige Genesung wünschten, auf dem Weg nach Hause verstarb.

Es ist für uns ein noch unfassbarer Verlust. Die beim AfW eingegangenen Reaktionen und Mitteilungen von Anteilnahme verdeutlichen, die Achtung und Anerkennung für das Wirken und die Leistung von Carsten Brückner geht über den Verband weit hinaus.

Carsten, wir werden Dein Andenken ehren.

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Marcus H. Schiermann

Marcus H. Schiermann

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2017 in der Kategorie Ehrenpreis 20-jähriges Firmenjubiläum IMMAC Holding

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Sehr geehrter Herr Schiermann,

es ist mir eine Freude, die IMMAC Holding nun zum Deutschen BeteiligungsPreis 2017 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums auszeichnen zu dürfen.

Wie wenige andere Häuser hat es IMMAC geschafft, professionell und fundiert die neue regulierte Welt zu lösen. Ihre Unternehmensgruppe bzw. Ihr Schwesterunternehmen die Hanseatische Kapitalverwaltung AG (HKA) waren 2013 das erste Haus, welches eine Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft bekommen hatte. Und regelmäßig wie ein Uhrwerk durchlaufen Sie erfolgreich mit neuen Produktgenehmigungen das Zulassungsverfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Aber auch das partnerschaftliche Miteinander pflegen Sie intensiv. In der Produktkonzeption ist der faire Umgang Pflicht, wenn man einen gerechten Ausgleich zwischen Vermieter und Betreiber von Sozialimmobilien oder zwischen Emittent und Anleger erreichen will.

Innerhalb der Branche ist es dann die Kür, wenn man trotz einer gewissen Konkurrenz mit Mitbewerbern sogar gemeinsame Anleger- oder Vertriebspartnerveranstaltungen durchführt. Ihre Leistungsbilanz ist lupenrein – wer hat denn schon eine Leistungsbilanz in Publikumsfonds, die darauf basiert, dass IMMAC rund 120 Pflegeimmobilien ohne nachhaltige immobilienwirtschaftliche Planabweichungen erfolgreich managt.

Und das ist nicht selbstverständlich, wie ich bereits am Beispiel des „Schweizer-Franken-Problems“ an anderer Stelle berichtet hatte. Aber auch für das Management von Betreiberproblemen halten Sie ein hauseigenes Team bereit, die sofort übernehmen können, um Schaden von den Investoren zu nehmen. Mit einer neuen Sparte, der sogenannten Servicewohnungen als Direktimmobilien, decken Sie nun das Marktsegment vor dem Eintritt in ein Pflegeheim in der bekannten IMMAC-Qualität ab. Auch hier machen Sie keine halben Sachen und teilen real auf.

(Sie gestatten das kleine Wortspiel ähnlich dem muttersprachlichen Pfarrerskind bei Latein)

Und schließlich ist die IMMAC für uns als Journalisten und Publizisten immer ein verlässlicher und ehrlicher Ansprechpartner mit herausragendem Fachwissen auf dem Gebiet der Sozialimmobilien und der Bereitschaft, diese Kompetenz auch zu teilen. Ich kann mich an ein Pressetreffen in Hamburg erinnern, wo Herr Schiermann und die Leiterin ihres Researchteams einmal einen kleinen Einblick in den Analyseprozess sowie die Datenbank ihres Hauses für Sozialimmobilien gewährten. Beeindruckend, wenn man erfährt, dass der Match aus nahezu allen Sozialimmobilieninformationen und den demographischen Daten eine derart genaue Entscheidungsgrundlage über die langfristige Notwendigkeit von neuen Pflegeplätzen liefern kann.

Wenn alle Marktteilnehmer Ihr Format hätten, hätten geschlossene Investmentvermögen ein weitaus höheres Ansehen bei den Anlegern und Investoren.

Zum Jubiläum die besten Wünsche, verbunden mit einem kräftigen WEITER SO!

Der Deutsche BeteiligungsPreis in Form des Ehrenpreis 20 Jahre Firmenjubiläums geht 2017 an die IMMAC Holding.

 

 

 

 

 

 

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Thomas Roth

Thomas Roth mit Edmund Pelikan

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2017 in der Kategorie Ehrenpreis 20-jähriges Firmenjubiläum IMMAC Holding

Laudator: Edmund Pelikan, Herausgeber BeteiligungsReport

Sehr geehrter Herr Roth,

es ist mir eine Freude, die IMMAC Holding nun zum Deutschen BeteiligungsPreis 2017 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums auszeichnen zu dürfen. Sie persönlich hatten davon 15 Jahre aktiv mitgestaltet und sind das Gesicht der IMMAC nach außen für den Vertrieb und die Journalisten geworden.

Wie wenige andere Häuser hat es IMMAC geschafft, professionell und fundiert die neue regulierte Welt zu lösen. Ihre Unternehmensgruppe bzw. Ihr Schwesterunternehmen die Hanseatische Kapitalverwaltung AG (HKA) waren 2013 das erste Haus, welches eine Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft bekommen hatte. Und regelmäßig wie ein Uhrwerk durchlaufen Sie erfolgreich mit neuen Produktgenehmigungen das Zulassungsverfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Aber auch das partnerschaftliche Miteinander pflegen Sie intensiv. In der Produktkonzeption ist der faire Umgang Pflicht, wenn man einen gerechten Ausgleich zwischen Vermieter und Betreiber von Sozialimmobilien oder zwischen Emittent und Anleger erreichen will.

Innerhalb der Branche ist es dann die Kür, wenn man trotz einer gewissen Konkurrenz mit Mitbewerbern sogar gemeinsame Anleger- oder Vertriebspartnerveranstaltungen durchführt. Ihre Leistungsbilanz ist lupenrein – wer hat denn schon eine Leistungsbilanz in Publikumsfonds, die darauf basiert, dass IMMAC rund 120 Pflegeimmobilien ohne nachhaltige immobilienwirtschaftliche Planabweichungen erfolgreich managt.

Und das ist nicht selbstverständlich, wie ich bereits am Beispiel des „Schweizer-Franken-Problems“ an anderer Stelle berichtet hatte. Aber auch für das Management von Betreiberproblemen halten Sie ein hauseigenes Team bereit, die sofort übernehmen können, um Schaden von den Investoren zu nehmen. Mit einer neuen Sparte, der sogenannten Servicewohnungen als Direktimmobilien, decken Sie nun das Marktsegment vor dem Eintritt in ein Pflegeheim in der bekannten IMMAC-Qualität ab. Auch hier machen Sie keine halben Sachen und teilen real auf.

(Sie gestatten das kleine Wortspiel ähnlich dem muttersprachlichen Pfarrerskind bei Latein)

Und schließlich ist die IMMAC für uns als Journalisten und Publizisten immer ein verlässlicher und ehrlicher Ansprechpartner mit herausragendem Fachwissen auf dem Gebiet der Sozialimmobilien und der Bereitschaft, diese Kompetenz auch zu teilen. Ich kann mich an ein Pressetreffen in Hamburg erinnern, wo Herr Schiermann und die Leiterin ihres Researchteams einmal einen kleinen Einblick in den Analyseprozess sowie die Datenbank ihres Hauses für Sozialimmobilien gewährten. Beeindruckend, wenn man erfährt, dass der Match aus nahezu allen Sozialimmobilieninformationen und den demographischen Daten eine derart genaue Entscheidungsgrundlage über die langfristige Notwendigkeit von neuen Pflegeplätzen liefern kann.

Wenn alle Marktteilnehmer Ihr Format hätten, hätten geschlossene Investmentvermögen ein weitaus höheres Ansehen bei den Anlegern und Investoren.

Zum Jubiläum die besten Wünsche, verbunden mit einem kräftigen WEITER SO!

Der Deutsche BeteiligungsPreis in Form des Ehrenpreis 20 Jahre Firmenjubiläums geht 2017 an die IMMAC Holding.

 

 

 

 

 

 

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Alexander Heintze

© epk media GmbH & Co. KG, Fotograf: Christine Vincon

Die Aufnahme in die Hall of Fame der Sachwertbranche erfolgte mit der Verleihung des Deutschen BeteiligungsPreises 2015 in der Kategorie Ehrenpreis der Journalisten

Laudatorin: Stephanie von Keudell

Lieber Alex,

ich freue mich sehr, dass ich die Laudatio auf Dich halten darf, weil Du ein Kollege bist, zu dem ich nicht nur im Wortsinne aufsehe und den ich sowohl fachlich als auch insbesondere menschlich sehr schätze. Insofern ist der Beteiligungspreis ein erfreulicher Anlass, das hier zu begründen:

Ich schätze Dich fachlich – als einen Journalisten, der seinen Beruf von der Pike auf gelernt hat, angefangen als verantwortlicher Redakteur der Schülerzeitung am Gymnasium in Landsberg am Lech, über Mitarbeit in der örtlichen Lokalredaktion, ein Praktikum beim Münchner Lokalradio Xanadu, und schließlich das Volontariat beim Huss-Verlag mit begleitenden Volontärslehrgängen an der Akademie der Bayerischen Presse. Die erste Redakteursstelle bei der „Logistik heute“, anschließend Stationen beim „IT-Business-Magazin, dort Aufstieg zum CvD. Dann der Wechsel in die Wirtschaftspresse zu „Finanzen“ – ein Themenbereich, der Dir nicht nur wegen Deines Studiums der VWL besonders liegt und der Dich seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Seit 2004 bist Du als freier Journalist tätig – mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Immobilien (seit letztem Jahr auch als freier Mitarbeiter der Immobilienzeitung), Finanzen, Sachwertinvestments, aber auch weiterhin mit Themen aus dem Bereich Logistik und zur Abrundung aus dem Bereich Gesundheit. Breit aufgestellt also, und nicht nur wegen Deiner Körpergröße mit einem guten Überblick ausgestattet. Das wird gewürdigt: 2008 hast Du zusammen mit Kollegen den Deutschen Journalistenpreis Immobilienwirtschaft in der Kategorie „Recherche“ erhalten, und profunde Recherche steht bei Deiner journalistischen Tätigkeit immer ganz oben auf der Agenda. Deine zweigleisige Ausbildung mit den Polen Volkswirtschaftsstudium und journalistische Praxis ermöglicht es Dir, hinter die Kulissen zu blicken und Märkte, Menschen und Meinungen unvoreingenommen zu beobachten und zu analysieren und Dir so ein eigenes Urteil zu bilden. Kein Wunder, dass Jonas Haberkorn von Gewerbe-Quadrat Dich im Herbst 2015 auf Rang 1 der 15 Experten der gewerblichen Immobilienbranche auf Twitter sieht – noch vor Kollegen wie Andreas Schulten von Bulwien Gesa und Christoph Rottwilm vom Manager Magazin.

Diese Urteilsfähigkeit und -freude, die in Deiner Reichweite und Deinem Einfluss auch in Social Media deutlich wird, entspringt dem Charakterzug, den ich an Dir besonders schätze – und jetzt sind wir bei der menschlichen Seite:

Dein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, das Deinen journalistischen Ethos antreibt und Dir das Ziel setzt, gründlich zu recherchieren, objektiv und unbestechlich zu berichten, Ungerechtigkeiten aufzudecken und anzuprangern. Dieser Sinn für Gerechtigkeit ist für mich im besten Wortsinne kindlich – nicht relativierend, nicht berechnend, sondern schlicht und einfach: Ursprünglich und ehrlich. Dieses bei Dir noch sehr lebendige Kind im Manne ist es auch, das Dich zu einem so wertvollen Freund und Kollegen macht: Du suchst Dir Menschen nicht nach ihrer Nützlichkeit aus und Du verfolgst keine Ziele mit Beziehungen zu Freunden und Kollegen, sondern Du begegnest Menschen unvoreingenommen. Alten Weggefährten hältst Du die Treue, so etwa als einziger 60er Fan in einer Familie von Bayern-Fans – Deine Loyalität ist wind- und wetterfest. Auch gegenüber Kollegen: Du hilfst, wo Not am Mann ist, und bist ein wertvoller Gesprächspartner, egal ob es um Erfahrungsaustausch über Honorarverhandlungen und Gesprächsführung geht oder um die ausbaufähige Auftragslage, um Fragen zur Interviewtechnik oder Probleme der Haushaltsführung mit Pubertisten.

Lieber Alex, ich bin mir ganz sicher, dass ich Dir nicht nur im Namen Deiner Kollegen, sondern auch im Namen der Beteiligungsbranche, die Du durch alle Höhen und Tiefen kritisch, aber nicht negativ begleitest, für Deine Arbeit und für die Haltung und Einstellung, mit der Du sie tust, danken darf.

 

 

 

 

 

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