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Category Archives: Marktforschung

Deutschlands Top-20 Büroimmobilienmärkte mit heterogenen Risiko-Rendite-Profilen

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Berlin, 30. November 2017 – Büroimmobilien in den deutschen Top-7-Metropolen erzielten in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Gesamtrendite von 9,6% p.a. Die 13 wachstumsstärksten B-Städte schnitten mit 8,5% p.a. schwächer ab. Performance-Spitzenreiter ist Berlin.

Steigen die Kaufpreise für Büroimmobilien in den Metropolen zu stark, weichen Investoren gerne auf sogenannte B-Städte aus. Das sind in Deutschland Großstädte abseits der Top-7-Metropolen. Wie sich die Risiko-Rendite-Profile der A- und B-Städte unterscheiden, hat die Ratingagentur Scope für 20 deutsche Büroimmobilienmärkte untersucht.

Ergebnis: Zwischen 2006 und 2016 erzielten Büroimmobilien der deutschen Top-7-Metropolen eine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite von 9,6%. Die 13 wachstumsstärksten B-Städte schnitten mit durchschnittlich 8,5% p.a. schwächer ab.

Dafür waren die Renditen in den Metropolen jedoch höherer Volatilität ausgesetzt: In den Top-7 lag sie im Durchschnitt bei 7,4%, in den 13 dynamischen B-Märkten bei nur 5,7%.
Die höchste Gesamtrendite erzielten Investoren in Berlin mit durchschnittlich 11,3% pro Jahr, dicht gefolgt von München mit 10,3% sowie Leipzig und Hamburg mit 10,0% bzw. 10,5% p.a. In Dortmund und Duisburg hingegen erzielten Investoren im Durchschnitt weniger als sieben Prozent pro Jahr.
Die hohen Gesamtrenditen vor allem der Top-7 Metropolen sind wesentlich auf hohe Wertänderungsrenditen zurückzuführen. In Berlin, München und Hamburg übertraf die durchschnittliche Wertänderungs- sogar die Mietrendite.
Im Durchschnitt lag die jährliche Wertänderungsrendite in den Metropolen mit 4,5% p.a. fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der B-Städte. Dafür lagen die in den B-Städten erzielten Mietrenditen mit 6,0% p.a. über dem Niveau der Top-7 mit durchschnittlich 5,1% p.a.

Risiko-adjustierte Renditen von Top-7 und B-Städten identisch
Setzt man die Volatilität und die erzielten Gesamtrenditen ins Verhältnis zueinander, erhält man die risikoadjustierte Rendite (Sharpe-Ratio). Sowohl die Top-7-Metropolen als auch die 13 dynamischen B-Städte erreichten im Durchschnitt eine Sharpe-Ratio von jeweils 0,8.
Das heißt, die höhere Volatilität (bzw. das höhere zyklische Risiko) in den Top-7-Städten spiegelte sich im Vergleich zu den B-Städten geradezu idealtypisch in durchschnittlich höheren Renditen wider. Risiko-bereinigt rentierten A- und B-Städte in den zurückliegenden zehn Jahren identisch.
Allerdings versperrt die reine Durchschnittsbetrachtung den Blick für deutliche Unterschiede innerhalb der beiden Gruppen. Die häufig anzutreffende Gruppierung der Bürostandorte in A- und B-Städte suggeriert eine gewisse Homogenität dieser Märkte, die so nicht vorhanden ist.

Quelle: Scope Analysis GmbH

 

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Fonds sammeln im September 13 Milliarden Euro ein

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Frankfurt, 16. November 2017 – Investmentfonds flossen im September 2017 netto 13,1 Milliarden Euro zu, nachdem sie im August 11,1 Milliarden Euro einsammelten.

Beim Neugeschäft liegen offene Spezialfonds mit 6,8 Milliarden Euro vor den offenen Publikumsfonds, die 6,3 Milliarden Euro erzielten. Geschlossene Fonds verzeichneten neue Mittel von 0,03 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse in Investmentfonds auf netto 121,1 Milliarden Euro. Aus freien Mandaten zogen institutionelle Anleger in diesem Zeitraum 10,1 Milliarden Euro ab.

Aktienfonds: Aktive Fonds und ETFs mit Zuflüssen

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen erneut Rentenfonds mit 2,9 Milliarden Euro an. Es folgen Aktienfonds mit Zuflüssen von 2,1 Milliarden Euro, nachdem sie im August Abflüsse von 1,8 Milliarden Euro verzeichneten. Das Neugeschäft im September entfällt jeweils zur Hälfte auf aktiv gemanagte Aktienfonds und Aktien-ETFs. Mischfonds verzeichneten Zuflüsse von 1,2 Milliarden Euro und Immobilienfonds von 0,6 Milliarden Euro.

Spezialfonds: Versicherer sind weiterhin größte Anlegergruppe

Offene Spezialfonds, die ausschließlich für institutionelle Anleger aufgelegt sind, sammelten seit Jahresbeginn 63,8 Milliarden Euro ein. Mit 28,7 Milliarden Euro stammen 45 Prozent des Neugeschäfts von Altersvorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen und Versorgungswerken. 2016 lag ihr Anteil noch bei 39 Prozent.

Auch bezogen auf das verwaltete Vermögen wuchs der Anteil der Altersvorsorgeeinrichtungen von 20 Prozent Anfang 2016 auf nun 25 Prozent. Die volumengrößte Anlegergruppe von Spezialfonds sind weiterhin Versicherungsgesellschaften. Auf sie entfallen 606 Milliarden Euro von insgesamt 1.577 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 38 Prozent.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Manangement e.V.

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Scope erweitert Dienstleistungsangebot für institutionelle Investoren

Berlin, 06. November 2017 – Die neu gegründete Gesellschaft Scope Investor Services unterstützt institutionelle Investoren Asset-Klassen übergreifend bei der Selektion von Fondsmanagern und Investmentvehikeln sowie bei der Konzeption von Portfoliostrategien.

In der Scope Investor Services bündelt die Scope Group ihre Selektionsdienstleistungen für institutionelle Investoren, Versicherungen und Finanzintermediäre. Anders als die Schwestergesellschaft Scope Analysis erstellt die Scope Investor Services keine Ratings, sondern berät ihre Kunden bei der Analyse und Auswahl von indirekten Anlagen.

Ein Überblick: Das aufeinander aufbauende Leistungsspektrum der Scope Investor Services:
• Market Research: Erstellen von umfassenden Research Reports zu Investmentmärkten und -fonds, Bewertung von Assets und Analyse von Portfolios.
• Selection Services: Analyse und Bewertung von Investment Managern und Investmentprodukten nach quantitativen und qualitativen Kriterien zur Unterstützung von Investoren und Intermediären im Prüf- und Auswahlprozess.
• Portfolio Strategy Services: Entwickeln, gestalten und strukturieren von Investmentstrategien auf der Basis des Scope Market Research und den spezifischen Anforderungen von Investoren. Scope entwickelt zudem Multi-Asset- und Multi-Manager-Strategien in allen wesentlichen Assetklassen.

Langjähriger Track Record – Bestehende Advisory Mandate in Höhe von sechs Milliarden Euro
Mit der neugegründeten Scope Investor Services betritt Scope kein Neuland. Bereits in den vergangenen 15 Jahren hat Scope – bzw. die 2016 in die Scope Group integrierte FERI EuroRating Services – Selektionsdienstleistungen für institutionelle Investoren erbracht. Versicherungen, Pensionskassen, Banken und Vermögensberater sind langjährige Mandanten. Aktuell betreut die Scope Investor Services Advisory Mandate in einem Umfang von sechs Milliarden Euro.

Umfassender Marktzugang – Nutzung der Ressourcen der Scope Group
Die Analysten der Scope Investor Services haben einen umfassenden Marktüberblick und -zugang, der unter anderem auf jährlich mehr als 300 persönlichen Interviews mit Asset Managern im UCITS-Bereich basiert.
Im Bereich alternativer Investmentfonds (AIF) führt Scope regelmäßig Erhebungen bei mehr als 100 Asset Managern global durch und erfasst auf diesem Wege das aktuell investierbare Investmentuniversum.
Die Dienstleistungen der Scope Investor Services stützen sich darüber hinaus auf die gesamte Analysekompetenz der Scope Group mit über 100 Analysten an sieben europäischen Standorten.

Doppelspitze – Sven Janssen und Wolfgang Kubatzki führen die Scope Investor Services
Die Scope Investor Services wird von Dr. Sven Janssen und Wolfgang Kubatzki geführt. Sven Janssen verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung an internationalen Kapitalmärkten, sowie der Beratung von Investoren. Frühere berufliche Stationen führten ihn unter anderem zu Banque Oddo, Macquarie, Sal. Oppenheim und dem Bankhaus Metzler. Wolfgang Kubatzki ist seit über 30 Jahren in der Immobilien- und Fondsbranche aktiv – davon 16 Jahre in leitenden Positionen innerhalb der FERI-Gruppe.

Quelle: Scope Group

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BVI-Herbstumfrage: Fondsbranche blickt optimistisch in das Jahr 2018

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Frankfurt, 25. Oktober 2017 – Die Stimmung in der deutschen Fondsbranche ist gut. Laut einer aktuellen Umfrage des deutschen Fondsverbands BVI werteten über drei Viertel der Befragten ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder sehr gut. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen: 80 Prozent schätzen ihre Geschäftsaussichten 2018 als unverändert oder besser ein.

Die stärksten Wachstumsimpulse sind nach Ansicht der Branche die niedrigen Zinsen (64 Prozent), weil die Nachfrage der Anleger nach rentierlichen Anlageprodukten wie Fonds steigt, und das Thema Altersvorsorge (52 Prozent). Auch die Nachfrage nach alternativen Anlagen belebt das Geschäft (50 Prozent). Ausgebremst werden könnte der positive Trend allerdings durch ungünstige weltpolitische Entwicklungen und Turbulenzen an den Aktienmärkten. Das sind für die Befragten die größten Risikofaktoren im kommenden Jahr (zu je 59 Prozent). Als größte Herausforderung wertet die Branche die regulatorischen Anforderungen; 52 Prozent der Befragten gaben sie mit „sehr groß“ an. Auch der steigende Margen- und Kostendruck belastet („sehr groß“: 41 Prozent).

Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI: „Die Belastungen durch die Regulierung sind hoch für die Fondsgesellschaften. Derzeit setzt die Branche gleich drei Großprojekte um: MiFID II, PRIIPs und die Investmentsteuerreform. Allein MiFID II ist das größte Regulierungsprojekt, das wir jemals umzusetzen hatten.“

Der Trend zur Digitalisierung und die Modernisierung der eigenen IT sind weitere große Herausforderungen. Die Branche will entsprechend reagieren: 84 Prozent der Befragten wollen im kommenden Jahr in ihre IT-Infrastruktur investieren. Die Zahl der Arbeitsplätze soll in der Summe aber konstant bleiben.

Der BVI hat Mitte September alle Voll- und Infomitglieder zur Geschäftslage und zu den Aussichten befragt. Die Ergebnisse basieren auf insgesamt 373 Antworten, 80 Prozent davon stammen von Entscheidern und Führungskräften der Fondsbranche.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Assetmanagement e.V.

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Fonds fließen im August 11 Milliarden Euro zu

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Frankfurt, 12. Oktober 2017 – Investmentfonds sammelten in den ersten acht Monaten dieses Jahres netto 107,9 Milliarden Euro ein.

Damit verzeichneten Publikumsfonds und Spezialfonds bereits jetzt höhere Zuflüsse als im gesamten Kalenderjahr 2016, als ihnen 103,3 Milliarden Euro zuflossen. Allein im August 2017 beläuft sich das Neugeschäft der Fonds auf 11,1 Milliarden Euro. Davon entfallen 5,8 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 5,2 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 0,1 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds. Die Fondsgesellschaften verwalten ein Vermögen in Fonds und freien Mandaten von 2,94 Billionen Euro.

Rentenfonds mit bestem Absatzmonat

Im August führen Rentenfonds mit Zuflüssen von 5,6 Milliarden Euro die Absatzliste der offenen Publikumsfonds an. Das ist ihr bestes monatliches Neugeschäft überhaupt. Rund die Hälfte der Zuflüsse entfällt auf geldmarktnahe Rentenfonds. Auf Platz zwei der Absatzliste folgen Mischfonds mit 1 Milliarde Euro. Geldmarktfonds flossen 0,6 Milliarden Euro zu. Das sind die höchsten Zuflüsse seit zwei Jahren, als Geldmarktfonds im August 2015 netto 1,2 Milliarden Euro einsammelten. Abflüsse verzeichneten aktiv gemanagte Aktienfonds in Höhe von 1,4 Milliarden Euro und Aktien-ETFs von 0,4 Milliarden Euro.

Anteil von Immobilien in den USA mehr als verdoppelt

Die Fondsgesellschaften verwalten ein Netto-Vermögen von 164,5 Milliarden Euro in Immobilienfonds. Davon entfallen 88,5 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 73 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 3 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds. Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Publikumsfonds in den letzten drei Jahren ihren Anteil an Immobilien in den USA – gemessen an den Verkehrswerten – von 4 Prozent auf 10 Prozent mehr als verdoppelt haben. Bei Spezialfonds stieg dieser Wert von 2 Prozent auf 5 Prozent. Der Schwerpunkt liegt bei Publikumsfonds und Spezialfonds aber weiterhin auf deutschen Immobilien mit 34 Prozent bzw. 70 Prozent. Reduziert haben Spezialfonds und Publikumsfonds in den letzten drei Jahren hingegen den Anteil von Immobilien in Frankreich und England.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Pressemitteilung vom 12. Oktober 2017

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Geschlossene Publikums-AIF – Emissionsaktivitäten im dritten Quartal gering

Berlin, 17. Oktober 2017 – Nach einer leichten Belebung im zweiten Quartal haben sich die Emissionsaktivitäten von Juli bis September wieder verringert. Insgesamt wurden nur sieben Publikums-AIF und 18 Vermögensanlagen von der BaFin zum Vertrieb zugelassen.

Die Ratingagentur Scope hat die im dritten Quartal (Q3) 2017 emittierten geschlossenen Publikums-AIF (alternative Investmentfonds) erfasst: Insgesamt wurden in Q3 nur sieben geschlossene Publikumsfonds (AIF) mit einem prospektierten Eigenkapitalvolumen von insgesamt rund 182 Millionen Euro zum Vertrieb zugelassen. Zum Vergleich: In Q2 wurden noch elf Fonds mit einem geplanten Eigenkapitalvolumen von zusammen 207 Millionen Euro emittiert. Das heißt, die Anzahl der neuen Fonds ist in Q3 gegenüber Q2 um rund ein Drittel zurückgegangen. Das zu platzierende Eigenkapitalvolumen hat sich insgesamt um rund 12 Prozent verringert.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wurden insgesamt 24 Publikums-AIF von der BaFin zum Vertrieb zugelassen. Das sind sieben AIF mehr als im Vorjahreszeitraum. In Bezug auf das prospektierte Eigenkapitalvolumen zeichnet sich jedoch ein anders Bild ab:

Das gesamte emittierte Eigenkapitalvolumen in den ersten neun Monaten dieses Jahres beläuft sich auf rund 532 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (rund 729 Millionen Euro) bedeutet dies einen Rückgang um rund 27 Prozent.

Unter den sieben neuen Publikums-AIF in Q3 befindet sich mit dem „WealthCap Portfolio 3“ lediglich ein AIF, dessen prospektiertes Eigenkapital mit rund 53 Millionen Euro oberhalb der Schwelle von 50 Millionen Euro liegt.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es insgesamt nur zwei Publikums-AIF, die diese Schwelle erreichten. Im Gegensatz dazu befanden sich unter den Angebotsvolumina der Publikums-AIF der ersten neun Monate des Jahres 2016 noch insgesamt fünf Fonds, deren prospektiertes Eigenkapital oberhalb der 50 Millionen Euro Grenze lagen.

Weniger Vermögensanlagen als im Vorquartal

Das Angebot neuer Vermögensanlagen nach Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) erstreckt sich in Q3 2017 auf 18 Produkte mit einem insgesamt zu platzierenden Kapital von rund 351 Millionen Euro. In Bezug auf die Anzahl wurden im Vergleich zu Q2 mit 23 emittierten Vermögensanlagen damit rund 22 Prozent weniger Produkte zum Vertrieb zugelassen.

Zuwachs gibt es jedoch für das zu platzierende Kapital: Dieses beläuft sich für Q3 auf rund 351 Millionen Euro – im Vergleich zu Q2 (rund 255 Millionen Euro) bedeutet dies einen Anstieg um rund 38 Prozent.

Quelle: Scope Analysis GmbH, Pressemitteilung vom 17. Oktober 2017

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Einzelgespräche zwischen Emittent und Investment Professionals sind noch vor den Geschäftsberichten der wichtigste Informationskanal für Anlageentscheidungen

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Frankfurt, 21.September 2017 – „Während regulatorische Ansätze und Modelle in der Rechnungslegung in aller Regel fast ausschließlich den Geschäftsbericht eines Unternehmens als wichtigste Informationsquelle von Investoren erachten, kommen Umfragen der DVFA zu dem Thema eindeutig zu einem differenzierteren Ergebnis“, resümiert Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe und Mitglied des Vorstands DVFA e.V. „Das wichtigste IR-Instrument ist das Einzelgespräch, also die Kommunikation face-to-face, wenn auch mit geringem Abstand zum Geschäftsbericht. Danach stuften 77,6 Prozent der Befragten das Einzelgespräch als wichtig oder sehr wichtig ein, 75,3 Prozent den Geschäftsbericht.“

Die DVFA Umfrage wurde in zwei Stufen durchgeführt. Im Januar wurde mit 241 Teilnehmern die Bedeutung von IR-Instrumenten abgefragt, im Februar – 178 Teilnehmer – stand die Bedeutung des Geschäftsberichtes im Fokus.

Die Bedeutung von IR-Instrumenten wurde in der Januar-Umfrage im Einzelnen wie folgt gewichtet:

Einzelgespräche 77,6%, Geschäftsberichte 75,3%, Internet 71,8%, Unternehmenspräsentationen 68,1%, Quartalsweise Mitteilungen 67,3%, Lagebericht 64,0%, Roadshows 58,5%, Analystenmeetings 55,2%, Telefonkonferenzen 50,2%

Gefragt wurde auch nach der Quelle für Unternehmensdaten, wobei hier Mehrfachnennungen möglich waren. Die nachgefragteste Quelle mit der Gewichtung „wichtig“/„sehr wichtig“ war die direkte und ungefilterte Information vom Unternehmen selbst mit 72,6 Prozent, gefolgt mit einigem Abstand von den Datenanbietern mit 56,0 Prozent und den Brokern / Analysten (37,7 Prozent).

Social Media-Kanäle, die von fast allen Unternehmen verstärkt betrieben werden, spielen für die Informationsversorgung der Investment Professionals eine untergeordnete Rolle. Im Mittel sagten 54,82 Prozent, dass Twitter, LinkedIn, Facebook, Slideshare und Youtube für sie „unwichtig“ sei.

Bei der Auswahl der Datenanbieter gaben die Befragten die Auskunft, Bloomberg mit 80,0 Prozent am häufigsten zu verwenden, gefolgt von Thomson Reuters mit 52,6 Prozent. Andere Anbieter landeten auf weit abgeschlagenen Plätzen.

Die Februar-Umfrage erhob ein differenziertes Bild von Geschäftsberichten als Informationsquelle. Hier wurde gefragt, welche Bedeutung dem Corporate GovernanceTeil im Geschäftsbericht zukommt. 29,8 Prozent stuften ihn als „eher unwichtig“, 30,3 Prozent als „eher wichtig“ ein. Nachhaltigkeitsberichte ringen ebenso wie der Corporate GovernanceTeil im Jahresbericht um die Aufmerksamkeit der Adressaten (29,8 Prozent „eher unwichtig“, 25,3 Prozent„eher wichtig“).

Der testierte Lagebericht als Gesamturteil des Abschlussprüfers nach der Prüfung eines Jahresabschlusses wird als klar bedeutsam eingeordnet: 64,0 Prozent halten ihn für „wichtig“ oder „sehr wichtig“.

Die DVFA Kommission Unternehmensanalyse unter Vorsitz von Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe KG, mit deren Unterstützung die Umfrage konzipiert wurde, beschäftigt sich unter anderem intensiv mit der Weiterentwicklung der Finanzkommunikation kapitalmarktorientierter Unternehmen.

Quelle: DVFA e.V., Pressemitteilung vom 21. September 2017

 

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Fonds sammeln im Juli 9 Milliarden Euro ein

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Frankfurt, 15. September 2017-  Investmentfonds flossen im Juli netto 9,1 Milliarden Euro neue Mittel zu. Davon entfielen 6,5 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 2,4 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 0,2 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds.

Aus freien Mandaten zogen Anleger netto 3,2 Milliarden Euro ab. Seit Jahresbeginn summiert sich das Neugeschäft der deutschen Fondsbranche auf 85,1 Milliarden Euro. Die Fondsgesellschaften verwalteten Ende Juli ein Vermögen von 2,9 Billionen Euro.

Aktienfonds mit höchsten Zuflüssen seit Januar 2001

Bei den offenen Publikumsfonds führen Aktienfonds mit 4,5 Milliarden Euro die Absatzliste an. Das sind die höchsten Zuflüsse seit Januar 2001, als sie 5,4 Milliarden Euro verzeichneten. Das Neugeschäft im Juli entfällt jeweils zur Hälfte auf aktiv gemanagte Aktienfonds und Aktien-ETFs. Das insgesamt von Aktienfonds verwaltete Vermögen ist seit Ende Juli 2016 von 323 Milliarden Euro auf 370 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent. Auf Rang zwei der Juli-Absatzliste stehen Mischfonds mit 2,1 Milliarden Euro. Es folgen Rentenfonds und Immobilienfonds mit jeweils rund 0,3 Milliarden Euro.

Immobilien-Spezialfonds: Anteil externer Portfoliomanager von 4 auf 23 Prozent gestiegen

Offene Immobilien-Spezialfonds verwalten ein Netto-Vermögen von 72 Milliarden Euro. Bei 77 Prozent des Vermögens trifft die auflegende Kapitalverwaltungsgesellschaft oder ein anderer Vermögensverwalter aus dem Konzernverbund die Anlageentscheidungen, bei 23 Prozent übernehmen dies konzernfremde Asset Manager. Seit Ende 2012 hat sich deren Anteil von 4 Prozent mehr als verfünffacht.

Die Auslagerung des Portfoliomanagements hat in den vergangenen Jahren auch bei den offenen Wertpapier-Spezialfonds weiter zugenommen. Von dem verwalteten Fondsvermögen in Höhe von 1,5 Billionen Euro entfallen 40 Prozent auf konzernfremde Asset Manager. Ende 2012 lag der Anteil bei 37 Prozent. Ein Grund liegt darin, dass ausländische Vermögensverwalter das Portfoliomanagement für Fonds als Zugang zum deutschen Markt nutzen, ohne eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen. Zudem wählen viele institutionelle Anleger für das Management bestimmter Assetklassen wie Wertpapiere aus Emerging Markets oder Unternehmensanleihen spezialisierte Asset Manager aus.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Managment e. V.

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Anlegerbarometer: Deutsche Sparer blicken optimistisch in die Zukunft

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Frankfurt, 12. September 2017 – Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande sind deutsche Sparer für die kommenden sechs Monate zuversichtlich gestimmt. Gleiches gilt für ihre persönliche finanzielle Situation, diese beurteilen die Befragten ebenfalls positiv. Optimistisch sind die meisten Anleger auch auf mittlere Sicht: Zwei von drei Sparern (65 Prozent) rechnen damit, dass die hiesige Wirtschaftslage in den kommenden fünf Jahren gleich bleibt oder sich sogar noch verbessert. Dabei sehen die Befragten in der Globalisierung einen wesentlichen Faktor für den Wohlstand in der Bundesrepublik. Die Chance, selbst als Aktionär von der starken deutschen Wirtschaft zu profitieren, erkennt allerdings nur eine Minderheit. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Im kommenden halben Jahr erwarten knapp zwei Drittel der Sparer (60 Prozent), dass sich an der positiven wirtschaftlichen Situation in Deutschland nicht viel ändern wird (Vorquartal: 59 Prozent). Die Zahl derer, die von einem Konjunkturaufschwung ausgeht, ist dabei zwar um sechs Prozentpunkte auf 18 Prozent gesunken. Für ihre persönliche wirtschaftliche Situation sehen die meisten aber keine Konsequenzen aus der im Vergleich zum letzten Quartal etwas pessimistischeren Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung. 70 Prozent der Befragten rechnen weiterhin mit konstanten finanziellen Verhältnissen in ihrem Haushalt in den nächsten sechs Monaten (Vorquartal: 74 Prozent). Jeder Fünfte erwartet sogar eine Verbesserung seiner eigenen finanziellen Situation. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im zweiten Quartal 2017.

Anleger gehen mittelfristig von einer Belebung der Wirtschaft aus
Mit Blick auf einen längeren Horizont rechnen deutlich mehr Menschen mit veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland. Nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) glaubt, dass die Wirtschaftslage in den kommenden fünf Jahren konstant bleibt. Ein wenig mehr Befragte (33 Prozent) gehen von einer schlechteren Entwicklung aus. 35 Prozent und damit die größte Gruppe erwartet eine bessere konjunkturelle Situation. „Die Zahlen zeigen, dass es in der Gesellschaft offensichtlich ganz unterschiedliche Zukunftserwartungen gibt. Die meisten Menschen blicken dennoch grundsätzlich optimistisch in die Zukunft“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Globalisierung wirkt sich positiv auf den Wohlstand hierzulande aus
Dabei erkennt der Großteil der Deutschen durchaus an, dass die Globalisierung zur allgemein guten wirtschaftlichen Situation beiträgt. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) sind der Ansicht, dass der Wohlstand durch einen erfolgreichen Welthandel steigt. Während jeder Zehnte überhaupt keinen Einfluss wahrnimmt, gibt jeder Vierte (24 Prozent) an, dass die weltweiten Verflechtungen negative Auswirkungen auf den Wohlstand haben. „Die internationale Ausrichtung der deutschen Wirtschaft ist den Menschen durchaus bewusst. Ein offener Welthandel wird als Stärke und Vorteil gesehen“, sagt Gay. Die Befragten differenzieren jedoch deutlich, wenn es um die Frage geht, wer vom guten Zustand der deutschen Wirtschaft profitiert: In erster Linie nennen die Sparer die Führungskräfte in Unternehmen (88 Prozent), die Aktionäre (86 Prozent) und den Staat (86 Prozent). Dass die breite Bevölkerung etwas von der boomenden Konjunktur hat, glaubt dagegen nur eine Minderheit (38 Prozent). Lediglich jeder Vierte (23 Prozent) sieht die Mitarbeiter in den Unternehmen als Profiteure der starken Wirtschaft.

Nur knapp jeder Zweite sieht sich als Aktionär
Beinahe neun von zehn Befragten (86 Prozent) zählen Aktionäre zu den Nutznießern der guten deutschen Wirtschaftsentwicklung. Dennoch sieht nur jeder Zweite (48 Prozent) eine Chance darin, dass er mit einer Geldanlage in Aktien selbst auch von den Erfolgen der heimischen Wirtschaft profitieren kann. Von daher hält es weniger als die Hälfte (42 Prozent) für sinnvoll, wenigstens einen kleinen Teil des Ersparten in chancenreichere Anlageformen wie Aktien anzulegen. Steigende Aktienkurse sind dabei auch kein richtiger Motivator: Lediglich jeder Vierte (26 Prozent) fühlt sich durch steigende Aktienkurse beflügelt, Geld aktienbasiert anzulegen. „Die Menschen wissen, wozu Aktienanlagen imstande sind. Aber das beziehen die meisten auf andere. Für sich selbst kommen viele gar nicht auf die Idee, dass sie über entsprechende Geldanlagen am gesellschaftlichen Wohlstand besser partizipieren können“, so Gay.

Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das dritte Quartal erhob Forsa die Daten vom 3. bis 15. August 2017. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.

Quelle: Union Investment, Presseinformation vom 12. September 2017

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Marktentwicklung nachhaltiges Investment 2. Quartal 2017

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Oestrich-Winkel, 31. August 2017 – Am 30.06.2017 waren nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI), Herausgeber der Marktplattform www.nachhaltiges-investment.org, insgesamt 448 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz zum Vertrieb zugelassen.

Die 448 Fonds waren zum 30.06.2017 mit ca. 85 Milliarden Euro (Gesamtfondsvermögen) investiert. Ende 2016 registrierte das SBI 415 Fonds, die mit insgesamt ca. 70 Milliarden Euro (Gesamtfondsvermögen) investiert waren.

Die folgenden Erhebungen beziehen sich auf die neu erfassten Gesamtvolumina der Fonds und die Performance der auf der Plattform www.nachhaltiges-investment.org porträtierten Fonds.

2017 wurden insgesamt 51 Fonds neu in das Fondsuniversum der SBI-Fondsdatenbank aufgenommen. Diese Fonds wurden entweder neu aufgelegt, haben ihre Strategie auf  Nachhaltigkeit  umgestellt oder waren bereits in anderen Ländern zugelassen. Ende des Quartals waren diese Fonds mit ca. 10 Milliarden Euro investiert. 18 Fonds wurden seit Beginn des Jahres geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt.

43 Milliarden Euro waren zum 30.06.2017 in 221 Aktienfonds investiert. Die Performance der Aktienfonds, die bereits Ende 2016 aufgelegt waren, war sehr unterschiedlich: Sie lag im zweiten Quartal 2017 zwischen plus 19 und minus 12 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Aktienfonds sehr stark unterscheiden: Zu diesen Fonds gehören sowohl breit aufgestellte internationale Fonds als auch spezialisierte Fonds mit regionalem Fokus sowie Technologie- und Themenfonds.

15 Milliarden Euro waren zum Ende des zweiten Quartals in 95 Rentenfonds investiert. Die Performance der Rentenfonds, die bereits Ende 2016 aufgelegt waren, lag im zweiten Quartal 2017 zwischen plus 4 und minus 6 Prozent.

16 Milliarden Euro waren zum Ende des zweiten Quartals in 83 Mischfonds und ca. 409 Millionen Euro in 11 Dachfonds investiert. Die Performance der Mischfonds, die bereits Ende 2016 aufgelegt waren, lag im zweiten Quartal zwischen plus 14 und minus 5 Prozent. Die Performance der Dachfonds, die Ende 2016 aufgelegt waren, lag zwischen plus 7 und minus 1 Prozent. Bei den Misch- und auch den Dachfonds ist zu berücksichtigen, dass der Aktienanteil unterschiedlich hoch ist mit entsprechenden Auswirkungen auf Rendite und Risiko.

In den 24 nachhaltigen ETFs waren zum Ende des zweiten Quartals insgesamt ca. 4,1 Milliarden Euro investiert. Die Performance der bereits Ende 2016 aufgelegten ETFs lag bis zum zweiten Quartal zwischen plus 10 und minus 4 Prozent.

In den 8 Microfinancefonds waren zum Ende des ersten Quartals 3,3 Milliarden Euro investiert. Die Performance lag zwischen plus 1 und minus 3 Prozent.

Quelle: Sustainable Business Institute, Pressemitteilung vom 31. August 2017

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