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Anbieter von Sachwertfonds starten mit positivem Ausblick in 2017

bsi_logoBerlin, 25.01.2017 – Der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. hat eine Umfrage unter den am Markt tätigen Kapitalverwaltungsgesellschaften zu den Erwartungen und Aussichten für das Jahr 2017 durchgeführt.

Über 60% der Anbieter schätzen das Marktpotential geschlossener Publikums-AIF als gut bis sehr gut ein.

Insgesamt sind 31 neue Publikums-AIF mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. EUR geplant. Im Vorjahr lag die Zahl der Neuprodukte bei 24.

Schwerpunkt der Investitionstätigkeit sind Immobilien. 85% der Unternehmen planen Sachwertfonds mit Immobilien aufzulegen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Zukunft weiterhin in regulierten Produkten liegt. Planungen für andere Strukturen wie Vermögensanlagen gibt es bei den Häusern nicht.

„Die steigende Anzahl der Produkte ist Kehrseite eines steigenden Interesses bei Vertriebspartnern und Anlegern. Die Zeiten der Niedrigzinsen haben ihre Spuren in den Depots der Privatanleger hinterlassen. Die Inflationserwartung von 1,5 % in 2017 verdüstert den Ausblick für Anleger. Jetzt wenden sich Anleger zunehmend den Sachwertinvestitionen über regulierte geschlossene AIF zu, denn sie bieten die Aussicht auf eine höhere Verzinsung“, so Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des bsi.

Quelle: bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V.

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OGAW-V-Umsetzungsgesetz schafft rechtssicheren Rahmen für Gesellschafterdarlehen

bsi_logoBerlin, 29. Januar 2016 – Die Verabschiedung des OGAW-V-Umsetzungsgesetzes am Donnerstag, 28. Januar 2016, durch den Deutschen Bundestag war ein wichtiger Schritt, um Deutschland im Wettbewerb mit anderen Finanzstandorten wettbewerbsfähig zu halten.

Das Gesetz setzt die europäische Richtlinie über Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (OGAW) in nationales Recht um. Es führt u.a. Kreditfonds als neue Anlageklasse ein. In diesem Zusammenhang wurden auch umfassende Regelungen zur Vergabe von Gesellschafterdarlehen durch geschlossene Alternative Investment Fonds (AIF) in das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) aufgenommen. Der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V. hatte sich in der Sachverständigenanhörung zum Gesetzentwurf am 11. Januar 2016 sowie in der begleitenden Stellungnahme intensiv für diese Punkte eingesetzt.

Konkret wird durch das Gesetz für geschlossene Spezial-AIF die Quote für die Vergabe von Gesellschafterdarlehen auf 50 Prozent des zu Investitionszwecken zur Verfügung stehenden Kapitals erhöht. Im Vorentwurf hatte die Quote noch bei 30 Prozent gelegen. Zudem wird das Verhältnis der Höhe von Gesellschafterdarlehen zu den Anschaffungskosten der Beteiligungsgesellschaft anstatt 1 zu 1 im Verhältnis 2/3 zu 1/3 gestaltet.

„Unsere Mitgliedsunternehmen investieren über regulierte AIF in Sachwerte. Die Vergabe von Gesellschafterdarlehen ist dabei ein wichtiges Finanzierungsinstrument. Gesellschafterdarlehen bieten die Möglichkeit, bei kurzfristigen Investitionschancen schnell reagieren zu können. Die jetzt beschlossenen Regelungen und die festgelegten Quoten eröffnen mehr Spielräume, um im internationalen Wettbewerb um alternative Investments bestehen zu können“, kommentiert Eric Romba, Hauptgeschäftsführer des bsi e.V.

Quelle: bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V.

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Oliver Porr legt Vorsitz des bsi nach 8 Jahren erfolgreicher Arbeit nieder, Mitgliederversammlung beschließt Stärkung des Vorstandes als Kollegialorgan

bsi_logoMünchen, 12.11.2015 – Oliver Porr legt mit Wirkung zum 11.11.2015 den Vorsitz des bsi e.V. sowie sein Vorstandsmandat nieder.

„Nach acht Jahren erfolgreicher Arbeit im Dienste der Branche ist es an der Zeit, den Staffelstab weiterzugeben. Die Zeit war geprägt durch den Übergang der Branche in die regulierte Welt. Dieser Übergang ist vollbracht. Die Arbeit als Vorsitzender erfordert viel Zeit und Aufwand. Nach erfolgtem Management-Buy-Out gibt es nun für mich neue Themen, denen ich mich mit aller Kraft widmen möchte.“

Die Mitglieder dankten Oliver Porr für sein zurückliegendes Engagement und seine Arbeit. „Oliver Porr hat es geschafft, gemeinsam mit dem Vorstand, den Mitgliedern und der Geschäftsstelle den Verband durch das Wellental der Regulierung zu steuern. Dies hat er exzellent gemeistert. Wir danken Oliver Porr im Namen des Vorstandes und der Mitglieder des Verbandes ganz außerordentlich“, so Gert Waltenbauer, stellvertretender Vorsitzender des bsi e.V.

Die Mitglieder des Verbandes haben die Satzung des Vereins geändert. Zukünftig wird es eine inhaltliche Zuordnung einzelner Bereiche zu Vorstandsmitgliedern geben. So ist zum Beispiel das Thema „Publikumsfonds“ bei bsi-Vorstand Andreas Heibrock angesiedelt. Das Thema „professionelle Investoren“ bei bsi-Vorstand Gert Waltenbauer.

„In einer Zeit, in der nicht alle Unternehmen alles machen, sondern Spezialisierungen eine große Rolle spielen, schien es uns angebracht, Themen zu verteilen, anstatt einen Vorsitzenden zu haben, der zu allen Themen gefragt wird. Mit dieser Neuregelung wird deutlicher, welche Themenbreite der bsi und der Vorstand abdeckt. Die Ressortverteilung wird transparent auf der Webseite des bsi nachzuvollziehen sein. Zugleich wird die Stellung des Geschäftsführers als Sprecher des Verbandes gestärkt“, kommentiert Andreas Heibrock die neuen Regeln.

Quelle: bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V.

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Der Erklärbär schlägt zu

© bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V.

© bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V.

Was sind geschlossene Investmentvermögen?

Dieser Frage geht der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V. mit einem Erklärvideo auf den Grund.

Hier können Sie das Video auf youtube ansehen.

 

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Aus dem BR-Magazin: Zahlenwelt verwirrt Presse wie Branche gleichermaßen

Belastbare Zahlen der platzierten Sachwertanlagen werden von der Bundesbank erwartet – die Branche liefert diese nicht

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Bilder: shutterstock.com

 

 

Landshut, 10.03.2015 – Der bsi Summit – der Branchentreff des Sachwerteverbandes – war traditionsgemäß Anfang Februar jeden Jahres der Hort, an dem die Vertriebszahlen und die Bestandszahlen des Bundesverbandes Sachwerte und Investmentvermögen bekannt gegeben wurden. Seit 2015 ist dies nicht mehr der Fall. Die 35 Mitglieder haben entschieden, dass sie genügend andere Arbeit hätten, um belastbare Zahlen für die Veranstaltung aufzubereiten.

Zum Beispiel steht seit 8. Januar 2015 die Zahlenaufbereitung für die Bundesbank an, und auch die langwierigen Genehmigungsprozesse bei der Produktzulassung binden Ressourcen. Dies ist sicherlich richtig. Doch darf man deshalb diese wichtige Transparenzoffensive der Branchenzahlen vernachlässigen?

Die versammelten Journalisten waren sich am 3. Februar, dem Tag der Pressekonferenz, einig: dieses Defizit wird sich rächen. Und tatsächlich war es sogar schon einen Tag später der Fall. Journalisten der großen Zeitungen wie WELT und Handelsblatt interpretierten die Zahlen falsch. Es war von platziertem Eigenkapital von 700 Millionen Euro die Rede und nicht richtigerweise von 81 Millionen Euro. Und vor allem wurde die Sachwertewelt auf KAGB-konforme Produkte reduziert, was nicht der Realität entspricht. Allein Millionen an tatsächlich vertriebenem Eigenkapital wie zum Beispiel durch den US-Immobilienspezialisten TSO-DNL oder Windkraftfondsemittenten Lacuna tauchen in der Statistik nicht auf. Bei diesen Produkten handelt es sich nämlich um operative KG-Fonds mit BaFin-Gestattung nach dem Vermögensanlagegesetz. Aber auch zahlreiche Sachwertanlagen in Verpackung wie Anleihen, Zertifikaten oder SICAV wurden nicht gewertet.

Wurden diese anderen Strukturen generell missachtet? Nein, und das macht die Inkonsequenz dieser Darstellung des bsi aus. Denn im Segment der institutionellen Investoren wurde eine Zahl von 5,4 Milliarden Euro Anlage bei investierenden Bestandsfonds oder über ausländische Strukturen oder sonstige Strukturen für semiinstitutionelle bzw. professionelle Anleger gewertet. Vollens erstaunt ist man über den Begriff „investierende Bestandsfonds“. Das bedeutet wohl, wenn ein Altfonds sein Immobilienportfolio umschichtet, wird daraus kommunikativ ein Neugeschäft. Allein dadurch wird die Überschrift der bsi-Pressemeldung „bsi-Mitglieder investieren 2014 mehr als 10 Milliarden Euro neu in Sachwerte“ zu einer Aussage ohne Wert.

Offen bleibt auch, ob die erfolgreichen Platzierungen von Nicht-bsi-Mitgliedern in die Statistik eingeflossen sind. So ist als Beispiel der Hamburger Sozialimmobilienexperte IMMAC mit einem Platzierungsvolumen von um die 20 Millionen Euro Eigenkapital erfolgreich 2014 gestartet und konnte den ersten AIF-Fonds in Rekordzeit schließen. Inzwischen ist bereits der 4. AIF aus dem Hause IMMAC auf dem Markt. Also eigentlich ein Aushängeschild der neuen Welt, ohne dass dieses Haus Widerhall beim bsi Summit findet. Eine ähnliche Positivstory hatte der Zweitmarkt- und Immobilienfondsspezialist HTB mit der Zulassung eines AIF-Zweitmarktproduktes geschrieben. Aus dem bsi war noch 2014 zu hören, dass unter dem KAGB kein Zweitmarktfonds möglich ist. Schön, dass die Realität immer die besseren Geschichten schreibt.

Aber nicht nur im Bereich Neuprodukte werden Zahlen politisch interpretiert. Auch in der Kategorie Asset under Management geht der Verband diesen Weg. Die Bestandsverwaltung sieht die Verbandsspitze nun als Kernkompetenz der bsi-Mitglieder. Hier kann man mit dreistelligen Milliarden glänzen. Dort zu flunkern ist zwar verständlich und wahrscheinlich von den Mitgliedern so gewollt, ist aber kontraproduktiv, um neues Vertrauen bei Publikumsanlegern zu gewinnen. Bei der Präsentation der Zahlen war die Botschaft auf dem Summit, dass zumindestens bei der Bestandsverwaltung ein Zuwachs erzielt wurde. Die entsprechende Folie sprach von „Gehen aufwärts“ und hervorgehoben in einem gelben Kreis „um 18%“.

Steigerung um 18 Prozent mag ein unbefangener Beobachter sagen, das ist schon eine Hausnummer. In der nachfolgenden Folie wird die Zahl nun erläutert. Der Bestand des Vorjahres wurde mit 125,1 Milliarden Euro vorgeschrieben. Hinzugerechnet wurden die 10,3 Milliarden Euro, die weiter oben in diesem Text bereits als „neue“ Investitionen in Sachwerte durch Verbandsmitglieder kritisch kommentiert wurden. Weiter wird ein Netto-Zuwachs durch Bewertungsergebnisse von über 11,6 Milliarden Euro positiv verrechnet. Nun kann sich der kritische Autor zwar vorstellen, dass Immobilien an Wert zulegen konnten. Müssen dann aber nicht nahezu 100 Prozent der Schiffe abgewertet oder komplett abgeschrieben werden? Was bleibt dann noch übrig? Und selbst bei Immobilien stellen Büro- und Gewerbeimmobilien bei fehlenden Mietern durchaus Abschreibungspotentiale dar. Ich darf hier nur an die Berichterstattung über den Lebens- und Investitionszyklus der Immobilie Taunusanlage 11 erinnern. Zur kompletten Fehlinterpretation der Zahlen verleitet dann aber noch die Steigerung um 28 Prozent, wenn man die Mitgliederzugänge bsi berücksichtigt. Auch hier gilt wieder das alte Sprichwort: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Bei aller Kritik muss man aber sagen: Sachwerte haben in Zeiten von Nullzins und Geldschwemme nicht nur ihre Berechtigung, sondern sollten an Bedeutung gewinnen. Auch ist die Idee einer gemanagten Sachwertanlage weiterhin schick und sinnhaft, wenn man den richtigen Partner dazu findet. Ausdrücklich kann man auch die Richtigkeit der Aussage von bsi-Vorstandschef Oliver Porr hervorheben, dass jeder, der sich eine Eigentumswohnung kauft, über eine alternative Investiton in beispielsweise fünf Sachwertanlagen nachdenken sollte.

Sicher ist aber auch: Der Verband hat bei seiner Tagung trotz eines Plädoyers von Prof. Bert Rürup für Sachwerte ohne Gold durch die Angreifbarkeit seiner Zahlenwelt und das Signal von mangelnder Transparenz eine wichtige Chance verpasst, die Sachwertanlage für Publikumsanlagen nach dem geschichtsträchtigen Januar 2015 mit dem Verfall von Geldwerten als wichtige Anlagealternative zu empfehlen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Bundesbank diese wichtige Lücke schließt.

Vom bsi Summit 2015 wird die Botschaft bleiben: Dem Verband sind institutionelle Sachwertinvestoren am wichtigsten. Publikumsanleger sind als Beimischung ok, wenn sie aber nicht zu anspruchsvoll sind. Der in der Präsentation formulierte Satz „2015 gilt es, Privatanleger neu zu begeistern“, verhallte in den Hallen des Frankfurter Congress Centers scheinbar ungehört.
Edmund Pelikan, Quelle: Erstveröffentlichung im BeteiligungsReport 1-2015


Grafiken zum Artikel

Zum BeteiligungsReport (PDF)

 

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