Berlin, 19. April 2018 – Die Ratingagentur Scope hat die in Q1 2018 emittierten geschlossenen Publikums-AIF (alternative Investmentfonds) und Vermögensanlagen erfasst: Insgesamt wurden sieben Publikums-AIF und neun Vermögensanlagen von der BaFin zum Vertrieb zugelassen.

Das Angebot der im ersten Quartal (Q1) 2018 zum Vertrieb zugelassenen geschlossenen Publikums-AIF erstreckt sich auf sieben AIF mit einem prospektierten Eigenkapitalvolumen von insgesamt rund 313 Millionen Euro.
Zum Vergleich: In Q1 2017 wurden sechs Fonds mit einem geplanten Eigenkapitalvolumen von zusammen lediglich 143 Millionen Euro emittiert. Das heißt, die Anzahl der neuen Fonds ist gegenüber dem Vorjahresquartal annähernd gleichgeblieben. Das zu platzierende Eigenkapitalvolumen ist jedoch um rund 119 Prozent gestiegen.

Verantwortlich für das deutliche Plus ist vor allem ein großvolumiger Fonds – der WealthCap Immobilien Deutschland 40 – mit einem prospektierten Eigenkapital von rund 200 Millionen Euro.

Deutsche Immobilien dominieren – Risikogemischte Konzepte entwickeln sich zum Standard
Vier der sieben im ersten Quartal 2018 emittierten AIF investieren in Immobilien. Der Investitionsfokus der Immobilienfonds liegt ausschließlich auf deutschen Objekten.
Sämtliche Fonds sind risikogemischt konzipiert. Vier der sieben risikogemischten AIF sind Blindpool- bzw. Semi-Blindpool-Konstruktionen. Lediglich bei drei AIF stehen die Investments bei Prospekterstellung vollständig fest.

Vermögensanlagen: Weniger Produkte, mehr Volumen
Das Angebot neuer Vermögensanlagen nach Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) erstreckt sich in Q1 2018 auf neun Produkte. In Bezug auf die Anzahl wurden gegenüber Q1 2017 mit 13 emittierten Vermögensanlagen damit rund 31 Prozent weniger Produkte zum Vertrieb zugelassen.

Zuwachs gibt es allerdings für das zu platzierende Kapital: Dieses beläuft sich in Q1 2018 auf rund 213 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (rund 146 Millionen Euro) bedeutet dies einen Anstieg um rund 46 Prozent (Hinweis: Bereinigt man das Emissionsvolumen allerdings um das seit Anfang März geschlossene P&R-Angebot, beläuft es sich nur noch auf 113 Millionen Euro.)

Quelle: Scope Analysis GmbH, Pressemitteilung vom 19. April 2018