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BeteiligungsReport 119/2020 | Wesentliche Neuerungen in der Arbeit für FAVs Die Neuregelungen, die für Finanz-anlagenvermittler ab sofort gelten!

Im aktuellen BeteiligungsReport 119/2020 finden Sie folgende Themen:

2 EDITORIAL
3 Wir in den Medien
6 NEWS: Kurz notiert
8 ASSET: Scope Institutionelle Immobilienfonds; Wohnen statt Einzelhandel
10 ASSET: ASSET: FPRE: Metaanalyse
11 ASSET: Über Beteiligungen: Die neue Lust am Wohnen verspricht Stabilität im Portfolio
12 ASSET: Aktuelle Publikums-AIF am Markt
14 CONTROL: Fondsbesprechungen aktueller AIFs
16 CONTROL: RICS erwartet neuen Zyklus für Deutschland
17 CONTROL: Kritisches vom Markt
18 PERSONELLES
19 SOCIETY: Nominierungen zu Deutscher Beteiligungspreis 2020

Ihr Edmund Pelikan

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BeteiligungsReport 118/2020 | Ist die Finanzwelt noch zu retten? Investmentbranche braucht mehr denn je vertrauenswürdige Vorbilder !

Im aktuellen BeteiligungsReport Nr. 118/2020 finden Sie folgende Themen:

Seite 2 EDITORIAL

Seite 3 Wir in den Medien

Seite 4 NEWS – Kurzmeldungen

Seite 5 NEWS: Gesetzentwurf: Zentrale Beaufsichtigung von Finanzanlagenvermittlern durch BaFin

Seite 6 ASSET: kmi-Studie 2020 über Vermögensanlagen

Seite 8 ASSET: Scope Analysis: Offene Immobilienfonds- Covid- 19 erhöht Risiken und drückt Rankings

Seite 9 IN EIGENER SACHE: Empfehlung von Finanzexperten auf finanzberater.digital

Seite10 ASSET: FPRE: Metaanalyse

Seite 11 ASSET: KCD Catella Immobilienfonds

Seite 12 ASSET: Aktuelle Publikums-AIF am Markt

Seite 14 CONTROL: Fondsbesprechungen aktueller AIFs

Seite 15 PERSONELLES

Ihr Edmund Pelikan

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BeteiligungsReport 116/2020 | Handelt die Politik richtig? Wie ein Virus die Finanz-wirtschaft infiziert !

Im aktuellen BeteiligungsReport Nr. 116/2020 finden Sie folgende Themen:

Seite 2 EDITORIAL

Seite 3 Wir in den Medien

Seite 4 NEWS – Kurzmeldungen

Seite 6 FORECAST: Sieben nicht sehr wahrscheinliche finanzökonomische Vorhersagen

Seite 8 TITELSTORY: Immobilieninvestments sind die Lösung – aber richtig gemacht

Seite 10 ASSET: Marktberichte: Berichte der Sachwertbranche

Seite 12 ASSET: Aktuelle Publikums-AIF am Markt

Seite 14 RESEARCH: Kapitalmarkt – intern

Seite 16 CONTROL: Gothaer Anlegerstudie 2020

Seite 19 PERSONELLES

Seite 20 VERANSTALTUNGEN: Veranstaltungen und Veranstaltungshinweise 2020

Bleiben Sie kritisch – für mehr #finanzbewusstsein

Ihr Edmund Pelikan

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Jetzt verfügbar: BeteiligungsReport 115/2020 | Die Würze eines jeden Portfolios: Sachwertinvestments sind die Lösung – aber richtig gemacht

Im aktuellen BeteiligungsReport Nr. 115/2020 finden Sie folgende Themen:

Seite 2 EDITORIAL

Seite 3 Wir in den Medien

Seite 4 NEWS – Kurzmeldungen

Seite 6 FORECAST: Sieben nicht sehr wahrscheinliche finanzökonomische Vorhersagen

Seite 8 TITELSTORY: Immobilieninvestments sind die Lösung – aber richtig gemacht

Seite 10 ASSET: Marktberichte: Berichte der Sachwertbranche

Seite 12 ASSET: Aktuelle Publikums-AIF am Markt

Seite 14 RESEARCH: Kapitalmarkt – intern

Seite 16 CONTROL: Gothaer Anlegerstudie 2020

Seite 19 PERSONELLES

Seite 20 VERANSTALTUNGEN: Veranstaltungen und Veranstaltungshinweise 2020

Bleiben Sie kritisch – für mehr #finanzbewusstsein

Ihr Edmund Pelikan

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Aus dem BR-Magazin: Neuer USA Fonds von TSO-DNL wird operativ

Wolfgang Kunz im Interview

 

Freiheitsstatue_immobilie_usaLandshut, 20.03.2015 – Die DNL ist seit 2001 erfolgreich in Deutschland im Bereich geschlossene US-Immobilienfonds tätig und der Exklusivvertrieb der TSO in Europa. Zwischen 2004 und 2006 agierte die DNL als Krisenmanager für drei geschlossene US-Immobilienfonds eines Schweizer Initiators, rettete das Kapital von 512 deutschen Investoren und erreichte Kapitalrückführungen zwischen 152 Prozent und 168 Prozent. Ende 2005 gründete DNL eine eigene US-Gesellschaft in Atlanta, die DNL US-Invest, LLC, die die Interessen der deutschen Anleger in den USA als Teil des General Partners vertritt.

DNL hat sich für TSO als Asset-Manager entschieden, da kein Anleger seit der Gründung der TSO im Jahr 1988 nach eigenen Angaben Geld verloren hat. Nun ist seit Dezember 2014 der neue   TSO-DNL KG-Fonds auf dem Markt. Dazu traf die Redaktion des BeteiligungsReports den DNL Vertriebsdirektor Wolfgang Kunz am Rande einer Präsentation. Dass rege Nachfrage und Interesse für USA Fonds weiterhin bestehen, zeigen die überdurchschnittlichen Vertriebserfolge seit Vertriebsstart. Mühelos übersprang man die Rückabwicklungsschwelle von 3.000.000 US-Dollar nach wenigen Tagen.

BeteiligungsReport®: Sind geschlossene Beteiligungen nach altem Strickmuster in Zukunft darstellbar?

Wolfgang Kunz: Das sicher nicht. Es steht die Möglichkeit offen, eine Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen. DNL hat sich mit seinem US-Partner TSO aber auf ihre Stärke besonnen und die operative KG-Gestaltung gewählt. Deshalb ist das aktuelle Produkt mit dem Namen TSO-DNL Active Property LP auf den Markt gekommen, was die Strategie unterstreicht.

BeteiligungsReport®: Der Erfolg liegt also im Zusammenspiel zwischen DNL Real Invest und TSO als Asset- Manager. Können Sie nochmals die Eckpunkte zusammenfassen?

Wolfgang Kunz: Zum einen betreut die DNL derzeit ca. 4.000 Anleger in allen Fragen rund um ihr Immobilieninvestment inklusive dem Thema Steuern. Die Anlegerbetreuung inklusive quartalsweiser Ausschüttungen erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache vom deutschen Standort aus. Diese Philosophie wird von Kunden und Geschäftspartnern der DNL Real Invest AG gleichermaßen geschätzt. Das Asset-Management-Team der „The Simpson Organization“ um Allan Boyd Simpson führt alle zentralen Tätigkeiten rund um die Projektentwicklung und den Handel mit Immobilien aus. Dass die TSO dies erfolgreich kann, hat sie die letzten Jahre bewiesen. Seit der Gründung wurden rund 80 Immobilientransaktionen mit einem Gesamtwert von 3,2 Milliarden US-Dollar  abgewickelt. Aktuell verwaltet unser Asset-Management-Partner ein Immobilienportfolio im Wert von rund 900 Millionen US-Dollar für deutsche und amerikanische Investoren. Dabei lag die durchschnittlich testierte Rendite bei rund 24 Prozent pro Jahr. Im TOP 50-Ranking der US Real Estate 2013 von Fondsmedia waren die besten 12 Projekte aus dem Hause TSO-DNL. Ich denke, das bestätigt unser Handeln.

BeteiligungsReport®: Was macht nun die operative Prägung aus?

Wolfgang Kunz: Unser Asset Manager kauft ein Projekt mit einer Vermietungsquote von etwas über 50 Prozent. Danach wird das Objekt entwickelt, Flächen umstrukturiert, eventuell teilrenoviert und die Vermietungsquote konsequent erhöht. Ab einem Vermietungsstand von 85 Prozent müssen bereits wieder Verkaufsbemühungen eingeleitet werden. Zentrale Änderung ist, dass langfristiges Halten, Vermieten und Verwalten der Immobilien künftig ausgeschlossen sind.

BeteiligungsReport®: Welche Rolle spielt der Dollar bei der Investition?

Wolfgang Kunz: Wir betonen immer, dass wir ein reines Dollarinvestment sind. Einzahlungen, Ausschüttungen und Rückzahlung erfolgen alle in US-Dollar. Wer dies nicht umtauschen möchte, hat die Möglichkeit, für kleines Geld ein Dollarkonto zu unterhalten, sodass er den aus seiner Sicht günstigsten Zeitpunkt eines Umtausches abwarten kann. In einer Simulation haben wir einmal durchgespielt, was bei einem extremen, unrealistischen Wertverfall des Dollars und gleichzeitiger unveränderter Annahme der Erlösprognose in Bezug auf die Rendite eintreten würde. Das Ergebnis ist ein Werterhalt nach Kapitalrückführung immerhin mit 7,85 Prozent jährlicher Rendite bei einem Dollarkurs von 2,13. Bei einem Kurs von 1,88 liegt der Anleger sogar noch im unteren zweistelligen Renditebereich. Es kommt also mehr auf die Qualität des Managements an als auf den Umtauschkurs des Dollars. Derzeit beobachtet man auf dem Markt eher die Tendenz zu einer Euro-Dollar-Parität.

BeteiligungsReport®: Dann sind wir wieder beim Thema. Was macht DNL Real Invest und ihr Exklusivpartner TSO anders?

Wolfgang Kunz: Erster erfolgskritischer Schritt ist der Einkauf – auf Englisch Closing genannt. Natürlich erfolgt bei jedem Objekt eine aufwendige Due Diligence. Schließlich wird der Vitalisierung des Gebäudes eine hohe Bedeutung eingeräumt. Ein kleines Beispiel ist, dass alle Gebäude über zehn Stockwerke eine eigene Kinderbetreuung bekommen. Das erhöht die Vermietbarkeit bei Firmen mit hohem Frauenanteil. Interessierte Finanzdienstleister und Anleger sind herzlich eingeladen, sich davon vor Ort zu überzeugen.

BeteiligungsReport®: Wer darf das neue Produkt von TSO-DNL vertreiben?

Wolfgang Kunz: Für den aktuellen KG-Fonds TSO-DNL Active Property LP, der als operativer US Immobilienfonds durch die BaFin bestätigt wurde, ist ein Vertrieb durch Finanzanlagenvermittler mit der Zulassung nach § 34f Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 GewO – also für Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes – möglich. Davon gibt es knapp 6.700 in Deutschland und hinzu kommen natürlich alle Banken und Finanzinstitute mit §32-KWG-Zulassung. Wir im Vertrieb der DNL Real Invest AG betreuen derzeit in Europa über 600 Vertriebspartner, davon die Mehrzahl in Deutschland. Dabei führen wir laufend Onlineschulungen und auch Workshops durch. Ich selbst stehe gemeinsam mit bekannten Referenten bei Vortragsabenden für die Kunden aktiver Geschäftspartner zur Verfügung und präsentiere die DNL bei Kongressen und großen Vertriebstagungen. In regelmäßigen Abständen empfange ich Vertriebspartner und Kunden in Atlanta, um Objektbesichtigungen vorzunehmen. Die US-Reisen erfolgen in enger Kooperation mit der DNL US Invest Atlanta.

BeteiligungsReport®: Was hat DNL Real Invest in der Zukunft vor?

Wolfgang Kunz: Zunächst konzentrieren wir uns voll auf die Platzierung des anspruchsvollen Eigenkapitalvolumens von 125 Millionen US-Dollar bei unserem aktuellen TSO-DNL Active Property LP. Durch die Vorzugsrendite von acht Prozent und einer Planrendite im zweistelligen Bereich ist die Nachfrage hervorragend. Es ist meines Erachtens das richtige Produkt zur richtigen Zeit. Aber auch wir werden uns im Laufe des Jahres 2015 Gedanken machen, was danach kommt. Zwei Dinge stehen aber fest: Die DNL Real Invest wird im Markt bleiben und sicherlich sich weiter auf US-Immobilien fokussieren.

BeteiligungsReport®: Vielen Dank für das Gespräch.

 


 

Interviewpartner:
Wolfgang Kunz, Vertriebsdirektor der DNL REAL INVEST AG

Quelle: Erstveröffentlichung Beteiligungsreport 1/2015.

Zum gesamten Beteiligungsreport (PDF)

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Aus dem BR-Magazin: Zahlenwelt verwirrt Presse wie Branche gleichermaßen

Belastbare Zahlen der platzierten Sachwertanlagen werden von der Bundesbank erwartet – die Branche liefert diese nicht

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Bilder: shutterstock.com

 

 

Landshut, 10.03.2015 – Der bsi Summit – der Branchentreff des Sachwerteverbandes – war traditionsgemäß Anfang Februar jeden Jahres der Hort, an dem die Vertriebszahlen und die Bestandszahlen des Bundesverbandes Sachwerte und Investmentvermögen bekannt gegeben wurden. Seit 2015 ist dies nicht mehr der Fall. Die 35 Mitglieder haben entschieden, dass sie genügend andere Arbeit hätten, um belastbare Zahlen für die Veranstaltung aufzubereiten.

Zum Beispiel steht seit 8. Januar 2015 die Zahlenaufbereitung für die Bundesbank an, und auch die langwierigen Genehmigungsprozesse bei der Produktzulassung binden Ressourcen. Dies ist sicherlich richtig. Doch darf man deshalb diese wichtige Transparenzoffensive der Branchenzahlen vernachlässigen?

Die versammelten Journalisten waren sich am 3. Februar, dem Tag der Pressekonferenz, einig: dieses Defizit wird sich rächen. Und tatsächlich war es sogar schon einen Tag später der Fall. Journalisten der großen Zeitungen wie WELT und Handelsblatt interpretierten die Zahlen falsch. Es war von platziertem Eigenkapital von 700 Millionen Euro die Rede und nicht richtigerweise von 81 Millionen Euro. Und vor allem wurde die Sachwertewelt auf KAGB-konforme Produkte reduziert, was nicht der Realität entspricht. Allein Millionen an tatsächlich vertriebenem Eigenkapital wie zum Beispiel durch den US-Immobilienspezialisten TSO-DNL oder Windkraftfondsemittenten Lacuna tauchen in der Statistik nicht auf. Bei diesen Produkten handelt es sich nämlich um operative KG-Fonds mit BaFin-Gestattung nach dem Vermögensanlagegesetz. Aber auch zahlreiche Sachwertanlagen in Verpackung wie Anleihen, Zertifikaten oder SICAV wurden nicht gewertet.

Wurden diese anderen Strukturen generell missachtet? Nein, und das macht die Inkonsequenz dieser Darstellung des bsi aus. Denn im Segment der institutionellen Investoren wurde eine Zahl von 5,4 Milliarden Euro Anlage bei investierenden Bestandsfonds oder über ausländische Strukturen oder sonstige Strukturen für semiinstitutionelle bzw. professionelle Anleger gewertet. Vollens erstaunt ist man über den Begriff „investierende Bestandsfonds“. Das bedeutet wohl, wenn ein Altfonds sein Immobilienportfolio umschichtet, wird daraus kommunikativ ein Neugeschäft. Allein dadurch wird die Überschrift der bsi-Pressemeldung „bsi-Mitglieder investieren 2014 mehr als 10 Milliarden Euro neu in Sachwerte“ zu einer Aussage ohne Wert.

Offen bleibt auch, ob die erfolgreichen Platzierungen von Nicht-bsi-Mitgliedern in die Statistik eingeflossen sind. So ist als Beispiel der Hamburger Sozialimmobilienexperte IMMAC mit einem Platzierungsvolumen von um die 20 Millionen Euro Eigenkapital erfolgreich 2014 gestartet und konnte den ersten AIF-Fonds in Rekordzeit schließen. Inzwischen ist bereits der 4. AIF aus dem Hause IMMAC auf dem Markt. Also eigentlich ein Aushängeschild der neuen Welt, ohne dass dieses Haus Widerhall beim bsi Summit findet. Eine ähnliche Positivstory hatte der Zweitmarkt- und Immobilienfondsspezialist HTB mit der Zulassung eines AIF-Zweitmarktproduktes geschrieben. Aus dem bsi war noch 2014 zu hören, dass unter dem KAGB kein Zweitmarktfonds möglich ist. Schön, dass die Realität immer die besseren Geschichten schreibt.

Aber nicht nur im Bereich Neuprodukte werden Zahlen politisch interpretiert. Auch in der Kategorie Asset under Management geht der Verband diesen Weg. Die Bestandsverwaltung sieht die Verbandsspitze nun als Kernkompetenz der bsi-Mitglieder. Hier kann man mit dreistelligen Milliarden glänzen. Dort zu flunkern ist zwar verständlich und wahrscheinlich von den Mitgliedern so gewollt, ist aber kontraproduktiv, um neues Vertrauen bei Publikumsanlegern zu gewinnen. Bei der Präsentation der Zahlen war die Botschaft auf dem Summit, dass zumindestens bei der Bestandsverwaltung ein Zuwachs erzielt wurde. Die entsprechende Folie sprach von „Gehen aufwärts“ und hervorgehoben in einem gelben Kreis „um 18%“.

Steigerung um 18 Prozent mag ein unbefangener Beobachter sagen, das ist schon eine Hausnummer. In der nachfolgenden Folie wird die Zahl nun erläutert. Der Bestand des Vorjahres wurde mit 125,1 Milliarden Euro vorgeschrieben. Hinzugerechnet wurden die 10,3 Milliarden Euro, die weiter oben in diesem Text bereits als „neue“ Investitionen in Sachwerte durch Verbandsmitglieder kritisch kommentiert wurden. Weiter wird ein Netto-Zuwachs durch Bewertungsergebnisse von über 11,6 Milliarden Euro positiv verrechnet. Nun kann sich der kritische Autor zwar vorstellen, dass Immobilien an Wert zulegen konnten. Müssen dann aber nicht nahezu 100 Prozent der Schiffe abgewertet oder komplett abgeschrieben werden? Was bleibt dann noch übrig? Und selbst bei Immobilien stellen Büro- und Gewerbeimmobilien bei fehlenden Mietern durchaus Abschreibungspotentiale dar. Ich darf hier nur an die Berichterstattung über den Lebens- und Investitionszyklus der Immobilie Taunusanlage 11 erinnern. Zur kompletten Fehlinterpretation der Zahlen verleitet dann aber noch die Steigerung um 28 Prozent, wenn man die Mitgliederzugänge bsi berücksichtigt. Auch hier gilt wieder das alte Sprichwort: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Bei aller Kritik muss man aber sagen: Sachwerte haben in Zeiten von Nullzins und Geldschwemme nicht nur ihre Berechtigung, sondern sollten an Bedeutung gewinnen. Auch ist die Idee einer gemanagten Sachwertanlage weiterhin schick und sinnhaft, wenn man den richtigen Partner dazu findet. Ausdrücklich kann man auch die Richtigkeit der Aussage von bsi-Vorstandschef Oliver Porr hervorheben, dass jeder, der sich eine Eigentumswohnung kauft, über eine alternative Investiton in beispielsweise fünf Sachwertanlagen nachdenken sollte.

Sicher ist aber auch: Der Verband hat bei seiner Tagung trotz eines Plädoyers von Prof. Bert Rürup für Sachwerte ohne Gold durch die Angreifbarkeit seiner Zahlenwelt und das Signal von mangelnder Transparenz eine wichtige Chance verpasst, die Sachwertanlage für Publikumsanlagen nach dem geschichtsträchtigen Januar 2015 mit dem Verfall von Geldwerten als wichtige Anlagealternative zu empfehlen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Bundesbank diese wichtige Lücke schließt.

Vom bsi Summit 2015 wird die Botschaft bleiben: Dem Verband sind institutionelle Sachwertinvestoren am wichtigsten. Publikumsanleger sind als Beimischung ok, wenn sie aber nicht zu anspruchsvoll sind. Der in der Präsentation formulierte Satz „2015 gilt es, Privatanleger neu zu begeistern“, verhallte in den Hallen des Frankfurter Congress Centers scheinbar ungehört.
Edmund Pelikan, Quelle: Erstveröffentlichung im BeteiligungsReport 1-2015


Grafiken zum Artikel

Zum BeteiligungsReport (PDF)

 

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