Skip to Content

Category Archives: Sachwerte

Der Deutsche BeteiligungsPreis 2021

Der Deutsche BeteiligungsPreis wurde am 14. Oktober 2021 bereits ein weiteres Mal gefeiert. Seit 2008 wird dieser Preis von dem Fachmagazin BeteiligungsReport vergeben und zeichnet besondere Leistungen bei Konzeption und Management in der Sachwertbranche aus. Höhepunkt jedes Deutschen BeteiligungsPreises sind immer die Menschen hinter den Produkten und Firmen.

v. l. n r.: Martin Stoß (BVT) Edmund Pelikan (epk media), Klaus Strehmel und Ulrike Erdmann-Strehmel (Strehmel Consulting), André Wreth (Solvium Capital), Rauno Gierig (Verifort Capital), Jürgen Jost (Jost Unternehmensgruppe), Paschalis Christodoulidis (Hahn Gruppe), Stefan Litterscheidt (HTB Fondshaus), Holger Kalmbach (Primus Valor), Tjark Goldenstein (ÖKORENTA), Stefan Helm (Dr. Jung & Partner)

Den Ehrenpreis Persönlichkeit erhält dieses Jahr der renommiert Fachanwalt und Buchautor Prof. Dr. Jochen Lüdicke für sein außerordentliches Wirken in der Begleitung von rechtlichen Spezialfragen. Laudator und Jurymitglied Oliver Porr würdigt ausführlich seine Verdienste für die Sachwertbranche. Der Brancheninsider und Experte für USA-Immobilienfonds Wolfgang Kunz wird für das zwanzigjährige Branchenjubiläum gewürdigt. Alle persönlichen Ehrenpreisträger werden in die Hall of Fame der Beteiligungsbranche aufgenommen, die unter dem Link beteiligungsreport.de/hall-of-fame abrufbar ist. Unter den prämierten Branchenteilnehmern finden sich 2021 die BVT, die Dr. Jung & Partner, die finadviser-1, die Hahn Gruppe, das HTB Fondshaus, die IMMAC Holding, die Jost Unternehmensgruppe, ÖKORENTA, Primus Valor, Solvium Capital, Verifort Capital und Strehmel Consulting. Gerade in Zeiten von Null- und Negativzinsen und hohen Inflationsraten gewinnen Sachwertinvestments für den Anleger, aber auch den institutionellen Investor an Bedeutung. „Das Ziel des Deutschen BeteiligungsPreis ist seit Jahren, die positiven Vertreter dieser wichtigen Produktgattung für ein ausgewogenes Asset-Portfolio aus der Masse herauszuheben“, erläuterte Juryvorsitzender Edmund Pelikan. Dank gilt auch allen Journalisten, Jurymitgliedern, und Laudatoren, die seit Jahren zum Erfolg beitragen.

0 Continue Reading →

12.18. Vermögensmanagement erhält Vertrauenssiegel TRUSTED CONSULTANT

v. l. n. r.: Timo Richter (12.18.), Edmund Pelikan (epk media), Anna Drukova (12.18.), Thomas Heinz Becker (12.18.)

Landshut/München/Düsseldorf, 15.10.2021 – Im Zuge der Messe Expo Real 2021 überreichte der Sachverständige Edmund Pelikan den Geschäftsführern des 12.18. Vermögensmanagements, Timo Richter und Thomas Heinz Becker, das auf BEST50 limitierte Vertrauenssiegel TRUSTED CONSULTANT auf dem Messestand der 12.18.-Gruppe.

Bei der Evaluierung TRUSTED CONSULTANT werden Unternehmensberater und Finanz- bzw. Immobilienberater auf Herz und Nieren geprüft. Angefangen von einer Bilanz- über eine Portfolioprüfung der angebotenen Produkte bis hin zu einer Leistungsbilanzüberprüfung bzw. einem Performancecheck bisheriger Angebote. Trotz der Zahlen, Daten und Fakten steht aber immer der Mensch, also hier die Geschäftsleitung, im Mittelpunkt. Nur die besten Consultants erhalten nach einem positiven Audit für maximal 24 Monate das Vertrauenssiegel.

Die 12.18. Vermögensmanagement GmbH schafft mit der Bezugsurkunde für den Erwerb von Wohnungen als Investitionsobjekt im BEECH Resort Fleesensee ein Beurkundungsniveau ähnlich wie bei Alternativen Investmentvermögen nach dem KAGB (Kapitalanlagengesetzbuch). Das zum Stichtag vorhandene Produktportfolio weist geprüfte und vielfach ausgezeichnete Immobilienprodukte aus und darf als hochwertig und aussichtsreich gesehen werden. Der Schwerpunkt der Produkte liegt bei Immobilien in der höchsten Qualitätsstufe. Die vorgelegten Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Auslastungsnachweise und Reporting der bereits in Vermietung befindlichen Ferienanlagen bestätigen diese Einschätzung.

Die Labelreihe TRUSTED SIGNATURES, bestehend aus TRUSTED ASSET, TRUSTED CONSULTANT und TRUSTED EDUCATION, wird durch die Stiftung Finanzbildung und das Sachverständigenbüro epk media verliehen.

0 Continue Reading →

2021 bleibt der Hotelinvestmentmarkt noch weit unter den Ergebnissen der früheren Jahre

© JLL

FRANKFURT, 12. Oktober 2021 – Die diesjährige Bilanz am deutschen Hotelinvestmentmarkt weist nach neun Monaten mit einem Gesamttransaktionsvolumen von 1,4 Mrd. Euro und 40 Transaktionen ein Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresvolumen aus (Q1-Q3 2020: rund 1,7 Mrd. Euro).

Dabei muss das dritte Quartal 2021 mit einem Ergebnis von 415 Mio. Euro (12 Transaktionen) als das bislang transaktionsärmste Quartal im laufenden Jahr verbucht werden. Es liegt sogar noch 7 Prozent unter dem Vergleichsquartal in 2020. Weder der Fünf- noch der Zehnjahresdurchschnitt im Dreivierteljahr konnten ansatzweise erreicht werden: (-31,7 bzw. – 46,8 Prozent). Auch dem letzten Quartal wird es nicht gelingen, das Ganzjahresergebnis 2021 annäherungsweise an die beiden mittel- und langfristigen Zeiträume heranreichen zu lassen. Zu stark waren die Einschränkungen und Einbußen seit nunmehr 20 Monaten. „Aufgrund der derzeitigen Verhandlungen und Gespräche deutet sich aber für das vierte Quartal eine durchaus vernehmbare Bewegung an“, so Heidi Schmidtke, Managing Director der Hotels & Hospitality Group. Und weiter: „In Summe gehen wir daher für 2021 von einem Transaktionsvolumen von um die 2 bis 2,5 Mrd. Euro aus.“

Während das Dreivierteljahresergebnis im letzten Jahr noch von einem starken Auftaktquartal mit rund einer Milliarde Euro profitiert hatte, lag 2021 das Volumen aller drei Quartale jeweils recht einheitlich bei oder unter der 500 Mio. Euro Marke. „Wenngleich gerade die Ferienhotellerie und Städtereisedestinationen erneut profitiert haben, bleibt auch 2021 das Problem, dass die nach wie vor erschwerten Reisebedingungen gerade in dem für Deutschland wichtigen Geschäftsreisesegment das Vertrauen in die Märkte noch einschränken. Darüber hinaus ist auch festzuhalten, dass es aufgrund der bislang noch verfügbaren staatlichen Hilfen auch keine großflächigen Notverkäufe gibt. In Summa wird der bestehende Produktmangel weiter forciert. Wo wenig Transaktionsevidenz und damit fehlende Vergleichswerte, halten sich Käufer und Verkäufer zumindest vorerst noch zurück. Das gilt natürlich auch vice versa, keine Aktivitäten, keine Transaktionsevidenz. Eine nicht einfache Situation für den Hotelmarkt“, erläutert Heidi Schmidtke.

Einzeltransaktionen machten in den letzten neun Monaten mit 34 Transaktionen ein Investitionsvolumen von 937 Mio. Euro aus, entsprechend einem Minus von knapp 6 Prozent (Q1-Q3 2020: knapp 1 Mrd. Euro, 41 Transaktionen). Die durchschnittliche Größe im laufenden Dreivierteljahr bewegte sich bei knapp 28 Mio. Euro. Bemerkenswert ist ein leicht höherer Kapitaleinsatz pro Transaktion als noch im Vorjahr (Q1-Q3 2020: 24 Mio. Euro).

Zu den größten Einzeltransaktionen im dritten Quartal gehörten u.a.:

➢ Der Verkauf des Ellington Hotels Berlin, bei dem parallel zur Veräußerung an die österreichische Signa Gruppe auch der Betreibervertrag zum 30. September 2021 ausgelaufen ist. Verkäufer der nun betreiberfreien Immobilie war die Ideal Versicherungsgruppe.
➢ Der Erwerb des Rioca by i Live Offenbach im Projektstatus durch den offenen Core Fond der AEW. Der Verkäufer i Live Group bleibt der Betreiber der im Frühjahr 2024 eröffnenden Serviced Apartments.
➢ Die Veräußerung der Projektentwicklung InterCityHotel Lübeck Hauptbahnhof im August durch GBI an die CommerzReal. Geplante Eröffnung mit 176 Zimmern ist für das Frühjahr 2023 vorgesehen.
➢ Der Verkauf des kürzlich eröffneten Aparthotels Adagio Access Stuttgart Leinfeld-Echterdingen als Teil der größeren Mixed-Use Immobilie Vision One an Corestate durch den Entwickler Bülow AG.

Portfoliotransaktionen sind im dritten Quartal ausgeblieben. Damit schlagen im laufenden Jahr knapp 493 Mio. Euro zu Buche, entsprechend dem Ergebnis zur Jahresmitte mit sechs Portfoliotransaktionen und einer durchschnittlichen Transaktionsgröße von 82 Mio. Euro (Q1-Q3 2020: knapp 100 Mio. Euro).

Trotz des insgesamt erstmals wieder ausgewogeneren Anteils ausländischer Anleger im dritten Quartal (190 Mio. Euro, 46 % des Gesamtvolumen– 2s)/,3 b–l eiben deutsche Anleger auf das Dreivierteljahr gesehen die domini erenden Investoren im deutschen Hotelmarkt. Mit einem Volumen von 975 Mio. Euro (Q1-Q 3 2021) kamen diese wie schon im Vorjahr auf anteilig 68 Prozent. „Cross-Border Transaktionen spielten sich auch in diesem Quartal innerhalb des europäischen Raumes ab; nach wie vor hemmen internationale Reisebeschränkungen die Aktivitäten insbesondere aus der asiatischen und amerikanischen Region “, so die Hotelexpertin.

Mit einem wachsenden Anteil betreiberfreier Verkäufe und damit erhöhtem Umnutzungspotenzial hat die Käufergruppe der Entwickler im dritten Quartal satte 55 Prozent des Volumens erzielt und positionierte sich sogar vor den sonst aktivsten institutionellen Käufern (29 %). Diese bleiben aber für den gesamten Zeitraum von neun Monaten auf Platz 1 mit knapp 540 Mio. Euro (38% des Transaktionsvolumens), gefolgt von Privatinvestoren (279 Mio. Euro), Entwicklern (254 Mio. Euro) und Hotelbetreibern (154 Mio. Euro).

Der Blick auf die Art der veräußerten Immobilien zeigt drei Entwicklungen: 25 Prozent des Gesamtvolumens entfielen auf Projekte, 20 Prozent waren Teil einer Mixed-Use Immobilie. Die unter Investoren zusehends beliebter werdenden Serviced Apartments kamen anteilig auf 14 Prozent. „Als Mittelweg zwischen Hotel und Wohnen und aufgrund der vergleichsweise weniger stark durch die Pandemie betroffenen Konzepte ist zwar ein steigendes Interesse an gewerblichen Wohnkonzepten zu beobachten – so auch das Angebot professioneller Betreibermodelle in diesem Bereich. Allerdings ist das bestehende Produktangebot bislang vergleichsweise noch gering und befindet sich noch in der Entstehungsphase. Insofern mangelt es auch noch an einer umfangreichen Transaktionsevidenz,“ so die Hotelexpertin.

Heidi Schmidtke abschließend: „Die in 2021 zu beobachtenden betreiberfreien Objekte, die gerade in Märkten wie Berlin oder Frankfurt das Interesse derer anlocken, die im derzeitigen Marktumfeld wirtschaftlich attraktivere Umnutzungen planen und durchführen können, rufen Entwickler auf den Plan. Alternativ entsteht so auch Raum für neue Hotelmarken und -konzepte. Parallel gelten als wichtigste Faktoren beim Ankauf von Hotel Core-Produkten weiterhin bonitätsstarke Mieter, nachhaltige Pachten, ein ausgewogener Business Mix und eine zentrale Lage. Und das wird vermutlich zumindest vorerst auch so bleiben.“

Quelle: JLL (PM vom 12.10.2021)

0 Continue Reading →

FPRE: Transaktionsvolumen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Deutschland 2020 knapp 160 Mrd. Euro

© FPRE

Frankfurt, 08. Oktober 2021 – Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) hat das Transaktionsvolumen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Deutschland für das Jahr 2020 berechnet. Danach wechselten im vergangenen Jahr bundesweit rund 541.000 Objekte für knapp 160 Mrd. Euro den Eigentümer. Gegenüber dem Jahr 2019 (139,9 Mrd. Euro) bedeutet dies einen Anstieg des geschätzten Transaktionsvolumens um rund 13 Prozent. Die Anzahl der Transaktionen stieg gleichzeitig um ca. drei Prozent von rund 525.500 auf 540.900.

Das Transaktionsvolumen für Wohneigentum beziffert die geschätzte Summe aller gezahlten Preise für Eigentumswohnungen (ETW) und Einfamilienhäuser (EFH). Bemessungsgrundlage sind die Anzahl der Transaktionen und die dabei realisierten Verkaufspreise. Für die Berechnungen hat FPRE die Anzahl der Verkäufe aus Daten des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse und Oberen Gutachterausschüsse (AK OGA) sowie verschiedenen Marktberichten (Gutachterausschüsse, vdpResearch, GEWOS) ermittelt. Diese wurden um eigene Datenbestände ergänzt und bis auf Gemeindeebene abgeleitet.

Die Bepreisung der Transaktionen wurde auf der Grundlage von hedonischen Modellen durchgeführt. Diese erlauben es, räumlich differenzierte Eigenschaften von Bestands- und Neubauten zu berücksichtigen. Zusätzlich zu den Eigenschaften der Transaktionsobjekte (Anzahl Zimmer, Fläche, Ausbaustandard etc.), werden auch deren Makro- und Mikrolage einbezogen, was eine fundierte Punktschätzung und die Ermittlung von Transaktionsvolumina auf Gemeindeebene ermöglicht.

Die drei bevölkerungsreichsten Bundesländer machen laut FPRE fast 60 Prozent des ermittelten Transaktionsvolumens aus. Knapp ein Viertel entfällt mit 35 Mrd. Euro auf das Bundesland Bayern. Nordrhein-Westfalen folgt mit knapp 30 Mrd. Euro, Baden-Württemberg mit rund 25 Mrd. Euro.

Bei der Anzahl der Transaktionen liegt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit knapp über 100.000 Verkäufen in Front. Bayern und Baden-Württemberg folgen mit rund 94.000 bzw. 86.000 Transaktionen.
Mit Blick auf das Transaktionsvolumen erzielten bestehende Einfamilienhäuser mit knapp 78 Mrd. Euro das höchste Ergebnis, gefolgt von bestehenden Eigentumswohnungen mit knapp 50 Mrd. Euro. Insgesamt entfallen damit rund 80 Prozent des Transaktionsvolumens auf Bestandsbauten. Neu erstellte Einfamilienhäuser erzielten Transaktionsvolumina von rund neun, neue Eigentumswohnungen von knapp 22 Mrd. Euro.

Bei der Anzahl der Transaktionen entfallen bundesweit ca. 85 Prozent auf Bestandsimmobilien. Insgesamt wechselten jeweils rund 230.000 bestehende Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen den Eigentümer. 2019 waren es jeweils knapp 225.000 Objekte. Neubauten stehen für rund 15 Prozent der Verkaufsfälle, wobei FPRE rund 21.000 Verkaufsfälle für neu erstellte Einfamilienhäuser und 58.000 für neu erstellte Eigentumswohnungen ermittelt.

In Berlin ging das Transaktionsvolumen bei Eigentumswohnungen im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr sowohl bei Alt- als auch bei Neubauten um jeweils über 10 Prozent zurück. Umgekehrt stiegen die Transaktionsvolumina für neue und bestehende Einfamilienhäuser um jeweils ca. 30 Prozent. Hier dürften sich die politisch bedingten Unsicherheiten rund um die Mietpreisbremse ausgewirkt haben.

Bei einer Eigentumsquote von knapp 50 Prozent entspricht die durchschnittliche Marktliquidität, gemessen anhand des Anteils der Transaktionen an Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern, ca. 2.5%.

Insgesamt spiegelt der Gesamtmarkt für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen das Bild auf dem gewerblichen Wohninvestment-Markt wider. Letzterer berücksichtigt im Unterschied zur Vollerhebung den Verkauf von Wohnungspaketen mit mindestens 10 Wohneinheiten und 75 Prozent Wohnnutzung sowie den Handel von Unternehmensanteilen. Danach wurden 2020 mit einem Transaktionsvolumen von knapp 22 Milliarden Euro und rund 165.000 Einheiten im fünften Jahr in Folge Zuwächse verzeichnet. Gegenüber 2019 lag der Zuwachs nach Auskunft führender Maklerhäuser bei neun Prozent.

Quelle: Fahrländer Partner Raumentwicklung (PM vom 08.10.2021)

0 Continue Reading →

JLL und Westbridge gehen strategische Partnerschaft ein

© pixabay

Frankfurt, 8. Oktober 2021 – JLL und Westbridge arbeiten künftig bei der Beratung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien enger zusammen. Dazu haben beide Unternehmen eine strategische Kooperation vereinbart. Das besondere Augenmerk gilt institutionellen Investoren und ebenso Corporates in Europa, die den Energieverbrauch ihrer Immobilien optimieren müssen, um ihre ESG-Ziele zu erreichen. Die Kooperation kombiniert dabei die im internationalen Markt etablierte Energieexpertise von Westbridge und die globale Immobilienkompetenz von JLL.

Gemeinsam mit Westbridge wird JLL seinen Kunden in Deutschland und anderen relevanten EMEA-Märkten Nachhaltigkeitsdienstleistungen, wie zum Beispiel Strategie & Reporting, Gebäudebewertung und -optimierung anbieten. Dadurch ergeben sich große Synergien mit den bereits bestehenden Dienstleistungen, mit denen JLL den kompletten Lebenszyklus der Immobilie abdeckt.

„Wer klimaneutral werden will, muss zunächst an der Energieschraube drehen und sparen. Der Bedarf an Effizienzberatung ist deshalb größer denn je und wächst weiter. Weltweit machen Immobilien aktuell rund 40% des Gesamtenergieverbrauchs aus. In Deutschland sieht es mit einem Energiebedarf von 35% und einem CO₂-Ausstoß von rund einem Drittel ähnlich aus. Hier liegt enormes Einsparpotenzial, weshalb viele Unternehmen der Emissionsreduktion höchste Priorität geben. Hier will JLL selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Wir als globales Beratungsunternehmen wollen bis 2040 klimaneutral sein – weltweit“, erklärt Sabine Eckhardt, CEO JLL Central Europe.
Neben den eigenen JLL-Büros gilt der Blick auch den Standorten und Lieferketten der Kunden. Die Greenhouse Gas Scopes (GGS) zeigen, wo sich das größte Potenzial verbirgt: 95% der Emissionen sind dem „Scope 3“ zuzuordnen – also den Immobilien, die JLL im Auftrag seiner Kunden verwaltet. Dies sind weltweit Objekte mit insgesamt rund 430 Mio. Quadratmeter Fläche.

Regulatorische Anforderungen sind die größte Hürde für Unternehmen

Westbridge-Geschäftsführer Rüdiger Salzmann erklärt: „JLL und Westbridge haben das gleiche Ziel: Kunden darin zu unterstützen, beim Thema Nachhaltigkeit zukunftsfest aufgestellt zu sein und so langfristig die Ziele des Pariser Klimaabkommens umzusetzen.“ Dieses sieht eine konsequente, weltweite Emissionsminderung vor, um den Temperaturanstieg im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 °C zu begrenzen, da dies die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich vermindern würde.

Westbridge Advisory wurde 2015 von Rüdiger Salzmann, Patrick Kämpfner und Christopher Feliks gegründet. Zunächst als Unternehmen für den strategischen Energieeinkauf. Heute ist Westbridge darüber hinaus auf die Optimierung von Betriebskosten und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien spezialisiert. Westbridge entwickelt Produkte für verschiedene Märkte, operiert von Frankfurt aus und betreut Kunden in ganz Deutschland sowie in verschiedenen Teilen der EMEA-Region.

Quelle: JLL (PM vom 08.10.2021)

0 Continue Reading →

JLL: Sarah Hoffmann wird bei JLL neue Head of Retail Investment

Sarah Hoffmann, JLL

Frankfurt, 8. Oktober 2021 – Sarah Hoffmann (34) übernimmt zum Jahreswechsel die Position des Head of Retail Investment bei JLL. Im vergangenen Dezember hatte sie zusammen mit Sabine Keulertz interimsweise diese Aufgabe von Sandra Ludwig übernommen. Hoffmann arbeitet bereits seit 2014 für JLL, zunächst als Investmentberaterin, dann ab 2016 als Team Leader Retail Investment JLL Hamburg. Dieses Team hatte sie auch mit der zusätzlichen Aufgabe als interimistischer Co-Head weitergeführt.

Sabine Keulertz (41), Team Leader Central Retail Investment Team, hat sich derweil entschlossen, das Unternehmen nach 16 Jahren auf eigenen Wunsch zum Jahreswechsel zu verlassen. Sie war 2005 zu JLL gekommen und hatte sich nach einer Station als Bewerterin auf Einzelhandelsimmobilien spezialisiert, wo sie zunächst im Investmentteam gearbeitet hat und dessen Leitung 2014 übernahm. Ab Jahresbeginn 2019 hatte sie dann das neu gebildete Central Retail Investment Team geführt, welches neben Transkationen von Shopping Centern ebenfalls bundesweite Einzelhandelsportfolios begleitet hat.

Markus Ritt, JLL

Keulertz Rolle als Team Leader wird mit ihrem Ausscheiden Markus Ritt (33) übernehmen. Nach seinem Masterstudium der Immobilienwirtschaft an der IREBS in Regensburg, wechselte er 2016 zu JLL, wo er zunächst im Shopping-Center-Investment-Team tätig war. Zusammen mit Sabine Keulertz wechselte er Anfang 2019 in das Central Retail Investment Team, in dem beide in den kommenden Wochen den Führungswechsel vorbereiten.

Jan Eckert, Head of Capital Markets: „Der von vielen bereits abgeschriebene Retail-Sektor hat in diesem Jahr seine Resilienz bewiesen. Das interimsweise von Sarah Hoffmann und Sabine Keulertz geführte Team hat diese Chance eindrucksvoll genutzt. Ich freue mich deshalb, dass Sarah Hoffmann das Team mit diesem Elan und ihrer jahrelangen Kompetenz und Erfahrung führen wird. Zugleich bedauere ich, dass Sabine Keulertz sich entschieden hat, das Unternehmen zu verlassen, danke ihr aber für 16 intensive Jahre, in denen sie vor allem als Führungskraft sehr viel initiiert und bewegt hat. Ihre Stelle übernimmt mit Markus Ritt ein Mitglied des Teams, das seine herausragenden Fähigkeiten in den vergangenen Jahren mehrfach unter Beweis gestellt hat. Das sichert uns Kontinuität in unserem Erfolgskurs.“

Quelle: JLL (PM vom 08.10.2021)

0 Continue Reading →

Ausgezeichnete Werte in der Welt am Sonntag

Der Deutsche BeteiligungsPreis wird am im Oktober 2021 ein weiteres Mal gefeiert.

Seit 2008 wird dieser Preis von dem Fachmagazin BeteiligungsReport vergeben und zeichnet besondere Leistungen bei Konzeption und Management in der Sachwertbranche aus. Höhepunkt jedes Deutschen BeteiligungsPreises sind immer die Menschen hinter den Produkten und Firmen.

Traditionsgemäß präsentieren sich einige Preisträger in einer Anzeigensonderveröffentlichung der Welt am Sonntag im Bayernteil.

0 Continue Reading →

Handelsimmobilien Report Sonderausgabe ExpoReal

Handelsimmobilien Report Nr. 356:

  • Editorial von Ruth Vierbuchen: Die Bundesbürger haben gewählt, aber wie die nächste Regierung aussehen wird, ist noch unklar. Und wenige Tage vor der Expo Real ist nicht klar, ob die Veranstaltung unter den Corona-Bedingungen an den Glanz früherer Jahre anknüpfen kann. Zudem durchläuft die Kurve der Corona-Neuinfizierten eine stetige Berg- und Talfahrt. Nachdem sich mit dem Ende der Sommerferien eine Entspannung abzeichnete, zeigen die Zahlen im Herbst wieder steigende Tendenz. (Seite 1)
  • Städtecluster in Deutschland – Vom kommerziellen Einkaufen zum Shopping mit Spaßfaktor: In Zeiten der Digitalisierung, in denen der nüchterne Versorgungskauf von Nicht-Lebensmitteln vermehrt ins Internet verlagert wird, stellt sich für Städte und Einzelhandel die Frage, wie sie es dennoch schaffen, die Kunden in die Cities zu holen. Die Antwort darauf wollen die IFH FÖRDERER mit ihrer Studie „Innenstadthandel in Zeiten der Digitalisierung“ geben, die aufzeigt, was Innenstädte attraktiv macht, wie erfolgreiche Städte aufgestellt sind und womit sie punkten können. (Seite 2)
  • Ausblick auf die Expo Real 2021 – Der Anlagedruck bleibt weiterhin hoch: Eineinhalb Jahre Ausnahmezustand durch die Pandemie und nachdem die Expo Real 2020 kurzfristig abgesagt wurde, stellt sich für viele die Frage, wo die Immobilienbranche derzeit steht, gibt die Internationale Immobilienmesse in München doch immer einen Überblick über die aktuelle Lage und die wichtigen Themen. Diese „Wasserstandsmeldung“ fehlte im vergangenen Herbst – zumal auch viele andere Veranstaltungen abgesagt werden mussten. (Seite 7)
  • Stadtlabore für Deutschlands Innenstädte – Blaupause für ein Leerstandsmanagement: Der Startschuss für das vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierte Projekt „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ ist gefallen. In diesem Kontext wird das IFH Köln zusammen mit 15 Modellstädten bis Ende 2022 im Rahmen des mit 11,9 Mio. Euro geförderten Projekts eine digitale Plattform für ein vorausschauendes, proaktives Ansiedlungsmanagement schaffen. (Seite 10)
  • Property Management im Quarrée Wandsbek – Im Fokus steht heute die Wertsteigerung: Immobilien wertsteigernd zu managen ist das ureigenste Interesse von Investoren – unter normalen Bedingungen, aber auch in herausfordernden Zeiten. An diesem Anspruch müssen sich Immobiliendienstleister heute messen lassen. Mit der Revitalisierung des Hamburger Shopping-Centers Quarrée Wandsbek setzt Sonae Sierra für den Eigentümer Union Investment solch ein zukunftsweisendes Projekt um. (Horeis, Seite 12)
  • Mittelstand und Innenstädte – Einzelhändler mit Profil sind im Vorteil: Ohne den vitalen Mittelstand würden Innenstädte uniforme Handelslandschaften mit immer denselben Filialisten sein. Der Mittelstand sorgt für die Farbtupfer, für lokale Individualität – und damit für ein attraktives Umfeld für alle Marktteilnehmer. (Stumpf, Seite 14)
  • Das Interview – Die GPEP hat noch ehrgeizige Ziele: Gespräch mit den Geschäftsführern der GPEP GmbH Marcel Fuhr, Jörn Burghardt und Herwart W. Reip über Struktur und Ziele des Unternehmens und die Chancen, die der aktuelle Strukturwandel und die wachstumsstarke Anlage-Klasse Fachmärkte und Fachmarktzentren mit Schwerpunkt Lebensmittelhandel noch bieten. (Seite 16)
  • Stadtentwicklung Bochum – Viktoria Karree soll Ende 2022 fertig sein: Mit dem Richtfest für das Viktoria Karree am 23. September kommt die Stadt Bochum der Neugestaltung des Areals um die ehemalige Justizverwaltung an der Viktoriastraße einen weiteren Schritt näher. Für die Ruhrgebietsstadt ist das aus drei Teilen bestehende Gebäudeensemble, das sich zum Husemannplatz in der Nähe der Einkaufsmeile Kortumstraße öffnet, ein wichtiger Meilenstein, um die Entwicklung der City im Rahmen der Innenstadtoffensive voranzubringen. (Seite 19)
  • Wichtig ist der Blick auf die Stadt als Einheit – Wie der Phönix aus der Asche: Der mythische Phönix erschien bei der Schöpfung der Welt auf dem Urhügel. Im alten Ägypten stellte man ihn ursprünglich als Bachstelze dar, später als Reiher. Den Vogel sah man längs des Nils immer nach dem Ende der Überschwemmungen auf den hervortretenden fruchtbaren Landflächen. Damit wurde er zum Symbol der zyklischen Wiederkehr und Erneuerung. Die (europäische) Stadt hat in ihrer Geschichte ebenfalls viele Zyklen von Verfall und Erneuerung erlebt. Die Frage der Neuausrichtung ist derzeit von geradezu brennender Aktualität. (Lück, Seite 21)
  • Das Interview – Der aktuelle Wandel bietet viele Chancen: Gespräch mit Harald Ortner, Geschäftsführer der HBB Holding und André Stromeyer, Geschäftsführer der HBB Centermanagement und HBB Gewerbebau über die Folgen der Zwangsschließungen und die Chancen, die der aktuelle Strukturwandel im Bereich Restrukturierung eröffnet. (Seite 26)
  • Das FLAIR in Fürth – Nennen Sie es nicht Shopping-Center: Das FLAIR in Fürth hat keinen geringeren Anspruch, als den Shopping-Center-Gedanken neu zu interpretieren. Das beginnt beim Namen: Das FLAIR versteht sich als „Urban Erlebnis-Center“. Und das bedeutet, dass es hier um viel mehr geht als um reines Einkaufen. Das Objekt soll eine Erlebnis- und Begegnungsplattform für Fürth und die fränkische Metropolregion werden. Am 17. September ist es eröffnet worden. (Seite 29)
  • Stationärer Einzelhandel – Mittelstädte mit hohem Umsatzpotenzial konnten ihre Position ausbauen: Es wird viel über den Siegeszug des Online-Handels berichtet, gerade in Corona-Zeiten. Doch auch Teile des stationären Einzelhandels konnten zuletzt stark zulegen. Gemessen am Vor-Corona-Jahr 2019 erwartet die GfK in ihrer aktuellen Studie für 2021 ein Umsatzplus von 2,9% oder 12,3 Mrd. Euro auf knapp 435,4 Mrd. Euro. Treiber ist vor allem der Lebensmittelhandel. Neben den großen Städten gibt es aber auch Mittelstädte mit hohem Umsatzpotenzial. (Seite 31)

Viel Spaß beim Lesen!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Ruth Vierbuchen und Werner Rohmert sowie

Ihr Team von „Der Immobilienbrief“

Research Medien AG

0 Continue Reading →

PROJECT stellt Finanz- und Immobilien-Podcast »Immoment« vor

© PROJECT

Bamberg, 07.10.2021 – Jeden zweiten Mittwoch fundiertes Wissen rund um Immobilien und Investments in Form von kurzweiligen Anekdoten.

Unter Einbindung fachkundiger Interviewpartner – all das vereint »Immoment«, der neue Podcast von PROJECT Investment, einer der führenden Kapitalanlage- und Immobilienspezialisten mit Schwerpunkt Wohnen in Deutschland. Hörer-Zielgruppe ist neben Anlegerinteressenten vor allem das breite, an Immobilieninvestments interessierte Publikum, das von nun an von zuhause oder unterwegs auf die Fachkenntnisse des Bamberger Immobilienmanagers zugreifen kann. Der Podcast ist auf bekannten Audio Streaming-Diensten wie Spotify, Google und Apple Podcasts sowie unter www.immoment-podcast.de abrufbar. 

0 Continue Reading →

Büromarkt: Flächenumsatz deutlich über Vorjahresniveau

© pixabay

Frankfurt, 06.10.2021 – „Die deutschen Büromärkte befinden sich im Erholungsmodus, und der Aufwärtstrend hat sich im dritten Quartal weiter beschleunigt. Insgesamt wurde in den ersten drei Quartalen ein Flächenumsatz von knapp 2,25 Mio. m² registriert, was einer Steigerung von fast 16 % entspricht.

Zum Halbjahr lag der Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert nur bei knapp 5 %“, erläutert Marcus Zorn, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland. „Die zunehmende Dynamik der Nachfrage zeigt sich insbesondere, wenn man nur das dritte Quartal betrachtet. Mit 891.000 m² wurde nicht nur das Vorjahresergebnis um 38 %, sondern auch der zehnjährige Durchschnitt um 4 % überboten. Der gute Flächenumsatz ist nicht zuletzt deshalb bemerkenswert, weil trotz der Impfkampagne immer noch Auswirkungen der Pandemie zu spüren sind. Gleichzeitig leidet die deutsche Wirtschaft in Teilen unter Lieferengpässen bei Vorprodukten, sodass sich der Wirtschaftsaufschwung langsamer gestaltet als noch Ende letzten Jahres erwartet. Trotzdem sind die meisten Unternehmen mittlerweile wieder weitestgehend zur Normalität zurückgekehrt, wodurch die Nachfrage nach Büroflächen gestärkt wird. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich die Diskussionen um zukünftigen Flächenbedarf im Zusammenhang mit einer Ausweitung von Homeoffice-Anteilen zunehmend beruhigt haben. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass der Großteil der Unternehmen ein Modell von ein bis zwei Tagen Homeoffice umsetzen dürfte. Hieraus resultierende Flächeneinsparungen sind sehr begrenzt, sodass auch zukünftig das Büro den Mittelpunkt für die Beschäftigten darstellen wird.“

Mehrzahl der Städte mit deutlichen Umsatzsteigerungen

Dass sich die Erholung der Büromärkte auf breiter Front vollzieht, zeigt sich daran, dass der Großteil der Standorte deutliche Umsatzsteigerungen aufweist. Von den A-Standorten verzeichnen lediglich Düsseldorf mit 212.000 m² (-6 %) sowie München mit 440.000 m² (-4 %) leicht niedrigere Umsätze als im Vorjahr. In beiden Städten ist hierfür vor allem ein unterdurchschnittlicher Anteil der Großabschlüsse über 10.000 m² verantwortlich. Trotzdem liegt die bayerische Landeshauptstadt mit ihrem Ergebnis bundesweit auf dem zweiten Platz. An die Spitze gesetzt hat sich erneut Berlin mit 520.000 m² (+8 %), womit sich die Hauptstadt nahezu auf dem Niveau des zehnjährigen Durchschnitts bewegt. Auf Rang drei findet sich Hamburg mit einem Flächenumsatz von 345.000 m², was einem Zuwachs von über 49 % entspricht. Hierzu beigetragen haben auch mehrere große Vertragsabschlüsse. Stark zugelegt hat auch der Frankfurter Markt (329.000 m², +37 %). Am dynamischsten zeigte sich der Kölner Büromarkt, der mit 231.000 m² ein Plus von über 56 % erzielte und damit das beste Ergebnis der vergangenen vier Jahre vorweisen kann. In Leipzig bedeutet der Umsatz von 113.000 m² (+27 %) sogar eine neue Bestmarke für die ersten drei Quartale. Anders stellt sich die Situation in Essen dar, wo im Gegensatz zu den Vorjahren noch kein Großabschluss verzeichnet werden konnte, was sich in einem vergleichsweise moderaten Umsatz von nur 57.000 m² (-14 %) widerspiegelt.

Leerstände haben weiter leicht angezogen

„Mit einem Gesamtvolumen von gut 4,9 Mio. m² haben die Leerstände im Vorjahresvergleich spürbar um knapp 22 % zugelegt. Im Laufe des Jahres hat sich der Anstieg aber verlangsamt und betrug in den letzten drei Monaten nur noch 3 % gegenüber dem Vorquartal. Auch im langfristigen Vergleich bewegen sich die Leerstände noch auf einem eher moderaten Niveau und liegen niedriger als vor 2018. Über alle Standorte ist aktuell eine Leerstandsquote von 5,1 % zu verzeichnen“, analysiert Riza Demirci, Geschäftsführer und Head of National Office Advisory der BNP Paribas Real Estate GmbH. Am niedrigsten liegt sie mit 3,2 % nach wie vor in der Hauptstadt Berlin. Aber auch München, Hamburg und Köln verzeichnen mit jeweils 4,0 % weiterhin einen sowohl im langfristigen als auch internationalen Vergleich niedrigen Wert. Im CBD der bayerischen Landeshauptstadt werden sogar nur 1,5 % verzeichnet. Aufgrund des außergewöhnlich guten Flächenumsatzes ist der Leerstand in Leipzig sogar weiter gesunken und erreicht mit einer Quote von 4,3 % einen neuen Tiefstand. In Essen werden Ende des dritten Quartals 5,5 % notiert. Etwas höhere Leerstandsraten verzeichnen wie gewohnt Frankfurt mit 8,3 % sowie Düsseldorf mit 9,2 %. Auch in diesen beiden Städten liegt das Volumen aber noch niedriger als 2017. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass in den besonders nachgefragten zentralen Lagen die Leerstandsquoten deutlich geringer ausfallen. Im Frankfurter CBD sind 5,6 % und im Düsseldorfer CBD 5,2 % anzusetzen.

Die Bautätigkeit liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Über alle Standorte betrachtet, sind momentan rund 4 Mio. m² Büroflächen im Bau, von denen noch knapp 2,1 Mio. m² dem Vermietungsmarkt zur Verfügung stehen. Die Vorvermietungsquote beträgt damit weiterhin knapp 50 %.

Steigende Mieten in fast allen Städten

Dass die Büromärkte trotz gestiegener Leerstände immer noch eine insgesamt gesunde Angebots-und- Nachfrage-Relation aufweisen, zeigt die Mietentwicklung. Im Vorjahresvergleich haben die Spitzenmieten in der Hälfte der analysierten Städte angezogen. Mitverantwortlich hierfür ist vor allem auch das gewachsene Angebot an modernen Flächen, die bei vielen Mietern im Fokus ihrer Suche stehen. Die höchste Spitzenmiete ist unverändert in Berlin zu beobachten, wo sie im letzten Quartal noch einmal um 2 € auf 42,00 €/m² (+5 %) angezogen hat. Auch am zweitteuersten Standort München wird eine Steigerung um gut 1 % auf aktuell 40,00 €/m² registriert. Auf knapp 2 % beläuft sich die Zunahme in Köln, wo jetzt 26,50 €/m² anzusetzen sind. Gerade die Domstadt hat von einer ausgesprochen starken Nachfrage profitiert. Den relativ betrachtet stärksten Zuwachs kann aber Leipzig verbuchen, wo die neue Spitzenmiete von 17,00 €/m² einem Plus von über 6 % entspricht. Unveränderte Spitzenmieten sind demgegenüber in Frankfurt (47,00 €/m²), Hamburg (32,00 €/m²), Düsseldorf (28,50 €/m²) und Essen (16,40 €/m²) zu verzeichnen.

Noch deutlicher fällt der Aufwärtstrend bei den Durchschnittsmieten aus. Hier können mit Ausnahme von Berlin alle Städte steigende Mieten vorweisen. In der Hauptstadt sind sie dagegen leicht (um knapp 2 %) gesunken, worin aber keine Tendenz, sondern nur eine Momentaufnahme zu sehen ist. Mit 27,20 €/m² liegt die Durchschnittsmiete in Berlin immer noch mit Abstand am höchsten. Überproportional hoch fiel der Anstieg in Köln aus, wo die Durchschnittsmiete um über 13 % auf jetzt 16,10 €/m² geklettert ist. Zuwächse von jeweils knapp 7 % sind in Düsseldorf und Leipzig zu beobachten, und auch in München und Essen werden mit knapp 5 % und gut 4 % spürbare Anstiege vermeldet. Im Durchschnitt über alle Standorte haben die Durchschnittsmieten im Jahresvergleich um 4 % zugelegt.

Perspektiven

Auch für das Schlussquartal, das traditionell häufig das umsatzstärkste ist, zeichnet sich eine Fortsetzung des Aufwärtstrends ab. Hierfür spricht einerseits die zunehmende Normalisierung des Wirtschaftslebens, andererseits ganz konkret die Vielzahl vorliegender Gesuche. Allerdings vollzieht sich die Nachfrageerholung nicht ganz so dynamisch wie noch Ende letzten Jahres erhofft. Eine trotz fortschreitender Impfkampagne immer noch nicht vollständig überwundene Pandemie sowie vor allem Lieferengpässe bei Vorprodukten in mehreren Branchen verlangsamen bzw. verschieben die konjunkturelle Erholung in Teilen in das nächste Jahr. Hiervon können sich auch die deutschen Büromärkte trotz deutlicher Umsatzanstiege nicht vollständig lösen. Einige der nach Krisen üblichen Nachholeffekte, die den Flächenumsatz erfahrungsgemäß stark steigen lassen, werden sich demzufolge vermutlich erst im Jahr 2022 vollständig in der Umsatzstatistik niederschlagen. „Trotzdem ist der Aufwärtstrend in Kraft getreten und wird auch im Gesamtjahr sehr deutlich ausfallen. Aktuell deutet alles darauf hin, dass 2021 ein Büroflächenumsatz spürbar jenseits der 3-Mio.-m²-Schwelle erzielt werden kann. Das Vorjahresergebnis würde damit klar übertroffen werden. Vor dem Hintergrund der skizzierten Rahmenbedingungen ist dies als bemerkenswerter Erfolg zu werten, der dafür spricht, dass die Büromärkte nach vollständiger Überwindung der Pandemie wieder an ihren Positivtrend aus den Jahren vor Corona anknüpfen werden“, fasst Marcus Zorn die Aussichten zusammen.

Die Leerstände dürften in den meisten Städten weiter leicht steigen, allerdings mit deutlich verringertem Tempo, sodass die Leerstandsquoten historisch betrachtet auch im nächsten Jahr auf vergleichsweise moderatem Niveau verharren sollten. In diesem Zusammenhang sind auch weitere leichte Mietpreisanstiege nicht auszuschließen, und gerade im Neubaubereich sehr wahrscheinlich, wofür nicht zuletzt die deutlich gestiegenen Baukosten sprechen.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 06.10.2021)

0 Continue Reading →