Lieber Leser,

es waren ereignisreiche Wochen, die hinter uns liegen. Die Deutschen haben gewählt, und die Branche trifft sich wieder. Den An-fang machte die alljährliche Veranstaltung von Friedrich Wanschka, eine Runde am Vertriebsgipfel Tegernsee, die von Januar auf September verlegt worden war. Man merkte den Kollegen die Freude an, sich trotz der strengen Hygienemaßnahmen wieder einmal persönlich zu unterhalten. Neu war, dass das Abendessen bereits um 22.00 Uhr beendet wurde, da das Lokal aus Pandemiegründen um diese Zeit schließen musste. Die nächste große Veranstaltung war die Expo Real. Deutlich weniger Besucher, leere Gänge und Parkhäuser, aber auch hier, gute Stimmung und gute Gespräche. Was will man mehr.
Dankbar bin ich auch, dass wir dieses Jahr den Deutschen BeteiligungsPreis live vergeben konnten, nachdem wir diesen 2020 nur online abwickeln konnten. Rund 60 Prozent der Preisträger und Laudatoren waren in Erlangen vor Ort, die übrigen per Video zugeschaltet. Ein paar bekommen den Preis im individuellen Rahmen persönlich überreicht. An dieser Stelle sei ein herzlicher Dank an den Hausherrn des Veranstaltungsortes Jürgen Jost von der Jost Unternehmensgruppe mit seiner bestens geeigneten Eventlokation in dem Projekt „The Brucklyn“ in Erlangen ausgesprochen. Highlight, neben den tollen Preisträgern, war definitiv das Live-Cooking von Alfons Schuhbeck – eine gelungene Überraschung für die Gäste.
Aber das wohl einschneidendste Ereignis war die Wahl Ende September. Rein rechnerisch wäre mit den Wahlergebnissen eine Fortsetzung der Großen Koalition, ein Jamaika-Bündnis und eine Ampel-Koalition möglich gewesen. Erstes Signal ist, die SPD ist stärkste Partei geworden – und die Person Armin Laschet hat jegliche Unterstützung verloren, wenn er diese jemals auf breiter Front hatte. Es läuft alles auf die Ampel hinaus und die Anleger dürfen auf das Männer-Trio Scholz, Habeck und Lindner gespannt sein. Lindner scheint der-zeit die Nase in den Verhandlungen vorne zu haben. Meine Erwartung ist allerdings, dass Habeck im Hintergrund der starke Mann sein wird. Denn der mutmaßliche neue Kanzler Olaf Scholz wiederum wird spätestens ab Mitte der Legislaturperiode von dem Duo Esken und Kühnert – in Unterstützung durch 49 Jusos-Bundestagsabgeordnete – zermürbt werden. Ich persönlich schätze so sehr, dass noch nicht einmal sei-ne Vergesslichkeit ihn vor einem politischen Nervenzusammenbruch bewahrt.
Die nächsten Monate dürften spannender werden als so mancher Krimi. Auch für die Investoren. Bleiben Sie kritisch!

Ihr Edmund Pelikan

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