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Category Archives: Marktforschung

Catella: Investmentanalyse zu 80 deutschen Wohnstandorten 2018

Frankfurt, 16. Februar, 2018 (Marktnews): Urbanisierung, knappes Bauland und weiterhin starke Mietwohnungsnachfrage sorgt für hohes Investoreninteresse. Projektentwicklungen können Druck auf regionale Wohnungsmärkte nur langsam mildern.

Die neue Catella Wohnkarte 2018 zu 80 deutschen Standorten zeigt eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnungen, einen nochmaligen Anstieg bei den Mieten und einen Rückgang der Renditen.

Der stärkste Mietanstieg in den vergangenen zwölf Monaten erfolgte in der Kategorie „sehr gute Wohnlagen ohne die sieben A-Standorte“ mit +3,35 %, gefolgt von der Kategorie „sehr gute Lage in der gesamten Bundesrepublik“ (+3,31 %). Gerade in den sogenannten sehr guten Wohnlagen der Top- 7-Standorte wurde erstmals die 16 €/m²Grenze im Durchschnitt überschritten, auch im bundesdeutschen Durchschnitt haben die sehr guten Wohnlagen an den 80 Standorten die 10 €/m² durchschritten.

Spitzenreiter bei den durchschnittlichen Mieten in sehr guten Wohnlagen ist aktuell München mit 22,25 €/m² – der geringste gemessene Wert in dieser Lagekategorie findet sich in Remscheid und Herne mit 7,12 €/m² (mittlere Lage 5,96 €/ m² bzw. 5,95 €/m²).

Mit einer durchschnittlichen Spitzenrendite von 4,7 % (5,1 % gegenüber 2017) nähert sich die Entwicklung erstmals seit 1990 der 4 % Schwelle, was sich in der sehr hohen Investorenneigung in der A-Standort-Kategorie und sehr guten Wohnlagen ausdrückt. Spitzenreiter an den A-Standorten ist München mit 2,8 % Spitzenrendite, der höchste gemessene Wert wird in Herne (7,1 %) erzielt, gefolgt von Cottbus (7,0 %) und Remscheid (6,5 %).
„An dieser Entwicklung zeigt sich deutlich, dass sich die Nachfrage in Kombination mit Mietpreisanstiegen primär auf die sehr guten Wohnlagen fokussiert“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Zwar sind auch in den mittleren Lagen die Mietpreise gestiegen (im Durchschnitt in Deutschland um +1,98 %), der Anstieg fällt aber bei weitem nicht so stark aus.

„Klar ist aber auch, dass die deutschen Wohnimmobilienmärkte sich mehr denn je heterogener darstellen, als es in den gängigen Miet- und Preisindizees zum Ausdruck kommt, sei es mit dem Aufkommen neuer Angebote in der Wohnraumtypologie („Wohntürme“), als auch in den veränderten Flächengrößen („Micro Living“)“, so Beyerle weiter. Vor diesem Hintergrund sollten auch diese Aspekte bei politisch motivierten Diskussionen zukünftig Einzug halten.

Die vollständige Analyse finden Sie unter https://www.catella.com/de/corporatefinance/research.

Quelle: Catella

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BVI: Rekordvermögen steigt auf 3 Billionen Euro

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Frankfurt, 5. Februar 2018 – „Die positive Grundstimmung an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr hat der Fondsbranche zwei neue Meilensteine beschert: Erstmals übertraf das verwaltete Vermögen die Marke von 3 Billionen Euro und die von 1 Billion Euro bei Publikumsfonds. Zudem erzielten Fonds ihr zweitbestes Absatzjahr“, sagt Tobias C. Pross, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI, auf der Jahrespressekonferenz.

Das verwaltete Gesamtvermögen der Branche stieg seit Ende 2007 um 77 Prozent auf 3.001 Milliarden Euro. Mit 1.594 Milliarden Euro entfällt über die Hälfte auf offene Spezialfonds. In offenen Publikumsfonds verwalten die Fondsgesellschaften 1.022 Milliarden Euro, in geschlossenen Publikumsfonds sowie geschlossenen Spezialfonds 6 Milliarden Euro und in freien Mandaten 379 Milliarden Euro.

Treiber im Neugeschäft: Niedrige Zinsen und Altersvorsorge

Mit Zuflüssen von netto 160 Milliarden Euro erzielten offene Fonds das zweitbeste Absatzjahr. Nur 2015 verzeichneten sie mit 193 Milliarden Euro ein stärkeres Neugeschäft. Geschlossene Fonds sammelten 2017 netto 2,9 Milliarden Euro ein. Aus freien Mandaten flossen 16,2 Milliarden Euro ab. Bei den Zuflüssen der offenen Fonds hatten Spezialfonds mit 88,1 Milliarden Euro die Nase wieder vorne. „Neben den niedrigen Zinsen war die Altersvorsorge ein starker Treiber im Fondsneugeschäft“, erläutert Pross. Allein bei den Spezialfonds steuerten Altersvorsorgeeinrichtungen wie Vorsorgewerke und Pensionskassen sowie Versicherungsgesellschaften insgesamt 63,5 Milliarden Euro bei. Publikumsfonds verzeichneten mit 71,8 Milliarden Euro ihr drittbestes Absatzjahr.

Mischfonds: ausgewogene Produkte im Fokus

Mischfonds führen bei den Publikumsfonds zum fünften Mal in Folge die Absatzliste an. Sie sammelten 29,5 Milliarden Euro neue Gelder ein. Hierbei standen Produkte, die zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen anlegen, mit 17 Milliarden Euro im Fokus. Mischfonds verwalten ein Vermögen von 263 Milliarden Euro. Das sind 26 Prozent des Publikumsfondsvermögens. Rentenfonds flossen netto 20,7 Milliarden Euro zu. Insbesondere geldmarktnahe Produkte und Fonds mit Schwerpunkt auf Anleihen aus Schwellenländern verzeichneten Zuflüsse. Das Volumen der Rentenfonds beträgt 214 Milliarden Euro.

Aktienfonds erzielten ein Neugeschäft von 18,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 14 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 4,2 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds. Aktienfonds sind mit 394 Milliarden Euro – davon 283 Milliarden Euro in aktiv gemanagten Fonds und 111 Milliarden Euro in Aktien-ETFs – die volumengrößte Gruppe der Publikumsfonds. Immobilienfonds verzeichneten Zuflüsse von 5,5 Milliarden Euro. Darin sind Substanzauszahlungen im Wert von 0,7 Milliarden Euro als Rückflüsse enthalten, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen. Faktisch sammelten die Fonds 2017 damit 6,2 Milliarden Euro ein. Ihr Netto-Vermögen betrug Ende letzten Jahres 89 Milliarden Euro.

Spezialfonds: Auslagerung des Portfoliomanagements nimmt zu

Bei offenen Spezialfonds hat die Auslagerung des Portfoliomanagements in den vergangenen Jahren zugenommen. Bei den WertpapierSpezialfonds mit einem Vermögen von 1,5 Billionen Euro entfallen 41 Prozent auf konzernfremde Asset Manager. Ende 2012 lag der Anteil bei 37 Prozent. Ein Grund liegt darin, dass ausländische Vermögensverwalter das Portfoliomanagement für Fonds als Zugang zum deutschen Markt nutzen, ohne eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen. Zudem wählen viele institutionelle Anleger für das Management bestimmter Assetklassen wie Wertpapiere aus Schwellenländern oder Unternehmensanleihen spezialisierte Asset Manager aus. Bei offenen Immobilien-Spezialfonds, die ein Netto-Vermögen von 77 Milliarden Euro verwalten, hat diese Entwicklung erst Fahrt aufgenommen. Vor fünf Jahren haben Manager außerhalb des Konzerns vier Prozent des Vermögens gesteuert. Der Anteil hat sich seitdem auf 24 Prozent erhöht.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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BVI Wertentwicklungsstatistik veröffentlicht: Ergebnis einer Vermögensanlage in einem bestimmten Zeitraum

Frankfurt am Main, 22.01.2018 (Marktbericht): Wertentwicklungsstatistik

Ergebnis einer Vermögensanlage in einem bestimmten Zeitraum

Wertentwicklungsstatistiken nennen das Ergebnis einer Vermögensanlage in einem bestimmten Zeitraum. Der BVI bietet solche Statistiken für Publikumsfonds mit Vertriebsschwerpunkt Deutschland und für verschiedene Anlagezeiträume. Die Berechnung folgt der BVI Methode und damit dem für Publikumsfonds üblichen Ansatz der zeitgewichteten Methode. Ausschüttungen werden rechnerisch umgehend in neue Investmentfondsanteile investiert. Das erlaubt den Vergleich ausschüttender und thesaurierender Investmentfonds.

Wertentwicklung Einmalanlage

Ausgangspunkt der Berechnungen ist der Anteilwert des Investmentfonds, also der Fondspreis ohne Ausgabeaufschlag. Am Ende der Übersicht zur „Wertentwicklung der einzelnen Fonds“ zeigt eine Formel, wie sich das Ergebnis einschließlich des Ausgabeaufschlags errechnet.

Wertentwicklung Einmalanlage – Fondskategorien zum Stichtag 31.12.2017
Wertentwicklung Einmalanlage – einzelne Fonds zum Stichtag 30.11.2017

Wertentwicklung Sparplan

Die Sparplanergebnisse basieren auf einer monatliche Einzahlung von 100 Euro. Die Berechnung legt den Ausgabepreis zugrunde und berücksichtigt somit den Ausgabeaufschlag.

Wertentwicklung Sparplan – Fondskategorien zum Stichtag 30.9.2017
Wertentwicklung Sparplan – einzelne Fonds zum Stichtag 30.9.2017

Wertentwicklung VL-Sparplan

Über die Wertentwicklung vermögenswirksamer Anlagen in deutsche Aktienfonds mit einer Vertragsdauer von sieben Jahren und Sparplänen mit einer Laufzeit von 10, 15 und 20 Jahren informieren wir hier:

Wertentwicklung VL-Sparpläne mit deutschen Aktienfonds

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Fonds sammeln im November 11 Milliarden Euro ein

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Frankfurt, 11. Januar 2018 – Investmentfonds flossen im November 10,7 Milliarden Euro neue Gelder zu. Offene Publikumsfonds steuerten mit 7,8 Milliarden Euro den Großteil bei. Seit Jahresbeginn summiert sich das Neugeschäft der offenen Fonds auf 138,8 Milliarden Euro. Geschlossene Fonds sammelten 2,3 Milliarden Euro ein. Aus freien Mandaten zogen institutionelle Anleger netto 16,9 Milliarden Euro ab.

Bei den offenen Publikumsfonds führen Aktienfonds mit Zuflüssen von 4,2 Milliarden Euro die Absatzliste an. Davon entfallen 2,3 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 1,9 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds. Bei den Mischfonds bestimmten Produkte, die zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen investieren, auch im November das Neugeschäft. Sie sammelten 1,2 Milliarden Euro ein und verwalten ein Vermögen von 125 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 48 Prozent des Mischfondsvolumens von insgesamt 261 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren hatten ausgewogene Produkte einen Anteil von 54 Prozent am Vermögen der Mischfonds. Aktienbetonte Mischfonds hingegen bauten in diesem Zeitraum aufgrund von Wertsteigerungen an den Märkten und Zuflüssen in den Vorjahren ihren Anteil von 21 Prozent auf 26 Prozent aus.

Institutionelle Anleger wie Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen haben in den vergangenen Jahren verstärkt Master-KVG-Lösungen bei der Kapitalanlage eingesetzt. Dabei fassen sie mehrere Spezialfonds in einem Master-Fonds, der aus mehreren Segmenten besteht, zusammen. Verschiedene spezialisierte Vermögensverwalter können dann unabhängig voneinander die Assets in den Segmenten managen. Die Anleger profitieren insbesondere von einem einheitlichen Reporting sowie einer zentralen Risikosteuerung über alle Fonds hinweg durch eine Fondsgesellschaft.

Bei offenen Wertpapier-Spezialfonds sind 73 Prozent des Vermögens segmentiert. Im Schnitt hat ein Master-Fonds 4,5 Segmente. Vor zehn Jahren waren 55 Prozent des Vermögens segmentiert mit im Schnitt 4,1 Segmenten je Master-Fonds.

Quelle: Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Scope bestätigt das Rating des geschlossenen Spezial-AIF LHI Green Infrastructure Invest I von aa (AIF)

Berlin, 05. Januar 2018 – Die weitere Diversifizierung des Portfolios durch die Anbindung hochwertiger Assets sowie die stabilen Rahmenbedingungen durch gesetzlich festgelegte Einspeisevergütungen beeinflussen das Rating positiv.

Der LHI Green Infrastructure Invest I baut ein Portfolio in der Assetklasse erneuerbare Energien auf. Das Zielvolumen des Eigenkapitals beträgt 100 Mio. Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds kann durch die Aufnahme von Bankdarlehen eine Höhe von bis zu 250 Mio. Euro erreichen. Aktuell ist die Transaktion zu rund 82% des möglichen Zielvolumens investiert.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein weiterer deutscher Wind- sowie ein deutscher Solarpark angebunden werden, so dass der AIF aktuell in vier deutsche und zwei französische Windparks sowie zwei Photovoltaikparks in Deutschland investiert ist. Die Gesamtnennleistung der installierten Anlagen beträgt 114,9 MW – davon 75% im Bereich Windenergie. Das bisherige Investitionsvolumen beträgt 205 Mio. Euro und ist mit 129 Mio. Euro aus vorrangigem Fremdkapital finanziert.

Die von Scope erwartete Rendite liegt bei 4,50% p.a. mit einer abwärts gerichteten Volatilität von 0,93%. Das Rendite-Risiko-Verhältnis des AIF lässt nach Einschätzung von Scope eine sehr gute risiko-adjustierte Rendite erwarten.

Positiv beeinflusst wurde das Rating durch:
• die weitere Diversifikation des Portfolios aufgrund der Anbindung hochwertiger Assets,
• die stabilen Rahmenbedingungen durch gesetzlich festgelegte Einspeisevergütungen,
• die vertraglich garantierte technische Verfügbarkeit der Windenergieanlagen von 97%,
• die vollständige Tilgung der Bankdarlehen während der geplanten Fondslaufzeit,
• die vertragliche Fixierung der wesentlichen Betriebskosten sowie
• das Asset Manager Rating, Segment Erneuerbare Energien, der LHI Leasing von AA-AMR.

Als Risikotreiber identifiziert Scope vor allem:
• die hohe Schwankung der Energieerträge,
• die beschlossene Übergewichtung der Windenergie,
• die Schwankung der Marktstrompreise nach Auslaufen der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung.

Die von Scope vorgenommene Kapitalflusssimulation hat für den AIF folgende Kennzahlen ergeben:
• Break-even Wahrscheinlichkeit: 100,0%
• Verlustmöglichkeit: 0,0%
• Value-at-Risk: 0,0%
• Risikoklasse: 3 (mittleres Risiko)

Die LHI Leasing GmbH ist ein Investment- und Asset Manager, der seit 1973 am deutschen Markt tätig ist. Insgesamt hat die LHI Gruppe per 30.09.2017 Investmentvehikel mit einem Volumen von 922 Mio. Euro und einer Gesamtnennleistung von 431 MW/MWp in der Assetklasse Erneuerbare Energien aufgelegt. Die LHI verfügt über ein Asset Management Rating von AA-AMR vom 13.12.2017 für das Segment erneuerbare Energien. Scope attestiert dem Unternehmen damit insgesamt eine sehr hohe Asset Management Qualität und Kompetenz. Basierend auf diesem Rating geht Scope davon aus, dass der Manager in der Lage ist, das Portfolio weiter mit Assets gleicher Güte zu befüllen und zu managen.

Quelle. Scope Analysis GmbH

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Investmentmarkt 2017 mit neuem Allzeithoch

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Frankfurt, 4. Januar 2018 – Die Rahmenbedingungen für den deutschen Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt waren auch 2017 durchweg positiv.

Neben den nach wie vor niedrigen Zinsen haben eine florierende Wirtschaft und starke Vermietungsmärkte für eine lebhafte Nachfrage nach Anlageprodukten gesorgt. Auch der Abbruch der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, FDP und den GRÜNEN hat dem deutschen Immobilienmarkt keinen Schaden zugefügt. Politische Themen haben nach Meinung von Immobilieninvestoren ohnehin nur einen relativ geringen Einfluss auf ihre jeweiligen Investitionsentscheidungen.

„Wesentliches Kriterium für Investoren ist und bleibt die Frage nach dem wahrscheinlichen Zinsanstieg und welche Folgen dieser Anstieg für den Investmentmarkt haben könnte. Immerhin jährte sich der Beginn der großen Finanzkrise 2017 zum zehnten Mal und zumindest geldpolitisch ist die Europäische Zentralbank mit ihrer Nullzins-Politik noch immer mittendrin im Krisenmodus. Aber die EZB hat zumindest den Einstieg in den Ausstieg angekündigt – durch die Halbierung der Ankaufsvolumina von Staats- und Unternehmensanleihen ab Januar 2018 von bislang 60 auf dann nur noch 30 Milliarden Euro monatlich. Wie auch immer man diese Entscheidung interpretieren mag: Aus meiner Sicht ist dies ein allererster Schritt hin zur Normalisierung der Geldpolitik im Euroraum. Ein echter Zinsschritt ist aber vor Mitte/Ende 2019 nicht zu erwarten“, so Timo Tschammler, CEO JLL Germany.

Tschammler weiter: „Die Nachfrage ist nach wie vor vorhanden und intakt, gespeist von dem immer noch deutlich positiven Renditeabstand von Immobilien im Vergleich zu Staatsanleihen. Dieser wird aber mittelfristig kleiner, was aber nicht an steigenden Immobilienrenditen, sondern an steigenden Anleiherenditen liegt. Es steht zu vermuten, dass bei einem weiteren Schließen der Lücke und bei einer Differenz, die deutlich unter der aktuellen liegen wird, der Punkt erreicht ist, an dem Immobilien relativ zu Anleihen nicht mehr risikoadäquat erscheinen. Es ist wahrscheinlich, dass ‚traditionelle Anleiheinvestoren‘ wie Versicherungen sich dann wieder ein Stück stärker dem Anleihemarkt zu- und dem Immobilienmarkt abwenden werden.“

Transaktionsrekord aus 2015 geknackt

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt hat mit einem Volumen von rund 56,8 Mrd. Euro den nur zwei Jahre alten Rekord aus dem Jahr 2015 nicht nur erreicht, sondern um 1,7 Mrd. Euro sogar übertroffen. Gegenüber 2016 entspricht dies einem Plus von 7 %. „Ein bemerkenswertes Ergebnis angesichts der allseits kolportierten Angebotsknappheit und der gestiegenen Preise. Letztere haben allerdings zwei Seiten. Zum einen ist zu vermuten, dass einige Investoren angesichts der für sie zu hohen Preise auf eine Investition verzichtet haben, zum anderen aber haben die gestiegenen Preise im Gegenteil kräftig dabei geholfen, dass das Transaktionsvolumen einen neuen Rekordwert erreicht hat“, betont Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. Scheunemann weiter: „Würden die Transaktionen aus 2017 mit den Preisen des Jahres 2015 bewertet werden, stünde ‚real‘ sicher kein neuer Rekordwert in der Statistik, denn die Kaufpreise sind stärker gestiegen als die 7 % beim Transaktionsvolumen.“

Produktarmut war ein Merkmal des abgelaufenen Jahres. Vor allem im Bürosegment lässt sich das beobachten. Damit einher geht einerseits ein Ausweichen der Investoren auf Märkte abseits der Big 7 – deren Anteil erreichte zum Ende des Jahres rund 21 % – und andererseits fokussieren sich mehr Investoren auf ihrer Suche nach Rendite und attraktiven Anlagemöglichkeiten auf Projektentwicklungen, diese dann allerdings überwiegend in den Big 7. Diese sogenannten Forward Fundings bei Einzeltransaktionen haben sich in Bezug auf ihr Volumen innerhalb von zwei Jahren auf rund 12 % des gesamten Transaktionsvolumens verdoppelt. Das Gros dieser Projektentwicklungen war bereits vorvermietet, dennoch zeigt dieser Trend, dass eine gewisse Risikoausweitung durchaus stattgefunden hat – angesichts der guten Büro-Vermietungsmärkte aus Investorensicht aber kalkulierbar.

Neben den Forward Deals konnten 2017 auch wieder einige Milliarden-Transaktionen bilanziert werden. Der Verkauf der Logicor-Plattform im zweiten Quartal etwa für mehr als 1,9 Mrd. Euro oder das Sony-Center im dritten Quartal für 1,1 Mrd. Euro. Im letzten Quartal des Jahres schoben sich größenmäßig zwei Portfolios dazwischen. So erwarb Signa das RFR Portfolio für rund 1,5 Mrd. Euro und für etwa 1,2 Mrd. Euro wechselten Immobilien zwischen dem US-amerikanischen Private Equity Fond Apollo und der israelischen Intown den Besitzer. Weitere fünf Transaktionen jenseits der 500 Mio. Euro-Grenze sorgten unter anderem dafür, dass das vierte Quartal zu 32 % (18 Mrd. Euro) zum Transaktionsvolumen des Jahres überproportional beitrug.

Bei der „Beliebtheitsskala“ in Bezug auf die Assetklassen hat sich im abgelaufenen Jahr nur wenig geändert. Büroimmobilien bleiben nach wie vor auf Platz 1, mit einem Anteil von konstant 44 % gegenüber dem Vorjahr. Knapp 25 Mrd. Euro entfielen auf diese Assetklasse, das nach 2007 zweithöchste jemals gemessene Transaktionsvolumen. Einzelhandelsimmobilien bleiben auf Platz 2, ihr Anteil hat sich aber auf etwas über 20 % reduziert und spiegelt die zunehmende kritische Haltung der Investoren gegenüber dieser Assetklasse in Kombination mit sehr langen Verkaufsprozessen wider. Demgegenüber hat die starke Nachfrage nach Logistikimmobilien auch 2017 angehalten. Insbesondere der weiter wachsende E-Commerce-Handel sorgt für eine expansive Nutzernachfrage und lässt diese Assetklasse vermehrt in den Fokus der Investoren rücken. 2017 wurden rund 8,7 Mrd. Euro in Logistikimmobilien investiert (rund 15 % des Transaktionsvolumens). Darüber hinaus entstehen insbesondere in den zentralen Lagen der Städte mehr und mehr sogenannte urbane Quartiere und Gebäude mit einem Nutzungsmix. Dies spiegelt sich auch in den Transaktionszahlen wider,knapp 5,4 Mrd. Euro (9 %) wurden in solche gemischt genutzte Immobilien investiert.

Leicht steigende Nachfrage für die Big 7 – Ausländer setzen nach wie vor auf Deutschland

Aggregiert entfielen bis Ende 2017 rund 31 Mrd. Euro auf die sieben großen InvestmentHochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Dies entspricht einem leichten Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter ist nun wieder Berlin mit einem Transaktionsvolumen von über 7,7 Mrd. Euro und einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 56 %, gefolgt von Frankfurt mit 7,1 Mrd. Euro. In der Mainmetropole wurden allein im Schlussquartal über die Hälfte des Jahresvolumens registriert. Deutlich im Plus gegenüber 2016 waren auch die beiden Rheinstädte Düsseldorf (32 %) und Köln (41 %), während Hamburg, München und Stuttgart kräftigere Rückgänge zu verzeichnen hatten.

Fast die Hälfte des gewerblichen Transaktionsvolumens wurde von ausländischen Investoren getätigt (über dem Durchschnittswert der vergangenen 5 Jahre mit 45 %). Allein bei den zehn größten Transaktionen des Jahres traten ausländische Investoren bei sieben als Käufer auf. „Neben den klassischen Kapitelherkunftsländern USA und Großbritannien haben asiatische Investoren ihre Aktivitäten im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich ausgebaut und erreichen einen Anteil von rund 10 %. Da sie gleichzeitig deutlich weniger Immobilien verkauft haben, bauen sie ihre jeweiligen Bestandsportfolios weiter aus“, so Tschammler.

Renditekompression setzt sich weiter fort – Bürorendite in Berlin sinkt unter 3%

Auch bei den Renditen hat sich im letzten Quartal des Jahres noch einmal etwas getan. Im Schnitt über alle sieben Hochburgen hinweg liegt die Spitzenrendite für Büroimmobilien bei 3,27 % und damit nochmals 12 Basispunkte unter dem Wert des Vorquartals und 29 Basispunkte unter dem Jahresendwert 2016. Berlin hat die Schallmauer nach unten durchbrochen und das Jahr 2017 mit 2,90% abgeschlossen. Innerstädtische Geschäftshäuser in den Top-Einkaufslagen der großen Städte bleiben trotz der anhaltenden Diskussionen über Online-Shopping ein beliebtes, aber gleichzeitig sehr rares Anlageprodukt. Vor diesem Hintergrund sanken die Renditen über die Big 7 hinweg auf 2,93 %. Auch die Netto-Anfangsrenditen für einzelne Fachmärkte und auch für Shopping Center gaben zum Ende des Jahres noch einmal leicht nach und lagen bei 5,30 % bzw. 3,90 %. Gut positionierte Fachmarktzentren mit einem signifikanten Anteil an Lebensmittelmietern stehen nach wie vor weit oben auf der Einkaufsliste von Investoren. Deshalb sank die Spitzenrendite auch hier noch einmal um 10 Basispunkte auf 4,60 %. Der stärkste Rückgang der Renditen lässt sich allerdings für Logistikimmobilien beobachten. Hier sanken die Spitzenrenditen binnen der letzten 12 Monate um 60 Basispunkte auf aktuell nur noch 4,50%.

„In Kombination mit dem Mietwachstum konnte auch für das Gesamtjahr 2017 im dritten Jahr in Folge ein Spitzenkapitalwertwachstum im zweistelligen Prozentbereich erzielt werden: bei Büroimmobilien rund 14 %, bei Logistikimmobilien 12 % und bei innerstädtischen Geschäftshäusern 20 %“, notiert Scheunemann.

„Die Aussichten für 2018? Aus heutiger Sicht durchgängig positiv. Es gibt keinerlei Anlass zu der Annahme, dass der immobilienkonjunkturelle Höhenflug in einen Sinkflug übergehen könnte. Die prognostizierten und erst jüngst angehobenen gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten geben die richtigen Vorzeichen für weiteres Wachstum und die Branche ist allgemein gut gerüstet. Die Wirtschaft wächst auch 2018 weiter, demnach bleiben auch die Vermietungsmärkte stark und stützen Investitionsentscheidungen. Insofern sehen wir aktuell zumindest für das nächste Jahr nichts, was uns dazu veranlassen sollte, ein negatives Szenario an die Wand zu malen, so dass wir für 2018 wir mit einem Transaktionsvolumen in ähnlicher Größenordnung wie 2017 rechnen“, so Timo Tschammler.

Quelle: JLL

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Mikrofinanzfonds – Stabile Performance mit gutem Gewissen

Berlin, 18. Dezember 2017 – Mikrofinanzierung gilt als effektives Mittel zur Armutsbekämpfung – und etabliert sich zugleich als attraktive Anlageform. Das globale Investitionsvolumen hat sich seit 2010 verdoppelt. Deutsche Anleger haben bislang jedoch nur sechs Fonds zur Auswahl.

Der globale Mikrofinanzmarkt ist in den vergangenen zwölf Jahren stark gewachsen und zieht sukzessive private und institutionelle Investoren an. Das Anlagevolumen von Mikrofinanz-Anlageinstrumenten betrug vor sechs Jahren knapp sieben Mrd. US-Dollar. Seither hat es sich auf 13,5 Mrd. US-Dollar nahezu verdoppelt.

Derzeit existieren weltweit rund 130 Mikrofinanz-Anlageinstrumente, mit denen Anleger in rund 10.000 Mikrofinanzinstitute (MFI) investieren können. Die MFI wiederum vergeben Kredite direkt an Menschen, die keinen Zugang zum traditionellen Finanzsektor haben. Indien, Kambodscha und Kenia gehören zu den größten Mikrofinanz-Märkten.

Stabile Performance bei geringer Volatilität
Das Mikrofinanzsegment erzielte in den vergangenen zehn Jahren stabile positive Renditen bei geringer Volatilität. Mikrofinanzfonds zählen zu den sichersten Investments im nachhaltigen Segment, da das Fondsvermögen breit über viele Länder und Kreditnehmer gestreut ist. Hinzu kommt, dass die Rückzahlungsmoral der Kreditnehmer – auch bedingt durch die kurzen Rückzahlungszeiträume – vergleichsweise hoch ist.
Mikrofinanzfonds sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine interessante Alternative zum Geldmarkt. Da Mikrofinanzfonds zu traditionellen Assetklassen wie Staatsanleihen oder auch Aktien eine geringe Korrelation aufweisen, stabilisieren sie ein Portfolio und bieten eine optimale Diversifikation.
Da Mikrokredite nicht über Börsen gehandelt werden, gestaltet sich die Rückgabe von Fondsanteilen jedoch komplizierter und langwieriger als bei Aktien. „Investoren müssen beachten, dass eine jederzeitige Rückgabe von Fondsanteilen in der Regel nicht möglich ist“, sagt Simone Schieg, Senior Analystin der Scope Investor Services.

In Deutschland bislang nur sechs Fonds im Vertrieb
Der Markt für Mikrofinanzfonds ist in den vergangenen Jahren zwar sukzessive gewachsen, dennoch sind in Deutschland bislang nur fünf Fonds für Privatanleger und sechs Fonds für institutionelle Anleger zum Vertrieb zugelassen. Ihr aggregiertes Fondsvolumen beträgt rund 1,2 Mrd. Euro.

Quelle: Scope Analysis, Pressemitteilung vom 18. Dezember 2017

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Fondsbranche verwaltet Rekordvermögen von über 3 Billionen Euro

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Frankfurt, 13. Dezember 2017 – Die deutsche Fondsbranche verwaltete Ende Oktober 2017 ein Rekordvermögen von über 3 Billionen Euro.

Damit hat sich das Volumen seit Ende 2008 verdoppelt. Mit 1.597 Milliarden Euro entfällt mehr als die Hälfte auf offene Spezialfonds. Das Vermögen der offenen Publikumsfonds erreicht mit 1.018 Milliarden Euro ebenfalls eine neue Höchstmarke. In geschlossenen Publikums- und Spezialfonds verwalten die Fondsgesellschaften 5 Milliarden Euro und in freien Mandaten 381 Milliarden Euro.

Bei den offenen Publikumsfonds sind Aktienfonds mit 392,9 Milliarden Euro weiterhin die volumengrößte Anlageklasse. Das entspricht einem Anteil von 39 Prozent. Im laufenden Jahr flossen Aktienfonds netto 12,7 Milliarden Euro zu. Davon entfallen 10,9 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 1,8 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds. Mischfonds verwalten ein Vermögen von 259,7 Milliarden Euro. Sie führen die Absatzliste mit Zuflüssen von 25,6 Milliarden Euro in diesem Jahr an. Allein im Oktober flossen ihnen 2,3 Milliarden Euro neue Mittel zu. Das Volumen der Rentenfonds beträgt 212,7 Milliarden Euro. Sie sammelten von Anfang Januar bis Ende Oktober 18,5 Milliarden Euro ein. Insbesondere geldmarktnahe Produkte und Fonds mit Schwerpunkt auf Anleihen aus Schwellenländern verzeichneten Zuflüsse. Immobilienfonds, die ein Netto-Vermögen von 89,6 Milliarden Euro verwalten, flossen insgesamt 4,3 Milliarden Euro zu.

Publikumsfonds: Anbieter aus 38 Ländern aktiv Fondsgesellschaften mit deutschem Ursprung verwalten 81 Prozent des Vermögens offener Publikumsfonds. Der Marktanteil ausländischer Anbieter beträgt 19 Prozent. Dazu zählen auch deutsche Fondsgesellschaften mit ausländischer Herkunft.

Bei den ausländischen Anbietern stehen die USA als Herkunftsland mit 9 Prozent des verwalteten Vermögens an erster Stelle. Es folgen England mit 4 Prozent, Frankreich mit 3 Prozent und die Schweiz mit 1 Prozent der Assets. Insgesamt vertreiben Anbieter aus 38 Ländern Publikumsfonds in Deutschland.

Quelle: Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Deutschlands Top-20 Büroimmobilienmärkte mit heterogenen Risiko-Rendite-Profilen

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Berlin, 30. November 2017 – Büroimmobilien in den deutschen Top-7-Metropolen erzielten in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Gesamtrendite von 9,6% p.a. Die 13 wachstumsstärksten B-Städte schnitten mit 8,5% p.a. schwächer ab. Performance-Spitzenreiter ist Berlin.

Steigen die Kaufpreise für Büroimmobilien in den Metropolen zu stark, weichen Investoren gerne auf sogenannte B-Städte aus. Das sind in Deutschland Großstädte abseits der Top-7-Metropolen. Wie sich die Risiko-Rendite-Profile der A- und B-Städte unterscheiden, hat die Ratingagentur Scope für 20 deutsche Büroimmobilienmärkte untersucht.

Ergebnis: Zwischen 2006 und 2016 erzielten Büroimmobilien der deutschen Top-7-Metropolen eine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite von 9,6%. Die 13 wachstumsstärksten B-Städte schnitten mit durchschnittlich 8,5% p.a. schwächer ab.

Dafür waren die Renditen in den Metropolen jedoch höherer Volatilität ausgesetzt: In den Top-7 lag sie im Durchschnitt bei 7,4%, in den 13 dynamischen B-Märkten bei nur 5,7%.
Die höchste Gesamtrendite erzielten Investoren in Berlin mit durchschnittlich 11,3% pro Jahr, dicht gefolgt von München mit 10,3% sowie Leipzig und Hamburg mit 10,0% bzw. 10,5% p.a. In Dortmund und Duisburg hingegen erzielten Investoren im Durchschnitt weniger als sieben Prozent pro Jahr.
Die hohen Gesamtrenditen vor allem der Top-7 Metropolen sind wesentlich auf hohe Wertänderungsrenditen zurückzuführen. In Berlin, München und Hamburg übertraf die durchschnittliche Wertänderungs- sogar die Mietrendite.
Im Durchschnitt lag die jährliche Wertänderungsrendite in den Metropolen mit 4,5% p.a. fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der B-Städte. Dafür lagen die in den B-Städten erzielten Mietrenditen mit 6,0% p.a. über dem Niveau der Top-7 mit durchschnittlich 5,1% p.a.

Risiko-adjustierte Renditen von Top-7 und B-Städten identisch
Setzt man die Volatilität und die erzielten Gesamtrenditen ins Verhältnis zueinander, erhält man die risikoadjustierte Rendite (Sharpe-Ratio). Sowohl die Top-7-Metropolen als auch die 13 dynamischen B-Städte erreichten im Durchschnitt eine Sharpe-Ratio von jeweils 0,8.
Das heißt, die höhere Volatilität (bzw. das höhere zyklische Risiko) in den Top-7-Städten spiegelte sich im Vergleich zu den B-Städten geradezu idealtypisch in durchschnittlich höheren Renditen wider. Risiko-bereinigt rentierten A- und B-Städte in den zurückliegenden zehn Jahren identisch.
Allerdings versperrt die reine Durchschnittsbetrachtung den Blick für deutliche Unterschiede innerhalb der beiden Gruppen. Die häufig anzutreffende Gruppierung der Bürostandorte in A- und B-Städte suggeriert eine gewisse Homogenität dieser Märkte, die so nicht vorhanden ist.

Quelle: Scope Analysis GmbH

 

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Fonds sammeln im September 13 Milliarden Euro ein

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Frankfurt, 16. November 2017 – Investmentfonds flossen im September 2017 netto 13,1 Milliarden Euro zu, nachdem sie im August 11,1 Milliarden Euro einsammelten.

Beim Neugeschäft liegen offene Spezialfonds mit 6,8 Milliarden Euro vor den offenen Publikumsfonds, die 6,3 Milliarden Euro erzielten. Geschlossene Fonds verzeichneten neue Mittel von 0,03 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse in Investmentfonds auf netto 121,1 Milliarden Euro. Aus freien Mandaten zogen institutionelle Anleger in diesem Zeitraum 10,1 Milliarden Euro ab.

Aktienfonds: Aktive Fonds und ETFs mit Zuflüssen

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen erneut Rentenfonds mit 2,9 Milliarden Euro an. Es folgen Aktienfonds mit Zuflüssen von 2,1 Milliarden Euro, nachdem sie im August Abflüsse von 1,8 Milliarden Euro verzeichneten. Das Neugeschäft im September entfällt jeweils zur Hälfte auf aktiv gemanagte Aktienfonds und Aktien-ETFs. Mischfonds verzeichneten Zuflüsse von 1,2 Milliarden Euro und Immobilienfonds von 0,6 Milliarden Euro.

Spezialfonds: Versicherer sind weiterhin größte Anlegergruppe

Offene Spezialfonds, die ausschließlich für institutionelle Anleger aufgelegt sind, sammelten seit Jahresbeginn 63,8 Milliarden Euro ein. Mit 28,7 Milliarden Euro stammen 45 Prozent des Neugeschäfts von Altersvorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen und Versorgungswerken. 2016 lag ihr Anteil noch bei 39 Prozent.

Auch bezogen auf das verwaltete Vermögen wuchs der Anteil der Altersvorsorgeeinrichtungen von 20 Prozent Anfang 2016 auf nun 25 Prozent. Die volumengrößte Anlegergruppe von Spezialfonds sind weiterhin Versicherungsgesellschaften. Auf sie entfallen 606 Milliarden Euro von insgesamt 1.577 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 38 Prozent.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Manangement e.V.

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