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Category Archives: Kritisch berichtet

Performance der globalen Bürovermietungsmärkte bleibt gesund

FRANKFURT, 20. August 2019 (Marktnews): Mit 10,4 Mio. m² im zweiten Quartal blieb die Bürovermietungstätigkeit in weltweit 96 Märkten weiter äußerst robust. Für das erste Halbjahr 2019 summiert sich das Umsatzvolumen damit auf ca. 21 Mio. m², entsprechend einem moderaten Rückgang von rund fünf Prozent im Jahresvergleich (H1 2018: 22,1 Mio. m²).

„Vor dem Hintergrund einer erwartet schwächeren Nachfrage auch im weiteren Jahresverlauf gehen wir von einem ähnlichen prozentualen Rückgang für das Gesamtjahr aus. Damit läge das Umsatzvolumen auf dem Niveau von 2017. Damals waren es etwas mehr als 41 Mio. m², so Hela Hinrichs, JLL EMEA Research.

©JLL

In den sieben deutschen Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) zeigte der Büro-Vermietungsmarkt zur Jahresmitte ein ausgesprochen gutes Ergebnis und kam auf ein Plus von 5,4 Prozent mit teilweise kräftigen Umsatzsteigerungen, zweistellig in Stuttgart (fast 21 %) gefolgt von Hamburg (knapp 15 %). Für Frankfurt und Köln ging es nochmal um jeweils rund acht Prozent nach oben. Auch wenn sich bayerische Metropole gemeinsam mit Berlin (jeweils ca. 418.000 m²) wieder an der Spitze des Umsatzvolumens positioniert, verzeichnet die Stadt an der Isar mit knapp 11 Prozent als einzige ein Minus in der bisherigen Jahresbilanz.

Globale Bürovermietung robust – Performance der globalen Bürovermietungsmärkte bleibt gesund
Globale Büro-Leerstandsquote sinkt auf den niedrigsten Stand des aktuellen Zyklus
Einmal mehr allen Erwartungen trotzend, sank die globale Büro-Leerstandsquote im zweiten Quartal 2019 ein weiteres Mal und liegt damit bei 10,8 Prozent. Sie notiert erstmals seit 2009 unter elf Prozent. Der Leerstand ist sowohl in Europa (auf 5,8%) als auch in den USA (auf 14,5%) zurückgegangen. Im asiatisch-pazifischen Raum blieb die Leerstandsquote stabil (bei 10,3%).
In jeder der deutschen Big 7 bis auf Stuttgart reduzierten sich die Leerstandsflächen im Jahresvergleich im zweistelligen Prozentbereich; die Spanne reicht dabei von minus 6 Prozent in Frankfurt bis zu minus 42 Prozent in Berlin. In der Hauptstadt sank die Leerstandsquote auf 1,8 Prozent und weist damit weltweit eine der niedrigsten Leerstandsquoten aus.
Die Bürofertigstellungen dürften 2019 mit weltweit über 18 Mio. m² einen zyklischen Höchststand erreichen. Weitere 17 Mio. m² werden voraussichtlich 2020 fertiggestellt. Die Fertigstellungen bewegen sich damit auf dem Niveau der Jahre 2008 – 2009. Da die Volumina 2019 voraussichtlich das Niveau des Vorjahres um ein Drittel toppen werden, dürfte die globale Büro-Leerstandsquote im zweiten Halbjahr leicht ansteigen und Ende 2019 rund 11,3 Prozent betragen.
In den deutschen Big 7 sind rund 4,4 Mio. m² im Bau, die bis 2022 den Märkten zugeführt werden. Besonderer Fokus liegt dabei auf Berlin mit rund 1,5 Mio. m² und auf München mit knapp 0,87 Mio. m².
Jährliches Wachstum der Spitzenmieten schwächt sich 2019 ab
Das Mietpreiswachstum für erstklassige Büroflächen war in den letzten beiden Jahren bemerkenswert stabil und lag in weltweit 30 analysierten Märkten im Bereich eines Jahresdurchschnitts von 3,5 bis 4 Prozent. Boston (+20,5% gegenüber Vorjahr) steht an der Spitze des globalen Rankings, auch Berlin (+12,7%) und Singapur (+12,4%) zeigen ein zweistelliges jährliches Mietwachstum. Diese Städte werden auch im Gesamtjahr 2019 voraussichtlich die weltweit höchsten Mietpreiszuwächse verzeichnen“, so Hela Hinrichs. „Aggregiert sollte sich das Mietpreiswachstum für erstklassige Büroflächen bis zum Jahresende 2019 aufgrund zunehmender Angebots-Optionen geringfügig auf rund drei Prozent abschwächen.“

Quelle: JLL EMEA Research

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Scope bewertet den DF Deutsche Finance Investment Fund 14 mit vorläufigem Rating von (P) a- (AIF)

Berlin, 16.07.2019 (Marktnews): Die Ratingagentur Scope hat den alternativen Investmentfonds DF Deutsche Finance Investment Fund 14 mit dem vorläufigen (preliminary) Rating von a- (AIF) bewertet. Das Initial Rating wird erteilt, sobald der AIF mehr als 50% investiert ist.

Der Anleger kann sich über den Publikums-AIF an einem von der DF Deutsche Finance Investment GmbH („Deutsche Finance“) gemanagten Fonds beteiligen. Der DF Deutsche Finance Investment Fund 14 („AIF“) ist als Blindpool konzipiert und soll planmäßig in die Assetklasse Immobilien investieren. Hierbei liegt der Fokus zu rund 60% auf Gewerbeimmobilien (schwerpunktmäßig Büro, Einzelhandel, Hotel, sowie Industrie und Logistik) und zu rund 40% auf Wohnimmobilien. Der Schwerpunkt der Anlagestrategie liegt auf Value-Add- und opportunistischen Strategien. In regionaler Hinsicht soll eine Diversifikation sowohl über Industrie- als auch Schwellenländer erfolgen. Mindestens 60% der Zielinvestitionen sollen auf ausländische geschlossene Spezial-AIF entfallen. Der AIF soll bei Platzierung an wenigstens fünf institutionellen Investmentstrategien beteiligt und über mindestens 20 Direktinvestments diversifiziert sein.

Zum Ratingstichtag sind noch keine institutionellen Investmentstrategien getätigt worden, so dass es sich um einen reinen Blindpool-Fonds handelt. Scope liegt jedoch eine aus drei institutionellen Investmentstrategien bestehende vorläufige Investment-Pipeline vor. Institutionelle Investmentstrategien können Investitionen in geschlossene AIF, Kommanditgesellschaften oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung beinhalten und umfassen Club Deals, Joint Ventures, Co-Investments sowie sonstige gesellschaftsrechtliche Kooperationen von institutionellen Investoren.

Laufende Auszahlungen sind auf Ebene des AIF nicht geplant. Die verfügbare Liquidität aus Ausschüttungen und Exits der institutionellen Investmentstrategien soll während der Laufzeit des AIF vorwiegend für Reinvestitionen verwendet werden. Auf Grundlage der historisch erfolgten Exits auf Ebene der Investmentstrategien prognostiziert die Deutsche Finance für die Anleger des AIF über die Fondslaufzeit einen Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 152%. Die Laufzeit des AIF ist bis zum 30.06.2026 befristet. Hieran anschließend folgt die Auszahlungs- bzw. Liquidationsphase.

Positiv beeinflusst wurde das Rating durch:
– die Expertise der Deutschen Finance in der Auswahl global investierender Zielfonds bzw. institutioneller Investmentstrategien
– den sehr guten Marktzugang der Deutschen Finance zu Anbietern von institutionellen Investmentstrategien und globalen lokalen Partnern
– das erhöhte Upside-Potential durch die Anbindung von teils eigenen institutionellen Investmentstrategien aus den Tochtergesellschaften in London und Denver heraus
– den bisher positiven Wertverlauf der gemanagten Fonds unabhängig vom jeweiligen Auflagejahr
– die bereits identifizierte Investitions-Pipeline

Als Risikotreiber identifiziert Scope vor allem:
– die Blindpool-Struktur mit weit gefassten sektoralen und regionalen Allokationskriterien
– die Akquisitionen in einem hochpreisigen Immobilienmarktumfeld
– die niedrige Investitionsquote auf AIF-Ebene und die sehr hohen laufenden Kosten
– die potenziellen Rechtsrisiken im Ausland aufgrund der mehrstöckigen Fondsstruktur
– das in Höhe und Dauer unbegrenzte Reinvestitionsrisiko

Am 05.12.2018 hat Scope der DF Deutsche Finance Holding mit einem Rating von A+AMR eine gute Qualität und Kompetenz im Asset Management von Private Equity Investments bescheinigt. Die inhabergeführte Deutsche Finance ist ein fokussierter und erfahrener Investmentmanager für global investierende Private Equity Real Estate und Infrastructure Portfolios. Sie verwaltet zum 30.06.2019 ein Vermögen von insgesamt rund 3,8 Mrd. Euro, welches breit gestreut über rund 190 institutionelle Investmentstrategien in insgesamt rund 3.750 Direktinvestments in 46 verschiedenen Ländern weltweit investiert ist.

Quelle: Scope Analysis GmbH

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Kapital findet kaum Objekte – Zweistelliger Rückgang beim Transaktionsvolumen am Hotelinvestmentmarkt

Frankfurt am Main, 10.07.2019 (Marktnews): Deutlich unter dem Halbjahresniveau des Vorjahres bewegt sich das Transaktionsvolumen des Hotelinvestmentmarktes Ende Juni 2019.

Nach knapp 600 Mio. Euro in den ersten drei Monaten flossen im zweiten Quartal mit ca. 870 Mio. Euro zwar 45 Prozent mehr in die Assetklasse. In toto mit 1,47 Mrd. Euro schlägt bis zur Jahresmitte aber ein Minus von 20 Prozent zu Buche. Zweistellig ist auch der Rückgang beim Vergleich mit dem Fünfjahresschnitt (- 14%). „Die Transaktionsvolumina der Jahre 2015 bis 2018 gehören erst einmal der Vergangenheit an. In der Tat könnten auch die wenig euphorisierende Anzahl der Transaktionen von insgesamt 39 auf einen drastischen Nachfragerückgang hinweisen. Erfreulicherweise jedoch stimmt die reine Statistik nicht überein mit den realen Interessen der Investoren. Viele Anleger würden ihr Kapital nämlich gerne in einer Hotelimmobilie unterbringen, finden aber kein adäquates Produkt. Dieser Engpass betrifft insbesondere Bestandsobjekte in zentralen Lagen mit langfristigen Laufzeiten“, so Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group. Und Giesemann fährt fort: „Ein Großteil der Märkte zeigt eine solide Performance mit erfreulichen Übernachtungszahlen. Triebfeder ist hier der weiterhin boomende Tourismussektor und die Nullzinspolitik, die auch bei steigenden Preisen den Käufern eine auskömmliche Rendite beschert.“

Den ausführlichen Bericht können Sie unter http://jll.de/Presse nachlesen.

Quelle: Jones Lang LaSalle SE

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ZIA begrüßt Einigung bei Grundsteuer

Berlin, 17.06.2019 (Marktnews): Zur Einigung des Koalitionsausschusses bei der Reform der Grundsteuer erklärt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner:

„Mit Blick auf die 14 Milliarden Euro Grundsteuereinnahmen für die Kommunen und angesichts der vorgegebenen Frist vom Bundesverfassungsgericht begrüßen wir, dass es zu einer Einigung gekommen ist. Ebenso ist zu begrüßen, dass nun auch die Länderöffnungsklausel Einzug finden soll. Denn dadurch bekommen zumindest einzelne Länder die Möglichkeit, die Grundsteuer in Form eines einfachen und unbürokratischen Flächenmodells zu erheben. Für die hierfür erforderliche Grundgesetzänderung ermuntern wir zur Zustimmung – alle profitieren davon, nicht zuletzt die Kommunen.

Der zuletzt von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vorgelegte Entwurf enthielt zwar Erleichterungen für Wohnimmobilien, war jedoch immer noch komplex. Denn insbesondere unter verwaltungsökonomischen Aspekten wäre dieser schwierig umzusetzen gewesen. Zwar hatten sich bereits Verbesserungen für Wirtschaftsimmobilien ergeben, von einem einfachen Gesetz war man jedoch noch weit entfernt. Jetzt wird es insbesondere auf die derzeit noch unbekannten Änderungen ankommen. Darüber hinaus ist es entscheidend, die Aufkommensneutralität einzuhalten – selbst in haushaltspolitisch schwierigen Lagen müssen die Kommunen dieses politische Versprechen umsetzen.“

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Jetzt verfügbar: BeteiligungsReport 02-2019 | Heiße Wochen für die Finanzmärkte

Im aktuellen BeteiligungsReport Nr.109 02/2019 finden Sie folgende Themen:

Seite 4 EDITORIAL
Seite 5 NEWS Kurzmeldungen Allgemein

Seite 7 Metropolen 17 – Der Endspurt hat begeonnen

Seite 8 Titelstory: Die Folgen der Europawahl – Klimaschutz, Enteignung und Umverteilung wahlentscheidend
ASSET
Seite 10 Öfter allein statt im Paket
Seite 11 14. PLATOW InvestorenFORUM 2019

Seite 13 „Keine Bananen ohne Container“ – Kurzinterview mit Christopher Seuffert

Seite 14 Aktuelle Publikums-AIF am Markt
CONTROL

Seite 16 Personelles – Mark my words
Seite 18 Wo ist die Finkompetenz der Verbaucherzentrale Bremen geblieben?
Seite 19 „Goldene Entbeere für Thomas Lloyd
Seite 20 FONDBESPRECHUNG Fondsbesprechung DFV Hotelinvest 6
Seite 22 ALLGEMEINES Fondsobjekte Offener Immobilienfonds werden immer größer und älter

Seite 22 Wo noch über 5 Prozent erzielt werden

Bleiben Sie kritisch – für mehr #finanzbewusstsein

Ihr Edmund Pelikan

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Baufertigstellungen: „Es fehlt an allen Ecken und Enden“

Berlin, 29.05.2019 (Marktnews): Laut Statistischem Bundesamt wurden in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt 285.900 Wohnungen fertiggestellt. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 0,4 Prozent beziehungsweise 1.100 Wohnungen. „Diese Zahlen drücken eines aus: Es fehlt an allen Ecken und Enden“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. „Keine klare politische Linie beim Wohnungsbau, zu langwierige Planungsprozesse und zu wenig Kapazitäten bei den Unternehmen. Auch die ausufernden Baukosten und die überbordende Regulierung der vergangenen Jahre sind ein erheblicher Grund dafür, dass wir hier zu langsam vorankommen. Energetische Anforderungen, kommunale Auflagen und die Grundstückspreise sind starke Kostentreiber im Wohnungsbau. Die Grundstücksverknappung ist der Flaschenhals beim bezahlbaren Bauen. Dafür benötigen wir schneller und günstiger Bauland. Von den jährlich notwendigen Fertigstellungszahlen sind wir weit entfernt. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, müssten jedes Jahr mindestens 375.000 Wohnungen nicht nur genehmigt, sondern auch fertiggestellt werden. Wir sind knapp 100.000 Wohnungen unter dem Niveau, das wir brauchen“, so Mattner. „Durch eine Senkung der Baukosten steigt die Investitionstätigkeit in den Bau und die Sanierung von Wohnungen und Wirtschaftsimmobilien.“

Die 28 Vorschläge des ZIA zur Beschleunigung bei Stadtentwicklung, Planung und Bau finden Sie unter diesem LINK.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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ZIA fordert: Klimapolitik europäisch denken

Berlin,15.03.2019 (Marktnews): Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt die Einsetzung eines Klimakabinetts durch die Bundesregierung. „Ein innerhalb der Bundesregierung koordiniertes Vorgehen in Sachen Klimaschutz kann nur hilfreich sein“, sagte ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner. „Entscheidend ist jetzt aber, dass es nicht zu noch mehr Regulierungen kommt. Wir brauchen technologieoffene Lösungen, die die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Sektoren im Blick behalten“, so Mattner. „Es ist sinnvoll, Diejenigen, die die Lösungsvorschläge bringen und umsetzen sollen, zu hören und zu beteiligen. Es darf keine Entscheidungen von oben herab geben.“

Die Bundesregierung müsse zudem darauf achten, auch beim Klimaschutz die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nicht zu vernachlässigen. „Ein klimapolitischer Alleingang Deutschlands hilft dem Klima wenig und schadet der Wirtschaft insgesamt. Das Klimakabinett sollte sich mit den Partnern in Europa koordinieren“, forderte der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses. Klar sei auch, dass nur gemeinsame Anstrengungen zu mehr Klimaschutz beitragen würden.

Der Koalitionsausschuss hatte am Donnerstagabend beschlossen, ein Klimakabinett zu bilden, um die rechtlich verbindliche Umsetzung der Klimaschutzziele für das Jahr 2030 vorzubereiten.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Gutachten sieht Verfassungsverstoß in Mietpreisbegrenzungen

Berlin, 05.03.2019 (Marktnews): Ein vom ZIA, Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bei Professor Thomas Dünchheim in Auftrag gegebenes Gutachten zur Mietpreisbegrenzung kritisiert die Maßnahme als „evident verfassungswidrig“. In dem Gutachten werden unter anderem Verstöße gegen die Berufsfreiheit gewerblicher Vermieter als auch gegen die grundgesetzlich gewährleistete Vertragsfreiheit beider Mietvertragsparteien angeführt. Dünchheim befürchtet zudem, dass es durch eine Mietpreisbindung zu dauerhaften Verlusten für die Vermieter kommen könne. Dann sei die Regelung „bereits aus diesem Grund mit der Eigentumsgarantie, welche auch die Renditeerzielung bei der Vermietung von Wohnraum schützt, unvereinbar.“ Es läge dann ein die Substanz des Eigentums berührender Eingriff vor.

Die verfassungsrechtlich gewährleistete Eigentumsgarantie des Artikels 14, schützt das Recht des „Habens“ und des „Gebrauchmachens“ an einem Gegenstand. Dazu zähle auch die Möglichkeit, durch vertragliche Nutzungsüberlassung einen Ertrag zu erzielen. Durch die Mietpreisbegrenzung werde dem Vermieter als Eigentümer aber die Möglichkeit genommen, „sein Eigentum bis zu dem Grad wirtschaftlich zu nutzen, wie es individuelle Vereinbarungen mit den Mietern nach Maßgabe von deren Vorstellungen und nach Maßgabe der jeweiligen Marktbedingungen zulassen würden“.

Plänen der Berliner SPD, aber auch ähnliche Bestrebungen der Linken in der Ham-burger Bürgerschaft, auf Landesebene einen „Mietendeckel“ einzuführen, erteilt das Gutachten ebenfalls eine klare Absage. Es fehle bereits an der Gesetzgebungskompetenz der Länder. Zudem entfalte die bundesrechtliche Mietpreisregelung verfassungsrechtlich „Sperrwirkung für den Landesgesetzgeber“. Dieser darf also nicht in Eigenregie gesetzgeberisch tätig werden und dadurch die bundesrechtliche Mietpreisregelung aushebeln.

Unabhängig davon, so Dünchheim, „dürften landesrechtliche Mietpreisbegrenzungen nicht mit der im Grundgesetz garantierten Vertragsfreiheit vereinbar sein“. Darüber hinaus sei neben der Mietpreisbegrenzung durch den Bundesgesetzgeber ein lokaler „Mietenstopp“ ein „noch deutlich intensivierter Eingriff in das Eigentum von Vermietern, die Berufsfreiheit gewerblicher Vermieter und die Vertragsfreiheit der Mietvertragsparteien“.

ZIA-Präsident Andreas Mattner begrüßte das Gutachten. „Dieses Gutachten ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich Politik auf die einzig richtige Lösung, bauen, bauen, bauen konzentrieren sollte. Mit dem Gutachten wird klar, dass Mietpreisbegrenzungen sich nicht auf dem Boden der Verfassung befinden, Mietpreisbremsen oder ausufernde Vorkaufsrechte scheitern vor Gericht. All diese Dinge sollen nur der Bevölkerung Sand in die Augen streuen vor dem eigentlichen Versagen. Gegen zu hohe Mieten hilft nach wie vor nur der Bau von mehr Wohnungen. Dazu ist die Immobilienwirtschaft gerne bereit.“

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

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Sonder-AfA & Mieterstrom: deutliche Verbesserungspotenziale

Berlin, 19.11.2018 (Marktnews): Heute findet im Finanzausschuss des Bundestags die Öffentliche Anhörung für den Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus der Bundesregierung statt. Diese Sonder-Afa soll fünf Prozent zusätzlich zur regulären linearen Abschreibung betragen und für einen Zeitraum von vier Jahren gewährt werden, rückwirkend zum 31.8.2018.

Zudem wird über einen Änderungsantrag der CDU/CSU und SPD zur Änderung der Steuerbefreiung für Wohnungsgenossenschaften und –vereine beim Betrieb von Mieterstromanlagen behandelt. Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt, dass die Bundesregierung mit beiden Instrumenten bestehenden praktischen Problemen begegnen möchte, weist aber auf zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten hin. „Die Sonder-AfA ist ein wichtiges Zeichen für unsere Branche. Dennoch sehen wir mehrere Gründe, warum sie das gewünschte Ziel, nämlich die Wohnraumoffensive, nur schwer erreichen könnte“, erklärt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA.

Anwendungszeitraum zu knapp bemessen

Darüber hinaus sei der Anwendungszeitraum vom 31. August 2018 bis zum 1. Januar 2022 zu knapp bemessen, wenn die Bauunternehmen für die mit der Sonderabschreibung bezweckten gesteigerten Bauaktivitäten mit einem dafür notwendigen Aufbau der personellen Kapazitäten reagieren sollen. „Sinnvoll wäre darüber hinaus eine Erweiterung des Gesetzentwurfes um die Baubeginnanzeige gewesen“, meint Mattner. „In der Praxis liegen für eine Vielzahl von Vorhaben aus unterschiedlichsten Gründen bereits Bauanträge beziehungsweise Baugenehmigungen vor. Insbesondere diese Fälle könnten zeitnah realisiert werden, wenn sie den geplanten steuerlichen Anreiz erhalten könnten.“

Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten zu niedrig

Zudem ist die vorgesehene Deckelung der Anschaffungs- und Herstellungskosten bei 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche laut Einschätzung der Immobilienwirtschaft zu niedrig bemessen. Insbesondere mit Blick auf die künftig eher steigenden Bau- und Erwerbsnebenkosten erscheint die gewählte Höhe schwer einzuhalten. In diesem Zusammenhang darf nicht verkannt werden, dass zu den Anschaffungskosten neben dem eigentlichen Gebäudewert auch die Nebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten zählen. „Die steuerlichen Belastungen, hohen politischen Auflagen und langwierigen Prozesse haben das Bauen enorm verteuert“, sagt Mattner. Allein die Grunderwerbsteuer führt mit ihren derzeitigen Höchstsätzen von bis zu 6,5% zu einem immensen Anstieg der Anschaffungskosten. Da insgesamt die durchschnittliche Belastung mit Nebenkosten ungefähr bei 10 – 15% liegt, reduziert sich somit der eigentliche Kaufpreis auf ungefähr 2.600 Euro (inklusive Umsatzsteuer) pro Quadratmeter Wohnfläche, der zur Inanspruchnahme der Sonderabschreibung die Höchstgrenze darstellen würde. Studien aus dem Jahr 2016 belegen jedoch, dass in Metropolregionen bzw. städtischen Regionen die Baukosten im Median bei knapp über 2.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen.

De-minimis-Regelung verhindert Wohnraumoffensive

Die Einführung steht vermutlich im Lichte des Versuchs, eine ansonsten erforderliche beihilferechtliche Genehmigung durch die Europäische Kommission zu vermeiden und somit ein schnelles Inkrafttreten zu gewährleisten. Aus dem damit gewählten Weg folgt jedoch leider auch, dass das mögliche Investitionsvolumen beschränkt ist. Das liegt daran, dass der Steuervorteil aus der Sonderabschreibung in drei Veranlagungszeiträumen maximal 200.000 Euro betragen darf. Im Ergebnis kann ein Unternehmen, das die volle Höhe der Sonderabschreibung in Anspruch nehmen will, aufgrund der – wenn überhaupt einzuhaltenden – eher am oberen Ende verorteten Baukosten, nur ein eher kleines Projekt mit ungefähr 650 Quadratmetern Wohnfläche realisieren. „Es erscheint fraglich, dass die Förderung damit zur angestrebten Wohnraumoffensive führt“, sagt Mattner.

Steuerliche Anpassung bei Mieterstrom erweitern

In der heutigen Anhörung wird zudem über den Entwurf eines Änderungsantrages der Fraktionen der CDU/CSU und SPD zur Änderung der Steuerbefreiung für Wohnungsgenossenschaften und –vereine beim Betrieb von Mieterstromanlagen diskutiert. Laut Einschätzung des ZIA darf eine solche steuerliche Privilegierung von Mieterstrom nicht nur für Wohnungsgenossenschaften und -vereine gelten. Auch für andere Immobilienunternehmen – und auch alle Nutzungsklassen – müssen die steuerlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, wenn der Mieterstrom bei Immobilienunternehmen Anwendung finden soll. Das Anbieten von Mieterstrom muss insbesondere hinsichtlich der sogenannten erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung unschädlich sein. „Es ist wenig nachvollziehbar, wieso das Problem der steuerlichen Infektion durch den Betrieb von Mieterstromanlagen nur für einen sehr begrenzten Teil der Immobilienwirtschaft gelöst werden soll. Um den Anteil an Mieterstrom wirklich erhöhen zu wollen, sollte der Gesetzgeber alle Akteure unserer Branche damit ausstatten“, ergänzt Mattner.  

Die vollständige Stellungnahme des ZIA für die heutige Anhörung finden Sie hier: https://www.zia-deutschland.de/positionen/steuerliche-foerderung-des-mietwohnungsbaus-und-mieterstromfoerderung/

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

 

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„Investoren flüchten aus Großbritannien wie die Minister aus dem Kabinett“

Frankfurt am Main, 15.11.2018 (Marktnews): Das Vertrauen der Investoren in britische Vermögenswerte schwindet aktuell genauso schnell wie sich Minister aus der Regierung von Premierministerin Theresa May verabschieden. 

Das Pfund verliert stark an Wert, die Renditen fallen und die Spreads auf britische Banken und Unternehmen werden immer größer. Nachdem zwei weitere Minister als Reaktion auf den Entwurf eines Abkommens zwischen den britischen und den EU-Verhandlungspartnern zurückgetreten sind, preist der Markt nun eine größere Wahrscheinlichkeit eines „No Deal“-Brexits ein. Zwar ist der Brexit ist in erster Linie ein Problem für das Vereinigte Königreich und in geringerem Maße auch für das übrige Europa, aber die politische Unruhe in Großbritannien bestärkt allgemein eine breitere Furcht über die weiteren globalen Wachstumsaussichten.

Würde Großbritannien ohne Abkommen und ohne Übergangsfristen aus der EU ausscheiden, könnte sich das Pfund in Richtung einer Parität zum Euro bewegen. Dadurch würde die Bank of England dazu gezwungen, ihren Anspruch auf eine künftige Zinserhöhung aufzugeben, was wiederum zu einer Neubewertung der wachstumssensiblen britischen Aktien und Unternehmensanleihen führen würde.

Meiner Meinung nach sind ein zweites Referendum oder Neuwahlen aber weitaus wahrscheinlicher als ein „No Deal“. Es ist aber genauso wahrscheinlich, dass Premierministerin Theresa May die Zustimmung des Parlaments für ihren Deal erringt. Es wird also eine Achterbahnfahrt für das Pfund Sterling, die ziemlich schiefgehen könnte.

Bei Fragen oder Interview-Wünschen wenden Sie sich bitte an:

Quelle: GFD – Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH

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