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Category Archives: News

AENGEVELT-Wohninvestment-Index AWI: Neuer Rekord

©Aengevelt

Düsseldorf, 11.12.2017 (Marktnews): Ergebnis der aktuellen Herbstbefragung: Der AWI erreicht mit 77,2 Punkten (Frühjahrsbefragung 2017: 76,1 Pkt.) einen neuen Rekordwert. Allerdings vollzog sich der Anstieg des AWI nicht in allen Wohnlagen:

  • In guten Lagen sank der lagedifferenzierte AWI gegenüber dem Frühjahr  2017 um 0,7 Punkte auf aktuell 72,8 Punkte und bestätigt damit die seit einem Jahr (Herbst 2016) beobachtete negative Trendwende.
  • Demgegenüber stieg der Subindex in den mittleren und einfachen Lagen mit aktuell 80,2 bzw. 74,8 Punkten im Vergleich zum Frühjahr 2017 um 1,6 bzw. 1,1 Punkte.

Ungeachtet der unterschiedlichen Entwicklungen zeigt der AWI damit in allen Lagen klar einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit überdurchschnitt­lichem Miet-/Kaufpreisniveau an (Marktgleichgewicht: 40 bis 60 Punkte).

Besonders beachtenswert ist der erneute Anstieg des AWI in den einfachen Lagen: Befand sich dieser noch Im Frühjahr 2015 mit 59,7 Punkten im Marktgleichgewicht, übertrifft er mittlerweile deutlich den Wert der guten Lagen. „Der Mietwohnungsneubau findet weiterhin unzureichend statt. Die Notwendigkeit der Integration von Flüchtlingen und Einwanderern spitzt die quantitative Wohnungsunterversorgung der Gesamtbevölkerung tendenziell weiter zu. Auch wird die qualitative Nachfrage nicht befriedigt und dadurch werden Haushalte mit geringeren Einkommen zunehmend von Besserverdienenden aus ihren qualitativ geringerwertigen, bislang aber preiswerten Wohnungen verdrängt. Insgesamt lässt sich feststellen, dass kurz- und mittelfristig der Bedarf an Mietwohnungen vor allem in einfachen Lagen rasant gestiegen ist“, erläutert Michael Fenderl, Leiter AENGEVELT-RESEARCH, und führt weiter aus: „Deshalb müssen Bestandssanierung und vor allem der bedarfsgerechte, d.h. bezahlbare Mietwohnungsneubau weiter forciert werden. Dies zeichnet sich indessen bislang nicht in ausreichendem Umfang ab. Somit besteht i.d.R. weiterhin eine Wohnungsknappheit insbesondere in den Wachstumskernen. Das wird sich absehbar nicht ändern.“

Entsprechend rechnet Fenderl mit einem weiter anziehenden Mietpreisniveau in allen Lagen, auch wenn in der zweiten Jahreshälfte 2017 eine abflachende Mietpreissteigerungsdynamik v.a. in den Metropolen zu beobachten ist.

Das bestätigen auch die Befragungs­ergebnisse: Von einer weiter zunehmenden Mietpreisentwicklung gehen 74% der Befragten aus, mit einem Rückgang der Mieten rechnen lediglich 3% (Frühjahr 2017: 73% bzw. 1%). In einfachen Lagen ist der Anteil derer, die von einer zunehmenden Mietpreisentwicklung ausgehen, mit 74% nahezu gleich geblieben (Frühjahr 2017: 75%). In mittleren Lagen hat sich der Anteil innerhalb eines halben Jahres stark von 79% auf 83% erhöht. Auch in guten Lagen ist der Anteil mit 65% weiter gestiegen (Frühjahr 2016: 64%). Hier ist trotz inzwischen hoher Preise noch kein Ende der Mietpreisspirale zu erkennen.

Quelle: AENGEVELT IMMOBILIEN GmbH & Co. KG

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Ottmar Heinen wird neuer Vorstand bei PROJECT Beteiligungen AG

Die Holdinggesellschaft des Kapitalanlage- und Immobilienspezialisten PROJECT Investment hat mit Wirkung zum 1. Dezember 2017 Ottmar Heinen (50) zum Vorstand Vertrieb und Marketing bestellt. Gleichzeitig wechselt mit Wolfgang Dippold einer der beiden amtierenden Vorstände der PROJECT Beteiligungen AG als Vorsitzender in den Aufsichtsrat. Künftig wird die Muttergesellschaft von der Doppelspitze Ottmar Heinen und Markus Schürmann geleitet.

Ottmar Heinen kommt von der Regensburger Lacuna Gruppe, bei der er zuletzt als Geschäftsführer und Vorstand der operativ tätigen und vermögensverwaltenden Gesellschaften verantwortlich war, zur Bamberger PROJECT Investment Gruppe. Der gebürtige Aachener verfügt über 30 Jahre Berufs- und Führungserfahrung in der Finanz- und Sachwertbranche. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und Weiterbildung zum Vermögensberater absolvierte er ein Studium zum Sparkassenbetriebswirt. Von 2000 bis 2007 war er als Senior Key Account Manager und Prokurist in leitender Managementfunktion bei Generali Investments tätig. Weitere Stationen seiner Karriere bildeten jeweils mit Führungsverantwortung ING Asset Management, gefolgt von der KBC Bank Deutschland bis zur Lacuna Gruppe, zu der er 2010 wechselte. »PROJECT Investment bietet nachhaltige Perspektiven in einer sehr gut positionierten Unternehmensgruppe mit einem jungen und dynamischen Personalstamm. Die Kombination von bedarfsgerechter Planung und Sicherheitskonzeption der Immobilienprojekte bildet ein Alleinstellungsmerkmal am Sachwertemarkt. Ich freue mich, meine ganze Energie und langjährige Erfahrung der Weiterentwicklung der PROJECT Investment Gruppe zu widmen«, so Ottmar Heinen, Vorstand Vertrieb und Marketing der PROJECT Beteiligungen AG. Seit 2009 ist der verheiratete Familienvater von zwei Kindern zudem als Referent an verschiedenen Fortbildungsinstituten wie beispielsweise der Europäischen Akademie für Finanzplanung gefragt. Außerdem ist Ottmar Heinen sehr stark sozial engagiert und bekleidet unter anderem ehrenamtlich in der Lions Organisation die Position des District Governor (elect) in Rheinland-Süd.

PROJECT-Gründer nehmen Aufsichtsratsvorsitz ein

»Ottmar Heinen ist menschlich wie auch fachlich unsere erste Wahl für die operative Übernahme der Gesamtverantwortung der PROJECT Investment Gruppe gemeinsam in der Doppelspitze mit Markus Schürmann«, freut sich Wolfgang Dippold. Der 56-Jährige wird ab Januar 2018 den Aufsichtsratsvorsitz der PROJECT Beteiligungen AG vom bisherigen Vorsitzenden und Mitgründer Jürgen Seeberger übernehmen. Der studierte Architekt ist bereits im Februar 2017 in den Aufsichtsrat der Holdinggesellschaft der von ihm gegründeten PROJECT Immobilien Gruppe, der PROJECT Real Estate AG, gewechselt und hat dort – analog zu Wolfgang Dippold in der PROJECT Investment Gruppe – die Position des Vorsitzenden inne. Beide PROJECT-Gründer sind mit ihren Familiengesellschaften jeweils zu 49 Prozent am Unternehmen des Mitgründers beteiligt.

Quelle: PROJECT Beteiligungen AG

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Immobilien an der Börse: Neun Jahre Wachstum

Berlin, 23.11.2017 (Marktnews)

  • Immobilienvermögen erstmals über 100 Milliarden Euro (+26 Prozent ggü. Vorjahr)
  • Marktkapitalisierung steigt auf 73 Milliarden Euro (+26 Prozent ggü. Vorjahr)
  • Position als Nr. 2 im Europäischen Sektor gestärkt
  • IPO-Maschine stockt weiterhin
  • Konsolidierung: Anzahl Unternehmen schrumpft weiter (-29 Prozent seit 2011)

Auch im Jahr 2017 stehen die Zeichen für den börsennotierten Immobiliensektor weiter auf Wachstum. So legte die Marktkapitalisierung des Sektors gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf nunmehr 73 Milliarden Euro zu. Auch das Immobilienvermögen der börsennotierten Unternehmen legte um weitere 26 Prozent zu und hat mit nunmehr 114 Milliarden Euro die Schallmauer von 100 Milliarden Euro durchbrochen. „Die Zahlen dieser nunmehr fünften Gemeinschaftsstudie von ZIA & Barkow Consulting belegen die stetig wachsende volkswirtschaftliche Bedeutung des börsennotierten Immobiliensektors erneut eindrucksvoll“, sagt Alexander Dexne, Vorsitzender des Ausschusses Immobilienaktie beim ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss.

Kann Deutschland der führende Markt in Europa werden?

Auch international spielen deutsche Immobilien AGs eine immer bedeutendere Rolle. So beträgt der deutsche Anteil am europäischen Sektor aktuell 23 Prozent. Im Jahr 2013 betrug der entsprechende Anteil lediglich zehn Prozent. Deutschland konnte entsprechend seine Position als zweitwichtigstes Land im europäischen EPRA-Index weiter ausbauen. Der Abstand zu Großbritannien als führendem Immobilienaktienland konnte gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert werden und beträgt nur noch zwölf Milliarden Euro. Zudem ist der deutsche börsennotierte Sektor damit größer als die nachfolgenden Länder Frankreich und Niederlande zusammen. Auch kommen mittlerweile drei der zehn größten europäischen Immobilien AGs aus Deutschland.

„Der deutsche Sektor hat weiter von der britischen Brexit-Entscheidung profitiert“, sagt Peter Barkow von Barkow Consulting und Koautor der Studie. So hat sich der Anteil des britischen Sektors über den gesunkenen Wechselkurs nochmals reduziert, während der Anteil des deutschen Sektors aufgrund seines Charakters als sicherer Hafen und der überdurchschnittlichen Kursperformance weiter anstieg.

Drei Neuzugänge, Anzahl Unternehmen geht dennoch stark zurück

Der deutsche Sektor konnte seit der letztjährigen Studie drei Neuzugänge verzeichnen. Den größten Effekt auf den Sektor hatte dabei die Entscheidung von Aroundtown, ihre Notierung von der Euronext in den Prime Standard der deutschen Börse zu verlegen. Weitere Neuzugänge waren die Börsengänge von Consus und Noratis.

Erneut konnte das Sektorwachstum ohne große Börsengänge erreicht werden.  Auch ist die Emission von neuem Eigenkapital generell über die Börse im ersten Halbjahr mit 1,5 Milliarden Euro weiter auf relativ niedrigem Niveau verblieben. Der Anstieg der Marktkapitalisierung ist daher erneut im Wesentlichen auf steigende Kurse zurückzuführen. So konnte der EPRA Germany Index über die vergangenen zwölf Monate um 19 Prozent zulegen und liegt damit in der Spitzengruppe der europäischen Länder. Letztere haben im Durchschnitt 13 Prozent zulegen können. Der Trend zu größeren Einheiten im Sektor hält unvermindert an und hat dazu geführt, dass die Anzahl der Immobilien AGs gegenüber 2011 um 29 Prozent auf aktuell 55 zurückgegangen ist. Auch gegenüber dem Vorjahr hat der Sektor sechs Unternehmen eingebüßt.

Wachstum durch Wohnen und Wirtschaftsimmobilien

Die Dominanz des Wohnsektors war auch 2017 spürbar. So repräsentieren Wohnimmobilien immer noch 76 Prozent des Immobilienvermögens des Sektors. Erstmals seit langer Zeit konnten aber auch Wirtschaftsimmobilien an der deutschen Börse deutlich zulegen, was wiederum auf den Notizwechsel von Aroundtown zurückzuführen ist.

„Auf dem Sektor der Wirtschaftsimmobilien ruht auch die Hoffnung für weiteres Wachstum. Im europäischen Kontext hat Deutschland hier immer noch erheblichen Nachholbedarf“, so Sabine Georgi, Abteilungsleiterin Immobilien- und Kapitalmärkte beim ZIA und Koautorin der Studie.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. 

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Deutsche Finance Group unterschreibt die „Principles of Responsible Investments“ der Vereinten Nationen

München, 23.11.2017 (Marktnews): Die Deutsche Finance Group hat die „Principles of Responsible Investments“ der Vereinten Nationen unterzeichnet.

Die Prinzipien für nachhaltige und verantwortungsvolle Investitionen zielen auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards sowie einer angemessenen Governance auf Ebene der Zielinvestitionen. „Für uns als global aktiver Investor ist es wichtig, dass wir wissen, dass unsere lokalen Partner verantwortungsvoll handeln. Deshalb haben wir die Prinzipien der Vereinten Nationen für institutionelle Investoren in unseren Prüfungs- und Berichtsprozess integriert“, so Symon Hardy Godl, Geschäftsführer der Deutsche Finance Asset Management.

Quelle: Deutsche Finance Group

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Keine flächendeckende Wohnpreisinflation in Europa – aber deutliches Nord-Süd-Gefälle

Berlin, 28.09.2017 (Marktnews): Die Ratingagentur Scope hat 16 europäische Wohnimmobilienmärkte analysiert. Ergebnis: In Norwegen und Schweden gibt es klare Signale für Preisübertreibungen. In Deutschland hingegen kann von einer flächendeckenden Preisblase keine Rede sein.

Die extreme Zinspolitik der Notenbanken hat in zahlreichen Asset-Klassen zu kräftigen Preisschüben geführt. Vor allem Immobilien in Metropolregionen haben sich zum Teil massiv verteuert. „Dass es jedoch keine flächendeckende Wohnpreisinflation in Europa gibt, zeigt sich, wenn man den Blick von einzelnen Standorten abwendet und die durchschnittliche reale Hauspreisentwicklung ganzer Länder betrachtet“, sagt Senior Analyst Manfred Binsfeld von der Scope Investor Services.

Zwischen 2000 und 2007 haben sich die Kaufpreise für Wohneigentum im Durchschnitt der hier betrachteten 16 europäischen Länder um real rund 35% erhöht. Seit Ausbruch der Finanzkrise sind sie hingegen im Durchschnitt um knapp 10% gefallen.

Hinter dieser Durchschnittsbetrachtung verbirgt sich jedoch eine sehr heterogene Entwicklung: In den Jahren bis 2007 stieg das Preisniveau vor allem in Süd-Europa. Seit 2008 hingegen steigen die Preise für Wohneigentum vor allem in den nordischen Ländern und in den DACH-Staaten (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Norwegen und Schweden mit größtem Potenzial für Preisübertreibung

Mit Schweden und Norwegen entziehen sich zwei Länder diesem Schema. Denn beide Länder verzeichneten sowohl vor als auch nach der Finanzkrise kräftige Preissteigerungen für Wohneigentum.

Die durchschnittlichen Kaufpreise für Wohneigentum sind seit 2008 signifikant stärker gestiegen als die Mieten. Das Verhältnis von Preisen zu Mieten befindet sich in beiden Ländern auf dem höchsten Stand seit 1980.

Die Kaufpreise haben sich derart deutlich von den Mieten entkoppelt, wie wir es in Spanien und Irland unmittelbar vor dem Platzen der Immobilienblasen gesehen haben. Die Frage nach einer möglichen Häusermarkt-Überhitzung in Europa stellt sich daher aktuell hauptsächlich für Norwegen und Schweden.

In Norwegen beträgt die Schuldenlast der privaten Haushalte – ein wichtiger Indikator zur Prognose von Preisblasen – mittlerweile rund 220% des verfügbaren Haushaltseinkommens. In Schweden sind es rund 180%. In beiden Ländern ist die Debt-to-Income-Ratio seit 2007 signifikant gestiegen.

Auch bei der „Household-Debt-Service-Ratio“, die den tatsächlichen Schuldendienst der privaten Haushalte aus ihrem laufenden Einkommen ausdrückt, liegen Norwegen und Schweden mit 15% bzw. 10% im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe.

Deutschland: Preise steigen im Durchschnitt nur moderat – Schuldenlast der privaten Haushalte sinkt sogar

Preisübertreibungen in einzelnen Metropolregionen wie München, Hamburg oder Berlin sind Realität – siehe dazu auch: Deutscher Wohnimmobilienmarkt: Ende des Booms, aber kein Crash. Dennoch: Für den deutschen Wohnimmobilienmarkt in seiner ganzen Breite geben die von Scope analysierten Kennzahlen Entwarnung.

Der durchschnittliche reale Preiszuwachs von knapp 20% seit 2008 kann den Preisrückgang der Jahre 2000 bis 2007 gerade einmal kompensieren. Das aktuelle Preisniveau für Wohneigentum liegt damit nur geringfügig über dem Niveau des Jahres 2000.

Die deutschen Haushalte müssen im Durchschnitt nur rund 6% des verfügbaren Einkommens aufbringen, um ihre Schulden zu bedienen. Verantwortlich für den im europäischen Vergleich niedrigen Wert ist zwar wesentlich die niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland. Auffällig ist aber, dass die durchschnittliche „Household-Debt-Service-Ratio“ in Deutschland – als einzigem Land in der EU – heute niedriger ist als im Jahr 2000.

Quelle: Scope Group

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Immobilienmanager: Auch die zweite Garde knackt Gehälter jenseits der 200.000 Euro

Frankfurt a. M./Berlin, 28. September 2017 (Marktnews): Im Immobiliensektor können Führungskräfte auch unterhalb der Vorstands- und Geschäftsführungsebene mit guten Gehältern rechnen: Die Topverdiener in der zweiten Reihe sind die Leiter Vermietungsmanagement mit einem Jahresgehalt von 215.400 Euro im Median. Darauf folgen die Leiter Portfoliomanagement mit 125.200 Euro. Die Leiter Asset Management kommen im Median auf eine Jahresvergütung von 116.700 Euro und liegen damit auf dem dritten Rang. Das ergibt eine aktuelle Gehaltsstudie der Personal- und Managementberatung Kienbaum und des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss.

„Führungskräfte mit fundiertem Branchenwissen im Immobiliensektor und Leadership-Qualitäten sind ein begehrtes Gut und können selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen gehen. Arbeitgeber hingegen sollten einen attraktiven Vergütungsmix bieten, mit dem sie die besten Führungskräfte und Spezialisten gewinnen und halten können“, sagt Markus Amon FRICS, Personalberater und Real-Estate-Experte bei Kienbaum.

Nicht alle Chefs können mit Topgehalt rechnen

Führungskräfte, die nicht direkt am Kerngeschäft mitwirken, verdienen deutlich weniger: Zum Beispiel erhält ein Leiter Facility Management im Median 68.400 Euro im Jahr und ein Leiter Kundenbetreuung 56.800 Euro. Vertriebschefs hingegen können mit einem Jahresgehalt von 114.500 Euro rechnen.

Die meisten Firmen halten Talent Management für entscheidenden Faktor

Insgesamt hat die Immobilienbranche mit personellen Herausforderungen zu kämpfen. Das zeigt auch der Stellenwert, den die Personalarbeit einnimmt: Kienbaum und der ZIA haben die Unternehmen danach befragt, welche Entwicklungen einen Einfluss auf ihre Situation haben werden. Neun von zehn Immobilienfirmen halten Talent Management, also die Bindung und Akquise von hochqualifiziertem Personal, für einen entscheidenden Trend und einen Erfolgsfaktor im zukünftigen Wettbewerb.

„In guten wirtschaftlichen Zeiten steht der Immobiliensektor mit anderen Branchen in einem harten Wettbewerb um die besten Köpfe – das haben die Unternehmen verstanden und setzen verstärkt auf professionelles Talent Management. Die Branche muss sich aber noch mehr als attraktiver Arbeitgeber mit herausfordernden Aufgaben und Projekten in Szene setzen. Immobilien lösen bei vielen Menschen eine große Faszination aus – das kann die Branche für ihr Recruiting und Talent Management nutzen“, sagt Dr. Stephan Rabe, Geschäftsführer des ZIA.

Die Branche will hin zu flachen Hierarchien und digitaler Infrastruktur

Immobilienfirmen stehen vor Organisationsumbrüchen: Danach gefragt, welche Eigenschaften ihre Organisation besitzen sollte, um erfolgreich zu sein, halten die meisten Unternehmen flache Hierarchien sowie eine digitale Infrastruktur für am wichtigsten. „Erfahrungsgemäß sind diese beiden Faktoren in vielen Organisationen noch unterrepräsentiert und sollten jetzt angegangen werden – nicht zuletzt im Sinne der Arbeitgeberattraktivität“, sagt Markus Amon FRICS.

Quelle:ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Reformbedarf beim energie- und klimapolitischen Steuerungssystem für den Gebäudesektor

Berlin, 22. September 2017 (Marktnews): Die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland hat auf Basis eines Gutachtens weitere Vorschläge unterbreitet, wie die Energiewende im Gebäudesektor vorangetrieben werden kann. Sie wird damit ihrem Anspruch gerecht, im Rahmen der Innovationspartnerschaft im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen, Forschungsprojekte für die Klimaschutzpolitik auf den Weg zu bringen.

So kommt ein Gutachten der TU Darmstadt im Auftrag der BID zu dem Ergebnis, dass innerhalb des energie- und klimapolitischen Steuerungssystems für den Gebäudesektor in Deutschland erheblicher Reformbedarf bestehe. Aktuell wird die Energiewende im Gebäudesektor über eine Primärenergieanforderung, die Effizienz der Gebäudehülle sowie den Einsatz erneuerbarer Energien gesteuert. Das Gutachten kommt jedoch zu dem Schluss, dass für die Umsetzung der Energie- und Klimapolitik im Gebäudesektor die technischen Möglichkeiten nicht entscheidend sind, weil der Engpass bei Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit liegt. Die gegenwärtige Steuerungssystematik steht in Konkurrenz zu diesen anderen Schutzgütern, bildet diese Konflikte jedoch nicht ab.

„Das Gutachten bestätigt das, was die Immobilienwirtschaft und ihre Akteure bereits seit langem einfordern“, sagt Dr. Andreas Mattner, Vorsitzender der BID und Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit wird seitens der Politik durch zu lange Amortisationszeiten ausgehöhlt und muss endlich vernünftig zur Anwendung kommen. Dieses ist ebenso eine zentrale Säule für den Erfolg der Energiewende in Deutschland wie das Prinzip der Technologieoffenheit.“

In der Folge hieße dies laut Gutachten, dass die bisherige Nebenbedingung der Wirtschaftlichkeit der Energieeinsparung zur Zielfunktion modelliert werde. Damit ginge es nicht mehr allein wie bisher um die technisch beste Lösung, sondern um die aus Sicht der Betroffenen kostenoptimale beziehungsweise Mehrwert stiftende Lösung mit dem Ziel, den Beitrag der Akteure zur Energiewende zu steigern. Nur so sei die Steuerung im Gebäudesektor kosteneffizient und effektiv. Zudem werde durch die ehrgeizigen Ziele für den Gebäudesektor der soziale Zusammenhalt herausgefordert. Auch dieser Aspekt sollte zukünftig mehr Berücksichtigung erfahren.

„Die Verschärfungen im Bereich der Klimaschutz- und Energiepolitik sind ein erheblicher Treiber der Herstellungskosten und tragen so entscheidend zur Unwirtschaftlichkeit einiger Maßnahmen bei“, so Mattner. „Die Akteure, auf die es letztlich ankommt, die Energiewende auch umzusetzen, bleiben jedoch größtenteils unberücksichtigt.“

Das Gutachten schlägt daher vor, für eine nachhaltige Steuerung der Energiewende die Perspektiven der handelnden Akteure angemessen einzubeziehen. Untersucht werden sollten die Indikatoren Treibhausgasminderung und Endenergie, wobei insbesondere die tatsächlich eintretenden finanziellen Effekte berücksichtigt werden müssten. Erforderlich sei ein Ansatz, der den Klimaschutzbeitrag von Strategien und Maßnahmen im Gebäudebestand für die sektorübergreifende Energiewende bewertet.

Das Gutachten erwägt darüber hinaus, das aus dem Verbraucherschutz bekannte Vorsorgeprinzip auch in die Energie- und Umweltpolitik für den Gebäudesektor zu überführen. Entsprechend dürften weitere energetische Verschärfungen erst dann zur Umsetzung kommen, wenn eine wissenschaftliche Bewertung negative Effekte – also Fehlallokationen und damit einhergehende Misserfolge in der Energie- und Klimapolitik ebenso wie gesellschaftliche Schieflagen – ausschließt und dabei alle Perspektiven auch in ihren kausalen Wechselwirkungen berücksichtigt.

Das Gutachten steht auf der Internetseite www.bid.info zum Download bereit.

Quelle: BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland 

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Bundestagswahl 2017: ZIA fordert zügige Koalitionsgespräche und Aufnahme der Regierung

Berlin, 25.09.2017 (Marktnews): Im Nachgang der gestrigen Bundestagswahl fordert der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, eine schnelle Regierungsbildung und Wiederaufnahme der Arbeit. „Die Wähler in Deutschland haben gestern weitgehend gegen Regulierung entschieden. Nun dürfen wir uns nicht lange damit aufhalten, die Ergebnisse zu deuten. Viel wichtiger ist es, dass sich regierende Parteien zusammenfinden und mit der Arbeit in dieser wegweisenden Legislaturperiode beginnen können. Die Immobilienwirtschaft ist wie auch alle anderen Wirtschaftssektoren auf eine schnelle Rückkehr in den politischen Alltag angewiesen“, erklärt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Unsere Branche muss große Herausforderungen meistern. Bezahlbares Wohnen und Bauen, die Energiewende im Gebäudesektor, der digitale Wandel unserer Branche. Politischer Stillstand ist gerade vor diesem Hintergrund der falsche Weg.“

Anreize statt Regulierung

Die künftige Bundesregierung sollte bei der Arbeit im Bereich der Immobilienwirtschaft vorrangig auf die Setzung von neuen Anreizen für weitere Investitionen in den Neubau und Bestand setzen. „In den vergangenen Jahren haben wir genügend Regulierung erlebt. Die FDP hat sich klar gegen die Mietpreisbremse ausgesprochen, die Kanzlerin hat sie schon abgeräumt und in den Augen der Wähler war sie bedeutungslos und ist damit abgewählt. Wir sollten uns nun darauf konzentrieren, das Investitionsumfeld für die Entwicklung von neuen und bestehenden Wohn- und Wirtschaftsimmobilien in Deutschland zu verbessern“, meint Mattner. So fordert der ZIA unter anderem einen Stopp der anhaltenden Grunderwerbsteuer-Rallye in Deutschland, die durch das aktuelle Modell des Länderfinanzausgleichs motiviert wird. Zudem müssten steuerliche Abschreibungen für Immobilien und die energetische Gebäudesanierung erhöht beziehungsweise eingeführt werden. „Wir müssen uns alle an einen Tisch setzen und die richtigen Rahmenbedingungen erarbeiten. Wir brauchen einen Immobiliengipfel mit der Bundesregierung“, sagt Mattner.

Keine Schnellschüsse im Bereich des Klimaschutzes

Auch in der Klimaschutzpolitik darf der Gesetzgeber nicht weiter auf die Verschärfung der Auflagen an das Bauen setzen. „Die Herstellungskosten sind auf einem historisch hohen Niveau und konterkarieren das Ziel des bezahlbaren Bauens. Dennoch unterstützen wir die klimaschutzpolitischen Ziele der Bundesregierung, wenn wir diese wirtschaftlich sinnvoll und technologieoffen erreichen können. Aus diesem Grund wollen wir die im Bundesbau- und Umweltministerium gemeinschaftliche begonnene „Innovationspartnerschaft“ fortsetzen, in der wir gerade die Vorschläge unserer Branche gemeinschaftlich prüfen, um die ehrgeizigen CO2 – Einsparungsziele zu erreichen. Nicht das schärfste Umweltrecht ist das Beste, sondern das intelligenteste“, sagt Mattner.

Finanzierungsumfeld darf sich nicht verschlechtern

Die Immobilienwirtschaft ist als kapitalintensive Branche ganz besonders auf ein stabiles Finanzierungsumfeld angewiesen. „Die vergangenen Regulierungsansätze auf Bundesebene haben dazu geführt, dass sich das Finanzierungsumfeld für verschiedene Käufergruppen verschlechtert hat. Der Gesetzgeber musste zusätzliche Arbeit erbringen, um diesen Engpass wieder zu lösen. Wir dürfen keine Preisblase durch neue Regulierungen herbeireden. Vor der Entwicklung neuer Instrumente für die Kapitalmärkte sollte geprüft werden, ob die bestehende Gesetzeslage nicht bereits ausreicht. Das deutsche Finanzierungs- und Bankensystem hat sich bewährt, das sollte auch die Bundesregierung wissen“, sagt Mattner.

Mehr Augenmaß für Immobilienwirtschaft

Zudem fordert der ZIA von der neuen Bundesregierung mehr Augenmaß für die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft mitsamt aller Nutzungsarten. „In der Vergangenheit hat der Gesetzgeber den Fokus auf Wohnimmobilien gerichtet. Angesichts der angespannten Lage in deutschen Groß- und Universitätsstädten war das auch nachvollziehbar. Doch die Verknappung wirkt sich auch auf moderne Büroflächen aus. Das muss mitgedacht werden, sonst droht ein wirtschaftlicher Schaden für Deutschlands Städte und Gemeinden. Zudem brauchen wir bessere Voraussetzungen für den stationären Handel, der im konstanten Wettbewerb mit dem Onlinehandel steht und dringend gestärkt werden muss“, meint Mattner. Deshalb müsse der Gesetzgeber unter anderem die Voraussetzungen für ein Nebeneinander von Wohn- und Wirtschaftsimmobilien verbessern. „Das Urbane Gebiet war ein guter erster Schritt. Doch wir müssen den Weg auch zu Ende gehen und die TA Lärm an die verbesserten technischen Möglichkeiten des Bauens anpassen.“ Das würde auch der innerstädtischen Logistik zu Gute kommen, die die Grundlage für zeitgemäßen Onlinehandel ist. „Die Ungleichbehandlung von Verkehrs- und Gewerbelärm ist nicht mehr zeitgemäß“, ergänzt Mattner.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. 

 

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Ein Irrsinns-Projekt: Österreich gibt eine 100-jährige Anleihe heraus!

Landshut, 20.09.2017 (Kommentar der epk media): Blicken wir auf das Jahr 1917. Vor 100 Jahren war Deutschland noch ein Kaiserreich, der erste Weltkrieg war voll im Gange, in Russland kommt es zur Oktoberrevolution, die Welt steht kurz gesagt kopf. Entsprechend ging auch der Friedensnobelpreis an das Internationale Komitee des Roten Kreuzes.

Aber die folgenden 100 Jahre sind turbulent. Wir sehen die Goldenen Zwanziger Jahre, die Hyperinflation in der relativ instabilen Weimarer Republik, den Schwarzen Freitag, den Zweiten Weltkrieg, die schwere Nachkriegszeit, das deutsche Wirtschaftswunder durch die soziale Marktwirtschaft, die erste und zweite Ölkrise und die Terrorphase der RAF in den 70er Jahren. Die Stationen der zweiten 50 Jahre schenke ich mir hier, da man diese hoffentlich noch besser vor Augen hat.

Welcher Finanzpolitiker oder Staatsbanker will seinen Bürgern beziehungsweise Investoren über diese lange Zeit eine Anleihe verkaufen? Wo bleibt hier der Anlegerschutz? Das ist nicht nur unseriös, sondern grenzt bereits an Betrug. Oder es ist das offene Eingeständnis, dass man von vorneherein weiß, dass das Geld quasi nicht zurückgezahlt wird.

Denn es ist eine einfache Rechnung: Wenn wir nur von zwei Prozent Inflation ausgehen, hat sich der Geldwert dieser Anleihe nach rund 50 Jahre aufgelöst. Nach 100 Jahren hat der Staat ein ordentliches Geschäft gemacht, indem er die Anleihe mit dem Geldwert von 2117 zurückbezahlen muss – was auch immer dieser dann ist.

Wahrscheinlich tanzen die österreichischen Finanzpolitiker wie Rumpelstilzchen um das Feuer und singen: „Ach wie gut, dass niemand weiß, wie der Staat den Bürger besch……“ Wir sollten sehr sorgenvoll über die Alpen nach Wien blicken. Denn wenn Österreich seine sechs Milliarden Euro zu lediglich zwei Prozent Zinsen platzieren kann, wird dies schnell Nachahmer finden. Für Griechenland sind solche Modelle über Eurobonds sicher schon längst in der Schublade, für finanzstarke Länder wie Deutschland wäre es ein Weg, sich langfristig die niedrigen Zinsen zu sichern. Und da man einerseits die EZB als Aufkäufer und durch Gesetze institutionelle Investoren wie Versicherungen dazu verdonnern kann, diese Ewigkeitsanleihen zu kaufen, ist der Absatz gesichert.

So kann ein volkswirtschaftlich schädliches und absolut sinnfreies Finanzprodukt eine prächtige Zukunft erleben. Denken Sie immer an das „Gebot“ in meiner Streitschrift „Monetäre Demenz“: Der Staat schützt Dein Geld nicht, er will es!

Quelle: Autor Edmund Pelikan

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Mietpreisbremse verfassungswidrig: ZIA begrüßt Entscheidung des Berliner Landgerichts

Berlin, 19.09.2017 (Marktnews): Laut Medienberichten hat das Berliner Landgericht die Mietpreisbremse als verfassungswidrig eingestuft. Das Gericht erklärte, dass die Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch zu einer „ungleichen Behandlung von Vermietern“ führe, was Artikel 3 des Grundgesetzes widerspreche, nach dem „wesentlich Gleiches gleich zu behandeln“ sei.

Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. begrüßt die Entscheidung des Berliner Landgerichts. „Die Mietpreisbremse wurde bereits von mehreren Experten als gescheitert angesehen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Diese ist in erster Linie ein Bürokratiemonster für die Vermieter. Der Neubau wird hierdurch in keiner Weise angeregt. Schnellere Baugenehmigungsverfahren, Investitionsanreize und deregulierende Maßnahmen – diese Instrumente helfen dabei, die angespannten Immobilienmärkte in den Griff zu bekommen.“

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. 

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