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BaFin: Zweitmarktgeschäft mit Vermögensanlagen wird ausgetrocknet

Zweitmarktgeschäft bedarf zukünftig einer KWG-Erlaubnis. Eine Erlaubnis nach § 34f GewO genügt nicht.

© www.shutterstock.com

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Berlin, den 08.09.2016 – Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hatte mit Urteil vom 25. Februar 2013 (Az. 9 K 3960/12.F) entschieden, dass das Zweitmarktgeschäft mit Vermögensanlagen nicht unter das Kreditwesengesetz fällt und somit nicht erlaubnispflichtig sei. Die Vermittlung von und Beratung zu „gebrauchten“ Vermögensanlagen war daher erlaubnisfrei möglich. Darauf hat nun der Gesetzgeber mit einer Regulierung reagiert. Ab dem 31. Dezember 2016 ist die Beratung zu solchen Vermögensanlagen und deren Vermittlung nur dann nicht erlaubnispflichtig, wenn diese erstmals öffentlich angeboten werden. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) legte nun nach und weist den Markt in einer aktuellen Veröffentlichung auf diese „Trockenlegung“ hin.

„Die Gesetzesänderung ist eine weitere klare Verschärfung für Vermittler von Kapitalanlagen. Die Beratung zu und Vermittlung von Vermögensanlagen im Zweitmarktgeschäft war bisher erlaubnisfrei. Dabei wird das Zweitmarktgeschäft nun nicht generell der Erlaubnispflicht nach dem Kreditwesengesetz (KWG) unterworfen. Vielmehr wurde auch noch geregelt, dass Finanzanlagenvermittler mit einer Erlaubnis nach § 34f GewO solches Zweitmarktgeschäft im Rahmen der Bereichsausnahme gar nicht machen dürfen. Vor dem Hintergrund, dass Finanzanlagenvermittler grundsätzlich Vermögensanlagen beraten und vermitteln dürfen, ist das ein wenig nachvollziehbarer Eingriff des Gesetzgebers“, urteilt Rechtsanwalt Oliver Korn von der GPC Law Rechtsanwaltsgesellschaft.

Bei der Verschärfung allein bleibt es aber nicht. „Der Gesetzgeber hat darüber hinaus auch noch im Ersten Finanzmarktnovellierungsgesetz festgeschrieben, dass es keine Übergangsfristen oder Überleitungsvorschriften gibt. Vermittler und Zweitmarktplattformen, die in diesem Segment tätig sind, können daher ohne Erlaubnis nach § 32 KWG ihr Geschäft einstellen“, so der auf die Beratung von Finanzdienstleistern spezialisierte Anwalt.

„Das Fehlen von Übergangsvorschriften ist für betroffene Vermittler und Zweitmarktplattformen auch unter einem anderen Gesichtspunkt ärgerlich“, so Rechtsanwalt Korn weiter. „Das Gesetz wurde erst am 1. Juli 2016 veröffentlicht. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die Betroffenen in den wenigen verbleibenden Monaten bis Jahresende die Erteilung einer entsprechenden KWG-Erlaubnis erreichen können, selbst wenn diese eine solche beantragen wollen. Vermittler sollten daher unter Inanspruchnahme spezialisierter Rechtsberater zügig prüfen lassen, ob ihr Geschäftsmodell betroffen ist und welche Handlungsmöglichkeiten ihnen noch offen stehen“, so Korn.

Quelle: GPC Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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Neuer Immobilien-Zweitmarkt-AIF der HTB Gruppe zum Vertrieb zugelassen

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Bremen, 10. Februar 2016 Ab sofort startet die Bremer HTB Gruppe mit dem Vertrieb des 7. Immobilien-Zweitmarktfonds, der von der BaFin Anfang Februar genehmigt wurde. Der geschlossene Immobilienfonds ist bereits der fünfte Publikums-AIF (Alternativer Investmentfonds) aus dem Hause HTB. Das HTB 7. Immobilien Portfolio setzt auf aktives Management, höhere laufende Ausschüttungen und eine kürzere Kapitalbindung.

Im derzeit angespannten Marktumfeld für Immobilien, in dem ein Transaktionsrekord den nächsten jagt, lenken Anleger zunehmend ihren Blick auch auf Zweitmarktfonds. Denn über den Immobilien-Zweitmarkt erhalten Investoren weiterhin günstige Einstiegsmöglichkeiten in den Markt für renditestarke Gewerbeimmobilien, da Fondsanteile oft erheblich unter dem inneren Wert der Immobilien erworben werden können. Zweitmarktfonds sind attraktiv, das belegt auch das Platzierungsergebnis des HTB 6. Immobilien-Portfoliofonds. Bis zur Fondsschließung Ende 2015 wurden mit rund 23 Mio. Euro deutlich mehr Kapital eingeworben als geplant, was unter anderem auf die Qualität der bis dahin erworbenen Anteile zurückzuführen ist.

Neues Konzept für diversifizierende Portfoliostrategie
Die HTB Gruppe knüpft nun an den Erfolg dieses Publikumsfonds an, hat aber bei der Neuauflage des Immobilien-Zweitmarktfonds eine Reihe von Veränderungen vorgenommen, die für die Investoren höhere laufende Ausschüttungen bei kürzeren Laufzeiten generieren sollen. „Über ein aktives Asset Management statt einer klassischen Buy-and-Hold-Strategie nutzen wir die sich daraus ergebenden Chancen, um größtmögliche Wertschöpfung zu betreiben“, erklärt Patrick Brinker, Geschäftsführer der HTB Gruppe. Neben den Rückflüssen durch Veräußerung der Objekte auf Zielfonds-Ebene besteht zusätzlich die Möglichkeit, Anteile mit Kursgewinnen wieder an den Markt zu geben. Dadurch kalkuliert das Fondsmanagement ab 2020 jährliche Ausschüttungen von über zehn Prozent. Für die Jahre 2018 bis 2019 werden jährlich fünf bis sechs Prozent anvisiert. Bei Verkauf der verbleibenden Fondsanteile zum Laufzeitende sollen dann zusätzlich knapp 80 Prozent des investierten Kapitals zurückgeführt werden. Die Vorteile des geänderten Konzeptes liegen auf der Hand: Kürzere Kapitalbindung durch vorzeitige Rückflüsse und die Möglichkeit, auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren.

Für den breit diversifizierten Fonds ist eine Laufzeit von zehn Jahren ab Vollinvestition vorgesehen. 15 bis 25 Millionen Fondsvolumen, das zu hundert Prozent aus Eigenkapital besteht, werden angestrebt. Es ist geplant, dass der HTB 7. Immobilien-Portfoliofonds zum Teil in ein bereits bestehendes Portfolio investiert. Das neue Angebot richtet sich an Privatanleger und semi-professionelle Investoren, die sich ab einer Mindestzeichnungssumme von 5.000 EUR zuzüglich Agio beteiligen können.

„Der Zweitmarkt ist eine intelligente Investitionsmöglichkeit in Zeiten hochvolatiler Börsen, niedriger Zinsen und hoher Immobilienpreise im Erstmarkt“, erläutert Patrick Brinker. „Das HTB 7. Immobilien-Portfolio schließt hier eine Angebotslücke für den Einstieg in den Gewerbeimmobilienmarkt auf einem attraktiven Preisniveau, häufig deutlich unter den nachhaltigen Verkehrswerten der Immobilien.“

Regulierte AIFs bevorzugt
Alle neu aufgelegten Fondsangebote der HTB werden als Alternative Investmentfonds (AIFs) emittiert, die nach den Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) höchsten Anlegerschutz und Transparenz garantieren. „Es gibt aus heutiger Sicht keinen Grund mehr, Kapitalanlagen wie Zweitmarktfonds außerhalb des KAGB in weniger reguliertem Rechtsrahmen anzubieten“, ist Patrick Brinker überzeugt. Die HTB Gruppe hat sich entsprechend im Markt positioniert und verfügt neben einem umfangreichen, historisch gewachsenen Marktwissen über die Strukturen eines modernen, breit aufgestellten Fondshauses inklusive eigener Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG).

Quelle: www.htb-fondshaus.de

 

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Zweitmarktumsätze von Schiffsfonds schießen auf Rekordhoch

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Hamburg, 16.03.2015 – Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Februar einen deutlichen Anstieg des nominalen Handelsvolumen auf dem Zweitmarkt geschlossener Fonds um 78,51 Prozent auf 18,75 Millionen Euro (Januar: 10,50 Millionen Euro).

Für private und institutionelle Akteure wurden 462 Transaktionen durchgeführt. Der Durchschnittskurs über alle Anlageklassen stieg von 43,31 Prozent im Januar auf 44,06 Prozent im Februar und zeigte sich damit stabil.  Das niedrige Zinsniveau und das eingeschränkte Angebot auf dem Erstmarkt rückten den Zweitmarkt immer mehr in den Fokus der Investoren.

Immobilienfonds bleiben mit 247 Transaktionen, einem nominalen Handelsumsatz von 9,34 Millionen Euro und einem Anteil von 49,82 Prozent das größte Anlagesegment. Der Monatsumsatz liegt damit im Februar über dem durchschnittlichen Monatsvolumen des Vorjahres in Höhe von 8,79 Millionen Euro. Die durchschnittlich erzielten Kurse der Immobilienfonds stiegen im Februar wieder um 7,83 Prozentpunkte auf 55,88 Prozent, nachdem sie in den vergangenen Monaten stetig gesunken waren.

Besonders erfreulich entwickelte sich im Februar die Nachfrage bei den Schiffsfonds. So stieg das nominale Handelsvolumen der Schiffsfonds auf ein Rekordhoch von 6,30 Millionen Euro, was einem Anteil am Gesamtvolumen von 33,62 Prozent entspricht (Januar: 2,34 Millionen / 22,28 Prozent). Das Volumen übertrifft damit den handelsstärksten Monat des Vorjahres um 89,72 Prozent (Juli 2014: 3,32 Millionen Euro). Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies gar eine Steigerung um 169,36 Prozent. Offenbar führten positive Meldungen aus den Schifffahrtsmärkten zu diesem unerwarteten Nachfrageschub. So sorgte etwa der niedrige Ölpreis für einen Anstieg der Charterraten von Tankschiffen, da viele Reedereien Tanker als schwimmende Öllager einsetzten. Aber auch die Charterraten der Containerschiffe und die allgemeinen Konjunkturdaten in Deutschland zeigten zuletzt positive Entwicklungen. Gleichzeitig gibt es derzeit kaum eine Möglichkeit, auf dem Erstmarkt in Schiffe zu investieren.

Sonstige Fondsklassen wie LV-, Flugzeug- oder Private Equity Fonds machten im Februar einen Handelsumsatz von 3,10 Millionen Euro aus (Vormonat: 2,22 MillionenEuro). In diesen Segmenten wurde ein Durchschnittskurs von 52,07 Prozent erzielt.

Quelle: Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG

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