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Category Archives: Sachwerte

Frühjahrsgutachten 2018: Deutschlands Immobilienmärkte stabil trotz anhaltender Verknappung und Niedrigzinsniveau

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Berlin, 20.02.2018 – Die deutschen Immobilienmärkte entwickeln sich trotz zunehmender Verknappung bei Wohn- und Wirtschaftsimmobilien und einer historisch hohen Nachfrage nach Immobilieninvestments anhaltend stabil. Auf dem gewerblichen Immobilienmarkt Deutschlands wurden nach vorläufigen Ergebnissen im vergangenen Jahr 58,1 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr spiegelt das Ergebnis einen signifikanten Anstieg von 9,8 Prozent wider. Erneut floss der Großteil des investierten Kapitals (42 Prozent) in Büroimmobilien und unterstrich damit die große Bedeutung dieses Segments für die heimische Immobilienbranche. Die Wohnungsmieten sind im vergangenen Jahr mit 4,3 Prozent etwas stärker als im Vorjahr angestiegen (2016: +3,1 Prozent), während der Anstieg der Kaufpreise für Wohnimmobilien mit 7,9 Prozent geringer ausfiel als im Vorjahr (2016: +8,8 Prozent).

Dies sind Ergebnisse aus dem Frühjahrsgutachten 2018 des Rats der Immobilienweisen, das der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, heute an Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, übergeben hat.

Politische Instabilitäten zur falschen Zeit

„Die gute Nachricht unseres diesjährigen Frühjahrsgutachtens ist zweifelsfrei, dass es den deutschen Immobilienmärkten sehr gut geht“, so Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Trotz großer Herausforderungen wie der starken Bevölkerungsentwicklung der Groß- und Universitätsstädte, dem anhaltenden Niedrigzinsniveau und politischen Instabilitäten ist die Marktentwicklung stabil. Das letzte Jahr hat gezeigt, dass auch in Städten wie Berlin und München ‚die Party noch nicht vorbei ist‘, gleichwohl aber Stabilität einkehrt. Demgegenüber gibt es beim Büromarkt nichts zu feiern, Flächen und Angebote werden in den Ballungsräumen knapper und wir müssen aufpassen, dass wir nicht in ein nächstes Mangelproblem rauschen.

Leider konnten wir bislang auf wenig Unterstützung durch die Politik hoffen, die sich eher auf Eingriffe und Verschärfungen konzentrierte. Die zähen Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen schaffen ein Regierungsvakuum und schaden der Konjunktur. Der Vertrag beschreibt im Klimaschutz eher Aufbruch und intelligente Methoden, im Mietrecht hingegen einen Rückfall ins Zeitalter der hemmenden Regulierung. Die formulierten Ziele wie die Neubauoffensive sowie die technologieoffene und wirtschaftlich sinnvolle Energiewende müssen durch konkrete Maßnahmen unterlegt werden. Unser regulatorisches Umfeld muss verbessert werden“, erklärt der ZIA-Präsident.

Steuerliche und regulatorische Einschränkungen belasten Bautätigkeit

Prof. Dr. Lars P. Feld von der Universität Freiburg, der im Rahmen des Frühjahrsgutachtens die gesamtwirtschaftliche Entwicklung analysiert hat, kommt zu dem gleichen Ergebnis. „Die zu geringe Bautätigkeit in den Ballungszentren führt zu steigenden Miet- und Immobilienpreisen. Steht einer expandierenden Nachfrage ein weniger stark wachsendes Angebot gegenüber, steigen natürlich die Preise. Vor diesem Hintergrund sind steuerliche und regulatorische Belastungen der Immobilienwirtschaft zu diskutieren“, erklärt Feld.

Bereits im Jahr 2015 wurde die Steigerung der Herstellungskosten durch Energieauflagen, kommunale Auflagen (wie Stellplätze etc.) und technische Normen auf 30 Prozent geschätzt. „Zielführende Maßnahmen sollten an der Reduktion der Herstellungskosten von Neubauten ansetzen, beispielsweise durch die Verringerung oder Optimierung von Regulierungsmaßnahmen. Darüber hinaus sind Kommunen gefordert, eine aktivere Flächenpolitik zu betreiben. Dies könnte durch die Ausweisung neuer Flächen, eine schnellere Bearbeitungszeit für Baugenehmigungen oder eine Änderung der Bebauungsart gelingen“, erläutert der Immobilienweise, der ebenfalls Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist.

Freibetrag für Ersterwerber könnte zu Grunderwerbsteuer-Erhöhungen führen

„Die geplanten Freibeträge für einzelne Käufergruppen für den Immobilienerwerb könnten zu einer unnötigen Verkomplizierung des Steuersystems und Erhebungs- und Befolgungskosten für andere Käufergruppen führen“, erklärt Feld. Angesichts der mit der Steuerautonomie der Grunderwerbsteuer und der damit verbundenen drastischen Steigerung der Steuersätze einhergehenden Probleme scheine der Weg zurück zu einer einheitlichen oder gedeckelten Grunderwerbsteuer attraktiv. Das würde allerdings die bislang einzige Gestaltungsmöglichkeit auf der Einnahmeseite der Länder beseitigen. „Es scheint daher sinnvoller, die Fehlanreize durch eine Restrukturierung des Länderfinanzausgleichs oder eine Ausweitung der Steuerautonomie der Länder auf die Einkommensteuer zu beseitigen“, schreibt Feld im aktuellen Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft.

Büroimmobilien bleiben weiterhin stärkste Assetklasse

Im Berichtsjahr 2017 bleiben Büroimmobilien mit einem Anteil von 42 Prozent an dem gesamten Wirtschaftsimmobilien-Investitionsvolumen die wichtigste Nutzungsart für Investoren. Rund 24,4 Milliarden Euro wurden in diese Nutzungsart 2017 investiert.

Die Spitzenmieten sind in den 127 größten Büromarktstädten bereits zum siebten Mal in Folge angestiegen. Bei den A-Städten lag der gewichtete Durchschnitt der Spitzenmiete Ende 2017 bei rund 29 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 4,8 Prozent, seit 2015 sogar um zwölf Prozent. Die B-Städte erreichten durchschnittlich 13,70 Euro pro Quadratmeter, was ca. 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. In den C-Standorten war der Preisanstieg mit 2,4 Prozent im Vergleich zu 2016 höher. Auch die Kaufpreise legten 2017 wieder deutlich zu. In den A-Standorten stiegen die Kapitalwerte um durchschnittlich 19,2 Prozent auf 9.871 Euro pro Quadratmeter.

Büroknappheit verschärft sich weiter

Bundesweit kam es 2017 zu einem sehr starken Einbruch der Fertigstellungszahlen von Büroflächen. Lediglich 1,6 Millionen Quadratmeter Neubaufläche wurden insgesamt in den 127 Büromärkten in Deutschland fertiggestellt. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr belief sich auf minus 16,5 Prozent beziehungsweise auf ein Minus von rund 320.000 Quadratmetern. Besonders stark gingen die Neubaufertigstellungen in den A-Städten zurück und beliefen sich auf etwa 700.000 Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 27,1 Prozent. Der Leerstand ging somit in den 127 deutschen Büromarktstädten zum siebten Mal in Folge zurück.

Nachdem die Standorte München (1,9 Prozent Leerstand, minus 80 Basispunkte im Jahresverlauf 2017), Stuttgart (2,1 Prozent Leerstand, minus 80 Basispunkte im Jahresverlauf 2017) und Berlin (2,4 Prozent Leerstand, minus 60 Basispunkte im Jahresverlauf 2017) faktisch vollvermietet sind, steuern die Büromärkte in Köln (4,0 Prozent Leerstand, minus 160 Basispunkte im Jahresverlauf 2017) und Hamburg (4,4 Prozent Leerstand, minus 90 Basispunkte im Jahresverlauf 2017) auf die 3,0 Prozent-Grenze für die Vollvermietung zu.

Andreas Schulten, Vorstand der bulwiengesa AG, der im Frühjahrsgutachten die Entwicklung der Büro-, Unternehmens-, Logistik- und Hotelimmobilien analysiert, erläutert: „Bei Betrachtung der Neubaufertigstellungen einerseits und der Büroflächenabgänge andererseits zeigt sich – wie bereits in den Vorjahren – ein eklatanter Mangel an Bautätigkeit im Bürosegment. Die zunehmende Büroverknappung kann deutliche Konsequenzen für die wirtschaftliche Entwicklung der Städte bedeuten. Unternehmen könnten gezwungen sein, bestehende Expansionen zu verschieben oder neue Flächen an anderen Standorten anzumieten. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist eine Büroverknappung ein gefährliches Signal. Die Politik sollte entsprechend darauf reagieren und ihren bislang bestehenden Fokus auf Wohnimmobilien entsprechend erweitern“.

Wohnungsmieten und -kaufpreise weiter gestiegen

Die Wohnungsmieten sind in Deutschland auch im letzten Jahr mit 4,3 Prozent weiter und etwas stärker als im Vorjahr (+3,1 Prozent) gestiegen. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Inflation entspricht dies einem realen Anstieg von 2,5 Prozent. Deutschlandweit lag der mittlere Mietpreis 2017 bei 7,46 Euro pro Quadratmeter nach 7,15 Euro pro Quadratmeter im Vorjahr.

Auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind bundesweit betrachtet im Jahr 2017 weiter gestiegen. Der Anstieg fiel mit 7,9 Prozent im Vergleich zu 2016 etwas geringer aus als ein Jahr zuvor: Von 2015 bis 2016 stiegen die Kaufpreise noch mit einer Jahresrate von 8,8 Prozent. Im bundesweiten Mittel kosten nun Eigentumswohnungen aus dem Bestand 2.120 Euro pro Quadratmeter nach 1.970 Euro pro Quadratmeter im Vorjahr 2016.

„Die Zeiten der stürmischen Entwicklung der Wohnungsnachfrage sind in München, Berlin und Stuttgart zu Ende gegangen. In Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf ist dies bislang nicht der Fall, aber eine Abschwächung ist auch hier gut möglich“, erklärt Prof. Dr. Harald Simons, Vorstand der empirica AG, der im Frühjahrsgutachten die deutschen Wohnungsmärkte analysiert. Die Zuwanderung insbesondere nach München, Berlin und Stuttgart habe sich beruhigt. Gleichzeitig wachse das Wohnungsangebot kräftig, da sich die Baugenehmigungen der letzten Jahre nun durch höhere Fertigstellungszahlen bemerkbar machen. „Der nunmehr seit acht Jahren andauernde Kauf- und Mietpreisanstieg dürfte bald zu Ende sein. Für München, Berlin sowie Stuttgart sehe ich meine letztjährigen Prognosen bestätigt, hier rechne ich weiterhin mit einem Kaufpreisrückgang. Für Hamburg, Köln und Düsseldorf sind die Aussichten bislang uneinheitlich, für Frankfurt wird der Brexit entscheidend“, meint Simons.

Stationärer Handel stellt sich Online-Wettbewerb

Der Einzelhandelsinvestmentmarkt blickt auf ein gutes Jahr 2017 zurück. Mit einem Transaktionsvolumen von ca. 14,1 Milliarden Euro konnte das Vorjahresergebnis um elf Prozent übertroffen werden.

Die Summe der Verkaufsflächen stieg wie in den beiden Jahren zuvor erneut leicht an und belief sich zum Jahresende 2017 auf rund 119,1 Millionen Quadratmeter (+0,4 Prozent). Erneut ist das Wachstum auf Erweiterungen im Zuge von Modernisierungen im Lebensmitteleinzelhandel sowie auf die Expansionsfreude von Biomärkten, Drogerien und Kosmetikgeschäften zurückzuführen. Aber auch Baumärkte profitieren von der anhaltenden Konsumlaune und beanspruchen größere Flächen für sich.

„Die ansprechende Gestaltung des Kontaktpunktes mit dem Kunden steht im Fokus der Maßnahmen und somit auch die Stärkung des stationären Geschäfts. Das Omnichanneling scheint für den Großteil der Händler aktuell die Richtung vorzugeben. Expansionsankündigungen von Retailern und Gastronomen in den innerstädtischen Einzelhandelslagen bekräftigen das Ziel, dem Kunden einen Mehrwert an Erlebnis bieten zu können, den der Onlinehandel nicht im Sortiment führt“, erklärt Sebastian Müller, Autor des Kapitels Einzelhandelsimmobilien im Frühjahrsgutachten und verantwortlich für die Einzelhandels- und Immobilienberatung bei GfK im Bereich Geomarketing. Dabei präsentiert sich der Einzelhandel zunehmend heterogen bezüglich seiner Absatzkanäle. Die Möglichkeit online, offline oder per Click & Collect einzukaufen, hat sich vor allem im Non-Food-Einzelhandel bereits stark etabliert.

Allzeithoch am Logistikimmobilien-Investmentmarkt

Angebot und Nachfrage erreichten 2017 im Markt für Logistikimmobilien neue Bestmarken. Ein erneut hohes Transaktionsvolumen, bestärkt durch zahlreiche Portfoliodeals, ebenso wie eine erneut hohe Neubautätigkeit auf Angebotsseite formten das Bild des vergangenen Jahres.

Die Nutzungsart weist einen zunehmenden Anteil am Investmentmarkt der gewerblich genutzten Immobilien auf. Das Investitionsvolumen lag 2017 mit knapp 5,7 Milliarden Euro um 76,6 Prozent höher als noch im Vorjahr (3,2 Milliarden Euro). Der Anteil am Gesamtinvestment liegt mittlerweile bei knapp zehn Prozent. Traditionell pendelte er bisher zwischen fünf und sechs Prozent.

„Nach wie vor wird die Logistikbranche vom Bau größerer Logistikimmobilien geprägt. Diese liegen zumeist am Stadtrand oder im Verflechtungsraum der Metropolen. Jedoch fehlen für die logistischen Anforderungen noch die passenden Citylogistikimmobilien, die dabei helfen können, Lieferverkehre in die Innenstädte zu reduzieren“, erklärt Schulten. „Wie in den Jahren zuvor war der Flächenbedarf 2017 extrem hoch. Die Flächen im Bestand allein konnten den Bedarf nicht decken. Dazu kommt, dass größere Teile des Immobilienbestandes bereits überaltert sind oder nicht den aktuellen Anforderungen entsprechen, insbesondere des unverändert stark wachsenden E-Commerce.“

Nach 2016 wurden 2017 erneut gut 4,5 Millionen Quadratmeter Logistikfläche neu errichtet. Das mittlere Neubauvolumen von knapp 3,8 Millionen Quadratmeter im Zeitraum von 2012 bis 2016 wurde deutlich überschritten. In Anbetracht der Flächen, die für 2018 und 2019 in der Pipeline sind, wird die Bautätigkeit auch 2018 weiterhin hoch bleiben.

Nachfragewachstum von rund 36.200 Hotelzimmern in deutschen A-Städten

Das achte Jahr in Folge legten die Übernachtungszahlen in Deutschland zu. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen 2017 die Anzahl der Ankünfte im heimischen Beherbergungsgewerbe um 4,2 Prozent auf ca. 178,8 Millionen und die Anzahl der Übernachtungen um 2,7 Prozent auf rund 459,5 Millionen an. Ungeachtet der hohen Fertigstellungs- und Projektierungszahlen lag das Transaktionsvolumen zum Ende des Jahres dennoch unter dem Vorjahreswert von 5,2 Milliarden Euro. Indes nimmt der Bedarf an weiteren Hotelimmobilien zu. Allein aus dem zu erwartenden Nachfragewachstum leitet sich in den A-Städten ein Bedarf von rund 36.200 zusätzlichen Hotelzimmern ab.

„Die hohe Nachfrage wird durch ein funktionierendes Neubaugeschäft im Hotelsektor kompensiert“, erklärt Schulten. Angesichts der vielen Projektentwicklungen in den A-Städten steuern Entwickler, Betreiber und Investoren verstärkt auch deutsche B- und C-Städte an, die sich durch mehr als eine Millionen Übernachtungen jährlich sowie eine hohe Nachfragedynamik auszeichnen.

Investitionschancen in Großen Mittelstädten

Im diesjährigen Frühjahrsgutachten hat Carolin Wandzik, Geschäftsführerin der GEWOS, ein Sonderkapitel zu „Investitionschancen in Großen Mittelstädten“ verfasst. Abseits der Großstädte bieten auch viele Mittelstädte Chancen für erfolgreiche Immobilieninvestments.

Für zehn dieser Großen Mittelstädte, die die beste Entwicklungsdynamik aufweisen, wurden die Investitionschancen für Wohn- und Wirtschaftsimmobilien näher analysiert. Dazu gehören die Universitätsstädte Konstanz, Tübingen, Flensburg, Fulda und Bayreuth, in denen der Zuzug jüngerer Bildungswanderer den Wegzug von Familienhaushalten ins Umland mehr als kompensiert und die Städte folglich wachsen lässt. Die Städte Norderstedt, Meerbusch und Speyer hingegen profitieren je von ihrer Lage in einer entwicklungsstarken Metropolregion insbesondere durch den Zuzug von Familien. Rheine und Nordhorn haben demgegenüber eine Ankerfunktion für das Umland in einer prosperierenden Region. „Angesichts des historisch starken Investorenwettbewerbs in den deutschen A-Städten lohnt sich der Blick in prosperierende Mittelstädte“, erklärt Wandzik.

Hinsichtlich des Wohnungsmarktes weisen die näher untersuchten Mittelstädte – mit Ausnahme von Konstanz – attraktive Investitions- und Renditechancen auf. Für 2017 ergibt sich eine durchschnittliche Nettoanfangsrendite von 2,8% in den A-Städten. Im Gegensatz dazu kann unter den angegebenen Bedingungen noch eine durchschnittliche Nettoanfangsrendite von 3,4% in den untersuchten Mittelstädten erzielt werden. Im Einzelhandelssektor profitieren zum Beispiel Konstanz und Flensburg stark vom Grenzhandel, während der stationäre Handel in Meerbusch und Norderstedt aufgrund der Lage im suburbanen Raum (Düsseldorf beziehungsweise Hamburg) eher schwach ausgeprägt ist. Die Städte, die als Zentrum für eine Region fungieren (zum Beispiel Nordhorn, Fulda, Bayreuth und Speyer), weisen hohe Einzelhandelsumsätze und eine hohe Einzelhandelszentralität auf. Ein Trend zur Dienstleistungs- und Wissensökonomie mit positiven Effekten für die Büroimmobilienmärkte lässt sich auch für die untersuchten Mittelstädte feststellen. Die Büroimmobilienmärkte der untersuchten Städte zeichnen sich jedoch aufgrund der überschaubaren Größenordnung der Wirtschaftsstandorte durch relativ geringe Vermietungsumsätze aus.

Der Rat der Immobilienweisen

Seit dem Herbst 2002 sorgt der „Rat der Immobilienweisen“ durch seine Frühjahrsprognosen für mehr Transparenz auf den Immobilienmärkten. Mit den damals erstmals erfassten Daten zu Bruttoproduktionswert, Beschäftigten und Immobilienbestand sollte auch die Immobilienwirtschaft als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland in der öffentlichen Wahrnehmung besser verankert werden. Aktuelle Mitglieder des Rats der Immobilienweisen sind Prof. Dr. Lars Feld, Andreas Schulten, Sebastian Müller und Prof. Dr. Harald Simons.

Quelle: ZIA (Pressemitteilung vom 20.02.2018)

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Deutsche Finance Group – Vertriebskongress 2018

München, 20. Februar 2018 – Am 12. März 2018 findet der Vertriebskongress der Deutsche Finance Group in der BMW Welt München statt.

Der Vertriebskongress bietet Vertriebspartnern praxisorientierte Informationen rund um das Thema institutionelles Investieren. Einer der Themenschwerpunkte des diesjährigen Events sind Megatrends und deren Auswirkungen auf Investitionserfolg. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Vertriebspartner der Deutsche Finance Group, ein limitiertes, kostenfreies Kartenkontingent für Gäste steht ebenfalls zur Verfügung.

Detailinformationen, die Tagesagenda und eine Anmeldemöglichkeit finden Interessierte auf: www.dfg-vertriebskongress.de

Quelle. Deutsche Finance Group

 

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BeteiligungsReport 1-2018 jetzt verfügbar | Kampf der Giganten – wann werden die Zinsen erhöht?

Landshut, 20. Februar 2018 – BeteiligungsReport 01-2018

Wie wird es mit den Zinsen und damit mit den Immobilienpreisen weitergehen? Diese Frage liegt in den Händen der EZB. Klar ist, dass die amerikanische  Zentralbank FED bereits kräftig an der Zinsschraube dreht und irgendwann auch die Europäer sich entscheiden müssen. Hier wird dem Nachfolger von Mario Draghi im Amt des EZB-Chefs besondere Bedeutung zukommen. Ernsthafte Chancen werden dem Bundesbankchef Jens Weidmann eingeräumt. Unsere Titelstory handelt deshalb vom „Kampf der Giganten“ beziehungsweise von der „Arena des monetären Sadismus!“

Ein weiteres Hauptthema ist die Entwicklung der strukturierten Sachwertanlagen 2017, die ein eher trübes Bild abgeben. Wir zeigen die Studie der Scope AG, die Zahlen von k-mi und Cash sind derzeit in der Aufbereitung und werden im Jahrbuch BeteiligungsKompass dann verarbeitet.

Kritisch greift der aktuelle BeteiligungsReport drei Themen auf, die die Anleger und Finanzdienstleister derzeit und zukünftig bewegen: zum einen die schlechten Aussichten bei den A380-Investments, zum anderen das grünwertige Angebot einer immobilienbasierten Schuldverschreibung der Exporo AG und drittens das Skandalthema im GroKo-Koalitionsvertrag, de-facto den 34f-Vertrieb kaltzustellen.

Kurz: Alles spannende Fakten, die die Branche bewegen.

Die vollständige Ausgabe erscheint am 21. Feburar 2018.

Ab sofort ist der BeteiligungsReport online verfügbar unter den folgenden Links:

BeteiligungsReport 01-2018 als PDF

BeteiligungsReport als iPad/iPhone-App

BeteiligungsReport als ePaper

Wichtig ist weiterhin: Bleiben Sie kritisch und haben Sie viel Freude beim Lesen des BeteiligungsReports 01-2018.

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IMMAC GmbH (Austria) feiert 10 jähriges Jubiläum

Hamburg, 19.02.2018 (Marktnews): IMMAC GmbH (Austria) erwirbt und errichtet für sogenannte Alternative Investmentfonds (AIF) Sozialimmobilien in Österreich. Pächter sind private Betreiber ebenso wie gemeinnützige, kirchliche und öffentliche Träger.

IMMAC Austria ist innerhalb weniger Jahre zu einem der marktführenden Investoren für Healthcare-Immobilien in Österreich geworden. Seit 2008 hat IMMAC Austria 24 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit 2.188 Pflegeplätzen und 122 angeschlossenen betreuten Wohnungen erworben. Durch die IMMAC Wohnbau sind des Weiteren 70 Einheiten des Service-Wohnens in Planung. Ebenfalls wurde in der Vergangenheit eine Rehaklinik mit 260 Plätzen erworben. Das gesamte Healthcare-Portfolio verteilt sich in Österreich aktuell somit auf neun Betreiber und 26 Immobilien. Ergänzt wird der Bestand durch ein im Jahr 2012 von der österreichischen Schwestergesellschaft DFV Beteiligungs GmbH erworbenes 4-SterneHotel in Vorarlberg.

Quelle: IMMAC HOLDING AG

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IMMOBILIENSEKTOR WEITERHIN FÜR ANLEGER ATTRAKTIV

Pullach im Isartal, 19. Februar 2018 ( Marktkommentar von Hagen Ernst, stellvertretender Leiter des Bereichs Research & Portfoliomanagement bei der DJE Kapital AG ): Experten prognostizieren schon seit geraumer Zeit immer wieder eine Blase am Markt für deutsche Wohnimmobilien. Die Bundesbank warnt zudem regelmäßig vor einer Überhitzung im Immobiliensektor. Gerade in Großstädten sei das Kaufpreisniveau um bis zu 30 Prozent zu hoch. Auch im letzten Jahr sind die Preise wieder angestiegen. Wohnungsknappheit und das anhaltend niedrige Zinsniveau sind hierfür die Hauptreiber.

Immobilienpreise steigen weiter Besonders groß ist derzeit die Wohnungsknappheit in Frankfurt – die sich durch Zuzug aufgrund des Brexits möglicherweise noch einmal verschärfen könnte. Aber auch in Berlin zeigt sich ein rasanter Anstieg des Zuzugs, wohingegen die Mietpreise im Verhältnis zu anderen Großstädten noch als moderat zu bezeichnen sind. Dementsprechend war hier der Anstieg der Kaufpreise am größten. Laut IMX (Immobilienindex von ImmoScout für die Entwicklung der Angebotskaufpreise) stiegen die Kaufpreise für Bestandsimmobilien 2017 um 13,4 Prozent in Frankfurt bzw. um 20,5 Prozent in Berlin. In München sind die Kaufpreise je nach Lage mit mittlerweile über 6.000 Euro pro Quadratmeter für Bestandsimmobilien am höchsten innerhalb Deutschlands. Die Mietrenditen sind hier hingegen bundesweit am niedrigsten.

Innerhalb der letzten zehn Jahre haben sich die Kaufpreise in München zwar mehr als verdoppelt, jedoch sind sie zuvor auch jahrelang nicht gestiegen. Im internationalen Vergleich sind sie mit Blick auf das Verhältnis der Mietkosten zum Einkommen jedoch nicht überhöht. Darüber hinaus liegt die Mietrendite immer noch im Schnitt bei 3 Prozent und ist somit deutlich höher als aktuelle Finanzierungskosten auf 10 Jahre von ca. 1,5 Prozent. In manch anderen Metropolen wie etwa New York sieht es ganz anders aus. Die Mietrenditen sind dort mittlerweile deutlich niedriger als die Zinskosten. Das ist eher besorgniserregend und spricht für eine Blasenbildung.

Quelle: DJE Kapital AG

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Lebensmittelhandel baut Läden und neue Geschäftsmodelle aus

FRANKFURT, 19. Februar 2018 (Marktnews): Der Lebensmittelhandel in Deutschland hat seine Bedeutung in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Nicht nur qualitativ, sondern ebenso quantitativ, wie die JLL-Studie „Der Lebensmittelhandel im Wandel – Vom Tante-Emma-Laden zum E-FoodBusiness“ nun darstellt. Demnach hat sich der Flächenumsatz dieser Branche bei Neuanmietungen binnen zehn Jahren versechsfacht.

Hatte die Summe der neuangemieteten Flächen für den Bereich Gastronomie/Food im Jahr 2006 insgesamt noch 17.900 m² betragen, so waren es 2016 schon 100.100 m². Damit baute der Bereich zugleich auch seinen Anteil am Gesamtvermietungsumsatz im Einzelhandel aus: Im Jahr 2006 verzeichnete er noch 8,3 Prozent, zehn Jahre später rangierte er nach JLL-Daten stabil bei einem Fünftel.

Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany: „Die Langzeitanalyse zeigt, wie massiv der Markt beim Vermietungsvolumen gewachsen ist. Die Bedeutung spiegelt sich auch im Konsumverhalten der Menschen in Deutschland wider, die innerhalb von 10 Jahren 22 Prozent mehr für den generellen Konsum ausgaben. Die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren stiegen im gleichen Maße, da sie ihren Anteil an den gesamten Konsumausgaben von 14 Prozent nahezu konstant hielten – entsprechend fiel die Flächenexpansion aus.“

Bei den jährlichen Neuanmietungen bestritten die Lebensmittelhändler damals wie 2016 jeweils knapp die Hälfte (47 Prozent). Im restlichen Teil des Segments gab es indes große Anteilsverschiebungen. So legte die Gastronomie deutlich an Dynamik zu: Systemgastronomie wuchs von 15 auf 30 Prozent, Restaurants und Imbisse steigerten sich von 3 auf 16 Prozent. In diesem Marktumfeld kommen Kaffeeanbieter (von 20 auf 3 Prozent), Bäckereien (von 13 auf 2 Prozent) sowie Süßwarenhändler (konstant 2 Prozent) seltener zum Zug, wie die JLL-Untersuchung ergibt.

Dirk Wichner, Head of Retail Leasing JLL Germany: „Kein anderes Einzelhandelssegment demonstriert das veränderte Konsumverhalten in Deutschland so stark wie der Bereich Gastronomie/Food. Volle Taschen sind nicht mehr entscheidend für einen schönen Einkaufsbummel, sondern vielmehr das Erlebnis, der Genuss und das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun. Das erklärt den Siegeszug der Gastronomie, während beispielsweise im Textilhandel immer knapper kalkuliert werden muss.“

Jedoch veränderte sich die Struktur der Handelslandschaft. So halbierte sich im gemessenen Zeitraum die Zahl der kleinen Lebensmittelgeschäfte auf 8,750. Supermärkte (10.900) und Discounter (16.054) legten derweil moderat zu. In der Summe schrumpfte die Zahl der Geschäfte allerdings von 39.155 auf 37.682.

Zugleich zeigen sich ein Trend zu gesünderer und bewusster Ernährung sowie ein wachsender Fokus auf regionale Produkte: So wuchsen die Umsätze beiden Supermarktklassen (400 bis 2000 m² und 2500 bis 5000 m²), die diese Produkte anbieten, um 22 Prozent, während die Umsätze der Discounter in den vergangenen fünf Jahren um 14 Prozent zulegten. Diesen Trend unterstreicht auch das deutliche Umsatzplus bei den Fairtrade-Produkten in Deutschland, die ihren Umsatz binnen zehn Jahren von 110 Mio. Euro auf 1,15 Mrd. Euro im Jahr 2016 mehr als verzehnfachen konnten. Biolebensmittel verdoppelten ihren Umsatz derweil von 4,6 Mrd. Euro auf 9,5 Mrd. Euro. Vor allem Anbieter wie „denn’s bio“, Alnatura und BioCompany profitierten von der wachsenden Nachfrage.

Nur schleppend kommt in Deutschland derweil der Onlinehandel mit Lebensmitteln in Schwung. Während mittlerweile rund 10 Prozent aller Einzelhandelsumsätze in Deutschland online generiert werden, bleibt E-Food noch ein Nischengeschäft. Nur rund 1 Prozent des Lebensmittelumsatzes wird online umgesetzt. Das bedeutet lediglich ein Anstieg um 0,6 Prozentpunkte in den letzten fünf Jahren. Beim europäischen Vorreiter Großbritannien beträgt der Onlineanteil bereits 6,9 Prozent und in Frankreich 5,3 Prozent.

Sandra Ludwig, Head of Retail Investment JLL Germany: „Auch wenn der Onlinehandel neue Optionen bietet, werden Lebensmittel in Deutschland von der großen Mehrheit der Konsumenten immer noch stationär gekauft. Für Investoren bedeutet das, dass Lebensmittelhändler als Ankermieter in ihren Immobilien weiterhin ein wichtiger Frequenz- und Umsatzbringer sind. Das erhöht den Wert und die Attraktivität des Objekts.“

Quelle: JLL Germany 

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Klaus Bollmann ergänzt Geschäftsführung der Union Investment Institutional Property GmbH

Hamburg, 19. Februar 2018 (Marktnews): Für das angestrebte Wachstum im institutionellen Kundengeschäft hat Union Investment personell die Weichen gestellt. Mit Klaus Bollmann wurde die Geschäftsführung der Union Investment Institutional Property GmbH erweitert.

Der 53-jährige Volkswirt wird dort gemeinsam mit Wolfgang Kessler und Jörn Stobbe den Ausbau des institutionellen Immobiliengeschäftes vorantreiben. Klaus Bollmann ist in Personalunion Geschäftsführer der Union Investment Institutional GmbH, wo er seit 2014 unter anderem das Produktmanagement für institutionelle Kunden verantwortet.

„Mit der attraktiven Wachstumsperspektive vor Augen wollen wir unser Produktangebot gezielt für institutionelle Immobilienanleger wie Versicherungen, Corporates und Versorgungswerke ausbauen“, sagt Klaus Bollmann.

Quelle: Union Investment Real Estate GmbH

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Catella: Investmentanalyse zu 80 deutschen Wohnstandorten 2018

Frankfurt, 16. Februar, 2018 (Marktnews): Urbanisierung, knappes Bauland und weiterhin starke Mietwohnungsnachfrage sorgt für hohes Investoreninteresse. Projektentwicklungen können Druck auf regionale Wohnungsmärkte nur langsam mildern.

Die neue Catella Wohnkarte 2018 zu 80 deutschen Standorten zeigt eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnungen, einen nochmaligen Anstieg bei den Mieten und einen Rückgang der Renditen.

Der stärkste Mietanstieg in den vergangenen zwölf Monaten erfolgte in der Kategorie „sehr gute Wohnlagen ohne die sieben A-Standorte“ mit +3,35 %, gefolgt von der Kategorie „sehr gute Lage in der gesamten Bundesrepublik“ (+3,31 %). Gerade in den sogenannten sehr guten Wohnlagen der Top- 7-Standorte wurde erstmals die 16 €/m²Grenze im Durchschnitt überschritten, auch im bundesdeutschen Durchschnitt haben die sehr guten Wohnlagen an den 80 Standorten die 10 €/m² durchschritten.

Spitzenreiter bei den durchschnittlichen Mieten in sehr guten Wohnlagen ist aktuell München mit 22,25 €/m² – der geringste gemessene Wert in dieser Lagekategorie findet sich in Remscheid und Herne mit 7,12 €/m² (mittlere Lage 5,96 €/ m² bzw. 5,95 €/m²).

Mit einer durchschnittlichen Spitzenrendite von 4,7 % (5,1 % gegenüber 2017) nähert sich die Entwicklung erstmals seit 1990 der 4 % Schwelle, was sich in der sehr hohen Investorenneigung in der A-Standort-Kategorie und sehr guten Wohnlagen ausdrückt. Spitzenreiter an den A-Standorten ist München mit 2,8 % Spitzenrendite, der höchste gemessene Wert wird in Herne (7,1 %) erzielt, gefolgt von Cottbus (7,0 %) und Remscheid (6,5 %).
„An dieser Entwicklung zeigt sich deutlich, dass sich die Nachfrage in Kombination mit Mietpreisanstiegen primär auf die sehr guten Wohnlagen fokussiert“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Zwar sind auch in den mittleren Lagen die Mietpreise gestiegen (im Durchschnitt in Deutschland um +1,98 %), der Anstieg fällt aber bei weitem nicht so stark aus.

„Klar ist aber auch, dass die deutschen Wohnimmobilienmärkte sich mehr denn je heterogener darstellen, als es in den gängigen Miet- und Preisindizees zum Ausdruck kommt, sei es mit dem Aufkommen neuer Angebote in der Wohnraumtypologie („Wohntürme“), als auch in den veränderten Flächengrößen („Micro Living“)“, so Beyerle weiter. Vor diesem Hintergrund sollten auch diese Aspekte bei politisch motivierten Diskussionen zukünftig Einzug halten.

Die vollständige Analyse finden Sie unter https://www.catella.com/de/corporatefinance/research.

Quelle: Catella

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Die Deutsche Bank – ein Sanierungsfall

Landshaut, 15. Februar 2018 – Die Deutsche Bank – ein Sanierungsfall

Der Ruf der Deutschen Bank ist schwer angeschlagen. Hohe Boni-Zahlungen trotz Verlusten, heikle Hypotheken-Derivate-Geschäfte in den USA, Manipulation von Zinssätzen – Negativ-Schlagzeilen begleiten das Bankhaus seit Jahren. Doch das neue Management will Vertrauen zurückgewinnen. Und so konnten erstmals unabhängige Wirtschaftsjournalisten in der Bank recherchieren, bekamen Zugang zu Sitzungen und Dokumenten, sprachen mit Vorständen und Aufsichtsräten. In der Schäffer-Poeschel-Neuerscheinung „Deutsche Bank intern. Über den Versuch einer Sanierung“ arbeitet der Journalist Ingo Nathusius diese Recherchen und Interviews systematisch auf. Präzise analysiert das Buch die schwierige Lage der Bank und beschreibt ihre hürdenreiche Sanierung.

Das alte Management ist ausgetauscht. Die neue Mannschaft setzt auf Transparenz und gute Ergebnisse. Doch es ist ein Neuanfang mit Hindernissen. Das zeigen die Nachforschungen, die Ingo Nathusius für eine Fernsehdokumentation angestellt hat und die die Grundlage für „Deutsche Bank intern. Über den Versuch einer Sanierung“ bilden. Die durch jahrelange Verfehlungen und Fehlentscheidungen entstandenen Probleme sind immens: Die Erträge sinken, der notwendige Personalabbau ist enorm teuer, die Investmentbanking-Stars verlangen und erhalten wieder hohe Boni. Die veraltete, uneinheitliche IT-Systemlandschaft muss dringend erneuert werden und die Bürokratie wuchert. Doch das Buch bietet mehr als eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und die detaillierte Beschreibung der Baustellen der Sanierung. Der Autor zeigt zudem auf, wie es überhaupt so weit kommen konnte: Er vollzieht den Wandel von einer deutschen Institution zu einer großen internationalen Bank und den Einstieg in das Investmentgeschäft nach. Und er liefert exklusive Einblicke in das umstrittene Derivategeschäft in den USA und Deutschland.

Ingo Nathusius gelingt ein Sittengemälde einer durch Ignoranz, durch Rücksichtslosigkeit gegenüber der Bank und ihrer Zukunft, durch blanken Eigennutz und durch ungenügende Kaufmannschaft geprägten Kultur, die eine scheinbar unerschütterliche deutsche Institution an den Rand des Abgrunds brachte.

Übrigens: Das Buch ist mit Papego ausgestattet. Mit dieser innovativen Technologie kann man das gedruckte Buch ganz einfach unterwegs digital weiterlesen. Einfach die Papego-App herunterladen, die aktuelle Buchseite scannen und dann bis zu 25 Prozent des Buches unterwegs auf Smartphone oder Tablet weiterlesen.

Ingo Nathusius
Deutsche Bank intern
Über den Versuch einer Sanierung
Erscheinungsjahr 2018,  135 Seiten gebunden
Euro 24,95
ISBN 978-3-7910-4150-6

Quelle: Prospero GmbH, Pressemitteilung vom 15. Februar 2018

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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 für Real I.S.

München, 14. Februar 2018 – Die Real I.S. blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück.

Mit An- und Verkäufen in sieben Ländern über insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro blieb das Transaktionsvolumen in etwa auf dem Vorjahresniveau. In Deutschland, Irland Frankreich, Luxemburg, Österreich, Spanien und den Niederlanden entfielen rund 350 Millionen Euro auf Verkäufe und rund 950 Millionen Euro auf Ankäufe. Darunter war mit dem „Leuchtenbergring“ eine der größten Einzeltransaktionen in München. Das Gebäude wurde für den im vergangenen Jahr erfolgreich gestarteten „Themenfonds Deutschland II“ erworben.

Der Vermietungsstand über das gesamte Immobilienportfolio der Real I.S. in Höhe von 6,8 Milliarden Euro konnte auf rund 97,5 Prozent gesteigert werden. Am Ende des Geschäftsjahres befanden sich 126 Objekte im Management. Die Vermietungsleistung des Assetmanagements umfasste eine Fläche von insgesamt rund 155.000 Quadratmetern. Ein besonderer Erfolg waren die Mietvertragsverhandlungen im 18.500 Quadratmetern umfassenden Objekt „Toren op Zuid“ in Rotterdam. Das Telekommunikationsunternehmen KPN verlängerte aufgrund einer umfassenden Modernisierung inklusive eines Flächenanbaus seinen Vertrag um 20 Jahre.

Real I.S. blieb auch im Geschäftsjahr 2017 stark in der Kapitaleinwerbung mit ca. 744 Millionen Euro im institutionellen Bereich. Die Eigenkapitalzusagen für sechs verschiedene Vehikel vom breit diversifizierten Portfoliofonds über ein spezialisiertes Individualmandat bis hin zum Club Deal kamen von Sparkassen, Banken, Versorgungswerken, Stiftungen, Pensionsfonds und Versicherungen.

Im Privatkundengeschäft wurde das noch verfügbare Eigenkapital von 7,2 Millionen Euro (inklusive Agio) des Real I.S. Grundvermögen platziert, der Fonds wurde mit rund 128 Millionen Euro Investitionsvolumen geschlossen.

Die Real I.S. plant für das laufende Jahr mit einer Eigenkapitaleinwerbung im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Quelle: Real I.S. Gruppe, Pressemitteilung vom 14. Februar 2018

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