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Category Archives: Marktforschung

Marktentwicklung nachhaltiges Investment 2. Quartal 2018

Oestrich-Winkel, 12.September 2018 – Am 30.06.2018 waren nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI), Herausgeber der Marktplattform www.nachhaltiges-investment.org, insgesamt 501 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz zum Vertrieb zugelassen.

Die 501 Fonds waren zum 30.06.2018 mit ca. 118 Mrd. Euro (Gesamtfondsvermögen) investiert. Ende 2017 registrierte das SBI 482 Fonds, die mit insgesamt ca. 106 Mrd. Euro (Gesamtfondsvermögen) investiert waren.

Die folgenden Daten beziehen sich auf die Gesamtvolumina der Fonds und die Performance der auf der Plattform www.nachhaltiges-investment.org porträtierten Fonds.

2018 wurden bis Ende des zweiten Quartals insgesamt 32 Fonds neu in das Fondsuniversum der SBI-Fondsdatenbank aufgenommen. Diese Fonds wurden entweder neu aufgelegt, haben ihre Strategie auf „Nachhaltigkeit“ umgestellt oder waren bereits in anderen Ländern zugelassen. Ende des zweiten Quartals waren diese Fonds mit ca. 8,9 Mrd. Euro investiert. 13 Fonds wurden seit Beginn des Jahres geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt.

56 Mrd. Euro waren zum 30.06.2018 in 234 Aktienfonds investiert. Die Performance der Aktienfonds, die bereits Ende 2017 aufgelegt waren, war sehr unterschiedlich: Sie lag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 zwischen plus 12 % und minus 17 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Aktienfonds sehr stark unterscheiden: Zu diesen Fonds gehören sowohl breit aufgestellte internationale Fonds als auch spezialisierte Fonds mit regionalem Fokus sowie Technologie- und Themenfonds.

24 Mrd. Euro waren zum Ende des zweiten Quartals in 109 Rentenfonds investiert. Die Performance der Rentenfonds, die bereits Ende 2017 aufgelegt waren, lag in den ersten sechs Monaten zwischen plus 4 % und minus 5 %.

25 Mrd. Euro waren zum Ende des zweiten Quartals in 104 Mischfonds und ca. 484 Mio. Euro in 11 Dachfonds investiert. Die Performance der Mischfonds, die bereits Ende 2017 aufgelegt waren, lag in den ersten sechs Monaten zwischen plus 4 % und minus 6 %. Die Performance der Dachfonds, die bereits Ende 2017 aufgelegt waren, lag in den ersten sechs Monaten zwischen 0 % und minus 3 %. Bei den Misch- und auch den Dachfonds ist zu berücksichtigen, dass der Aktienanteil unterschiedlich hoch ist – mit entsprechenden Auswirkungen auf Rendite und Risiko.

In den 30 nachhaltigen ETFs waren zum Ende des zweiten Quartals insgesamt ca. 7,3 Mrd. Euro investiert. Die Performance der bereits Ende 2017 aufgelegten ETFs lag in den ersten sechs Monaten zwischen plus 8 % und minus 9 %.

In den 7 Microfinancefonds waren zum Ende des zweiten Quartals 3,3 Mrd. Euro investiert. Die Performance lag in den ersten sechs Monaten zwischen plus 3 % und 0 %.

Quelle: Dr. Paschen v. Flotow, Sustainable Business Institute (SBI), September 2018

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Globales Bürovermietungsvolumen peilt bestes Umsatzjahr nach 2007 an

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Frankfurt, 24. August 2018 – Das globale Bürovermietungsvolumen bleibt auf hohem Niveau.

Mit 11,3 Mio. m² im zweiten Quartal und einem Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr erreichte der Umsatz ein Rekordergebnis für diesen Zeitraum. Für das gesamte erste Halbjahr summiert sich das Volumen damit auf 21,4 Mio. m² (+11 %).

Alle drei Regionen mit Umsatzanstiegen

➢ Auf den europäischen Bürovermietungsmärkten lag das zweite Quartal mit 3,4 Mio. m² 5% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Summiert ergaben sich für die ersten sechs Monate damit 6,5 Mio. m², den 5- und 10 Jahresschnitt um 18 bzw. 22 % übertreffend.

➢ In den USA erreichte der Umsatz im zweiten Quartal mit einem Plus von 14 % 5,9 Mio. m² und damit im gesamten ersten Halbjahr 11,2 Mio. m².

➢ Den stärksten Anstieg der Vermietungsaktivitäten konnte die asiatisch-pazifische Region notieren: mit einem Plus von 45 % im zweiten Quartal, und damit erstmals die 2 Mio. m² – Marke übertreffend, wurde bis zur Jahresmitte ein Umsatz von insgesamt 3,7 Mio.m² erreicht.

Trotz des hohen Fertigstellungs-Niveaus hat die robuste Nutzernachfrage die globale Büro-Leerstandsquote im zweiten Quartal 2018 auf einen neuen zyklischen Tiefststand von 11,5% sinken lassen, 20 Basispunkte unter der Quote vom 1. Quartal 2018. Die Leerstandsquoten gingen sowohl in Europa als auch im asiatisch-pazifischen Raum um 30 Basispunkte auf 6,7% bzw. 10,6% zurück und blieben in der Region Amerika mit 14,8% unverändert.

Die weltweiten Büro-Fertigstellungen werden 2018 auf 17,8 Mio. m² ansteigen. 2020 dürfte mit 17,9 Mio. m² dann der Höhepunkt erreicht sein, in den USA bereits im laufenden Jahr, zwei Jahre später in Europa und Asien-Pazifik. Insgesamt bleiben die Fertigstellungsvolumina aber deutlich unter denen von 2008 (19,4 Mio. m²).

Weltweites Mietpreiswachstum bleibt auch 2018 über der 3%-Marke

Das globale jährliche Mietpreiswachstum für erstklassige Büroflächen in weltweit 30 analysierten Märkten bleibt mit +3,6 % auch im zweiten Quartal, wie bereits seit Anfang 2017, im Bereich von 3 – 4 %.

Mehrere große Büromärkte verzeichneten ein zweistelliges jährliches Mietwachstum, angeführt von Singapur (16,5% im Jahresvergleich). Auch Berlin (12,5%), Sydney (12,5%), Mailand (11,4%) und Madrid (10,0%) gehörten zur Spitzengruppe. In Hongkong zogen die Mieten entgegen den Erwartungen weiter an (+3,2%). San Francisco war in der Region Amerika mit einem jährlichen Wachstum von 5,7% führend.

Im Gesamtjahr 2018 wird mit einem globalen Mietpreiswachstum von 3,4% gerechnet mit den stärksten Anstiegen in Singapur, Sydney, Toronto und Sao Paulo. Korrekturen werden für einige Märkte mit umfangreichen Fertigstellungspipelines prognostiziert, insbesondere gilt dies für Jakarta und Mexiko-Stadt.

Quelle: JLL, EMEA Research, Pressemitteilung vom 24. August 2018

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Investmentfonds sammeln 51 Milliarden Euro ein

Frankfurt, 9. August 2018 – Investmentfonds flossen im ersten Halbjahr netto 50,7 Milliarden Euro neue Mittel zu. Den Großteil steuerten offene Spezialfonds mit 39,4 Milliarden Euro bei. Offene Publikumsfonds sammelten 10,5 Milliarden Euro ein. Geschlossene Fonds erzielten netto 0,8 Milliarden Euro. Aus freien Mandaten zogen institutionelle Anleger 10,8 Milliarden Euro ab. Die Fondsbranche verwaltete Ende Juni 2018 ein Vermögen von über 3 Billionen Euro.

Altersvorsorgeeinrichtungen bauen Anteil am Spezialfondsvermögen aus

Bei den offenen Spezialfonds führten Altersvorsorgeeinrichtungen, zum Beispiel Pensionskassen und Versorgungswerke, wie in den beiden Vorjahren die Absatzliste an. Sie vertrauten den Fonds von Anfang Januar bis Ende Juni 2018 netto 12,1 Milliarden Euro neue Mittel an. Das ist etwa ein Drittel des Neugeschäfts von Spezialfonds. Gemessen am Gesamtvermögen der Spezialfonds in Höhe von 1,6 Billionen Euro ist der Anteil von Altersvorsorgeeinrichtungen seit Ende 2016 von 22 Prozent auf 28 Prozent gestiegen. Die volumengrößte Anlegergruppe sind weiterhin Versicherungsgesellschaften. Sie haben ein Vermögen von 556 Milliarden Euro angelegt. Ihr Anteil ist seit Ende 2016 von 37 Prozent auf 34 Prozent gesunken.

Mischfonds führen Absatzliste der Publikumsfonds seit 2013 an

Mischfonds führen die Absatzliste der offenen Publikumsfonds im sechsten Jahr in Folge an. Sie sammelten im ersten Halbjahr 2018 netto 12,2 Milliarden Euro ein. Wie im Vorjahr standen Produkte, die zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen anlegen, mit 8,8 Milliarden Euro im Fokus.

Immobilienfonds erzielten Zuflüsse von 2,7 Milliarden Euro. Aktienfonds sammelten 1,2 Milliarden Euro ein. Aus Rentenfonds zogen Anleger netto 2,9 Milliarden Euro ab. Abflüsse verzeichneten insbesondere Fonds mit Unternehmensanleihen (1,9 Milliarden Euro). Zuflüsse erzielten Fonds, die auf Euro-Anleihen mit längerer Laufzeit setzen (1,6 Milliarden Euro).

Geschlossene Fonds verwalten 7 Milliarden Euro

Das Netto-Vermögen geschlossener Fonds ist seit Jahresanfang von 6 Milliarden Euro auf 7 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfallen 5 Milliarden Euro auf geschlossene Spezialfonds und 2 Milliarden Euro auf geschlossene Publikumsfonds. Im ersten Halbjahr dominierten Spezialfonds mit 0,7 Milliarden Euro das Neugeschäft. Zum Vergleich: Im gesamten Kalenderjahr 2017 sammelten geschlossene Fonds 2,9 Milliarden Euro ein. Spezialfonds steuerten 2,6 Milliarden Euro bei. Die Statistik, an der auch Gesellschaften teilnehmen können, die nicht Mitglied im BVI sind, berücksichtigt geschlossene Fonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) aufgelegt sind, sowie vergleichbare im Ausland aufgelegte Fonds.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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Jeder Siebte sucht eine neue Wohnung – Deutsche wollen neue Wohnungspolitik

Berlin, 20.08.2018 (Marktnews) – Die Deutschen klagen über ein zu geringes Wohnungsangebot, fordern einen rigideren Umgang mit fehlbelegten Wohnungen und vertrauen den privaten Wohnungsunternehmen, ausreichend Wohnraum zu schaffen. Sie wollen passende staatliche Unterstützung für einkommensschwache Haushalte und den Wohnungsbau und setzen dabei neben dem geförderten Wohnungsbau zunehmend auf Mietzuschüsse als Problemlösung. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Civey im August 2018, die der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V., Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, in Auftrag gegeben hat. „Mehrere Politiker haben bezahlbaren Wohnraum als soziale Frage unserer Zeit bezeichnet. Das zeigt die hohe Relevanz dieses Themas. Viele Menschen haben Probleme, eine Wohnung in den angespannten Märkten zu finden. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf. Wir als Branche müssen bessere politische Rahmenbedingungen erhalten und brauchen weniger Regulierung und Ideologie, um schneller, effizienter und intelligenter bauen zu dürfen“, erklärt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Die angespannte Stimmung erzeugt hitzige Diskussionen, die wir dringend führen müssen. Dennoch müssen wir auch auf sachlicher Ebene Lösungen finden“, meint Mattner.

14,7 Prozent der Deutschen sind auf Wohnungssuche

Laut der Umfrage befinden sich derzeit 14,7 Prozent der Befragten auf der Suche nach einem neuen Haus beziehungsweise einer neuen Wohnung. Insbesondere in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen ist der Anteil an Wohnungssuchenden mit 30,5 Prozent besonders hoch. Zudem sind „Arbeitslose / Nichterwerbspersonen“ vergleichsweise häufig auf der Suche (27,6 Prozent). „Daraus können wir bereits sehr gut die Zielgruppe von neuem Wohnraum ablesen, nämlich bezahlbare Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte sowie junge Familien und Berufseinsteiger“, erklärt Rolf Buch, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses Wohnen. „Diese Zielgruppen sind es aber auch, die durch das mangelnde Angebot drohen verdrängt zu werden. Aus diesem Grund setzen wir uns für eine lebendigere Grundstückspolitik der Kommunen, effizientere Prozesse und mehr Freiheiten in der Projektentwicklung ein. So können wir die Anzahl fertiggestellter Wohnungen in allen Regionen Deutschlands deutlich erhöhen“, meint Buch.

Sozialer Wohnraum ist nicht das Allheilmittel – weitere Maßnahmen gewünscht

Mehrere Befragte betrachten die starke Alleinstellung der Objektförderung in Deutschland, also dem sozialen Wohnungsbau, kritisch und befürworten dementsprechend weitere Maßnahmen. So hält jeder vierte Umfrageteilnehmer (25,2 Prozent) Mietzuschüsse, also Subjektförderung, für geeigneter. 11,6 Prozent wollen sowohl Objekt- als auch Subjektförderung. Jeder dritte Erwerbslose (34,8 Prozent) hält reine Subjektförderung für das bessere Instrument. „Diese Zielgruppe ist es, die durch den einseitigen Fokus der Politik auf sozialen Wohnraum nachhaltig beeinträchtigt wird. Bezahlbaren Wohnraum gibt es auch im freifinanzierten Wohnungsbau. Eine gezieltere Subjektförderung kann helfen, diesen Wohnraum für Transferleistungsempfänger zugänglich zu machen“, meint Mattner. Kritisch betrachten die Befragten auch das Thema Fehlbelegung. So würden 53,6 Prozent der Befragten eine Zusatzabgabe eines Mieters in einer Sozialwohnung fordern, wenn sich dessen Haushaltseinkommen etwa durch einen neuen Job entsprechend erhöht. 27,5 Prozent würden sogar das Mietverhältnis kündigen. Eine Kündigung infolge eines höheren Haushaltseinkommens ist sicher nicht zielführend. Dennoch halten mehrere Befragte entsprechende Abgaben für sinnvoll.

Befragte kritisieren zu geringes Wohnungsangebot und einseitige Unterstützung

Auf die Frage, worin sich die Mietpreisanstiege in den Großstädten begründen, antworten 86,9 Prozent mit einem zu geringen Wohnungsangebot. 80,3 Prozent der Befragten sehen auch die hohen Bau- und Grundstückskosten in der Verantwortung. „Das Bauen ist in den letzten Jahren konstant teurer geworden. Die politischen Auflagen haben sich erhöht, die Grundstückspreise sind ebenfalls auf einem Allzeithoch und Kosten für Baustoffe und Gewerke steigen konstant. Allerdings gibt es zahlreiche Instrumente wie die Konzeptvergabe von Grundstücken, serielles länderübergreifendes Bauen und digitales Planen, um die Kosten zu reduzieren. Diese Angebote werden aber aktuell von zu wenigen Kommunen genutzt. Hier findet sich ein erhebliches Potenzial“, erklärt Mattner. Zudem müsse die Politik laut Einschätzung der Befragten auch den privaten Wohnungssektor unterstützen. 51,9 Prozent der Befragten meinen, dass die Politik neben der öffentlichen auch die private Immobilienwirtschaft beim Bau von bezahlbarem Wohnraum unterstützen sollte. „Dafür braucht es nicht immer Subventionen, sondern vielmehr gleiche Möglichkeiten etwa bei der Vergabe von Grundstücken und der Genehmigung von Planungen und Bauvorhaben“, ergänzt Mattner. Darüber hinaus seien viele Kommunen mit den aktuellen Herausforderungen aufgrund eines Personalabbaus in den letzten Jahren überlastet. „Wir müssen zwingend besser zusammenarbeiten.“

Der ZIA hat im Vorfeld des Wohnungsgipfels der Bundesregierung am 21. September mehrere Maßnahmen für Bund, Länder, Kommunen und Immobilienwirtschaft vorgeschlagen, um das Planen und Bauen in Deutschland zu beschleunigen. Diese finden Sie hier: https://www.zia-deutschland.de/positionen/planungs-und-baubeschleunigungsgesetz/

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. 

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Gebremste Renditefantasien: Europäische Immobilieninvestoren setzen auf Risikovermeidung im fortgeschrittenen Marktzyklus

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Hamburg, 2. August 2018 (Marktnews):

  • Erwarteter ‚Style Drift‘ bleibt aus
  • Wachsende Vorsicht bei Retail- und Hotelinvestments
  • Investitionsklima-Index verliert an Schwung

Der zyklische Wendepunkt an den europäischen Immobilienmärkten rückt in der Erwartung der Immobilieninvestoren näher. Korrespondierend hierzu wächst bei den Profianlegern die Furcht vor der Fehlallokation von Kapital. Renditefantasien werden engere Grenzen gesetzt. 

Wie die aktuelle Investitionsklima-Studie von Union Investment zeigt, rechnet die Mehrheit der Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereits für 2019 oder 2020 mit wieder steigenden Immobilienanfangsrenditen. Nur noch jeder vierte Investmententscheider erwartet eine Verlängerung des Immobilienmarktzyklus über das Jahr 2021 hinaus. Ein höheres Risiko für gleiche Renditen einzugehen, dazu sind in aktuellen Union Investment-Umfrage unter 163 europäischen Immobilienunternehmen nur noch 28 Prozent bereit. Gegenüber der letzten Erhebung vor einem halben Jahr ist der Umfragewert noch einmal um 9 Prozentpunkte gefallen. Der mit 64 Prozent weitaus größere Anteil der Investoren (Vergleichswert Winter 2017/18: 56 Prozent) will seiner Risikostrategie treu bleiben und ist dafür bereit, geringere Renditen zu erzielen.  

Spiegelbildlich zu der zurückgehenden Risikoneigung zeigen sich bei den europäischen Immobilieninvestoren sehr verhaltenen Renditeerwartungen, zumindest auf kurze bis mittlere Sicht. Weniger als 50 Prozent der befragten Immobilienunternehmen glauben, die selbst gesteckten Renditeziele erreichen zu können, weder in drei noch im Zeithorizont von fünf Jahren. Besonders pessimistisch fällt die Renditeprognose bei den deutschen Investoren aus: 55 Prozent der interviewten Immobilienprofis stellen sich auf Abstriche bei den Immobilienrenditen mindestens bis zum Jahr 2023 ein. 

„Die Bonität von Mietern und die bauliche Qualität von Objekten haben unverändert den größten Einfluss auf Investitionsentscheidungen. Daraus lässt sich ablesen, dass der vielfach prognostizierte ‚Style Drift‘ bei den europäischen Investoren während des ungewöhnlich langen Marktzyklus nicht eingetreten ist – und in diesem Zyklus auch nicht mehr eintreten wird“, sagt Olaf Janßen, Leiter Immobilienresearch bei Union Investment.   

Gestützt wird dies durch die in der Studie festgestellte weiterhin hohe Sicherheitsorientierung der Profiinvestoren. Für knapp 30 Prozent der interviewten Investoren ist Sicherheit der wichtigste Aspekt bei Anlageentscheidungen, für 9 Prozent ist Liquidität am wichtigsten, Rendite für  58 Prozent. Eine stärkere Risikoausrichtung als bei der letzten Befragung im Winter 2017/18 ist einzig in der Gruppe der französischen Investoren auszumachen.  „Die ausgeprägte Sicherheitsorientierung engt die Handlungsspielräume der Investoren ein. Überraschend ist die Deutlichkeit, mit der bestimmte Marktsegmente für Investments in den nächsten Monaten ausgeschlossen werden“, so Olaf Janßen.  

Die komplette Studie nachlesbar unter: www.realestate.union-investment.de/startseite-immobilienkunden/mediathek/presseinformationen.html

Quelle: Union Investment Real Estate GmbH

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Zuflüsse bei Mischfonds, Abflüsse bei Geldmarktfonds und Kurzläufer-Rentenfonds

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Frankfurt, 10. Juli 2018 – Investmentfonds sammelten im Mai netto 1,5 Milliarden Euro ein. Offene Spezialfonds verzeichneten 2,5 Milliarden Euro neue Gelder. Aus offenen Publikumsfonds flossen 1,1 Milliarden Euro ab. Geschlossene Fonds erzielten 0,1 Milliarden Euro Zuflüsse. Seit Jahresanfang sammelten Fonds netto 45 Milliarden Euro ein. Aus freien Mandaten flossen 11 Milliarden Euro ab.

Mischfonds mit Zuflüssen

Mischfonds führen mit 2,5 Milliarden Euro die Absatzliste der offenen Publikumsfonds an. Sie verwalteten Ende Mai ein Vermögen von 278 Milliarden Euro. Das entspricht 27 Prozent des Publikumsfondsvolumens (1.047 Milliarden Euro). Aktiv gemanagte Aktienfonds verzeichneten Zuflüsse von 1,3 Milliarden Euro. Aus Aktien-ETFs flossen 1,1 Milliarden Euro ab. Aktienfonds sind mit einem Vermögen von 398 Milliarden Euro bzw. einem Anteil von 38 Prozent die volumengrößte Gruppe. Rentenfonds verzeichneten Abflüsse von 1,9 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,8 Milliarden Euro auf Fonds, die überwiegend in Anleihen mit kurzer Laufzeit investieren. Rentenfonds verwalten ein Vermögen von 210 Milliarden Euro. Aus Geldmarktfonds zogen Anleger netto 2,3 Milliarden Euro ab. Sie haben ein Volumen von 17 Milliarden Euro.

13 Prozent des Publikumsfondsvermögens entfallen auf ETFs

Das verwaltete Vermögen börsengehandelter Indexfonds (ETFs) hat sich seit Ende 2010 von 68 Milliarden Euro auf 137 Milliarden Euro verdoppelt. Ihr Anteil an den offenen Publikumsfonds stieg damit von 9,6 Prozent auf 13,1 Prozent. Knapp 90 Prozent des ETF-Vermögens entfallen auf institutionelle Anleger. Mit 115 Milliarden Euro sind Aktien-ETFs die volumengrößte Gruppe. Es folgen Renten-ETFs mit 18 Milliarden Euro.

Europaweit verwalteten die Fondsgesellschaften Ende Mai 2018 ein Vermögen von 665 Milliarden Euro in ETFs. Deutschland ist mit einem Anteil von 21 Prozent der größte Absatzmarkt.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Pressemitteilung vom 10. Juli 2018

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M&L ist zum siebten Mal in Folge TOP CONSULTANT

Top Consultant 2018

Die Managementberatung M&L AG ist als eines der besten deutschen Beratungsunternehmen für den Mittelstand durch Bundespräsident a.D. Christian Wulff gewürdigt worden.

Frankfurt/Ludwigsburg – Die M&L Aktiengesellschaft darf sich auch 2018 wieder TOP Consultant nennen. Das Besondere: Zu ihrem 25-jährigen Firmenjubiläum gehört die M&L zu einer Handvoll Unternehmen, die bereits zum siebten Mal in Folge sich TOP Consultant nennen dürfen. Damit ist die Frankfurter Unternehmensberatung ununterbrochen seit 2011 in diesem erlauchten Kreis dabei, der dieses Siegel für Professionalität und Kompetenz tragen darf.

Bei der wissenschaftlich fundierten Kundenbefragung des Beratervergleichs TOP CONSULTANT stellte das Unternehmen seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung auf dem 5. Deutschen Mittelstands-Summit, dieses Mal im baden-württembergischen Ludwigsburg, gratulierte TOP CONSULTANT-Mentor und Bundespräsident a.D. Christian Wulff den Vorständen Matthias Mauer und Jürgen Lessnich.

Die wissenschaftliche Leitung des Projekts liegt in den Händen von Prof. Dr. Dietmar Fink und Bianka Knoblach. Beide leiten gemeinsam die Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) in Bonn. Im Auftrag von compamedia GmbH befragt die WGMB Referenzkunden der teilnehmenden Beratungsunternehmen und wertet die Ergebnisse zusammen mit weiteren Unternehmensdaten aus. Das TOP CONSULTANT-Siegel wird nur dann verliehen, wenn ein Beratungshaus hierbei ein sehr gutes oder gutes Ergebnis erzielt. In diesem Jahr erhielten insgesamt 111 Unternehmen die begehrte Auszeichnung.

Die M&L Aktiengesellschaft hat dieses Verfahren durchlaufen und überzeugt: Als Wirtschaftsingenieure, Wirtschaftsinformatiker und Geomarketingspezialisten bringen die Mitarbeiter ein hohes Maß an Spezialwissen in der Wirtschaft und deren Belange, und auch die entsprechende Technik mit. Zugleich verstehen sie die Anforderungen ihrer Kunden und sprechen deren Sprache.

Seit über 25 Jahren am Markt, haben sich die Frankfurter Berater vor allem im Bereich Big Data und Geomarketing einen Namen gemacht. Wer riesige Datenmengen verarbeiten und analysieren will, benötigt nicht nur das Know-how und ein ausgeprägtes Verständnis im Hinblick auf die Mechanismen in Marketing und Vertrieb, sondern auch die richtige Technologie. Und hierüber verfügt die Unternehmensberatung aus Frankfurt am Main seit vielen Jahren, um ihren Kunden die notwendigen Markt- und Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

„Ich bin sehr stolz auf mein Team. Zum einem, dass wir als einer der wenigen Mittelstandsberater seit fast einer Dekade die Auszeichnung TOP Consultant zu verteidigen haben. Zum anderen, dass wir durch unsere Qualifikationen und unsere Fähigkeiten neueste Entwicklungen in den Bereichen Big Data und Geomarketing als führende Managementberatung seit 25 Jahre für unsere Kunden erfolgreich umsetzen“, freut sich Vorstand Matthias Mauer.

Ein ausführliches Porträt über M&L findet sich auf dem Beraterportal www.beste-mittelstandsberater.de.

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April: Spezialfonds dominieren Neugeschäft

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Frankfurt, 13. Juni 2018 – Investmentfonds sammelten im April netto 5,5 Milliarden Euro ein. Spezialfonds steuerten mit 5,1 Milliarden Euro den Großteil bei. Publikumsfonds erzielten 0,3 Milliarden Euro Zuflüsse, nachdem sie im März Abflüsse von 1,3 Milliarden Euro verzeichneten. Mischfonds führten mit 2,1 Milliarden Euro erneut die Absatzliste an.

Aus Aktien-ETFs flossen 2 Milliarden Euro ab, aktiv gemanagte Aktienfonds sammelten 0,1 Milliarden Euro ein. Freie Mandate verzeichneten Abflüsse von 1,9 Milliarden Euro. Seit Jahresanfang summiert sich das Neugeschäft der Investmentfonds auf 43,5 Milliarden Euro, aus freien Mandaten flossen 8,8 Milliarden Euro ab. Die Fondsgesellschaften verwalteten Ende April 2018 ein Vermögen von über 3 Billionen Euro.

Rekordvermögen: Immobilienfonds verwalten 172 Milliarden Euro

Das verwaltete Netto-Vermögen der offenen Immobilienfonds ist seit Ende 2007 von 105 Milliarden Euro auf 172 Milliarden Euro gestiegen. Immobilien-Publikumsfonds verzeichnen mit 91,6 Milliarden Euro und Immobilien-Spezialfonds mit 80,3 Milliarden Euro jeweils ein Rekordvermögen. Insbesondere Immobilien-Spezialfonds sind stark gewachsen. Sie haben ihr Vermögen in den letzten zehn Jahren vervierfacht. Die Immobilien-Publikumsfonds haben die Marktturbulenzen der letzten Jahre gut überstanden. Entfielen Ende 2012 rund 25 Prozent des Vermögens auf offene Fonds, die vorübergehend die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt haben oder die in Abwicklung waren, entfallen nun drei Prozent des Vermögens auf Fonds in Abwicklung.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Pressemitteilung vom 13. Juni 2018

 

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Finanzanalysten erstellen Kurs- und Gewinnprognosen nicht ausschließlich nach objektiven Kriterien, sondern stark nach individuellen Persönlichkeits-Präferenzen

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Studie des Investment Lab Heilbronn:

Heilbronn, 02.Mai 2018 – Finanzanalysten lassen sich bei ihren Bewertungen der Ertragsaussichten eines Unternehmens von der Persönlichkeit des Vorstandsvorsitzenden beeinflussen. Bei ansonsten absolut gleichen wirtschaftlichen Zahlen prognostizieren die Analysten im Schnitt eine deutlich bessere Entwicklung, wenn  Firmen einen  extrovertierten CEO haben im Vergleich zur Leitung durch  einen zurückhaltenden Vorstand.

Das ist das Ergebnis einer umfassenden Studie des Investment Lab Heilbronn. Bewertungen von 173 Analysten aus 12 europäischen Ländern flossen in die Untersuchung ein. „Wie eindeutig die Unterschiede bei den Prognosen zu den Gewinnaussichten und den Kurszielen in vielen Fällen ist, hat uns doch sehr überrascht“, erläutert Dr. Jochen Becker, Assistant Professor für Finanzkommunikation an der German Graduate School of Management and Law Heilbronn (GGS) und Direktor des Investment Lab: „Wenn alleine die Frage, ob der CEO aus sich herausgeht oder nicht, solche Bewertungsunterschiede zur Folge hat, muss so manche Analystenbewertung kritisch gesehen werden. Denn dann legen viele Experten auch subjektive Kriterien zugrunde. Doch Investoren, die ihre Anlageempfehlungen nach professionellen Vorgaben ausrichten und erhebliche Summen aufgrund solcher Empfehlungen umschichten, erwarten ja absolute Bewertungsobjektivität.“

Bei den Prognosen zur künftigen Ertragskraft und weiterer Entwicklung des Aktienkurses spielte nicht nur die Persönlichkeit des CEOs eine Rolle, sondern auch die des Finanzanalysten selbst. Eindeutig ist die Bevorzugung der Unternehmen mit extrovertierten Chefs nämlich nur dann, falls der Analyst ebenfalls selbst extrovertiert ist. Dann wird beispielsweise der in einem Jahr bei dem analysierten Software-Unternehmen erwartete Gewinn je Aktie („Forecasted EPS“ – earnings per share) mit 1,41 Euro vorhergesagt, wenn der CEO extrovertiert ist. Bei introvertierten Chefs wurde bei ansonsten unveränderten Daten ein Wert 1,32 Euro genannt. Sind die Analysten hingegen selbst introvertiert, ist der Unterschied bei der Gewinnprognose nur sehr gering: 1,36 Euro bei extrovertierten und 1,35 Euro bei introvertierten Chefs.

Noch größer ist der Einfluss persönlicher und damit rein subjektiver Kriterien beim langfristig prognostizierten Kursziel des von den Experten analysierten fiktiven Software-Unternehmens. Extrovertierte Analysten vermelden hier bei einem extrovertierten CEO in drei bis fünf Jahren einen Aktienkurs von durchschnittlich 38,48 Euro. Bei einem introvertierten Chef sehen solche Analysten durchschnittlich nur ein Kursziel von 32,00 Euro. „Das ist ein so dramatischer Unterschied, dass ganz andere Investmententscheidungen gefällt werden“, so Dr. Becker: „Schaut man sich im Vergleich dazu an, wie ganz anders introvertierte Analysten die Zukunftsaussichten dieses Softwareunternehmens beurteilen, ist das ein eindeutiger Beleg, dass man bei Empfehlungen der Analysten stets auch dessen Persönlichkeitskomponente mit einbeziehen muss.“ Die introvertierten Bewertungs-Experten sehen nämlich das Kursziel des Softwareunternehmens in drei bis fünf Jahren durchschnittlich bei knapp über 35 Euro, unabhängig von der Persönlichkeit des Chefs.

Das Investment Lab Heilbronn hat in einer sehr aufwändigen Untersuchung Wert darauf gelegt, eine absolute Vergleichbarkeit der Bewertungen herzustellen. „Somit gab es Unterschiede lediglich im Persönlichkeitsmerkmal ´Extrovertiertheit` von Vorstand und Analysten“, erläutert Josip Medjedovic, Research Associate am Investment Lab den Versuchsaufbau. Nach seiner Ansicht ist es durchaus möglich, dass das Kriterium des extrovertierten oder zurückhaltenden Chefs im Falle des analysierten fiktiven Software-Unternehmens grundsätzlich eine größere Bedeutung als bei Firmen anderer Branchen hat. „Vielleicht ist man durch die legendären Auftritte von Steve Jobs oder Steve Ballmer bei Apple bzw. Microsoft so gepolt, dass man beim Thema Software einfach einen extrovertierten CEO als Voraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen aus diesem Bereich sieht“, so Becker: „Doch das darf nicht der Grund für solche Bewertungsunterschiede sein. Gerade von einem Analysten erwartet man, dass dieser sich von Bühnenshows oder anderen öffentlichkeitswirksamen Auftritten nicht davon ablenken lässt und einzig nach harten Fakten beurteilt.“

Zudem sei die Beeinflussung der Analystenbewertung durch subjektive Kriterien sicherlich nicht auf die Software-Branche beschränkt. „Unser Studien-Aufbau hat sich ja nur auf den Faktor unterschiedlicher Extrovertiertheit beschränkt“, so Medjedovic: „Im Analyse-Alltag sind aber angesichts dieser Studienergebnisse noch andere Kriterien denkbar, die eine unterschiedliche Unternehmensbewertung beeinflussen können, etwa das Geschlecht oder andere Persönlichkeitsmerkmale des Unternehmensvorstands.“ Die Jahre an Berufserfahrung sowie der Branchenfokus der Finanzanalysten spielte bei den untersuchten Bewertungsunterschieden keine signifikante Rolle. „Hier gibt es im Gegensatz zum Persönlichkeitsmerkmal `Extrovertiertheit` keine Zusammenhänge“, erläutert Medjedovic.

Das Investment Lab, das als Research-Institut für börsennotierte Wachstumsunternehmen und Venture Capital-Akteure konzipiert ist, rät Investoren, nie auf einige wenige Analysten-Urteile zu vertrauen. „Investoren können anhand dieser Studie verstehen, wie kritisch reflektierend sie mit Aktien-Empfehlungen umgehen müssen.  Deren Zustandekommen ist stets zu hinterfragen und mit den Rahmenbedingungen anderer Bewertungen abzugleichen“, so Becker: „Auch die Analysten selbst können wichtige Schlussfolgerungen aus unserer Untersuchung ziehen und versuchen, den subjektiven Faktor in ihren eigenen Analysen zu minimieren.“ Die Heilbronner Wissenschaftler wollen im Blick behalten, ob auch die bewerteten Unternehmen selbst Schlussfolgerungen aus der Studie ziehen werden. „Eventuell wird ja das ein oder andere Unternehmen angesichts solcher Zusammenhänge dazu neigen, einen extrovertierten CEO an die Spitze zu berufen“, stellt Investment Lab-Direktor Dr. Jochen Becker als Überlegung an: „Wenn alleine die Extrovertiertheit des CEO die Aussicht auf bessere Analysten-Bewertungen steigert, könnte das eventuell einen Effekt auf die personellen Entscheidungen haben.“

Quelle: Investment Lab Heilbronn

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Geschlossene Fonds – Emissionsvolumen steigt im ersten Quartal an

Berlin, 19. April 2018 – Die Ratingagentur Scope hat die in Q1 2018 emittierten geschlossenen Publikums-AIF (alternative Investmentfonds) und Vermögensanlagen erfasst: Insgesamt wurden sieben Publikums-AIF und neun Vermögensanlagen von der BaFin zum Vertrieb zugelassen.

Das Angebot der im ersten Quartal (Q1) 2018 zum Vertrieb zugelassenen geschlossenen Publikums-AIF erstreckt sich auf sieben AIF mit einem prospektierten Eigenkapitalvolumen von insgesamt rund 313 Millionen Euro.
Zum Vergleich: In Q1 2017 wurden sechs Fonds mit einem geplanten Eigenkapitalvolumen von zusammen lediglich 143 Millionen Euro emittiert. Das heißt, die Anzahl der neuen Fonds ist gegenüber dem Vorjahresquartal annähernd gleichgeblieben. Das zu platzierende Eigenkapitalvolumen ist jedoch um rund 119 Prozent gestiegen.

Verantwortlich für das deutliche Plus ist vor allem ein großvolumiger Fonds – der WealthCap Immobilien Deutschland 40 – mit einem prospektierten Eigenkapital von rund 200 Millionen Euro.

Deutsche Immobilien dominieren – Risikogemischte Konzepte entwickeln sich zum Standard
Vier der sieben im ersten Quartal 2018 emittierten AIF investieren in Immobilien. Der Investitionsfokus der Immobilienfonds liegt ausschließlich auf deutschen Objekten.
Sämtliche Fonds sind risikogemischt konzipiert. Vier der sieben risikogemischten AIF sind Blindpool- bzw. Semi-Blindpool-Konstruktionen. Lediglich bei drei AIF stehen die Investments bei Prospekterstellung vollständig fest.

Vermögensanlagen: Weniger Produkte, mehr Volumen
Das Angebot neuer Vermögensanlagen nach Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) erstreckt sich in Q1 2018 auf neun Produkte. In Bezug auf die Anzahl wurden gegenüber Q1 2017 mit 13 emittierten Vermögensanlagen damit rund 31 Prozent weniger Produkte zum Vertrieb zugelassen.

Zuwachs gibt es allerdings für das zu platzierende Kapital: Dieses beläuft sich in Q1 2018 auf rund 213 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (rund 146 Millionen Euro) bedeutet dies einen Anstieg um rund 46 Prozent (Hinweis: Bereinigt man das Emissionsvolumen allerdings um das seit Anfang März geschlossene P&R-Angebot, beläuft es sich nur noch auf 113 Millionen Euro.)

Quelle: Scope Analysis GmbH, Pressemitteilung vom 19. April 2018

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